Ethereum Prognose: Ex-Führungskraft erklärt Gründe für Abgang

Close-up of a US Treasury note featuring the U.S. Treasury building.

Ethereum bleibt im Bärenmarkt unter Druck. Der Kurs zeigt weiterhin kaum Dynamik, neue Impulse fehlen und vom früheren Allzeithoch ist ETH inzwischen rund 70 Prozent entfernt. Doch die Schwäche zeigt sich nicht nur im Chart. Auch intern steht das Ethereum-Ökosystem seit Monaten unter Beobachtung.

Besonders die Ethereum Foundation wurde zuletzt immer wieder kritisiert: zu langsam, zu passiv, zu wenig wachstumsorientiert. Hinzu kamen Abgänge wichtiger Köpfe, die Zweifel an der strategischen Ausrichtung verstärkten. Nun erklärt einer dieser früheren Mitarbeiter, warum er die Foundation verlassen hat – und weshalb er mit Ethlabs einen neuen Weg einschlägt.

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Ethereum Foundation in der Kritik: Ex-Mitarbeiter sieht strategische Lücke

Der frühere Ethereum-Foundation-Mitarbeiter Ansgar Dietrichs hat nun erklärt, warum er die Organisation verlassen und gemeinsam mit Kollegen Ethlabs gegründet hat. Seine Aussagen zeigen, dass es bei dem Schritt offenbar nicht nur um persönliche Karrierepläne ging, sondern um eine grundsätzliche Einschätzung zur Rolle der Ethereum Foundation in einer neuen Marktphase.

Dietrichs beschreibt, dass die Foundation erst mit Verzögerung erkannt habe, dass sich Ethereum in einem entscheidenden Moment befindet. Das Board habe sich schließlich darauf verständigt, dass die Foundation künftig eine neue Rolle einnehmen müsse: weniger als aktiver Treiber jeder Entwicklung, sondern stärker als Institution, die jene Bereiche schützt, die sich bei Ethereum nicht verändern sollten. Genau hier habe sich für Dietrichs und eine kleine Gruppe von Kollegen jedoch eine Lücke aufgetan.

Denn während die Foundation stärker auf Bewahrung und Schutz zentraler Prinzipien fokussiert sei, gebe es aus seiner Sicht zugleich Bereiche, die sich weiterentwickeln müssten. Ethlabs soll genau dort ansetzen. Das neue Projekt will Ethereum dabei helfen, sich in die Richtung zu bewegen, die Dietrichs und sein Team für notwendig halten. Besonders verweist er auf die zunehmende Verlagerung der globalen Wirtschaft auf die Blockchain. In diesem Umfeld gebe es eine große Chance, die Ethereum aus seiner Sicht perfekt nutzen könnte.

Damit wird deutlich: Der Abgang ist auch ein Signal. Ethereum hat weiterhin starke Netzwerkeffekte, Entwickler und Infrastruktur. Doch die Kritik lautet, dass diese Vorteile aktiver in Wachstum, Adoption und konkrete Anwendungen übersetzt werden müssen. Ethlabs positioniert sich damit nicht zwingend gegen Ethereum, sondern als neuer Akteur, der dort Druck machen will, wo die Foundation aus Sicht der Gründer zu vorsichtig agiert.

Ethlabs will Ethereum beschleunigen: Darum entsteht jetzt ein neues Labor

Hinter Ethlabs steckt der Versuch, Ethereum in eine neue Phase zu führen. Die Gründer argumentieren, dass die vergangenen zehn Jahre vor allem vom Aufbau der Infrastruktur geprägt waren. Ethereum sei vom Whitepaper zu einem global verteilten Netzwerk geworden, mit einer breiten Entwicklerbasis, vielen Anwendungen und zentraler Bedeutung für DeFi, Tokenisierung und Onchain-Märkte. Doch nun gehe es nicht mehr nur darum, Infrastruktur bereitzustellen. Entscheidend sei jetzt, welche Blockchain-Architektur die nächste Welle wirtschaftlicher Aktivität abwickelt.

Genau hier sieht Ethlabs die Dringlichkeit. Geld, Vermögenswerte, Märkte und Finanzinfrastruktur wandern zunehmend auf die Blockchain. Aus Sicht des Teams wird heute entschieden, welche Netzwerke davon langfristig profitieren. Ethereum habe zwar einzigartige Eigenschaften: Neutralität, Sicherheit, Liquidität, Dezentralität und ein starkes Ökosystem. Doch Ethlabs betont zugleich, dass eine zentrale Rolle Ethereums in der globalen Wirtschaft nicht automatisch garantiert sei. Dafür brauche es gezielte Arbeit, Geschwindigkeit und klare Prioritäten.

Das Team besteht aus fünf früheren Ethereum-Foundation-Mitarbeitern, die über Jahre an Core Research, Protokollentwicklung, Roadmap, Skalierung, Governance, UX, Interoperabilität und Plattformthemen gearbeitet haben. Konkret will Ethlabs in drei Bereichen aktiv werden: Chain, Platform und Growth. Dazu gehören L1-Skalierung, Blob-Scaling, schnellere Finalität, bessere Interoperabilität zwischen Ethereum und Layer-2s, effizientere Blockkonstruktion, klare EVM-Roadmaps und Go-to-Market-Arbeit, damit technische Verbesserungen auch wirklich bei Nutzern, Apps, Börsen und Institutionen ankommen.

Wichtig ist dabei: Ethlabs stellt sich nicht offiziell gegen die Ethereum Foundation. Die Beziehung wird als ergänzend und kollaborativ beschrieben. Die Foundation soll weiter die Kernwerte und die langfristige Stabilität Ethereums schützen. Ethlabs will dagegen anders arbeiten – technischer, operativer und wachstumsorientierter. Für ETH selbst ist das bullische Narrativ klar: Wenn Ethereum nützlicher wird, mehr DeFi-Aktivität, mehr Settlement, mehr institutionelles Vertrauen und stärkere Asset-Emissionen anzieht, könnte auch die Bedeutung von ETH im System steigen.

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Zuletzt aktualisiert am 1. Juli 2026

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Martin SchwarzExperte für Kryptowährungen

Martin, mit einem MSc. in Wirtschaftsinformatik und Fokus auf asymmetrischer Kryptographie und M2M-Kommunikation, ist seit 2015 in der Welt von Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs. Schon mit 17 begann er mit dem Handel von Kryptowährungen und erwarb seinen ersten Bitcoin. Neben seinem Interesse an Kryptowährungen widmet er sich in seiner Freizeit Online-Casinos und Sportwetten, wo er mit 18 Blackjack-Strategien entwickelte und sogenannte Sure-Bets durchführte. Seine Expertise dokumentierte er frühzeitig als Autor zu Themen wie Kryptowährungen, Trading, Aktien, Casinos und Sportwetten, wodurch er heute als gefragter Experte und Autor mit über 10 Jahren Erfahrung gilt.

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