Ethereum rutscht erneut unter die psychologisch wichtige Marke von 2.000 US-Dollar. Damit setzt sich die ausgeprägte Schwächephase der vergangenen Monate fort. Seit dem Zwischenhoch im Vorjahr hat die zweitgrößte Kryptowährung einen erheblichen Teil ihres Wertes eingebüßt, das Chartbild bleibt angeschlagen und die Bären dominieren weiterhin das kurzfristige Momentum.
Dennoch lohnt sich ein differenzierter Blick: Während der Spot-Preis unter Druck steht, schreitet die institutionelle Integration voran. Insbesondere ein geplanter Staking-ETF von BlackRock rückt Ethereum erneut in den Fokus professioneller Investoren und könnte strukturell neue Nachfragequellen erschließen. Das verändert dann auch die Ethereum Prognose:
BlackRock treibt Ethereum-Staking-ETF voran
Der weltweit größte Vermögensverwalter BlackRock konkretisiert seine Pläne für einen gestakten Ethereum-ETF. Laut aktualisierten Einreichungen soll das Produkt unter dem Ticker $ETHB laufen und eine Kostenquote von 0,25 % aufweisen. Ziel ist es, Anlegern nicht nur die reine Preisentwicklung von Ether zugänglich zu machen, sondern zusätzlich die Staking-Rendite abzubilden. In den Unterlagen wird eine durchschnittliche jährliche Staking-Yield von rund 3 % auf Basis früher Referenzwerte für 2026 kalkuliert.
NEW: updated filing for BlackRock’s @iShares staked Ethereum ETF. Ticker $ETHB. Filing includes expense ratio which will be 0.25%. pic.twitter.com/CW7pKVoJXX
— James Seyffart (@JSeyff) February 17, 2026
Das Besondere: Anders als bei klassischen Spot-ETFs würden die im Fonds gehaltenen Ether aktiv im Netzwerk gestakt. Dadurch partizipieren Investoren indirekt an den Validator-Rewards, ohne selbst technische Infrastruktur betreiben oder Liquiditätsbindungen managen zu müssen. Für institutionelle Investoren, die regulatorisch sauber strukturierte Vehikel bevorzugen, könnte dies eine attraktive Kombination aus Kurs-Exposure und laufendem Ertrag darstellen.
Bereits die Spot-Bitcoin-ETFs hatten gezeigt, wie stark regulierte Anlageprodukte Kapitalströme bündeln können. Überträgt sich dieses Muster auf Ethereum, könnte ein Staking-ETF die Wahrnehmung von ETH weiter in Richtung renditetragendes Krypto-Asset verschieben.
Analysten betonen, dass damit eine Brücke zwischen traditionellem Asset-Management und On-Chain-Ökonomie geschlagen wird. Gerade in einem Umfeld, in dem viele Anleger nach alternativen Renditequellen suchen, wirkt die Integration von Staking-Erträgen in ein ETF-Konstrukt strategisch durchdacht.
🔥BLACKROCK STARTS BUYING ETH FOR STAKING ETF
BlackRock has begun acquiring Ethereum for its upcoming Ethereum staking ETF.
The filing estimates the ether staking yield to average out annually to 3% using early 2026 reference benchmarks. pic.twitter.com/aIB8EEvg2r
— Coin Bureau (@coinbureau) February 17, 2026
Steigende Staking-Quote verknappt das Angebot
Parallel zu den ETF-Plänen steigt die Staking-Quote im Ethereum-Netzwerk kontinuierlich. Ein immer größerer Anteil des zirkulierenden Angebots wird in Validatoren gebunden, um das Netzwerk zu sichern und Rewards zu generieren. Diese Entwicklung reduziert die frei handelbare Liquidität an den Börsen. In Phasen wachsender Nachfrage kann ein solches Angebotsdefizit preistreibend wirken.
Ethereum hat sich seit dem Übergang zu Proof-of-Stake strukturell verändert. Validatoren hinterlegen Ether als Sicherheit, wodurch Coins effektiv dem Markt entzogen werden. Je höher die Staking-Ratio, desto stärker sinkt das kurzfristig verfügbare Angebot. Kombiniert man diesen Effekt mit potenziellen Kapitalzuflüssen über einen institutionellen ETF, entsteht ein Szenario, in dem neue Nachfrage auf ein zunehmend verknapptes Angebot trifft.
Zudem wird die Narrative rund um Ethereum neu justiert: Statt ausschließlich als Smart-Contract-Plattform wahrgenommen zu werden, rückt der Charakter als produktives Asset mit laufendem Cashflow-ähnlichem Ertrag in den Vordergrund. Für Vermögensverwalter kann das in Portfolio-Modellen eine andere Rolle rechtfertigen als bei rein spekulativen Token.
Kurzfristig bleibt das Chartbild zwar fragil, doch strukturell verdichten sich die Signale, dass institutionelle Akteure ihre Positionierung ausbauen.
Zuletzt aktualisiert am 18. Februar 2026



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