XRP Analyse: Onchain-Daten bullisch – Rallye voraus?

XRP Coin vor Graph

Am Wochenende zeigt sich der Kryptomarkt etwas stabilisiert. Auch XRP kann sich zumindest kurzfristig fangen. In den vergangenen 24 Stunden tendiert der Coin seitwärts, nachdem es zuvor erneut rund fünf Prozent nach unten ging.

Erholungsversuche wurden zuletzt immer wieder konsequent abverkauft. Seit Jahresbeginn 2026 hat XRP in weniger als zwei Monaten rund ein Viertel seines Wertes verloren und notiert aktuell bei etwa 1,42 US-Dollar.

Damit bleibt die Kryptowährung massiv vom Allzeithoch entfernt und präsentiert sich technisch weiter angeschlagen. Dennoch deuten aktuelle On-Chain-Daten nun auf eine potenzielle Kaufchance hin.

XRP Analyse: Onchain-Metrik signalisiert Kapitulation

Eine neue Analyse von Santiment rückt die Kennzahl „Network Realized Profit and Loss“ (NRPL) in den Fokus. Diese Metrik misst, ob Coins im Netzwerk mit Gewinn oder Verlust bewegt werden. Konkret wird berechnet, ob Anleger ihre Token über oder unter ihrem ursprünglichen Kaufpreis verkaufen. Kommt es zu stark negativen Ausschlägen, bedeutet das: Viele Marktteilnehmer realisieren Verluste – häufig aus Angst oder Panik.

Laut Santiment hat XRP zuletzt den größten Spike an realisierten Verlusten seit 2022 verzeichnet. Damals lag der wöchentliche Wert bei rund minus 1,93 Milliarden US-Dollar. In den darauffolgenden acht Monaten stieg XRP um 114 Prozent. Historisch betrachtet treten derartige Extremwerte häufig in Phasen auf, in denen Marktteilnehmer kapitulieren. Wenn viele sogenannte „schwache Hände“ verkauft haben, nimmt der Verkaufsdruck strukturell ab. Das Angebot, das noch aus Angst auf den Markt geworfen werden könnte, wird geringer.

Aus markttechnischer Sicht entsteht dadurch ein mögliches Ungleichgewicht: Sind die meisten panischen Verkäufer bereits ausgestiegen, reicht mitunter schon moderater Kaufdruck, um eine Gegenbewegung auszulösen. Wichtig ist jedoch, dass ein solcher Realized-Loss-Spike keine unmittelbare Rally garantiert. Vielmehr steigt statistisch die Wahrscheinlichkeit eines Rebounds, weil extreme Angst häufig nahe lokaler Tiefpunkte kulminiert.

Gerade in einem Umfeld, in dem XRP über 25 Prozent seit Jahresbeginn verloren hat und das Sentiment stark eingetrübt ist, gewinnt diese Metrik an Bedeutung. Die Network Realized Profit and Loss-Daten liefern somit keinen exakten Wendepunkt, aber sie deuten darauf hin, dass ein Großteil der emotional getriebenen Verkäufe bereits stattgefunden haben könnte – ein klassisches antizyklisches Signal und womöglich ein Grund, jetzt Ripple zu kaufen.

Ripple-Community bleibt bullisch

Trotz der schwachen Kursentwicklung zeigt sich die Community rund um Ripple und XRP traditionell optimistisch. Besonders auf Social Media dominieren weiterhin langfristig bullische Narrative. Ein prominentes Beispiel ist der Analyst und selbsternannte Ripple-Fan CryptoBull, der betont, viele Anleger würden noch immer nicht verstehen, was sie mit XRP tatsächlich halten.

Seiner Ansicht nach sei XRP nicht „nur eine weitere Kryptowährung“ oder ein rein spekulatives Asset, sondern vielmehr ein für den globalen Finanzsektor konzipiertes, neutrales und technisch erprobtes digitales Netzwerk. Diese Argumentation zielt auf Ripples Fokus im Bereich internationaler Zahlungsabwicklung und institutioneller Integration ab. Die Community interpretiert fundamentale Entwicklungen häufig als strukturelle Vorbereitung auf eine größere Neubewertung – auch wenn der Markt kurzfristig ein anderes Bild zeichnet.

Zuletzt aktualisiert am 22. Februar 2026

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