Der Kryptomarkt ist mit deutlichem Verkaufsdruck in die neue Handelswoche gestartet. Am Dienstag fiel Bitcoin zeitweise unter die Marke von 65.000 US-Dollar und löste damit erneut Unsicherheit aus. Intraday folgte jedoch eine Gegenbewegung: Bitcoin kletterte wieder über 66.000 US-Dollar, zahlreiche Altcoins konnten sich ebenfalls leicht erholen. Dennoch bleibt die bullische Dynamik bislang aus. Es fehlen Anschlusskäufe und klare Impulse, um eine nachhaltige Trendwende einzuleiten. Viele große Coins stehen weiterhin unter Druck. Vor allem Ethereum und Solana haben in den vergangenen Tagen deutlich korrigiert und notieren klar unter ihren früheren Hochs – eine Phase, die auch Chancen eröffnen könnte.
Ethereum unter Druck – 60 Prozent unter Allzeithoch

Ethereum wird aktuell bei rund 1.900 US-Dollar gehandelt, nachdem der Kurs intraday zwischenzeitlich bis auf etwa 1.850 US-Dollar gefallen war. Auf Monatssicht summiert sich der Verlust auf rund 35 Prozent – eine massive Korrekturbewegung. Trotz seiner Rolle als klare Nummer zwei im Kryptomarkt notiert Ethereum rund 60 Prozent unter dem Allzeithoch. Seit den Verlaufshochs im Spätherbst des vergangenen Jahres dominiert ein klarer Abwärtstrend. Technisch bleibt das Chartbild angeschlagen. Gleichzeitig zeigen historische Zyklen, dass genau solche Phasen übertriebener Schwäche oft die Grundlage für spätere Erholungen bilden können, so die Ethereum Prognose.
🗞️ Ethereum faces Whale disengagement amid fragile market conditions
"Beyond this already challenging backdrop, an analysis of the average order size on Binance for ETH suggests a gradual disengagement from whale participants. Since the start of the year, the average order size… pic.twitter.com/6xQ0zZoHpS
— Darkfost (@Darkfost_Coc) February 22, 2026
Der Analyst Darkfost verweist darauf, dass Ethereum aktuell nicht nur unter einem fragilen Marktumfeld leidet, sondern zusätzlich eine nachlassende Aktivität großer Marktteilnehmer zeigt. Grundlage ist die durchschnittliche Ordergröße auf Binance für ETH. Seit Jahresbeginn sinkt diese Kennzahl kontinuierlich. Eine fallende durchschnittliche Ordergröße deutet darauf hin, dass sogenannte Wale – also Investoren mit sehr großem Kapital – weniger aggressiv im Orderbuch auftreten oder Positionen abbauen. Wenn große Marktteilnehmer ihr Engagement reduzieren, nimmt oft die Liquidität ab und die Stabilität des Marktes wird schwächer. Das kann kurzfristig die Volatilität erhöhen und Erholungsbewegungen erschweren.
Solana noch schwächer, 75 Prozent unter Rekordniveau

Solana steht zuletzt noch stärker unter Druck als Ethereum. In den vergangenen 24 Stunden verlor der Kurs rund 5 Prozent, auf Wochensicht summiert sich das Minus auf etwa 6 Prozent. Mit einem aktuellen Kurs von rund 80 US-Dollar und einer Marktbewertung von etwa 45 Milliarden US-Dollar hat Solana im letzten Monat über ein Drittel seines Wertes eingebüßt. Vom Allzeithoch ist der Coin inzwischen fast 75 Prozent entfernt. Diese deutliche Korrektur reflektiert die hohe Volatilität des Assets, könnte aber zugleich antizyklisch orientierten Investoren zunehmend interessante Einstiegsregionen in einer Solana Prognose signalisieren.
You can now pay your bills in USDC, start a market on any trending topic, and give an AI agent the keys to a DAO. All on Solana.
Here’s everything that happened this week:
📰 Headline News
– Lightspeed, crypto's first institutional investor relations platform by @Blockworks… pic.twitter.com/wW14Jdljgn
— Solana (@solana) February 22, 2026
Bei Solana hat sich zuletzt erneut gezeigt, wie dynamisch sich das Ökosystem entwickelt. Nutzer können inzwischen Rechnungen direkt in USDC bezahlen, während mit Zora sogenannte „Attention Markets“ starten, auf denen Trends handelbar werden. Mit Altitude Bill Pay wird Krypto alltagstauglicher. Im DAO-Bereich liefert Realms neue Funktionen, die sogar KI-Agenten Governance-Rechte einräumen. DFlow und weitere Projekte bauen Trading-Infrastruktur aus, während Metaplex eine einheitliche Plattform vorbereitet. Auch institutionelle Anwendungen wachsen: AsgardFi bringt kreditbesicherte Positionen, Onramp überschreitet 100 Millionen Dollar AUM. Helium erreicht mit 3,4 Millionen täglichen Nutzern ein Allzeithoch.
Ethereum und Solana im Vergleich: Antizyklische Chancen trotz Abwärtstrend
Ethereum und Solana verfolgen ähnliche Ziele als führende Layer-1-Blockchains, setzen jedoch unterschiedliche technologische Schwerpunkte. Während Ethereum mit seinem etablierten Ökosystem und hoher Dezentralisierung punktet, überzeugt Solana durch Geschwindigkeit und geringe Transaktionskosten. Beide Projekte haben ihre klare Berechtigung im Markt – je nach Präferenz erscheint dem einen Solana attraktiver, dem anderen Ethereum.
Fakt ist: Beide Coins notieren deutlich unter ihren Allzeithochs. Besonders bei Solana wirkt die Korrektur ausgeprägter. Historisch betrachtet waren genau solche Marktphasen häufig Zeitfenster, in denen sukzessive Einstiege über Cost-Average-Strategien sinnvoll sein konnten. Kurzfristig bleiben jedoch beide Assets im klaren Abwärtstrend und charttechnisch angeschlagen.
Zuletzt aktualisiert am 23. Februar 2026



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