Regulatorischer Druck: Alle Binance-Nutzer müssen sich ab sofort vollständig verifizieren (KYC)

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Die nach Tradingvolumen weltgrößte Krypto-Börse Binance führt eine drastische Änderung ein: Ab sofort müssen sich sämtliche Benutzer vollständig verifizieren, um die Plattform nutzen zu können.

„Besserer Schutz für Nutzer“

Wie Krypto-Exchance Binance gerade verkündet hat, müssen sämtliche Kunden jetzt eine sogenannte KYC-Verifizierung durchführen, um Kryptowährungen auf der Börse kaufen und traden zu können. KYC ist eine Abkürzung für „Know Your Customer“ und bezeichnet eine insbesondere für Kreditinstitute und Versicherungen vorgeschriebene Legitimationsprüfung von Neukunden, um Geldwäsche zu verhindern.

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Das Unternehmen über die Ankündigung auf Twitter:

„Binance überprüft seine Produkte und Dienstleistungen ständig, um den Schutz der Nutzer zu verbessern, eine sichere Krypto-Umgebung zu bieten und sich an die sich entwickelnden globalen Compliance-Standards anzupassen. In einem wichtigen Schritt nach vorne aktualisieren wir unsere globalen KYC-Anforderungen für alle Nutzer.“

Ausweis und Selfie werden verlangt

Ab sofort gelten deshalb folgende Änderungen: Alle neuen Nutzer müssen eine „Intermediate“-Verifizierung durchführen, um Zugang zu Binance-Produkten und -Dienstleistungen zu erhalten, einschließlich Kryptowährungseinzahlungen, -trading und -abhebungen. Bestehende Nutzer, die diese Verifizierung noch nicht durchgeführt haben, können ab sofort nur noch Assets abheben oder Positionen verlassen. Die vollständige Funktionalität soll dann wieder verfügbar sein, sobald der KYC-Prozess durchgeführt wurde.

Bislang war für die Verifizierung mindestens erforderlich, Namen und Geburtstdatum einzugeben. Jetzt muss zusätzlich ein Ausweisdokument samt Selfie hochgeladen werden, um Binance nutzen zu können. Die Börse ergänzt:

„Wir kündigen diese Maßnahmen an, um die Anstrengungen in Bezug auf Know Your Customer (KYC) und die Bekämpfung der Geldwäsche zu verstärken, was den Schutz der Nutzer weiter verbessern und die Finanzkriminalität bekämpfen wird.“

Regulierung als Wachstumstreiber

Binance reagiert mit dem Vorstoß womöglich auf den regulatorischen Druck, dem sich das Unternehmen seit Monaten ausgesetzt sieht. Zuvor hatten mehrere Länder davor gewarnt, Binance würde seine Dienste ohne gültige Lizenz anbieten. Die thailändische Finanzaufsichtsbehörde stellte deshalb sogar Strafanzeige gegen Binance. Auch Regulierungsbehörden in den USA, Japan, dem Vereinigten Königreich, Polen oder den Cayman Islands äußerten entsprechende Bedenken.

Binance-CEO Changpeng „CZ“ Zhao betont allerdings seit Wochen: Man wolle alles tun, um die Vorlagen zu erfüllen und zu einem regulierten Finanzinstitut zu werden. Das wird nun offenbar konkret umgesetzt. Auf Twitter kommentiert er den Vorgang folgendermaßen:

„Taten sagen mehr als Worte.“

Ob sich „mehr Regulierung“ unterm Strich positiv oder negativ auf die Krypto-Branche auswirken wird, daran scheiden sich die Geister. Viele befürchten einen Angriff auf das Krypto-Ethos: Anonymität, Unabhängigkeit, Freiheit. Viele Branchen-Experten halten Regulierung allerdings auch für eine nötige Voraussetzung, um die Industrie nachhaltig wachsen zu lassen, etwa MicroStrategy-CEO Michael Saylor. Auch der Gründer des Hedgefonds-Managers „Three Arrows Capital“, Su Zhu, sieht im jüngsten Vorstoß von Binance etwas Positives. Er schreibt seinen mehr als 235.000 Followern:

„Binance kyc ist bullish, es bedeutet, dass sie von den Regulierungsbehörden weltweit viel wohlwollender betrachtet werden.“

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Zuletzt aktualisiert am 20. August 2021

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2015 bin ich erstmals mit Bitcoin in Kontakt gekommen – und seitdem lässt mich das Thema Kryptowährungen nicht mehr los. Aus diesem Grund habe ich BTC & Co. auch zum Teil meines Berufs gemacht und schreibe als freier Autor für Krypto-Publikationen.

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