Bitcoin News: Strategy verkauft massiv Aktien & kauft dennoch kein BTC

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Bitcoin startet erneut schwach in die neue Handelswoche. Nachdem sich die größte Kryptowährung am Wochenende noch stabilisiert hatte, rutschte der Kurs zeitweise wieder in Richtung der Marke von 62.000 US-Dollar. Damit fehlt es weiterhin an Dynamik, Anschlusskäufen und überzeugendem Momentum. Der übergeordnete Bärenmarkt bleibt intakt, während geopolitische Risiken zusätzlich auf die Risikobereitschaft drücken.

Zugleich steht Strategy zunehmend im Fokus: Das Bitcoin-Treasury-Unternehmen kämpft mit Kursverlusten, hohen Verpflichtungen und wachsender Skepsis gegenüber seinem Finanzierungsmodell. Nun sorgte das Unternehmen erneut für Schlagzeilen – allerdings nicht mit einem weiteren Bitcoin-Kauf, sondern mit einer massiven Ausgabe neuer MSTR-Aktien.

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Strategy verkauft Aktien für 466,7 Millionen Dollar – aber kauft keinen Bitcoin

Strategy hat zwischen dem 6. und 12. Juli insgesamt 4.818.781 neue MSTR-Aktien über sein At-the-Market-Programm ausgegeben. Laut dem am 13. Juli veröffentlichten SEC-Bericht flossen dem Unternehmen daraus netto 466,7 Millionen US-Dollar zu. Der durchschnittliche Nettoerlös lag damit bei rund 96,85 US-Dollar je ausgegebener Aktie.

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Wichtig ist die genaue Einordnung: Strategy verkaufte nicht einfach bestehende Unternehmensbeteiligungen, sondern schuf neue Aktien und platzierte diese am Markt. Für bestehende Aktionäre erhöht sich dadurch grundsätzlich die Zahl der ausstehenden Aktien – ihr prozentualer Anteil am Unternehmen wird also verwässert.

Anders als in früheren Phasen verwendete Strategy das neue Kapital jedoch nicht unmittelbar für weitere Bitcoin-Käufe. In der gesamten Woche wurde kein BTC erworben. Der Bestand blieb deshalb unverändert bei 843.775 Bitcoin, die insgesamt 63,69 Milliarden US-Dollar beziehungsweise durchschnittlich 75.476 US-Dollar je BTC gekostet haben. Damit liegt der aktuelle Bitcoin-Kurs deutlich unter dem durchschnittlichen Einstandspreis des Konzerns. Erst in der Vorwoche hatte Strategy sogar 3.588 BTC verkauft, um seine neue Kapital- und Liquiditätsstrategie umzusetzen.

Statt den Bitcoin-Bestand auszubauen, erhöhte Strategy seine US-Dollar-Reserve auf 3 Milliarden US-Dollar. Diese Rücklage ist insbesondere für Zinszahlungen sowie die Dividenden der verschiedenen Vorzugsaktien vorgesehen. Ausgehend von zuletzt erwarteten jährlichen Verpflichtungen von rund 1,76 Milliarden US-Dollar entspricht dies rechnerisch einer Absicherung für etwa 20,4 Monate. Ende Juni hatte die Reserve noch bei 2,55 Milliarden US-Dollar gelegen und ungefähr 17,4 Monate abgedeckt.

Der Bitcoin-Analyst Adam Livingston argumentiert dennoch, dass die Transaktion für MSTR-Aktionäre leicht wertsteigernd gewesen sei. Entscheidend ist seine CEBE-Berechnung, bei der Bitcoin, Bargeld und weitere Vermögenswerte nach Abzug vorrangiger Ansprüche auf die Stammaktien verteilt werden. Der Emissionspreis von 96,85 US-Dollar lag demnach über dem vorherigen CEBE-Nettovermögenswert von etwa 91,99 US-Dollar je Aktie. Dadurch seien die Bitcoin-Ansprüche von 144.208 auf 144.239 Satoshis je Aktie gestiegen – ein Plus von lediglich 0,022 Prozent.

