Vitalik Buterin über EIP-1559: „London“-Hard-Fork ein „erfolgreicher Schritt“ in Richtung ETH 2.0

Monatelang hatte die Krypto-Community darauf gewartet, gestern wurde es gestartet: das heißersehnte EIP-1559-Upgrade für Ethereum. Nun hat sich auch Vitalik Buterin dazu geäußert.

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Buterin bezüglich ETH 2.0 jetzt „zuversichtlicher“

Buterin gibt sich auf Twitter seit Monaten eher schweigsam, nun hat sich der Ethereum-Gründer nach dem Start des heißerwarteten EIP-1559-Upgrades zum Stand des Netzwerks geäußert. Er sagt: Der London-Hard-Fork, der auch das EIP-1559-Update enthält, habe ihn „definitiv zuversichtlicher“ gemacht, was den Übergang zu ETH 2.0 anbelangt. ETH 2.0 ist eine neue Iteration der Ethereum-Blockchain, die nicht mehr wie bisher einen Proof-of-Work-Konsensmechanismus verwendet, sondern einen sogenannten Proof-of-Stake-Mechanismus.

Im Gespräch mit Bloomberg News erklärt Buterin zudem: Das EIP-1559-Upgrade sei „definitiv der wichtigste Teil“ des London-Hard-Forks. Der Hard Fork sei „ein Beweis dafür […], dass das Ethereum-Ökosystem in der Lage ist, bedeutende Veränderungen vorzunehmen“ – daher auch seine neue Zuversicht bezüglich des Wechsels zu ETH 2.0.

Der russisch-kanadische Programmierer:

„Jetzt wird es viel einfacher, eine Transaktion zu senden, die in den nächsten Block aufgenommen wird, und das ist sehr wichtig für die Nutzererfahrung.“

Hintergrund EIP-1559: Mit Ethereum-Upgrade EIP-1559 werden 70% der Transaktionsgebühren im Ethereum-Netzwerk verbrannt. Sprich: Die Menge an ETH wird automatisch auf eine unzugängliche Adresse transferiert und auf diese Weise dauerhaft aus dem Verkehr gezogen. Die verbleibenden 30% erhalten Staker als Staking-Belohnung für die Sicherung des Netzwerks. Gleichzeitig hat Ethereum mit EIP-1559 die Art und Weise geändert, wie Transaktionsgebühren berechnet werden – sie sind für Anwender nun vorhersehbarer. Außerdem wird ETH durch die Coin-Burns zu einem deflationären Asset. Gemeinhin angenommen wird, das sich das langfristig positiv auf den ETH-Kurs auswirkt.

Krypto-Community begrüßt das Update

Viele innerhalb der Krypto-Community zeigen sich begeistert über das Update und den Verbrennungsmechanismus. Seit Inkraftreten von EIP-1559 hat das ETH-Netzwerk bereits 4.287 ETH verbrannt – das entspricht zu aktuellen Preisen einem Gegenwert von 11.883.564 Dollar. Der pseudonyme Analyst „GemHunters“ kommentiert hierzu:

„Da fragt man sich, wie viel ETH in einem Jahr noch übrig sein wird, kein Wunder, dass alle jetzt aufstocken!“

Dem Ethereum-Kurs hat das Update und das öffentliche Interesse daran gutgetan. Innerhalb der letzten 24 Stunden konnte Ethereum rund 6,46% zulegen, bezogen auf die Woche sind es fast 20%. Das macht Ethereum zu einem der Top-Performer in der Krypto-Top-10, gleich nach Polkadot (31%) und Uniswap (28%). Abzuwarten bleibt, wie sich der Kurs innerhalb der nächsten Tage entwickeln wird, wenn der Hype um das langerwartete Update abgeklungen ist.

Der ETH-Kurs nach Inkrafttreten des Updates. Quelle: CoinmarketCap.com

Auf der Seite „Watch The Burn“ kannst du übrigens in Echtzeit verfolgen, wie viel Ethereum seit dem Start des Updates verbrannt wurde.

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Jannis GrunewaldExperte für Kryptowährungen

Jannis Grunewald schreibt seit mehr als acht Jahren über Kryptowährungen und Technologie-Trends. Erstmals mit Bitcoin in Kontakt gekommen ist er 2015 als Inhaber einer Digitalagentur; mittlerweile gibt's für ihn kaum einen Tag ohne BTC, ETH und Co. Ob technische Analyse, Krypto-Trading, NFTs oder Web 3.0 – Jannis besitzt ein breites Fachwissen über moderne Finanz- und Wirtschaftsthemen, setzt dies auch entsprechend ein: Er führt Interviews mit bekannten Persönlichkeiten der Krypto-Branche, kommentiert Entwicklungen, schreibt Prognosen, News und Analysen. Der gefragte Autor ist hervorragend in der Szene vernetzt, zudem regelmäßiger Gast auf Krypto- und Blockchain-Konferenzen weltweit. Sie finden Jannis' Publikationen in führenden Fachmagazinen – beispielsweise auf Finanzen.net, Cryptonews.com, Kryptoszene oder Business2Community.

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