Der Kryptomarkt zeigt sich erneut angeschlagen: Bitcoin verliert in den letzten 24 Stunden leicht an Wert und pendelt aktuell um die Marke von 66.500 US-Dollar. Die Stimmung bleibt klar im Risk-off-Modus, stark beeinflusst von geopolitischen Unsicherheiten rund um den Iran-Konflikt. Kurzfristig dominieren Schlagzeilen das Marktgeschehen, während nachhaltige Trends in den Hintergrund rücken.
Seit Wochen bewegt sich Bitcoin in einer Seitwärtsphase ohne klares Momentum. Weder Bullen noch Bären können aktuell die Kontrolle übernehmen. Was sagt jetzt die Bitcoin Prognose?
Doch während der Preis stagniert, deutet ein zentraler On-Chain-Indikator darauf hin, dass sich im Hintergrund eine potenziell explosive Entwicklung aufbaut.
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Historisch niedrige Exchange-Bestände – was steckt dahinter?
Ein aktueller Blick auf die On-Chain-Daten zeigt: Der Anteil von Bitcoin auf Börsen ist auf rund 14,6 % gefallen – der niedrigste Wert seit 2018. Damals markierte eine ähnliche Entwicklung den Beginn einer längeren Akkumulationsphase nach dem Bärenmarkt. Der Hintergrund ist simpel: Coins werden von Börsen abgezogen und in Cold Wallets verschoben – ein klassisches Zeichen für langfristiges Halten statt kurzfristigem Trading.
Historisch betrachtet waren solche Phasen oft bullisch. Wenn weniger Bitcoin auf Börsen verfügbar ist, sinkt theoretisch der Verkaufsdruck. Gleichzeitig kann bereits kleine Nachfrage ausreichen, um den Preis deutlich zu bewegen. Genau dieses Narrativ wird aktuell wieder diskutiert: ein möglicher „Supply Shock“.
BTC balance on exchanges just hit its lowest level since 2018! 📉
Only ~14.6% of total supply left on exchanges.
🔹 2019-2022: 16-18% of BTC sat on exchanges
🔹 Post-2022: slow, steady bleed downward
🔹 Apr 2026: drops to levels not seen in 8 YEARSETH at 11%. BTC at 14.6%.… pic.twitter.com/Tt4X5dejzO
— Leon Waidmann (@LeonWaidmann) April 2, 2026
Allerdings ist die Realität komplexer. So bedeutet ein Rückgang der Exchange-Bestände nicht automatisch einen unmittelbaren Preisanstieg. Ein großer Teil der Abflüsse hängt mit strukturellen Veränderungen zusammen – etwa der Verwahrung durch institutionelle Akteure oder ETFs, die Coins aus dem klassischen Börsenumlauf abziehen.
Dennoch entsteht unter der Oberfläche ein wichtiger Effekt: Langfristige Investoren akkumulieren aktuell mehr Bitcoin, als neu durch Miner auf den Markt kommt . Das reduziert das verfügbare Angebot nachhaltig und kann mittelfristig Druck auf die Angebotsseite ausüben.
Der Vergleich zu 2018 ist daher spannend: Auch damals war die Nachfrage zunächst schwach, doch die strukturelle Verknappung legte den Grundstein für den folgenden Bullrun. Heute sehen wir eine ähnliche Ausgangslage – schwache Nachfrage, aber starke Akkumulation.
Kurzfristig bleibt Bitcoin gefangen in einer seitwärts gerichteten, von Makro-News dominierten Phase. Fundamentale Daten zeigen jedoch, dass sich im Hintergrund eine potenziell bullische Angebotsstruktur aufbaut. Sobald neue Nachfrage in den Markt kommt, könnte genau diese Knappheit zum entscheidenden Kurstreiber werden.
Immer mehr Bitcoin-Abflüsse von Börsen
Die Exchange Net Position Change misst, ob netto Bitcoin auf Börsen zu- oder abfließt. Rote Balken stehen für Abflüsse – also Coins, die von Börsen abgezogen werden – während grüne Balken Zuflüsse anzeigen. Aktuell sehen wir die stärksten Abflüsse seit Oktober letzten Jahres. Das ist ein klares Signal: Marktteilnehmer ziehen ihre BTC zunehmend in eigene Wallets ab, anstatt sie für kurzfristige Verkäufe auf Börsen zu halten.

Historisch gilt das als bullischer Indikator. Denn weniger BTC auf Exchanges bedeutet geringeres sofort verfügbares Angebot. Gleichzeitig zeigt es steigende Überzeugung langfristiger Investoren. Besonders auffällig ist, dass diese Abflüsse trotz schwacher Kursentwicklung stattfinden – ein Zeichen für Akkumulation im Hintergrund. Sollte die Nachfrage wieder anziehen, könnte genau diese Angebotsverknappung den nächsten Aufwärtsimpuls verstärken.
Bitcoin Ausblick: Momentum dreht – doch Risiko bleibt erhöht
Bitcoin steht aktuell an einem entscheidenden Punkt: Der Versuch, die Marke von 69.000 US-Dollar zurückzuerobern, läuft, doch der Markt sendet gemischte Signale. Laut den Daten von Swissblock hat sich das kurzfristige Momentum zuletzt deutlich verbessert und ist in eine sogenannte Übergangszone eingetreten. Das bedeutet: Rein technisch wäre ein stärkerer Ausbruch nach oben möglich, wenn sich dieses Momentum weiter stabilisiert.
Doch genau hier liegt das Problem. Parallel dazu verharrt der Risk Index weiterhin auf einem hohen Niveau. Das signalisiert, dass der Verkaufsdruck im Markt noch nicht vollständig abgebaut ist. Trotz steigender Dynamik bleibt Bitcoin damit anfällig für Rücksetzer – insbesondere bei negativen Makro-News oder kurzfristigen Gewinnmitnahmen.
Bitcoin is trying to break $69K, but it is facing more than just resistance.
Momentum has turned positive and entered the transition area, which can open the door to a stronger breakout.
But the Risk Index remains in high risk, meaning selling pressure still prevails.
We… https://t.co/GeMHbkxUgz pic.twitter.com/642veJrZeG
— Swissblock (@swissblock__) April 1, 2026
Ein Blick zurück zeigt zudem, dass ähnliche Situationen zuletzt nicht nachhaltig waren. Bereits im Januar gab es einen vergleichbaren Momentum-Schub, der jedoch schnell wieder verpuffte. Es fehlte schlicht an Anschlusskäufen, um den Trend zu bestätigen. Genau dieses Risiko besteht auch jetzt.
Unterm Strich ergibt sich ein fragiles Bild: Das Momentum liefert erste bullische Signale, doch solange das Risiko hoch bleibt, dominieren weiterhin die Verkäufer. Für einen echten Trendwechsel braucht es daher mehr als nur kurzfristige Stärke.
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Zuletzt aktualisiert am 3. April 2026



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