XRP bleibt weiterhin ein Sinnbild für die Schwäche am Kryptomarkt. Der Coin notiert rund 70 Prozent unter seinem Allzeithoch und hat auch im laufenden Jahr fast die Hälfte seines Werts eingebüßt. Zuletzt wurde sogar die psychologisch wichtige Marke von 1 US-Dollar getestet, ehe sich XRP wieder knapp darüber stabilisieren konnte.
Doch echte Dynamik sieht anders aus. Anleger fragen sich deshalb, ob die aktuelle Erholung nur ein kurzer Rebound ist oder ob sich hier tatsächlich eine Trendwende vorbereitet. Ein Analyst verweist nun auf mehrere technische und On-Chain-Daten, die ein klares Bild zeigen: XRP steht vor einer volatilen Entscheidung.
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XRP: Kaufsignal im Chart – doch die Lage bleibt fragil
Der Analyst Ali Charts verweist zunächst auf ein technisches Signal im Tageschart. Demnach habe der Tom-DeMark-Sequential-Indikator zuletzt ein Kaufsignal für XRP geliefert. Dieser Indikator wird von Tradern genutzt, um mögliche Erschöpfungspunkte in einem bestehenden Trend zu erkennen. Vereinfacht gesagt zählt der TD Sequential bestimmte Kerzenabfolgen. Wird eine bestimmte Struktur abgeschlossen, kann dies darauf hindeuten, dass der Verkaufsdruck kurzfristig nachlässt und eine Gegenbewegung wahrscheinlicher wird.
Konkret spricht der Analyst davon, dass dieses Signal historisch häufig eine kurze Erholung über ein bis vier Tageskerzen begünstigt. Das ist jedoch kein langfristiges Kaufsignal, sondern eher ein Hinweis auf einen möglichen Relief Bounce. Nach dem starken Abverkauf bei XRP wäre eine technische Gegenbewegung also keineswegs ungewöhnlich. Besonders nach dem Test der 1-Dollar-Zone könnten kurzfristige Käufer versuchen, den Kurs wieder nach oben zu treiben.
XRP: UP OR DOWN?
Several technical indicators and on-chain metrics suggest $XRP is gearing up for a volatile move. Here is exactly what the data shows.
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— Ali Charts (@alicharts) June 30, 2026
Dazu passt auch das erwähnte Morning-Star-Doji-Muster im Tageschart. Ein solches Muster entsteht häufig nach fallenden Kursen und kann auf nachlassenden Verkaufsdruck hindeuten. Die Kerze zeigt Unsicherheit, aber eben auch, dass Verkäufer den Markt nicht mehr eindeutig kontrollieren. Für XRP wäre das kurzfristig konstruktiv.
Entscheidend bleibt jedoch, ob die Käufer aus diesem Signal Kapital schlagen.
Der Analyst nennt vor allem die Marke um 1,06 US-Dollar als zentrale Unterstützung. Hält XRP darüber, könnten Ziele bei 1,27 US-Dollar und 1,35 US-Dollar wieder relevanter werden. Bricht diese Zone dagegen, droht laut Analyse ein tieferer Rücksetzer in Richtung 0,80 US-Dollar, 0,62 US-Dollar oder sogar 0,51 US-Dollar.
On-Chain-Daten zeigen gemischtes Bild: Aktivität steigt, Wale verkaufen
Noch spannender wird die Analyse beim Blick auf die On-Chain-Daten. Denn dort zeigt sich zunächst ein bullisches Signal: Die Zahl der täglich aktiven XRP-Adressen ist laut Analyst zuletzt deutlich gestiegen. Innerhalb von rund zwei Wochen sei die Aktivität von etwa 23.000 auf fast 40.000 aktive Adressen geklettert. Ein solcher Anstieg kann grundsätzlich positiv interpretiert werden, weil er auf mehr Nutzung, mehr Transaktionen und mehr Beteiligung im Netzwerk hindeutet.
Allerdings ist diese Metrik nicht automatisch bullisch. Denn mehr aktive Adressen bedeuten nicht zwangsläufig, dass Anleger akkumulieren. Aktivität kann auch entstehen, wenn Coins auf Börsen verschoben werden, um dort verkauft zu werden. Genau hier wird das Bild bei XRP deutlich vorsichtiger. Denn der Analyst verweist zugleich darauf, dass größere XRP-Halter zuletzt Bestände abgebaut haben. Mehr als 30 Millionen XRP sollen von Walen innerhalb weniger Tage verteilt worden sein.
