US-Finanzbehörde jagt tausende Bitcoin-Besitzer

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Die US-Steuerbehörde, der Internal Revenue Service (IRS), hat damit begonnen, Briefe an Tausende von Bitcoin- und Kryptoinhabern zu senden, Kryptotransaktionen nicht gemeldet hatten. Die IRS-Briefe enthalten Anweisungen zur Zahlung von Steuern, Zinsen und Strafen.

Rückzahlung von Steuern, Zinsen und Strafen

Das IRS begann Mitte Juli 2019, Briefe an die Steuerzahler zu senden. Die Agentur schätzt, dass bis Ende August 2019 mehr als 10.000 Steuerzahler diese Briefe erhalten werden. Am 26. Juli 2019 informiert das IRS durch das Statement R-2019-132 über die Briefkampagne. Darin sagte IRS-Kommissar Chuck Rettig:

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Steuerzahler sollten diese Schreiben sehr ernst nehmen, indem sie ihre Steuererklärungen überprüfen und gegebenenfalls frühere Erklärungen ändern und Steuern, Zinsen und Strafen zurückzahlen.

Rettig warnte auch Bitcoin- und Kryptowährungsbesitzer, dass der IRS seine Kampagne zur Bekämpfung der Nicht-Steuer-Compliance, insbesondere bei Kryptotransaktionen, verstärkt. Rettig hierzu:

Das IRS erweitert seine Bemühungen um die virtuelle Währung, einschließlich des verstärkten Gebrauchs von Datenanalysen. Wir konzentrieren uns auf die Durchsetzung des Gesetzes und helfen den Steuerzahlern, ihre Verpflichtungen zu verstehen und zu erfüllen.

Coinbase soll Daten über US-Kunden veröffentlichen

Darüber hinaus teilte die Steuerbehörde mit, dass die Steuerzahler, die über Kryptowährungen verfügen, mehrmals um die Einhaltung der Vorschriften durch die Behörde gebeten wurden. In diesem Zusammenhang hat das IRS Coinbase, die größte Bitcoin-Börse in den USA, seit 2017 gebeten, Informationen über mehr als 14.000 US-Kunden preiszugeben.

Das IRS betrachtet Kryptowährungen wie Bitcoin als Eigentum für föderale Steuerzwecke. Und das bedeutet, dass alle Gewinne oder Verluste aus ihrem Verkauf im Allgemeinen als Kapitalgewinne oder -verluste ausgewiesen werden sollten. Derzeit bezeichnet die Steuerbehörde Bitcoin und andere Kryptowährungen als „virtuelle Währungen“. Und es klassifiziert sie als Vermögenswert oder Eigentum für die Zwecke der US-Bundesverwaltung.

Der Kauf von Bitcoin ist folglich noch kein steuerpflichtiges Ereignis. Allerdings ist die Zahlung mit der Kryptowährung ein Verkauf von Bitcoin – ähnlich wie der Verkauf einer Immobilie. Und das ist ein steuerpflichtiges Ereignis. Die IRS-Mitteilung IR-2018-71, herausgegeben am 23. März 2018, legt fest:

Virtuelle Währungstransaktionen sind gesetzlich steuerpflichtig, genau wie Transaktionen jedes anderen Eigentums.

Steuerzahler könnten strafrechtlich verfolgt werden

Tatsächlich unterstreicht die IRS-Ankündigung, dass die laufende virtuelle Währungskampagne derzeitiger Schwerpunkt der Behörde ist. Die IRS-Anweisung warnt:

Steuerzahler, die die einkommensteuerlichen Folgen von virtuellen Währungstransaktionen nicht ordnungsgemäß melden, sind gegebenenfalls steuerpflichtig, machen sich strafbar und müssen Zinsen zahlen. In einigen Fällen können Steuerzahler strafrechtlich verfolgt werden.

Textnachweis: bitcoinist

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