Wie Steuern Bitcoin schaden

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Bitcoin-Nutzung durch Steuern unterdrückt

Früher lag der Fokus vor allem auf einer neuen, schnellen, günstigen und unabhängigen Zahlungsmethode. Heutzutage sind andere Dinge in den Vordergrund gerückt. Der Preis von Bitcoin ist das, woran die Meisten interessiert sind.

Obwohl das Bitcoin Netzwerk immer mehr Nutzer verzeichnen kann, zeigt ein aktueller Bericht von Chainalysis, dass der Großteil der neuen Aktivität mit dem Handel an Börsen zusammenhängt.

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Die durchschnittliche Person ist weniger an Bitcoin-Zahlungen interessiert. Und dafür gibt es gute Gründe. Die Benutzeroberflächen der Bitcoin-Apps oder Bitcoin-Wallets sind nicht für die breiten Massen entwickelt worden. Für technische Laien ist der Umgang mit Wallets eine Qual und diese müssen sich in die Thematik einlesen.

Zudem können hohe Gebühren bei Bitcoin entstehen, z.B. dann, wenn zu viele Menschen gleichzeitig Bitcoin nutzen möchten. Das Problem wird zwar dank Lightning bald gelöst sein, allerdings entsteht bei Lightning wieder das Problem, dass meist nur Entwickler die Vorgänge und Abläufe verstehen können.

Außerdem kennen die Menschen das nicht, dass sich der Gegenwert der Bitcoins, die auf dem eigenen Bitcoin-Wallet liegen, ständig verändert. Diese Volatilität schreckt Viele davon ab, an Bitcoin teilzunehmen. Aber ein Punkt, der oft übersehen wird und der Nutzern Kopfzerbrechen bereiten kann, ist die Steuer.

 

Gewinne müssen bei Einkäufen versteuert werden

In Deutschland müssen Gewinne dann gemeldet werden, wenn Bitcoins gekauft und innerhalb eines Jahres genutzt werden. Derzeit gilt die Haltefrist von einem Jahr (noch), die von der Steuer befreien kann. In Zukunft könnte Deutschland aber anderen Modellen folgen.

In den Vereinigten Staaten und vielen anderen Ländern müssen Kapitalertragssteuern jedes Mal gezahlt werden, wenn eine Person einen Teil ihres Bitcoin-Vorrats für einen Kauf verwendet und der Bitcoin-Preis seit der Anschaffung gestiegen ist.

Nehmen wir zum Beispiel an, jemand kauft einen Bitcoin, wenn der Preis 1.000 Euro beträgt. Diese Person hält diesen Bitcoin für sechs Monate. Bitcoin ist jetzt 10.000 Euro wert und die Person kauft sich davon ein Auto für 10.000 €. Dieser Zugewinn von 9.000€ muss versteuert werden.

In diesem Beispiel ist das nicht weiter tragisch, da die Zahlen aufgehen. Wenn man sich aber vorstellt, dass eine Person das Einkommen ausschließlich in Bitcoin erhält und jeden Tag alltäglich Dinge mit Bitcoin einkauft, z.B. einen Kaffee oder das Mittagessen, dann wird es unübersichtlich.

Bitcoin-Wallets unterstützen keine FIFO-Methode und bieten auch keine anderen hilfreichen Tools an. Selbst wenn Käufer und der Verkäufer beide Bitcoin-Enthusiasten sind, wird bei der Bezahlung oft ein bequemerer Weg gewählt, denn die Steuer-Kopfschmerzen sind es nicht wert.

Hilfreiche Tools für die Steuererklärung sind Cointracking* (deutsch) & Bitcoin.tax* (englisch)

 

Der „Cryptocurrency Fairness Act“

Um die Bitcoin-Nutzung zu erleichtern, zumindest für alltägliche Gebrauchsgegenstände, wäre eine Änderung der Steuer manchmal wünschenswert. Zumindest in den Vereinigten Staaten von Amerika wurde eine solche Änderung vorgeschlagen.

Der im letzten Jahr im Kongress eingeführte Cryptocurrency Tax Fairness Act würde Bitcoin-Transaktionen unter $600 von der Steuer befreien. Das bedeutet, dass Bitcoin-Nutzer nur dann Steuern ihrer Bitcoin-Zahlungen berechnen müssen, wenn sie einen Betrag von mehr als $600 ausgeben. Eine ähnliche Regelung gibt es bereits für Fremdwährungen.

Original via bitcoinmagazine, Image via pixabay, CC0

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Mein Bruder hatte mich 2014 auf einen Artikel über Bitcoin aufmerksam gemacht. Wochenlange Überforderung und Recherche standen an der Tagesordnung. Nach einiger Zeit verstand ich den Umgang mit der Technologie und versuche seit dem Abschluss meines Studiums der Rechtswissenschaften, die Thematik leicht verständlich wiederzugeben.

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