Das ist eine wichtige Einschränkung. Während die steigenden aktiven Adressen kurzfristig eine Belebung im Netzwerk anzeigen, könnte ein Teil dieser Aktivität eben durch Verkaufsbewegungen großer Investoren ausgelöst worden sein. Für den Markt wäre das ein Warnsignal, weil Whale-Distribution häufig zusätzlichen Druck erzeugt.
Auch die URPD-Metrik ist zentral. Sie zeigt, auf welchen Preisniveaus besonders viele XRP zuletzt bewegt wurden. Laut Analyse liegt bei 1,06 US-Dollar ein großer Volumenblock. Genau deshalb ist diese Zone so wichtig: Viele Anleger haben dort Positionen aufgebaut. Wird dieser Bereich verteidigt, kann daraus Unterstützung entstehen. Fällt XRP jedoch deutlich darunter, könnten viele Marktteilnehmer ins Minus rutschen und weiteren Verkaufsdruck auslösen.
Aus technischer Sicht passt dazu der Wochenchart. XRP scheiterte zuletzt am oberen Bereich des Trendkanals und bewegt sich nun zurück in Richtung Mitte des Kanals. Diese Zone überschneidet sich mit dem Unterstützungsbereich zwischen 0,70 und 0,80 US-Dollar. Damit ist die Lage klar: Über 1,06 US-Dollar bleibt eine kurzfristige Erholung möglich. Darunter dürfte sich das Risiko einer neuen Abwärtswelle deutlich erhöhen.
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Während XRP schwächelt: Bitcoin Hyper zeigt relative Stärke
Während XRP weiterhin mit fehlender Dynamik kämpft, richtet sich der Blick vieler Anleger auf Projekte, die trotz schwachem Gesamtmarkt relative Stärke zeigen. Denn genau das ist in Bärenphasen oft entscheidend: Nicht jeder Coin läuft sofort nach oben, aber manche Projekte schaffen es, Aufmerksamkeit, Kapital und Momentum aufzubauen, während der breite Markt noch unter Druck steht. XRP stabilisiert sich zwar knapp über wichtigen Unterstützungen, doch echte Fantasie entsteht aktuell eher durch neue Narrative, technologische Weiterentwicklungen und frische Krypto-Infrastruktur.
Ein spannendes Beispiel dafür ist Bitcoin Hyper. Das Projekt positioniert sich als neue Layer-2-Lösung für Bitcoin und möchte die Sicherheit sowie Bekanntheit von Bitcoin mit der Geschwindigkeit und Skalierbarkeit moderner Blockchains verbinden. Während Bitcoin selbst vor allem als Wertspeicher wahrgenommen wird, fehlt es dem Netzwerk weiterhin an nativen Möglichkeiten für schnelle Anwendungen, DeFi, Staking-nahe Konzepte oder komplexere Transaktionen. Genau hier setzt Bitcoin Hyper an.

Besonders interessant ist dabei das Konzept einer Verbindung zwischen Bitcoin und einer leistungsfähigeren Layer-2-Infrastruktur. Über eine Bridge sollen BTC in das neue Ökosystem eingebunden werden können, während die Layer-2-Ebene schnelle und günstige Transaktionen ermöglichen soll. Damit erinnert der Ansatz in Teilen an die Vorteile von Solana, kombiniert diese jedoch mit dem starken Bitcoin-Narrativ. Für Anleger entsteht daraus ein klar verständliches Thema: Bitcoin soll nicht nur gehalten, sondern aktiver genutzt werden können.
Auch der Presale zeigt relative Stärke. Trotz schwachem Marktumfeld wurden bereits rund 33 Millionen US-Dollar eingesammelt. Das deutet auf ein anhaltendes Interesse hin, während viele etablierte Altcoins kaum Momentum zeigen. Zusätzlich wirbt das Projekt mit Staking und einer aktuell hohen APY von rund 36 Prozent, was kurzfristig weiteres Kapital anziehen kann.
Natürlich bleibt Bitcoin Hyper ein spekulatives Frühphasenprojekt. Doch während XRP noch um technische Unterstützungen kämpft, zeigt dieses Projekt, dass neue Narrative im Kryptomarkt weiterhin Kapital mobilisieren können.
Zuletzt aktualisiert am 2. Juli 2026





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