
Strategy-CEO Phong Le hat angekündigt, dass das Unternehmen im Laufe dieses Jahres wieder verstärkt Bitcoin kaufen will. Die Ankündigung folgt auf eine Phase, in der Strategy Teile seiner Bestände verkauft hatte – ein Schritt, der am Markt für Aufmerksamkeit sorgte.
Trotz dieser Verkäufe ist Strategy laut Le ein bedeutender Nettokäufer von Bitcoin. Er erklärte zudem, das Unternehmen sei vom zweitgrößten zum größten institutionellen Bitcoin-Halter der Welt aufgestiegen.
Le kündigt Rückkehr zu Bitcoin-Käufen an
In einem Interview mit FOX Business am Montag erklärte Le laut Cointelegraph, Strategy habe seit Jahresbeginn rund 175.000 Bitcoin gekauft und etwa 7.000 BTC verkauft. Nach Angaben des CEO entsprach das Kaufvolumen damit etwa dem 25-Fachen der Verkäufe.
Le kündigte an, dass Strategy im weiteren Jahresverlauf wieder mehr Bitcoin kaufen wolle. Damit stellte er die jüngsten Verkäufe als Folge veränderter geschäftlicher Prioritäten dar, während die langfristige Ausrichtung auf den Aufbau von Bitcoin-Beständen bestehen bleibe.
Vier Verkäufe seit Mai
Obwohl Strategy mehr als 840.000 BTC akkumuliert hat, verkaufte das Unternehmen seit Mai viermal Bitcoin. Der jüngste Verkauf belief sich auf 1.690 BTC. Die Erlöse aus den jüngsten Transaktionen nutzte Strategy zur Finanzierung von Dividenden auf Vorzugsaktien, Aktienrückkäufen und seiner US-Dollar-Reserve.
Die Verkäufe fielen im Verhältnis zu den Gesamtbeständen vergleichsweise gering aus. Dennoch sah sich Strategy mit Kritik konfrontiert, weil das Unternehmen von seinem langjährigen Ansatz abwich, Bitcoin nicht zu verkaufen.
Konkurrierende Anforderungen als börsennotiertes Unternehmen
Die Entwicklung verdeutlicht die konkurrierenden Anforderungen, denen Strategy als börsennotiertes Unternehmen ausgesetzt ist: Verpflichtungen gegenüber Stamm- und Vorzugsaktionären stehen neben der eigenen Strategie zur Aufstockung der Bitcoin-Bestände.
Das Bitcoin-Treasury-Modell börsennotierter Unternehmen steht insgesamt unter Druck, da schwächere Marktbedingungen die wirtschaftlichen Grundlagen infrage stellen, die seine rasche Expansion befeuert haben. Börsennotierte Unternehmen halten laut BitcoinTreasuries.NET mehr als 1,26 Millionen BTC. Sie liegen damit hinter börsengehandelten Fonds und anderen Fonds, die zusammen mehr als 1,6 Millionen BTC halten.
Laut Novaque Research profitierte das Modell historisch von einem Finanzierungszyklus, in dem Bitcoin-Treasury-Unternehmen mit Aufschlägen auf den Wert ihrer BTC-Bestände gehandelt wurden. Dadurch konnten sie über Eigen- oder Fremdkapital Mittel aufnehmen und die Erlöse zum Kauf weiterer Bitcoin verwenden. Schwieriger wird dieser Zyklus, wenn Unternehmen unter dem Nettoinventarwert ihrer Bitcoin-Bestände gehandelt werden, weil die Beschaffung neuen Kapitals für Aktionäre zunehmend verwässernd wirkt.
Kapitalrahmen bleibt entscheidend
Für Strategy bleibt damit die Steuerung des Kapitalrahmens zwischen Aktienrückkäufen, Dividendenzahlungen und Bitcoin-Akkumulation relevant. Les Ankündigung beschreibt die Absicht, im Laufe des Jahres wieder mehr Bitcoin zu kaufen, während die jüngsten Verkäufe zur Unterstützung anderer finanzieller Verpflichtungen eingesetzt wurden.
Zuletzt aktualisiert am 12. August 2026




Fragen und Antworten
Sie haben eine Frage? Unser Experten-Panel beantwortet gerne Ihre Fragen.