Ripple vs. Avalanche: Layer-1-Streit eskaliert am 1. April

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Der Wettbewerb zwischen Layer-1-Blockchains bleibt eines der spannendsten Themen im Kryptomarkt. Unterschiedliche Netzwerke kämpfen um Entwickler, Kapital und reale Anwendungsfälle – und das zunehmend aggressiv. Während sich einige Chains klar im DeFi- oder Gaming-Sektor positionieren, versuchen andere über institutionelle Adoption zu punkten.

Zwei prominente Vertreter sind hier XRPL und Avalanche.

Während Ripple stark auf Banken und Zahlungsinfrastruktur setzt, positioniert sich Avalanche als flexible Plattform für DeFi und institutionelle Subnets.

Jetzt ist der Konkurrenzkampf sogar öffentlich eskaliert – auf Social Media liefern sich die führenden Köpfe beider Ökosysteme ein direktes Wortgefecht.

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Öffentlicher Schlagabtausch zwischen Avalanche und Ripple

Auslöser der Debatte war ein Post von Avalanche-Gründer Emin Gün Sirer, der die Narrative rund um Ripple und dessen institutionelle Nutzung bewusst provozierte. Seine Aussage: Banken würden eben nicht Ripple nutzen – vielmehr sei Avalanche die tatsächlich genutzte Infrastruktur. Der Kommentar war klar als Spitze gedacht und spielte bewusst mit dem weit verbreiteten Narrativ, dass Ripple eng mit Banken kooperiert.

Ripple-CEO Brad Garlinghouse ließ das nicht unbeantwortet. In seiner Reaktion konterte er selbstbewusst und deutete an, dass Avalanche sich offensichtlich stark mit Ripple beschäftige. Der Tonfall: selbstsicher, leicht spöttisch – ein klassischer Schlagabtausch auf X, der vor allem eines zeigt: Die Konkurrenz nimmt sich gegenseitig sehr ernst.

Inhaltlich spiegelt dieser Disput zwei unterschiedliche Strategien wider. Ripple fokussiert sich klar auf den Finanzsektor, insbesondere auf grenzüberschreitende Zahlungen und Stablecoin-Infrastruktur wie RLUSD. Avalanche hingegen setzt auf ein breiteres Ökosystem mit Subnets, DeFi-Anwendungen und institutionellen Blockchains.

Avalanche vs. XRPL: Der Datenvergleich zeigt klare Unterschiede

Ein Blick auf die aktuellen Daten von DefiLlama zeigt ein deutliches Ungleichgewicht zwischen den beiden Netzwerken – zumindest im DeFi-Sektor. Avalanche kommt aktuell auf ein Total Value Locked (TVL) von rund 711 Millionen US-Dollar. XRPL hingegen liegt mit etwa 45 Millionen US-Dollar deutlich darunter. Das bedeutet: Avalanche hat aktuell ein mehr als 15-fach größeres DeFi-Ökosystem.

Noch deutlicher wird der Unterschied beim historischen Verlauf. Avalanche erreichte im letzten Zyklus TVL-Werte im zweistelligen Milliardenbereich und konnte sich auch nach dem Bärenmarkt auf einem stabilen Niveau halten. XRPL hingegen befindet sich noch immer in einer frühen Phase, was DeFi betrifft. Zwar gab es zuletzt Wachstum, doch die Dynamik bleibt begrenzt, was auch die Ripple Prognose beeinflusst.

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Auch bei den weiteren Kennzahlen zeigen sich Unterschiede. Avalanche weist deutlich höhere Aktivität bei DEX-Volumen und Kapitalflüssen auf. XRPL punktet dagegen eher im Bereich Stablecoins – insbesondere mit RLUSD, das zuletzt eine steigende Marktkapitalisierung verzeichnete. Dennoch bleibt das Gesamtökosystem im Vergleich kleiner.

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Diese Daten verdeutlichen: Während Avalanche bereits ein etabliertes DeFi-Ökosystem besitzt, steht XRPL hier noch am Anfang. Dafür verfolgt Ripple eine andere Strategie – weg von klassischem DeFi, hin zu institutionellen Anwendungen. Genau hier liegt auch der Kern des Konflikts: Es geht nicht nur um Zahlen, sondern um die Frage, welche Blockchain langfristig die größere Relevanz entfalten wird.

Doch in puncto Nutzung und Adoption bleiben sowohl Avalanche als auch XRP Ledger hinter den Marktführern zurück, was auch die zuletzt eher schwache Kursentwicklung von AVAX und XRP erklärt.

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Zuletzt aktualisiert am 3. April 2026

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Martin SchwarzExperte für Kryptowährungen

Martin, mit einem MSc. in Wirtschaftsinformatik und Fokus auf asymmetrischer Kryptographie und M2M-Kommunikation, ist seit 2015 in der Welt von Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs. Schon mit 17 begann er mit dem Handel von Kryptowährungen und erwarb seinen ersten Bitcoin. Neben seinem Interesse an Kryptowährungen widmet er sich in seiner Freizeit Online-Casinos und Sportwetten, wo er mit 18 Blackjack-Strategien entwickelte und sogenannte Sure-Bets durchführte. Seine Expertise dokumentierte er frühzeitig als Autor zu Themen wie Kryptowährungen, Trading, Aktien, Casinos und Sportwetten, wodurch er heute als gefragter Experte und Autor mit über 10 Jahren Erfahrung gilt.

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