Ist der NFT Markt tot? OpenSea versucht zu retten, was geht!

OpenSea kann mehr als nur NFT und das ist auch angesichts nachlassender Marktwerte dringend notwendig. Die erste und größte NFT-Plattform will ein All-Coins/All-Blockchains und DEX Aggregator in einem werden. Kann das gutgehen, oder versucht das ehemals gehypte Start-up nur zu retten, was noch übrig ist?

Das Wichtigste im Überblick:

  • Über 50 % der Belegschaft von OpenSea wurden entlassen.
  • Handelsvolumen stieg nach Ankündigung auf ein neues Allzeithoch.
  • OpenSea will Multi-Asset-Krypto-Aggregator werden, NFTs sollen bleiben.
  • Gebührenmodell von 0,9 % geplant, so CEO Devin Finzer.
  • Token-Order-Routing-Funktion wird bald eingeführt.
  • Auch Meme-Coins werden unterstützt, so das Unternehmen.

Was hat OpenSea vor?

Der strategische Relaunch kommt nicht von ungefähr, denn die Plattform kann von ihrer primären Funktion als NFT-Marktplatz wahrscheinlich nicht überleben. Um sich zukunftssicher aufzustellen, hat man nun im Management beschlossen, den Token-Handel über mehrere Blockchains einzuführen, Meme-Coins ins Repertoire aufzunehmen und als DEX-Aggregator tätig zu werden.

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Im Auge hat OpenSea dabei wahrscheinlich die langfristig gesicherte Einnahme von Gebühren, die den Fortbestand des Unternehmens sicherstellen sollen. Für 22 Blockchains will man sich als zuverlässiger Aggregator positionieren. Die derzeitige Funktion ist nur für Ethereum- und Solana-Netzwerke im Einsatz. Der Ausbau soll dann auch neue Spitzenwerte beim Handelsvolumen bringen, das in den letzten 30 Tagen für EVM und SVM laut DefiLlama bei über 2,54 Milliarden USD lag. Seit September dieses Jahres hat sich die Aktivität verbessert und OpenSea als DEX-Aggregator steuert auf den besten Oktober seit 3 Jahren hin.

Jüngste On-Chain-Analysen von Dune Analytics zeigen, dass in den vergangenen 2 Wochen rund 16 Millionen USD an Gebühren ins Ökosystem von OpenSea geflossen sind. Wenn Nutzer nicht nur NFTs, sondern auch ihre verwahrten Kryptowährungen über dieselbe Plattform handeln können, stehen die Zeichen auf Wachstum, sind sich die Entwickler sicher. OpenSea ist nicht für günstige Gebühren bekannt. Anders als der Konkurrent Blur hat OpenSea aber eine größere Bekanntheit und mehr Nutzer. Derzeit berechnet die Plattform pro Transaktion rund 0,9 % an Gebühren.

Mit dem kettenübergreifenden Liquiditätszugang hat OpenSea einen klaren Vorteil im Markt. Als Multi-Asset-Plattform könnte das Unternehmen tatsächlich zu neuem Glanz erwachen, auch wenn dieses Einsehen etwas spät kommt. Dennoch könnte das Gebührenmodell langfristig mit der neuen Vision stabilere Einnahmen als derzeit generieren, was Hoffnung auf die Zukunft macht.

Ist der NFT-Markt tot?

Der Neustart von OpenSea wurde den 175 Beschäftigten auf einer Betriebsversammlung vom Mitgründer und CEO Devin Finzer mitgeteilt. Allerdings erfuhren diese auch gleich, dass die Hälfte von ihnen gehen muss. Finzers Entscheidung zeigt, wie ernst die Lage für OpenSea tatsächlich ist. Der NFT-Markt hatte jüngst mit enormen Herausforderungen zu kämpfen und gerade der Marktführer verlor erhebliche Anteile.

Möglich, dass sich der NFT-Markt nie wieder erholen wird. Vielleicht bleibt er als Nischenmarkt erhalten und wird mit der ein oder anderen spektakulären Aktion für mediales Aufsehen sorgen. Doch dass monatlich Millionen von Webseiten-Besuchern für außergewöhnlich hohe Umsätze sorgen, dürfte bei NFTs wohl tatsächlich der Vergangenheit angehören.

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Die Entscheidung für die notwendige Umwandlung des Geschäftsmodells basiert auch auf den aktuellsten Zahlen aus dem NFT-Sektor:

  • Umsatzrückgang 2025 von 11 % vorhergesagt, laut Statista.com
  • Seit dem Spitzenzyklus 2022 geht die Marktkapitalisierung runter.
  • Laut DappRadar sind mehr Verkäufer als Käufer auf der Plattform.
  • Durchschnittlicher Preis pro verkauftem NFT nur noch bei rund 44,56 $.

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Der NFT-Markt mag nicht vollkommen tot sein, jedoch ist eine klare Bereinigung im Markt feststellbar. OpenSea sieht sich genötigt, seine Vision an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Mit der Ankündigung von Finzer auf X, ist klar: Es muss gehandelt werden und das Ziel ist ebenfalls klar.

Die Fortsetzung ist das Ziel für die On-Chain-Wirtschaft in ihrer Gesamtheit. Handeln Sie mit allem: Token, Kultur, Kunst, Ideen, Digitalem und Physischem. Und das alles an einem Ort, der sich wie ein Zuhause anfühlt, nicht wie eine Bank. Kunden sollen sich auf OpenSea aufhalten, statt auf einer zentralisierten Krypto-Börse ihre Kryptos zu tauschen. Alles auf einer Plattform also. OpenSea geht all-in und versucht zu retten, was noch zu retten ist.

Zuletzt aktualisiert am 21. Oktober 2025

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Stephanie HahnExperte für Kryptowährungen

Stephanie Hahn bringt ein ausgeprägtes Zahlenverständnis mit, das sie viele Jahre in der Buchhaltung einsetzte, bevor sie vor über fünfzehn Jahren ihre Leidenschaft fürs Schreiben entdeckte. Heute ist sie als erfahrene Texterin auf Finanzthemen spezialisiert. Sie verbindet fachliches Know-how mit verständlicher Sprache – ideal für alle, die fundierte Informationen zu Geldanlage, Aktien, ETFs oder Kryptowährungen suchen. Als private Investorin kennt sie nicht nur die Theorie, sondern auch die Praxis – und weiß, worauf es beim Investieren wirklich ankommt.

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