Formal kann die Kapitalaufnahme nach diesem Modell somit leicht „accretive“ gewesen sein. Wirtschaftlich bleibt der Effekt jedoch minimal und hängt stark von den verwendeten Bewertungsannahmen ab. Die eigentliche Botschaft ist daher eine andere: Strategy priorisiert derzeit Liquidität und die Absicherung seiner laufenden Verpflichtungen. Dass trotz der Ausgabe von fast fünf Millionen Aktien kein Bitcoin gekauft wurde, zeigt, wie deutlich sich der Fokus im aktuellen Bärenmarkt verschoben hat.

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Während Strategy pausiert, zeigt diese Bitcoin-L2 relative Stärke

Dass selbst Strategy derzeit Liquidität aufbaut, anstatt weitere Bitcoin zu erwerben, unterstreicht die defensive Stimmung am Markt. Dennoch verschwindet das Kapital nicht vollständig aus dem Kryptosektor. Ein Teil der Anleger sucht gezielt nach jungen Projekten, die überdurchschnittliches Wachstumspotenzial mit einem konkreten technologischen Anwendungsfall verbinden. Besonders Bitcoin-Layer-2-Lösungen rücken dabei in den Fokus, da sie die Sicherheit und Liquidität von Bitcoin mit schnelleren, günstigeren und programmierbaren Anwendungen verknüpfen wollen.

Ein Projekt, das in diesem Segment relative Stärke zeigt, ist Bitcoin Hyper. Trotz des anhaltenden Bärenmarktes nähert sich der Presale nach Projektangaben bereits der Marke von 33 Millionen US-Dollar. Diese Nachfrage ist bemerkenswert, da etablierte Kryptowährungen gleichzeitig unter fehlendem Momentum und einer geringen Risikobereitschaft leiden.

hyper

Technologisch verfolgt Bitcoin Hyper einen hybriden Ansatz. Die geplante Layer-2-Infrastruktur soll Bitcoin als Abwicklungs- und Wertbasis nutzen, während die Solana Virtual Machine eine schnelle Ausführung von Transaktionen und Smart Contracts ermöglichen soll. Dadurch möchte das Projekt die Sicherheit und Kapitalstärke von Bitcoin mit den niedrigen Kosten, der hohen Geschwindigkeit und der Entwicklerfreundlichkeit von Solana kombinieren. Eine kanonische Bridge soll BTC zwischen Bitcoin-L1 und der neuen Layer 2 übertragen. Zero-Knowledge-Proofs sollen dabei die Gültigkeit der entsprechenden Vorgänge nachweisen. Bislang handelt es sich jedoch um die geplante Architektur des Projekts, nicht um eine langfristig im offenen Betrieb bewährte Infrastruktur.

Zusätzliche Aufmerksamkeit erzeugt das Staking-Modell. Presale-Teilnehmer können ihre HYPER-Token aktuell zu einer dynamischen Rendite von rund 36 Prozent APY hinterlegen. So zeigt der starke Kapitalzufluss, dass Bitcoin Hyper derzeit eines der sichtbareren Projekte innerhalb des neuen Bitcoin-L2-Trends ist.

Zuletzt aktualisiert am 13. Juli 2026

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Martin SchwarzExperte für Kryptowährungen

Martin, mit einem MSc. in Wirtschaftsinformatik und Fokus auf asymmetrischer Kryptographie und M2M-Kommunikation, ist seit 2015 in der Welt von Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs. Schon mit 17 begann er mit dem Handel von Kryptowährungen und erwarb seinen ersten Bitcoin. Neben seinem Interesse an Kryptowährungen widmet er sich in seiner Freizeit Online-Casinos und Sportwetten, wo er mit 18 Blackjack-Strategien entwickelte und sogenannte Sure-Bets durchführte. Seine Expertise dokumentierte er frühzeitig als Autor zu Themen wie Kryptowährungen, Trading, Aktien, Casinos und Sportwetten, wodurch er heute als gefragter Experte und Autor mit über 10 Jahren Erfahrung gilt.

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