Der Kryptomarkt zeigt sich in den letzten 24 Stunden leicht fester, doch von echter Stärke kann kaum die Rede sein. XRP legt zwar rund 1 Prozent zu, bleibt damit aber erneut hinter Bitcoin zurück und verharrt weiterhin unter der Marke von 1,40 US-Dollar. Vom Allzeithoch ist der Kurs noch immer über 60 Prozent entfernt – ein klarer Bärenmarkt. Das Sentiment wirkt verhalten. Doch genau in solchen Phasen könnte sich laut neuer Daten eine Trendwende vorbereiten, so die Ripple Prognose.
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XRP Prognose: Laut CryptoQuant ist jetzt eine Rallye möglich
Die aktuelle Analyse von CryptoQuant hebt eine ungewöhnliche Marktstruktur hervor, die historisch oft vor starken Bewegungen zu beobachten war. Im Zentrum steht das sogenannte Estimated Leverage Ratio – also das Verhältnis von offenen gehebelten Positionen zu den verfügbaren Reserven auf Börsen. Dieses liegt derzeit auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und bewegt sich seitwärts. Gleichzeitig hält sich der XRP-Preis erstaunlich stabil auf einem relativ hohen Level.
Diese Divergenz ist entscheidend: Während in früheren Marktphasen steigende Preise häufig durch zunehmende Hebelwirkung angetrieben wurden, scheint XRP aktuell ohne nennenswerten spekulativen Druck auszukommen. Das deutet darauf hin, dass überschüssige Risiken bereits aus dem Markt gespült wurden. Eine solche „Bereinigung“ gilt als gesunde Grundlage für nachhaltige Aufwärtsbewegungen.
XRP Investors Are Ready: A Rally May Be Near
“The market appears calm but is actually in a phase of building potential energy. If the ratio begins to trend upward, it may not just lead to a gradual rise, but to a rapid, squeeze-driven move.” – By @PelinayPA pic.twitter.com/6o1RhAnELf
— CryptoQuant.com (@cryptoquant_com) May 1, 2026
Historisch gesehen halten solche Phasen nicht lange an. Entweder passt sich der Preis nach unten an die schwache Hebelaktivität an – oder die Hebelquote beginnt wieder zu steigen. Letzteres ist besonders relevant: Wenn neue Long-Positionen aufgebaut werden und gleichzeitig wenig Widerstand durch bestehende Short-Positionen besteht, kann dies zu einer beschleunigten Aufwärtsbewegung führen. In solchen Szenarien entstehen oft sogenannte Short Squeezes, bei denen Marktteilnehmer gezwungen werden, ihre Positionen hektisch zu schließen – was zusätzliche Kaufdynamik erzeugt.
Laut CryptoQuant befindet sich der Markt aktuell genau in dieser Aufbauphase. Die scheinbare Ruhe täuscht: Im Hintergrund wird potenzielle Energie aufgebaut. Sollte die Hebelquote wieder anziehen, könnte dies nicht nur zu einem langsamen Anstieg führen, sondern eine impulsive, von Liquidationen getriebene Rally auslösen. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass der Preis bislang nicht eingebrochen ist – trotz niedriger Spekulation. Das spricht für eine solide Nachfragebasis.
Unterm Strich signalisiert diese Konstellation, dass XRP aktuell eher konsolidiert als schwächelt. Wenn frisches Kapital in Form von gehebelten Long-Positionen zurückkehrt, könnte sich die nächste größere Bewegung schneller und dynamischer entfalten, als viele Marktteilnehmer derzeit erwarten.
Technische Struktur deutet XRP-Trendwende an
Aus charttechnischer Sicht könnte sich bei XRP ein spannendes Setup entwickeln. Der Kurs bewegt sich aktuell am unteren Rand eines langfristigen aufsteigenden Kanals – ein Bereich, der in der Vergangenheit wiederholt als solide Unterstützung fungierte. Solche Zonen gelten als potenzielle Wendepunkte, insbesondere wenn der Preis dort Stabilität zeigt und Käufer zurück in den Markt kommen.
$XRP is located at the bottom line of the ascending channel.
Additionally, the Heikin Ashi green candle has continued for three weeks.
The trend has completely reversed. The next step will be the start of a full-scale rise. pic.twitter.com/MgJ8zi0dgJ
— CW (@CW8900) May 1, 2026
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält dieses Szenario durch die Heikin-Ashi-Kerzenstruktur. Diese zeigt seit mehreren Wochen eine Serie grüner Kerzen, was auf einen stabilen, übergeordneten Aufwärtstrend hindeutet. Im Gegensatz zu klassischen Candlesticks filtern Heikin-Ashi-Darstellungen kurzfristige Volatilität heraus und liefern damit ein klareres Bild der Trendrichtung.
Die Kombination aus technischer Unterstützung im Kanal und einem bestätigten Trendsignal stärkt die bullische Argumentation. Sollte XRP von diesem Niveau aus nach oben drehen, könnte dies den Beginn einer dynamischeren Aufwärtsbewegung markieren – insbesondere, wenn auch Volumen und Marktbreite zunehmen.
Börsenzuflüsse bei XRP könnten kurzfristig Druck erzeugen
Die Metrik „Exchange Net Position Change“ zeigt, ob mehr XRP auf Börsen eingezahlt oder von dort abgezogen wird. Negative Werte deuten auf Abflüsse hin – also Akkumulation und potenziell bullische Signale, da Coins aus dem handelbaren Angebot verschwinden. Positive Werte hingegen stehen für Zuflüsse, was häufig mit steigender Verkaufsbereitschaft einhergeht.
In den vergangenen Wochen dominierte klar der Abfluss: Große Mengen XRP wurden von Börsen abgezogen, was als Zeichen für langfristige Haltestrategien gewertet werden kann. Zuletzt dreht die Entwicklung jedoch leicht. In den vergangenen Tagen sind wieder vermehrt Zuflüsse zu beobachten.
Das könnte kurzfristig belasten, da ein höheres Angebot auf Börsen tendenziell Verkaufsdruck erzeugt. Allerdings relativiert sich dieses Signal im größeren Kontext, solange der übergeordnete Trend weiterhin von Abflüssen geprägt bleibt.

XRP Ausblick: Hoffnung trifft auf strukturelle Schwäche
Die aktuellen On-Chain-Daten liefern durchaus Anlass zur Hoffnung. Niedrige Hebelquoten, anhaltende Abflüsse von Börsen und eine stabile Preisbasis sprechen dafür, dass sich XRP in einer Akkumulationsphase befinden könnte. Gleichzeitig zeigen einzelne Indikatoren, dass sich im Hintergrund potenzielle Energie für eine stärkere Bewegung aufbaut.
Dennoch bleibt das Gesamtbild gemischt. Charttechnisch wirkt XRP weiterhin angeschlagen, die relative Schwäche gegenüber Bitcoin ist offensichtlich und zentrale Widerstände konnten bislang nicht nachhaltig überwunden werden. Kurzfristige Zuflüsse zu Börsen erhöhen zusätzlich das Risiko von Rücksetzern. Eine Rally ist möglich – aber noch keineswegs bestätigt.
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Zuletzt aktualisiert am 2. Mai 2026




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