Kelp-Hack schockt DeFi-Community: Wieder hunderte Millionen weg

2025 bricht alle Rekorde – schon jetzt: Krypto-Hacker stehlen mehr als 2,17 Milliarden Dollar von Anlegern
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Nach dem jüngsten Drift-Hack, bei dem Angreifer laut Marktbeobachtern rund 285 Millionen US-Dollar durch Social Engineering und gezielte Schwachstellen ausnutzen konnten, gerät der DeFi-Sektor erneut unter Druck. Kaum zwei Wochen später folgt bereits der nächste Vorfall – und dieser übertrifft die Dimensionen noch einmal deutlich.

Der Exploit rund um Kelp DAO und den rsETH-Token sorgt aktuell für massive Unsicherheit in der Branche. Besonders kritisch: Die Auswirkungen reichen weit über ein einzelnes Protokoll hinaus und betreffen zahlreiche Anwendungen im gesamten DeFi-Ökosystem, die eng miteinander vernetzt sind und aufeinander aufbauen.

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Kelp-Hack erschüttert DeFi: Cross-Chain-Exploit

Der jüngste Angriff auf Kelp DAO zählt zu den größten DeFi-Hacks des Jahres 2026. Nach aktuellen Daten beläuft sich der Schaden auf rund 293 Millionen US-Dollar.

Im Zentrum steht dabei nicht direkt ein klassischer Smart-Contract-Bug im Kelp-Protokoll selbst, sondern vielmehr eine Schwachstelle in der zugrunde liegenden Cross-Chain-Infrastruktur. Konkret wurde der Exploit über die OFT-Contracts von LayerZero ausgeführt, wie mehrere Analysten übereinstimmend berichten.

Der bekannte On-Chain-Analyst „Onchain Lens“ verweist darauf, dass der Angreifer rund 116.500 rsETH im Gegenwert von etwa 293 Millionen US-Dollar mintete. Anschließend wurden diese Token sowohl verkauft als auch als Sicherheit hinterlegt, um ETH zu leihen. Diese Vorgehensweise ermöglichte es dem Angreifer, Liquidität aus verschiedenen Protokollen abzuziehen, ohne sofort auf klassische Exit-Liquidity angewiesen zu sein.

Ein entscheidender Punkt ist dabei die Struktur von rsETH selbst. Der Token fungiert als restaked ETH-Asset und wird in zahlreichen DeFi-Anwendungen genutzt. Durch die Kompromittierung der Bridge wurde jedoch die Deckung dieser Token auf bestimmten Chains infrage gestellt. Der Analyst „doxe“ hebt hervor, dass die eigentliche ETH-Backing auf der Mainchain zwar unangetastet blieb, jedoch alle auf Layer-2-Lösungen gebridgten rsETH potenziell „unbacked“ sind, solange keine vollständige Klärung erfolgt ist.

Gigantische Auswirkungen im DeFi Ökosystem

Die Auswirkungen zeigten sich unmittelbar im gesamten DeFi-Ökosystem. Mehrere große Protokolle reagierten schnell und froren betroffene Märkte ein. Laut DeFi-Researcher Ignas (@DeFiIgnas) betraf dies unter anderem Aave V3, SparkLend und Fluid. Auch weitere Plattformen wie Compound, Euler oder Pendle standen unter Beobachtung oder pausierten bestimmte Funktionen. Diese Maßnahmen zielten darauf ab, eine weitere Ausbreitung der Risiken zu verhindern und potenzielle Kettenreaktionen zu stoppen.

Parallel dazu kam es zu erheblichen Marktbewegungen. Daten zeigen, dass Aave innerhalb eines Tages Abflüsse in Höhe von rund 5,5 Milliarden US-Dollar verzeichnete – ein historischer Höchstwert für das Protokoll. Diese Entwicklung unterstreicht, wie sensibel DeFi-Liquidität auf systemische Risiken reagiert. Investoren zogen Kapital ab, um sich vor möglichen Folgeschäden zu schützen.

Zusätzlich wurden auch einzelne Marktteilnehmer direkt getroffen. Ein Beispiel ist ein Whale, der laut Onchain Lens eine große Long-Position auf ZRO hielt und teilweise liquidiert wurde. Insgesamt summierten sich die Verluste dieses Investors auf rund 28,98 Millionen US-Dollar. Diese Einzelfälle verdeutlichen, wie stark sich solche Exploits auch auf gehebelte Positionen auswirken können.

Interessant ist zudem die Einschätzung zur Verwertbarkeit der gestohlenen Mittel. Einige Analysten verweisen darauf, dass große Teile der gestohlenen Assets bereits identifiziert und markiert wurden. Wallets wurden öffentlich gemacht, und zentrale Plattformen dürften entsprechende Gelder blockieren. Auch Hinweise auf eine mögliche Vorfinanzierung über Tornado Cash wurden von Analysefirmen aufgegriffen und überwacht.

Insgesamt zeigt der Kelp-Hack vor allem die Komplexität und Verwundbarkeit moderner DeFi-Strukturen. Der Angriff zielte nicht auf ein isoliertes System, sondern nutzte die Verflechtungen zwischen verschiedenen Protokollen und Chains gezielt aus. Durch die Vielzahl an Integrationen – Schätzungen gehen von über 40 Protokollen und mehr als 20 Chains aus – konnten sich die Auswirkungen schnell im gesamten Markt ausbreiten.

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Zuletzt aktualisiert am 19. April 2026

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Martin SchwarzExperte für Kryptowährungen

Martin, mit einem MSc. in Wirtschaftsinformatik und Fokus auf asymmetrischer Kryptographie und M2M-Kommunikation, ist seit 2015 in der Welt von Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs. Schon mit 17 begann er mit dem Handel von Kryptowährungen und erwarb seinen ersten Bitcoin. Neben seinem Interesse an Kryptowährungen widmet er sich in seiner Freizeit Online-Casinos und Sportwetten, wo er mit 18 Blackjack-Strategien entwickelte und sogenannte Sure-Bets durchführte. Seine Expertise dokumentierte er frühzeitig als Autor zu Themen wie Kryptowährungen, Trading, Aktien, Casinos und Sportwetten, wodurch er heute als gefragter Experte und Autor mit über 10 Jahren Erfahrung gilt.

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