Bitcoin zeigt sich aktuell weiterhin in einer Phase der Konsolidierung. Nach der jüngsten Erholung notiert die führende Kryptowährung rund um die psychologisch wichtige Marke von 70.000 US-Dollar. Damit bleibt der Markt zwar stabil, doch ein echtes Momentum nach oben hat sich bislang noch nicht entwickelt. Die Gewinne der jüngsten Rebound-Bewegung fallen überschaubar aus, während Anleger weiterhin vorsichtig agieren. Genau deshalb rückt die Frage in den Fokus, wie es kurzfristig weitergeht.
Während einige Analysten glauben, dass Bitcoin kurz vor einer neuen Aufwärtsphase steht, warnen andere vor einem möglichen erneuten Test der jüngsten Tiefs. Zwei vielbeachtete Modelle liefern aktuell völlig unterschiedliche Signale in ihrer Bitcoin Prognose.
Momentum-Indikator signalisiert möglichen Wendepunkt
So sehen die Experten von Swissblock, dass sich das Momentum im Bitcoin-Markt gerade in einer kritischen Phase befindet. Der zugrunde liegende Indikator misst die Stärke der Preisbewegung und ordnet diese auf einer Skala von stark negativ bis stark positiv ein. Besonders relevant ist dabei die Zone rund um den Wert von +0,5, die in der Vergangenheit häufig als Übergang zwischen vorsichtigem Marktumfeld und einer echten Expansionsphase fungierte.
Momentum is flashing a critical shift.
We’re exiting peak negative momentum, the kind of transition that often precedes a regime change.
The key test now is simple: can momentum consolidate above +0.5 and hold.
That +0.5 zone is the point of no return, where caution starts… pic.twitter.com/z1ImBvViTG
— Swissblock (@swissblock__) March 5, 2026
Aktuell zeigt der Indikator, dass Bitcoin gerade eine Phase extrem negativen Momentums verlässt. Historisch betrachtet ist dies häufig der Moment, in dem ein sogenannter Regimewechsel im Markt stattfinden kann. In früheren Zyklen ging ein solcher Übergang oftmals mit einer längeren Trendphase einher – entweder nach oben oder nach unten.
Die entscheidende Frage lautet nun, ob sich das Momentum stabil über der Marke von +0,5 etablieren kann. Gelingt dieser Schritt, interpretieren Analysten dies als mögliches Signal für eine nachhaltige Aufwärtsphase. Bleibt der Indikator hingegen darunter, könnte die aktuelle Bewegung lediglich eine kurzfristige Erholung innerhalb eines weiterhin schwachen Marktumfelds sein.
Damit steht der Markt derzeit an einem technischen Scheidepunkt. Sollte Bitcoin den Übergang in die positive Momentumzone bestätigen, könnte dies den Beginn einer mehrmonatigen Aufwärtsphase markieren. Scheitert der Versuch jedoch, wäre auch ein erneuter Test der jüngsten Tiefstände keineswegs ausgeschlossen. Das würde die Krypto Prognosen für 2026 wieder eintrüben.
Metcalfe-Modell sieht hohe Wahrscheinlichkeit für Bitcoin-Boden
Während Momentum-Analysen kurzfristige Trendwechsel untersuchen, betrachten andere Modelle eher die fundamentale Bewertung des Netzwerks. Der bekannte Analyst Timothy Peterson nutzt dafür ein Modell, das auf dem sogenannten Metcalfe-Gesetz basiert. Dieses besagt vereinfacht, dass der Wert eines Netzwerks proportional zur Anzahl seiner Nutzer wächst.
This valuation level has always marked a bottom for Bitcoin.
About 99.5% chance it stays above $60k. pic.twitter.com/ZaTtIoFGkB— Timothy Peterson (@nsquaredvalue) March 5, 2026
Überträgt man dieses Prinzip auf Bitcoin, ergibt sich ein Bewertungsmodell, das die Netzwerkaktivität mit dem Marktpreis vergleicht. Peterson analysiert dabei, wie stark der Bitcoin-Preis von seinem theoretischen „Metcalfe-Wert“ abweicht. Historisch zeigte sich, dass besonders niedrige Werte dieses Modells häufig mit langfristigen Markt-Tiefs zusammenfallen.
Laut Peterson befindet sich Bitcoin aktuell erneut in einer Zone, die in der Vergangenheit regelmäßig als Boden fungierte. Aus dieser Analyse leitet er eine bullische Einschätzung ab: Die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin langfristig über 60.000 US-Dollar bleibt, liegt laut seinem Modell bei rund 99,5 Prozent. Der Boden ist drin.
Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass kurzfristige Rücksetzer ausgeschlossen sind. Vielmehr deutet das Modell darauf hin, dass der Markt strukturell bereits ein solides Fundament aufgebaut haben könnte. Selbst wenn es also noch zu Volatilität oder einem kurzfristigen Test tieferer Kurse kommen sollte, würde dies laut dieser Analyse eher als Konsolidierung innerhalb eines größeren Aufwärtstrends gelten.
Zuletzt aktualisiert am 6. März 2026




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