Bitcoin reduziert heute einen großen Teil der Wochenverluste und tendiert wieder etwas fester. Der Kurs notiert erneut über 77.000 US-Dollar, nachdem die Bären zuletzt kurzfristig Druck aufgebaut hatten. Dennoch bleibt die große Seitwärtsrange bestehen – eine klare Richtungsentscheidung fehlt weiterhin.
Zwar nimmt die Volatilität wieder zu, doch bislang fehlt sowohl den Bullen als auch den Verkäufern das entscheidende Momentum. Nun sorgt jedoch eine neue Onchain-Metrik von CryptoQuant für Aufmerksamkeit. Die sogenannte „Apparent Demand“ fällt auf das schwächste Niveau des Jahres 2026 und signalisiert damit eine deutliche Abschwächung der strukturellen Nachfrage nach Bitcoin.
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Bitcoin-Nachfrage fällt auf 2026-Tief – das zeigt die Onchain-Metrik
Die aktuelle Onchain-Metrik „Apparent Demand“ von CryptoQuant sendet derzeit ein eher bearishes Signal für Bitcoin. Gemeint ist damit die sogenannte „scheinbare Nachfrage“, also die Differenz zwischen neu erzeugtem Bitcoin-Angebot durch Miner und dem Anteil des BTC-Angebots, der langfristig gehalten beziehungsweise dem Markt entzogen wird. Vereinfacht gesagt misst die Kennzahl, ob genügend neue Nachfrage vorhanden ist, um das frische Angebot absorbieren zu können.
Aktuell fällt diese Metrik auf rund minus 147.000 BTC im 30-Tage-Schnitt – der schwächste Wert seit Dezember 2025. Besonders kritisch: Bereits seit mehreren Monaten befindet sich die Apparent Demand überwiegend im negativen Bereich. Das bedeutet, dass aktuell mehr Angebot auf den Markt kommt beziehungsweise potenziell verkauft werden könnte, als langfristig akkumuliert wird.
📉 Bitcoin Demand has fallen to Its most Bearish level of the year
Bitcoin’s Apparent Demand has just reached its most negative level since the beginning of the year.
💥With an estimate now approaching -147,000 BTC, we have to go back to December 2025 to find market sentiment… pic.twitter.com/TQyM8m8LXu
— Darkfost (@Darkfost_Coc) May 24, 2026
Die Grafik zeigt dabei eine auffällige Divergenz. Während sich Bitcoin zuletzt wieder von den Tiefs erholen konnte und weiterhin oberhalb von 75.000 US-Dollar handelt, bleibt die strukturelle Nachfrage schwach. Genau das sehen viele Analysten kritisch. Denn nachhaltige Bullenmärkte entstehen meist nicht allein durch Futures-Spekulation oder kurzfristige Trader, sondern durch echte Spot-Nachfrage und langfristige Kapitalzuflüsse.
Kurzfristig muss diese Entwicklung zwar keinen unmittelbaren Crash bedeuten. Historisch gab es jedoch häufig volatile Phasen, wenn die Nachfrage deutlich nachließ und der Markt gleichzeitig versuchte, eine Bodenbildung auszubilden. Genau deshalb beobachten Analysten nun besonders genau, ob institutionelle Zuflüsse, ETF-Käufe oder neue Kapitalströme zurückkehren. Bleibt die Apparent Demand länger derart schwach, könnte Bitcoin Schwierigkeiten bekommen, die aktuelle Range nachhaltig nach oben aufzulösen.
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Gemischte Signale für Bitcoin
Passend dazu sorgt aktuell auch eine weitere Analyse von CryptoQuant für Aufmerksamkeit. Dabei geht es um das sogenannte „Fund Flow Ratio“ auf Binance. Die Metrik misst, wie viel Bitcoin im Verhältnis zur gesamten Netzwerkaktivität auf Börsen bewegt wird. Vereinfacht gesagt zeigt sie also, wie dominant der spekulative Exchange-Handel aktuell im Vergleich zur breiteren Onchain-Aktivität ist.
