XRP Analyse: Das verraten Onchain-Daten im April 2026

XRP Coin vor Graph

XRP notiert aktuell bei rund 1,30 US-Dollar und bewegt sich damit weiterhin in einer ausgeprägten Seitwärtsrange im April. Nach den deutlichen Rücksetzern der vergangenen Monate fehlt es klar an bullischer Dynamik, während der übergeordnete Trend weiterhin abwärtsgerichtet bleibt. Vom Allzeithoch ist XRP noch immer mehr als 65 Prozent entfernt – ein klares Zeichen für anhaltende Schwäche.

Auch das Momentum bleibt bärisch, kurzfristige Erholungen werden bislang konsequent abverkauft. Viele Anleger sind entsprechend verunsichert, während sich der Markt in einer Phase der Orientierung befindet. Gerade in solchen Phasen lohnt sich jedoch ein genauer Blick auf On-Chain-Daten, wenn man XRP kaufen möchte.

XRP könnte günstig sein: Das signalisiert der MVRV Z-Score

Ein zentraler On-Chain-Indikator zur Bewertung von Kryptowährungen ist der MVRV Z-Score. Dieser misst das Verhältnis zwischen Marktkapitalisierung (Market Value) und realisierter Kapitalisierung (Realized Value). Vereinfacht gesagt zeigt er, ob ein Asset historisch eher überbewertet oder unterbewertet ist. Hohe Werte deuten auf Überbewertung hin, während niedrige Werte oft attraktive Einstiegszonen markieren.

Aktuell befindet sich der MVRV Z-Score von XRP wieder auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nähert sich damit einer Zone, die historisch als günstig galt. Besonders auffällig: Ein ähnliches Bewertungsniveau wurde zuletzt Mitte 2024 erreicht – eine Phase, die im Nachhinein eine solide Grundlage für eine Erholung darstellte.

Der Chart zeigt zudem, dass extreme Überbewertungen – wie etwa in den Jahren 2017 oder 2021 – aktuell weit entfernt sind. Stattdessen bewegt sich der Indikator nahe der neutralen bis unterbewerteten Zone. Das spricht dafür, dass ein Großteil der spekulativen Übertreibung bereits abgebaut wurde.

Für langfristig orientierte Anleger könnte dies ein Signal sein, dass sich XRP fundamental wieder in einer attraktiveren Bewertungsphase befindet – auch wenn kurzfristig weiterhin Unsicherheit und schwaches Momentum dominieren.

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Deutliche Abflüsse: Angebot auf Börsen sinkt spürbar

Ein weiterer wichtiger On-Chain-Indikator ist die Exchange Net Position Change. Dieser misst, ob mehr XRP auf Börsen ein- oder abfließt. Seit Mitte Februar zeigt sich hier ein klarer Trend: Es kommt zu anhaltenden Abflüssen von den Handelsplattformen. Das bedeutet, dass Anleger ihre Coins vermehrt von Börsen abziehen – häufig ein Zeichen dafür, dass diese langfristig gehalten und nicht kurzfristig verkauft werden sollen.

Allerdings ist die Dynamik bislang noch moderater als in früheren Phasen. Besonders im September und Oktober des vergangenen Jahres waren die Abflüsse deutlich stärker ausgeprägt. Das zeigt: Zwar nimmt der Verkaufsdruck aktuell ab, doch eine wirklich aggressive Akkumulation wie in früheren Marktphasen ist noch nicht vollständig zu erkennen.

Ein noch klareres Signal liefert der Indikator Percent Balance on Exchanges. Dieser zeigt, wie viel Prozent des gesamten XRP-Angebots aktuell auf Börsen liegt. Hier sehen wir zuletzt ebenfalls deutliche Rückgänge. Der Bestand an XRP auf zentralisierten Handelsplattformen ist inzwischen auf den niedrigsten Stand seit rund fünf Jahren gefallen.

Das ist ein positives Zeichen: Sinkendes Angebot auf Börsen reduziert potenziellen Verkaufsdruck – und schafft damit eine Grundlage für zukünftige Kursanstiege.

Adoption stagniert: Netzwerkaktivität bleibt hinter Erwartungen zurück

Ripple Labs treibt weiterhin aktiv die Expansion des eigenen Ökosystems voran – mit neuen Partnerschaften, Initiativen im Zahlungsverkehr und wachsender Präsenz im institutionellen Bereich. Fundamentale Fortschritte sind also klar erkennbar. Doch ein Blick auf die On-Chain-Daten zeigt ein differenzierteres Bild.

Der Indikator Active Address Momentum misst die Entwicklung aktiver Wallet-Adressen und gibt damit Aufschluss über die tatsächliche Nutzung des Netzwerks. Genau hier wird aktuell eine Schwäche sichtbar: Seit Mitte 2025 ist keine nachhaltige Expansion mehr zu erkennen. Statt wachsender Aktivität zeigt sich vielmehr eine Phase der Stagnation – zuletzt sogar eine klare Kontraktion.

xrp

Das bedeutet, dass trotz zunehmender Adoption auf Unternehmensebene die Nutzung durch Marktteilnehmer nicht im gleichen Maße wächst. Für den Markt ist das ein Warnsignal: Ohne steigende Netzwerkaktivität fehlt ein wichtiger Treiber für nachhaltige Kursanstiege in der XRP Prognose.

XRP im Check: Das zeigen die Daten wirklich

XRP wirkt aktuell aus Bewertungssicht durchaus attraktiv. On-Chain-Daten wie der MVRV Z-Score sowie die sinkenden Bestände auf Börsen deuten darauf hin, dass sich der Coin in einer potenziell günstigen Einstiegszone befindet. Auch die anhaltenden Abflüsse sprechen dafür, dass der Verkaufsdruck abnimmt und kurzfristige Erholungen möglich bleiben. Dennoch sollte man die strukturellen Schwächen nicht ignorieren: Die Netzwerkaktivität stagniert, und die tatsächliche Adoption bleibt bislang hinter den Erwartungen zurück.

Trotz dieser Diskrepanz bleibt XRP besonders bei Privatanlegern beliebt – vor allem als spekulativer Altcoin mit kurzfristigem Potenzial, jedoch unsicherer langfristiger Perspektive.

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Zuletzt aktualisiert am 4. April 2026

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Martin SchwarzExperte für Kryptowährungen

Martin, mit einem MSc. in Wirtschaftsinformatik und Fokus auf asymmetrischer Kryptographie und M2M-Kommunikation, ist seit 2015 in der Welt von Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs. Schon mit 17 begann er mit dem Handel von Kryptowährungen und erwarb seinen ersten Bitcoin. Neben seinem Interesse an Kryptowährungen widmet er sich in seiner Freizeit Online-Casinos und Sportwetten, wo er mit 18 Blackjack-Strategien entwickelte und sogenannte Sure-Bets durchführte. Seine Expertise dokumentierte er frühzeitig als Autor zu Themen wie Kryptowährungen, Trading, Aktien, Casinos und Sportwetten, wodurch er heute als gefragter Experte und Autor mit über 10 Jahren Erfahrung gilt.

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