Krypto News: Trumps Zölle weg – Zinsen runter, Bitcoin hoch?

Donald Trump zählt Dollarscheine

In den USA hat die Handelspolitik von Präsident Donald Trump in den vergangenen Monaten immer wieder für Unruhe an den Märkten gesorgt: Zölle galten als inflationstreibend, als Risiko für Lieferketten – und als zusätzlicher Unsicherheitsfaktor für die Geldpolitik der Fed.

Genau hier setzt die Nachricht von gestern (20. Februar 2026) an: Der Supreme Court hat Trumps breit angelegte „Globalzölle“ gekippt. Damit verschiebt sich das Makro-Narrativ schlagartig – von „Zölle verlängern Inflationsdruck“ hin zu „mehr Spielraum für sinkende Zinsen“.

Supreme Court kippt Trumps Zölle – warum das für Inflation und Fed wichtig ist

Der Supreme Court entschied mit 6–3, dass Trump für die weitreichenden Zölle keine ausreichende gesetzliche Grundlage hatte – konkret reiche der Verweis auf das Notstandsrecht (IEEPA von 1977) nicht aus, um Zölle in dieser Größenordnung zu verhängen. Damit stärkt das Urteil den Kongress: Zölle sind verfassungsrechtlich eng an die Steuer- und Handelshoheit der Legislative gebunden, nicht an ein „Notstands-Freifahrtschild“ der Exekutive.

Marktseitig ist der Mechanismus klar: Zölle wirken tendenziell wie ein Preisaufschlag auf Importe und können Inflationsraten – zumindest temporär – nach oben ziehen. Fällt dieser Preisdruck weg, kann das Inflationsbild „kühler“ wirken, was der Fed grundsätzlich mehr Flexibilität gibt.

Gleichzeitig bleibt die Lage politisch unsauber, weil Trump unmittelbar nach dem Urteil ankündigte, neue Zölle über andere Rechtsgrundlagen zu prüfen (u. a. eine pauschale 10%-Variante). Das Urteil nimmt also einen großen Block aus dem System – aber das Risiko einer erneuten Zollrunde ist nicht automatisch verschwunden.

Tom Lee: Weniger Zölle → mehr Spielraum für Zinssenkungen – explodiert Bitcoin?

Tom Lee (Fundstrat) argumentiert, dass das Urteil für Risikoassets wie Aktien und Krypto ein potenziell bullischer Katalysator sein kann: Wenn Zölle als Inflationsbeschleuniger wegfallen und der Arbeitsmarkt gleichzeitig weicher wird, könnte die Fed eher in die Richtung von Zinssenkungen drehen. Niedrigere Zinsen senken typischerweise die Opportunitätskosten von „non-yielding“ Assets und erhöhen die Liquiditätsbereitschaft – ein Umfeld, in dem Bitcoin historisch oft besser performt als in Phasen restriktiver Geldpolitik.

Sein zweiter Gedankengang zielt auf den „Debasement-Trade“: Wenn ein Teil der erwarteten Staatseinnahmen aus Zöllen wegbricht (und zusätzlich Rückzahlungen/Refund-Debatten entstehen), könnte das Defizit-Narrativ wieder lauter werden.

In dieser Logik steigt der Anreiz, Finanzierung stärker über Schuldenaufnahme zu decken – und falls die Geldpolitik später lockert, wird „mehr Liquidität im System“ plausibler.

Genau dieses Umfeld (Defizite + potenziell sinkende Realzinsen) ist der Nährboden, auf dem Bitcoin als knappes, nicht staatlich emittiertes Asset seine Story als Absicherung gegen Währungsverwässerung ausspielt.

Wichtig bleibt aber: Kurzfristig kann Politik das Bild erneut drehen, falls neue Zölle kommen oder der Rechtsstreit um Rückerstattungen die Unsicherheit erhöht. Doch langfristig dürfte das Debasement-Narrativ Bitcoin in die Karten spielen.

Zuletzt aktualisiert am 21. Februar 2026

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Martin SchwarzExperte für Kryptowährungen

Martin, mit einem MSc. in Wirtschaftsinformatik und Fokus auf asymmetrischer Kryptographie und M2M-Kommunikation, ist seit 2015 in der Welt von Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs. Schon mit 17 begann er mit dem Handel von Kryptowährungen und erwarb seinen ersten Bitcoin. Neben seinem Interesse an Kryptowährungen widmet er sich in seiner Freizeit Online-Casinos und Sportwetten, wo er mit 18 Blackjack-Strategien entwickelte und sogenannte Sure-Bets durchführte. Seine Expertise dokumentierte er frühzeitig als Autor zu Themen wie Kryptowährungen, Trading, Aktien, Casinos und Sportwetten, wodurch er heute als gefragter Experte und Autor mit über 10 Jahren Erfahrung gilt.

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