Bitcoins Spot-Volumen bricht weiter ein: Signal für Trendwende?

Graphic showing Bitcoin market capitalization growth with gold and silver coins.

Bitcoin bleibt klar im Bärenmarkt. Der Kurs notiert inzwischen mehr als 30 Prozent unter dem Allzeithoch, Momentum ist kaum vorhanden. Auch in dieser Woche zeigt sich neue Schwäche: In den letzten Tagen verlor BTC über 3 Prozent und rutschte zeitweise unter 76.000 US-Dollar. Damit bröckelt der Kurs langsam weiter weg, während Käufer bislang kaum entschlossen auftreten. Auffällig ist zugleich, dass auch das Interesse an den großen Krypto-Börsen deutlich zurückgeht. Das Spot-Volumen fällt massiv. Doch genau darin könnte sich ein erstes Signal für eine mögliche Trendwende verstecken.

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Bitcoin-Volumen crasht: Ist genau das jetzt bullisch?

Eine neue Analyse von CryptoQuant zeigt, dass die BTC-Spot-Volumina seit Oktober 2025 um rund 81 Prozent eingebrochen sind. Damit liegen die Handelsaktivitäten wieder auf Niveaus, die man eher aus klassischen Bärenmärkten kennt. Besonders deutlich wird dies am Beispiel Binance: Die Börse kam zuletzt nur noch auf rund 36,4 Milliarden US-Dollar Spot-Volumen, nachdem es im Oktober 2025 noch fast 198,6 Milliarden US-Dollar waren. Auch Gate.io und Bybit verzeichneten laut Analyse massive Rückgänge.

Kurzfristig ist das zunächst kein starkes Signal. Weniger Volumen bedeutet weniger Marktinteresse, weniger Liquidität und oft auch weniger Bereitschaft, Risiko einzugehen. Anleger bevorzugen in einem unsicheren Makroumfeld offenbar weiterhin andere Anlageklassen. Steigende Inflationssorgen, hohe Zinsen und geopolitische Unsicherheit belasten den Kryptomarkt zusätzlich. Deshalb fehlt Bitcoin aktuell der klare Nachfrageimpuls.

Dennoch sieht der Analyst Darkfost darin auch eine konstruktive Komponente. Wenn Spot-Volumina stark einbrechen, kann dies bedeuten, dass der Verkaufsdruck langsam ausläuft. In früheren Marktphasen kamen Tiefpunkte oft nicht bei maximaler Euphorie, sondern bei Desinteresse, Erschöpfung und niedriger Aktivität. Genau daran erinnert CryptoQuant: Auch 2023 endete der Bärenmarkt erst, nachdem die Spot-Volumina stark gefallen waren. Danach kehrten Volatilität, Nachfrage und ein neuer bullischer Trend zurück.

Für Bitcoin heißt das: Der Markt ist noch nicht bullisch, aber möglicherweise näher an einer Erschöpfungsphase. Entscheidend bleibt, ob auf das geringe Volumen wieder steigende Nachfrage folgt. Erst wenn Käufer zurückkommen und BTC wichtige Widerstände zurückerobert, wird aus dem möglichen Boden auch ein belastbares Trendwendesignal.

Bitcoin-RSI auf Bärenmarkt-Niveau: Warum das jetzt spannend wird

Der Analyst „Bitcoin Munger“ verweist auf eine aktuell außergewöhnliche Konstellation im Bitcoin-Chart. Der monatliche RSI – also ein wichtiger Momentum-Indikator – befindet sich inzwischen auf Niveaus, die historisch eher an klassische Bärenmarkt-Tiefs erinnerten. Genau dort markierte Bitcoin in früheren Zyklen häufig langfristige Kaufzonen. Auffällig ist jedoch: Trotz des schwachen RSI hat der sogenannte SuperTrend-Indikator bislang noch kein langfristiges Verkaufssignal geliefert und bleibt weiter auf „Long“.

Das sei laut dem Analysten besonders ungewöhnlich, weil diese Kombination in früheren Marktzyklen kaum vorkam. Normalerweise fielen RSI und Trendindikatoren gemeinsam in einen klaren Bärenmarktmodus. Jetzt zeigt der RSI bereits starke Schwäche und eine Art Kapitulationsphase an, während der übergeordnete Trend technisch noch nicht vollständig gebrochen ist.

Genau daraus entsteht derzeit die Diskussion, ob Bitcoin diesmal eine andere Marktstruktur entwickelt. Möglich wäre etwa eine längere Seitwärtsphase statt eines klassischen finalen Crashs. Gleichzeitig könnte der Markt bereits stark überverkauft sein.

Sollte Nachfrage zurückkehren, könnte genau diese extreme Schwäche später als Bodenbildungsphase interpretiert werden. Kurzfristig bleibt das Umfeld jedoch fragil und volatil.

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Zuletzt aktualisiert am 27. Mai 2026

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Martin SchwarzExperte für Kryptowährungen

Martin, mit einem MSc. in Wirtschaftsinformatik und Fokus auf asymmetrischer Kryptographie und M2M-Kommunikation, ist seit 2015 in der Welt von Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs. Schon mit 17 begann er mit dem Handel von Kryptowährungen und erwarb seinen ersten Bitcoin. Neben seinem Interesse an Kryptowährungen widmet er sich in seiner Freizeit Online-Casinos und Sportwetten, wo er mit 18 Blackjack-Strategien entwickelte und sogenannte Sure-Bets durchführte. Seine Expertise dokumentierte er frühzeitig als Autor zu Themen wie Kryptowährungen, Trading, Aktien, Casinos und Sportwetten, wodurch er heute als gefragter Experte und Autor mit über 10 Jahren Erfahrung gilt.

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