Preis-Boost durch Bitcoin-Engpass? Makro-Investor befürchtet baldiges Versorgungsdefizit

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Laut Dan Tapeiro vom New Yorker Global-Macro-Fonds DTAP Capital (DTAP Capital) könnten Bitcoin-Trader und -Investoren mit einem Versorgungsdefizit konfrontiert werden, wenn große Firmen ihre Lagerbestände an Krypto-Währung erhöhen.

“ENGPÄSSE bei Bitcoin [sind] möglich”, so der Gründer am heutigen Donnerstag.

“Barry Silberts Grayscale Investments Trust frisst BTC auf, als gäbe es kein Morgen. Wenn aus 77 Prozent aller neu geförderten Güter 110 Prozent werden, dann sind die Lichter aus.”

Die Erklärung kommt, nachdem Grayscale seinen Finanzbericht für das dritte Quartal veröffentlicht hatte. Das New Yorker Unternehmen gab an, dass es Kryptowährungen im Wert von etwa 1,05 Milliarden Dollar für seine Anlageprodukte angehäuft habe.

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Ihr öffentlicher Referenzanteil, der Grayscale Bitcoin Trust (GBTC), hat den oberen Teil des besagten massiven Zuflusses erhalten – etwa 720 Millionen Dollar.

In der Zwischenzeit zeigt ein jährlicher Ausblick auf die Finanzberichte von Grayscale, dass das Unternehmen seine Bitcoin-Käufe im Vergleich zu seinem Versorgungsgrad im Mining jedes Quartal erhöht. Zum Beispiel hat das Unternehmen im ersten Quartal 2020 27 Prozent der geminten Bitcoins gekauft.

Diese Zahl stieg im zweiten Quartal auf 70 Prozent und im dritten Quartal auf 77 Prozent.

Tapeiro sieht dies als ein Zeichen für eine potenzielle Knappheit in der Zukunft. Der Gesamtbestand von Bitcoin beläuft sich auf nur 21 Millionen.

Bisher haben die Miner etwa 18 Millionen BTC-Coins abgebaut. Darüber hinaus sorgt die Tendenz von Bitcoin, sein Angebot nach vier Jahren um die Hälfte zu reduzieren, dafür, dass weniger davon auf dem freien Markt verfügbar sein wird.

Der Makroanalyst sieht das Defizit unterdessen auch als bullischen Indikator und schätzt, dass Trader, die auf Bitcoin bearish wetten, mit Verlusten rechnen müssen, weil sein “Preis beliebig hoch sein kann”.

HODL-Stimmung unter Mainstream-Firmen wächst

Tapeiros Erklärungen passen zur boomenden Bitcoin-“HODL”-Stimmung unter Mainstream-Firmen. Laut Daten von Bitcoin Treasuries halten Aktiengesellschaften jetzt BTC im Wert von etwa 7 Milliarden Dollar.

Dazu gehören die globale Zahlungsplattform Square, die börsennotierte Softwarefirma MicroStrategy sowie ein privater Hedge-Fonds, der als Stone Ridge Asset Management bezeichnet wird.

Andere Firmen haben sich ebenfalls auf dem Bitcoin-Markt engagiert, allerdings über GBTC. Dazu gehören u.a. Fny Investment Advisers, Boston Private Wealth, Rothschild Investment Corp.

Die öffentlichkeitswirksame Akkumulationsstimmung warf auch die Möglichkeit einer Liquiditätskrise bei Bitcoin auf, sollte die Nachfrage steigen.

Die Glocken der Bullen läuten

Die zunehmende Bedeutung von Bitcoin in den Portfolios etablierter Vermögensverwalter hat seine Rolle als sicherer Hafen und Wertaufbewahrungsmittel in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit bestätigt.

Anleger suchen nach Anlagealternativen, da sie mit den US-Schatzpapieren und dem US-Dollar keine besseren Renditen erzielen konnten. Dies war auf die Quasi-Nullzinspolitik der US-Notenbank und die Hilfsmaßnahme der US-Regierung in Höhe von 2 Billionen US-Dollar inmitten der Coronavirus-Pandemie zurückzuführen.

Da die Wirtschaft den “Pandemieschock” noch immer nicht überwunden hat, gelobt die US-Zentralbank, die Kreditzinsen bis 2023 niedrig zu halten. Unterdessen hofft der US-Kongress, nach den Präsidentschaftswahlen vom 3. November ein weiteres Konjunkturpaket verabschieden zu können. Es steht vorerst auf Eis.

Gleichzeitig verspricht Bitcoin, eine Alternative zu Fiat zu werden. Die Unternehmen sehen ihre Dollarreserven in den kommenden Jahren an Wert verlieren.

Das hat sie dazu veranlasst, einen Teil davon in die Kryptowährung und ähnliche Produkte wie GBTC umzuverteilen. Im weiteren Verlauf des HODLns würde der Preis von Bitcoin aufgrund des geringeren Angebots wahrscheinlich steigen.

Textnachweis: bitcoinist

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MSc. in Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt auf asymetrische Kryptographie und M2M-Kommunikation. Ich bin seit 2015 im Bereich Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs.