Ethereum Foundation in Kritik: Jetzt antwortet Vitalik Buterin

Die Ethereum Foundation galt lange als das ideologische und technische Zentrum des Ethereum-Ökosystems. Die Non-Profit-Organisation unterstützt Entwickler, finanziert Forschung und koordiniert wichtige Upgrades rund um das zweitgrößte Blockchain-Netzwerk der Welt. Doch zuletzt geriet die EF zunehmend unter Druck.

Kritiker werfen der Stiftung fehlende Führung, zu langsame Entscheidungen und mangelnde Unterstützung für den ETH-Kurs vor. Besonders kontrovers waren wiederholte ETH-Verkäufe der Foundation in Phasen schwacher Marktstimmung.

Gleichzeitig häufen sich personelle Abgänge: Immer mehr bekannte Forscher, Entwickler und Führungskräfte verlassen die Ethereum Foundation oder ziehen sich aus aktiven Rollen zurück. Das sorgt im Markt für Unsicherheit und verstärkt die Debatte darüber, wie Ethereum künftig organisiert und geführt werden soll.

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Immer mehr bekannte Ethereum-Entwickler verlassen die Foundation

In den vergangenen Monaten hat sich die Kritik an der Ethereum Foundation deutlich verschärft. Besonders im Fokus stehen dabei die zahlreichen personellen Veränderungen innerhalb der Organisation. Zuletzt sorgte Coin Bureau für Aufmerksamkeit, nachdem weitere bekannte Ethereum-Forscher ihren Abschied angekündigt hatten. Unter anderem verließen Carl Beek und Julian Ma die Foundation.

Bereits zuvor hatten sich prominente Namen wie Barnabé Monnot, Trent Van Epps oder Alex Stokes aus wichtigen Rollen zurückgezogen oder Sabbaticals angekündigt.

Innerhalb der Community wird inzwischen offen diskutiert, ob die Ethereum Foundation an Einfluss verliert oder sich strukturell neu ausrichtet. Viele Anleger kritisieren, dass Ethereum trotz seiner technologischen Dominanz zuletzt kaum Kursmomentum entwickeln konnte. ETH notiert weiterhin deutlich unter den Allzeithochs, während Konkurrenznetzwerke wie Solana oder Hyperliquid zuletzt deutlich stärker performten.

Zusätzliche Kritik entstand durch wiederholte ETH-Verkäufe der Foundation. Immer wieder wurden Wallet-Bewegungen bekannt, bei denen ETH-Bestände verkauft oder transferiert wurden. Zwar argumentiert die EF, dass diese Verkäufe notwendig seien, um Forschung und Entwicklung langfristig zu finanzieren. Dennoch sorgten die Verkäufe insbesondere in schwachen Marktphasen regelmäßig für Unmut.

Hinzu kommt, dass viele Community-Mitglieder die Ethereum Foundation mittlerweile als zu bürokratisch und langsam wahrnehmen. Während andere Ökosysteme aggressiv auf Wachstum, Nutzergewinnung und Kapital setzen, fokussierte sich Ethereum zuletzt stärker auf langfristige Forschung, Dezentralisierung und Sicherheitsfragen. Genau diese strategische Ausrichtung steht nun zunehmend zur Debatte.

Vitalik Buterin will die Ethereum Foundation neu ausrichten

Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin hat sich nun ausführlich zu der aktuellen Kritik und der zukünftigen Rolle der Ethereum Foundation geäußert. Dabei machte er deutlich, dass die EF seiner Ansicht nach niemals als „Zentrum“ von Ethereum gedacht gewesen sei. Stattdessen beschrieb er die Foundation als lediglich einen kleineren Knotenpunkt innerhalb eines viel größeren dezentralen Netzwerks.

Buterin erklärte, dass sich die Ethereum Foundation künftig stärker fokussieren und bewusst kleiner werden solle. Die Organisation solle langfristiger denken, klarere Positionen vertreten und ihre begrenzten Ressourcen gezielter einsetzen. Dabei nannte er mehrere Kernbereiche, auf die sich Ethereum künftig konzentrieren müsse: Zensurresistenz, Datenschutz, Offenheit, Sicherheit und Schutz vor zu starker Einflussnahme einzelner Akteure.

Gleichzeitig betonte Buterin, dass viele Aufgaben rund um Ethereum künftig nicht mehr allein von der Foundation getragen werden sollten. Besonders die Unterstützung von ETH als finanzielles Asset liege zunehmend außerhalb des direkten Aufgabenbereichs der EF. Laut Buterin brauche Ethereum dafür andere Organisationen, Unternehmen und Akteure innerhalb des Ökosystems.

Auffällig war zudem seine persönliche Aussage zu ETH selbst. Buterin erklärte öffentlich, dass rund 90 Prozent seines eigenen Vermögens weiterhin in ETH investiert seien. Damit wollte er offenbar ein Signal senden, dass er trotz der aktuellen Kritik langfristig weiterhin großes Vertrauen in Ethereum habe.

Seine Aussagen deuten darauf hin, dass Ethereum künftig deutlich dezentraler organisiert werden könnte. Die Foundation würde dabei weniger operative Kontrolle übernehmen und stattdessen eher als langfristig orientierter Unterstützer der Kerninfrastruktur auftreten. Für viele Marktteilnehmer bleibt nun jedoch entscheidend, ob diese Neuausrichtung tatsächlich neues Vertrauen schaffen und Ethereum wieder mehr Dynamik verleihen kann.

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Zuletzt aktualisiert am 25. Mai 2026

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Martin SchwarzExperte für Kryptowährungen

Martin, mit einem MSc. in Wirtschaftsinformatik und Fokus auf asymmetrischer Kryptographie und M2M-Kommunikation, ist seit 2015 in der Welt von Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs. Schon mit 17 begann er mit dem Handel von Kryptowährungen und erwarb seinen ersten Bitcoin. Neben seinem Interesse an Kryptowährungen widmet er sich in seiner Freizeit Online-Casinos und Sportwetten, wo er mit 18 Blackjack-Strategien entwickelte und sogenannte Sure-Bets durchführte. Seine Expertise dokumentierte er frühzeitig als Autor zu Themen wie Kryptowährungen, Trading, Aktien, Casinos und Sportwetten, wodurch er heute als gefragter Experte und Autor mit über 10 Jahren Erfahrung gilt.

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