Besonders spannend: Das Fund Flow Ratio fällt nun erneut in die Zone zwischen 0,010 und 0,012 zurück – bereits zum sechsten Mal seit 2018. Historisch markierte genau dieser Bereich häufig größere Wendepunkte am Markt. In früheren Zyklen trat dieses Muster oft während Bodenbildungsphasen auf, wenn Verkaufsdruck langsam nachließ und der Markt in eine neue Akkumulationsphase überging.
Bitcoin's Fund Flow Ratio Returns to the Zone That's Marked Every Major Turn
“Bitcoin is approaching a decision zone: either demand remains weak, and the compression reflects apathy, or sell-side exhaustion becomes the foundation for the next recovery phase.” – By @MorenoDV_ pic.twitter.com/mox08h9etV
— CryptoQuant.com (@cryptoquant_com) May 22, 2026
Kurzfristig bleibt das Signal dennoch ambivalent. Denn eine niedrige Exchange-Aktivität kann sowohl auf schwache Nachfrage als auch auf eine Erschöpfung der Verkäufer hindeuten. Genau deshalb sprechen Analysten aktuell von einer möglichen „Decision Zone“ für Bitcoin. Entweder bleibt die Nachfrage schwach und die Seitwärtsphase setzt sich fort – oder der Markt bereitet bereits den nächsten größeren Trendwechsel vor.
Bitcoin-L2 als neuer Kurstreiber? Warum Anleger jetzt auf neue Infrastruktur setzen
Gerade in schwächeren Marktphasen richtet sich der Blick vieler Anleger zunehmend auf neue Narrative und mögliche Kurstreiber für die zweite Jahreshälfte. Ein besonders spannendes Thema bleibt dabei der Bereich der Bitcoin-L2-Technologien. Während Ethereum in den vergangenen Jahren massiv von seinem Layer-2-Ökosystem profitierte und dadurch deutlich skalierbarer sowie vielseitiger wurde, versuchen nun immer mehr Projekte, ähnliche Funktionen auch für Bitcoin aufzubauen.
Die Idee dahinter gilt als äußerst spannend: Bitcoin soll nicht länger nur als Wertspeicher dienen, sondern zunehmend für DeFi, Zahlungen, Smart Contracts oder tokenisierte Assets genutzt werden können. Genau hier setzen Bitcoin-L2-Lösungen an. Sie wollen Transaktionen günstiger, schneller und effizienter machen, ohne dabei die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks aufzugeben. Sollte sich dieser Trend tatsächlich durchsetzen, könnte dies langfristig sogar die Nachfrage nach nativen Bitcoins erhöhen. Denn viele Anwendungen innerhalb solcher Ökosysteme benötigen BTC als Basis-Asset.
Ein Projekt, das derzeit besonders viel Aufmerksamkeit erhält, ist Bitcoin Hyper (HYPER). Das Projekt zeigt im laufenden Presale trotz des schwierigen Marktumfelds eine auffällige relative Stärke. Bereits rund 32,5 Millionen US-Dollar wurden eingesammelt – ein Wert, der in einem weiterhin eher schwachen Altcoin-Markt durchaus hervorsticht.

Technologisch kombiniert Bitcoin Hyper nach eigenen Angaben die Vorteile von Solana mit der Sicherheit und Liquidität von Bitcoin. Im Fokus stehen dabei hohe Skalierbarkeit, schnelle Transaktionen sowie eine zk-basierte Bridge zwischen Layer 1 und Layer 2. Genau diese Verbindung könnte künftig wichtig werden, falls Bitcoin stärker in Richtung DeFi-Ökosystem expandiert.
Zusätzlich setzt das Projekt auf attraktive Staking-Anreize. Anleger erhalten aktuell laut Projektseite rund 36 Prozent APY für gestakte Token.
Zuletzt aktualisiert am 25. Mai 2026



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