Ist das Metaverse gescheitert? Warum konnten sich Metaverse-Coins wie MANA, SAND und APE nicht durchsetzen?
Auch Mark Zuckerberg muss Verluste hinnehmen, denn trotz massiver Investitionen ins Metaverse blieb der große Durchbruch bisher aus. Am Mittwoch meldete das Unternehmen Meta für sein Reality Labs im dritten Quartal des Jahres einen Verlust von 4,4 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz lag bei 470 Millionen US-Dollar, wie der Meta-Bericht enthüllt. Auch wenn die mit Meta und EssilorLuxottica hergestellten KI-Brillen für Wachstum sorgten, ist beim Metaverse die Luft raus.
Entsprechend schlecht steht es um die Metaverse-Coins, einst gehypte Vermögenswerte, heute nur noch Restposten.
Das Wichtigste in Kürze:
- Reality Labs von Meta erzielte Umsatz unter den Erwartungen der Wall Street.
- Das Metaverse als Kopie der realen Welt ist laut Experten gescheitert.
- APE Coin verlor im letzten Jahr über 61 % an Wert und kostet aktuell nur rund 0,41 $.
- MANA von Decentraland verliert im letzten Monat über 26 % seines Wertes.
- SAND-Coin kann sich im Tagesgeschehen mit rund 5 % verbessern.
- Metaverse-Coins sind häufig zu GameFi-Coins oder P2E-Token geworden.
- Geringe Nutzerzahlen und schwache finanzielle Ergebnisse belasten Entwicklung.

Warum das Metaverse gescheitert ist
Als nächste Stufe digitaler Interaktion wurde das Metaverse angepriesen und schürte hohe Erwartungen. Jetzt sieht es aber so aus, als ob aus der revolutionären Mischung von Virtual Reality, Augmented Reality und immersivem sozialen Leben keine überzeugenden Anwendungsfälle gelungen sind. Wie lässt sich das Metaverse im Alltag einsetzen? Genau hier hat es dem User offenbar an Antworten gefehlt. Die meisten Menschen haben nichts mit dem Metaverse am Hut.
Wer doch einen Blick gewagt hatte, fand sich schnell in der Spekulationsblase von gehypten Metaverse-Coins wieder, die jetzt ums Überleben kämpfen. Was könnte man seinen Anlegern bieten, wenn es an echten Mehrwerten im Alltag fehlt? Welche Technologie könnte dem Metaverse auf die Sprünge helfen? Hier gibt es einfach nichts, keine Lösung, und statt breiter Akzeptanz nur technologische Beschränkungen wie hochwertige Hardware und leistungsstarke Rechner.
Der Hype um den Unterhaltungsaspekt hat nachgelassen. Stattdessen gibt es eine pragmatische Neuausrichtung von Unternehmen und Branchen zu immersiven 3D-Welten für Weiterbildung oder der Szenarioplanung.
Quelle: Andy Lee, Partner der Anwaltskanzlei Jones Walker in cnbc
Mangelndes Interesse verzeichnen auch die führenden Metaverse-Coins, allen voran MANA von Decentraland, SAND von The Sandbox und APE von ApeCoin. Statt von Massenakzeptanz spricht der Experte hier schon von Nischen-Coins. Nicht die breite Masse ist von Metaverse-Coins begeistert, vielmehr sind es Technikbegeisterte und Anhänger von Blockchain-Games, die sich zum Investment in solche Token inspirieren lassen.
Haben Metaverse-Coins noch Potenzial?
Es gibt zahlreiche Ideen, wie man das Metaverse doch noch erfolgreich in den Alltag integrieren kann. Als Übungsumgebung beispielsweise für Polizisten oder als zielgerichtete Branchenlösung, etwa im Gesundheitswesen oder der Industrie. Mitarbeiter lernen so unter anderem Montagearbeiten ohne körperliche Gefahren. Notfallszenarien verhindern teure Maschinenausfälle. Kundendienst-Erlebnisse erhalten risikofreie Umgebungen, um Beschäftigte im Umgang mit schwierigen Kunden zu schulen. Möglichkeiten sind da.
Doch wo sehen Experten in diesen Szenarien die Metaverse-Coins? Haben diese überhaupt eine Zukunft? Fürs VR-Training braucht man sie zunächst nicht.
Die Zukunft erfolgreicher virtueller Welten wird wahrscheinlich eher Roblox ähneln als Horizon Worlds – sie werden organisch aus zugänglichen Spiele-Plattformen und sozialen Kanälen entstehen, die auf benutzergenerierten Inhalten und KI basieren.
Wie geht es jetzt für die Metaverse-Coins weiter?
Bei CoinMarketCap zeigt sich in der Liste der Top-Metaverse-Token nach Marktkapitalisierung ein ernüchterndes Bild: Kein Metaverse-Coin ist in den Top 50 der größten Kryptowährungen enthalten. Das Ranking beginnt mit Platz 61, dem RENDER-Coin, gefolgt von Rang 74 für Virtuals Protocol und Platz 83 für STX von Stacks. Platz 92 hat überraschenderweise FLOKI inne, der sich in den letzten 24 Stunden mit einem Plus von über 13 % optimistisch gezeigt hat. Erst dann, auf Platz 102, geht es mit SAND von The Sandbox weiter, gefolgt von MANA auf Platz 116 und APE auf Rang 141.

Das sieht düster aus, da kann man nicht mehr viel schönreden. Axie Infinity findet sich sogar erst auf Rang 160 wieder. Dennoch zeigt die Analyse auch, dass die gesamte Marktkapitalisierung der sogenannten Metaverse-Coins zulegen konnte. Sie liegt mit einem Plus von 15,57 % bei über 7,634 Milliarden US-Dollar. Auch beim Handelsvolumen gibt es erfreuliche Zahlen. Mit über 1,574 Milliarden US-Dollar ging es insgesamt um über 61 % rauf.
Das Metaverse mag nicht so umgesetzt worden sein, wie zunächst gedacht. Dennoch gibt es einen Markt für Metaverse-Coins. Der scheint nur spezieller zu sein, als der allgemeine Krypto-Markt und die Metaverse-Token jeweils eine kleine Zielgruppe ansprechen. Dennoch spielen Metaverse-Coins offenbar im Krypto-Sektor eine wichtige Rolle.
Zuletzt aktualisiert am 8. November 2025




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