
Bitcoin fällt zum Wochenstart erneut unter 78.000 US-Dollar und setzt damit die schwache Marktphase fort. Die jüngste Erholung wirkt bereits wieder beendet, während Bitcoin weiterhin mehr als 30 Prozent unter dem Allzeithoch notiert. Damit bleibt der übergeordnete Bärenmarkt klar intakt und die Stimmung am Kryptomarkt angespannt.
Dennoch verweist Binance Research nun auf mehrere On-Chain-Daten, die langfristig ein deutlich bullischeres Bild zeichnen könnten. Vier aktuelle Grafiken zeigen laut der Analyse, dass sich das verfügbare Angebot zunehmend verknappt und der Verkaufsdruck womöglich bereits stark nachgelassen hat.
Charting the Week 📊
Four on-chain signals point to the same conclusion: supply is tightening and sell pressure is exhausted. 🧵 pic.twitter.com/Xr5pic8Oyl
— Binance Research (@BinanceResearch) May 17, 2026
Langfristige Bitcoin-Halter bleiben außergewöhnlich stabil
Die erste Grafik von Binance Research zeigt den Anteil des Bitcoin-Angebots, das seit mindestens einem Jahr nicht mehr bewegt wurde. Dieser Wert liegt aktuell weiterhin nahe 60 Prozent und damit historisch betrachtet auf einem extrem hohen Niveau. Besonders auffällig: Noch im Jahr 2012 lag dieser Anteil lediglich bei rund 27 Prozent.

Das bedeutet, dass ein immer größerer Teil aller Bitcoins langfristig gehalten wird und nicht aktiv gehandelt wird. Gerade institutionelle Investoren, große Wallets und langfristig orientierte Anleger scheinen ihre Bestände trotz des starken Kursrückgangs nicht aufzulösen. Laut Binance erreichte diese „Dormancy“ Anfang 2024 sogar ein Hoch von fast 70 Prozent – zeitgleich mit der Zulassung der Spot-Bitcoin-ETFs in den USA.
Selbst nach der darauffolgenden „Sell-the-News“-Phase blieb die Quote ungewöhnlich hoch. Das deutet darauf hin, dass viele Marktteilnehmer weiterhin von höheren Bitcoin-Kursen in den kommenden Jahren ausgehen. Historisch gelten Phasen hoher Inaktivität zudem oft als Zeichen dafür, dass nur noch wenige Anleger bereit sind, ihre Coins auf aktuellem Niveau zu verkaufen. Genau das könnte langfristig die Grundlage für eine spätere Angebotsknappheit bilden.
SLRV-Indikator signalisiert mögliche Bodenbildung
Die zweite Grafik beschäftigt sich mit dem sogenannten SLRV-Ratio. Dieser Indikator vergleicht den realisierten Wert kurzfristig bewegter Bitcoins mit langfristig gehaltener Coins. Aktuell befindet sich dieser Wert laut Binance tief in der historischen Bodenzone.
Das ist deshalb relevant, weil frühere Marktzyklen häufig genau in diesen Bereichen ihre Tiefpunkte ausgebildet haben. Der Hintergrund: Kurzfristige Spekulanten verlassen in schwachen Marktphasen zunehmend den Markt, während langfristige Investoren dominieren. Genau dieses Verhalten scheint aktuell erneut sichtbar zu werden.

Die Grafik zeigt deutlich, dass die Aktivität kurzfristiger Marktteilnehmer massiv zurückgegangen ist. Gleichzeitig bleibt die Dominanz langfristiger Holder hoch. Binance spricht deshalb von einer Phase „extremer Marktapathie“. In solchen Situationen fehlt oft das Momentum für weitere aggressive Verkäufe, da viele kurzfristig orientierte Trader bereits ausgestiegen sind.
Historisch folgten auf ähnliche Konstellationen häufig längere Akkumulationsphasen und später größere Aufwärtsbewegungen. Zwar liefert auch dieser Indikator keine Garantie für ein unmittelbares Ende des Bärenmarktes. Dennoch deutet die aktuelle Lage darauf hin, dass sich der Markt zunehmend stabilisieren könnte und ein großer Teil der spekulativen Übertreibung bereits aus dem Markt gespült wurde.
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Bitcoin-Bestände auf Börsen fallen massiv weiter
Die dritte Grafik fokussiert sich auf die Bitcoin-Bestände direkt auf Kryptobörsen. Genau diese Daten gelten als besonders wichtig, wenn es um potenziellen Verkaufsdruck geht. Denn Coins auf Börsen können vergleichsweise schnell verkauft werden.
Laut Binance Research erreichten die Exchange-Bestände während der Corona-Phase noch rund 17,6 Prozent des gesamten BTC-Angebots. Seitdem ist dieser Wert jedoch deutlich gefallen und liegt inzwischen nur noch bei etwa 15 Prozent. Damit befinden sich die Börsenreserven auf dem niedrigsten Niveau seit rund sechs Jahren.

Besonders bemerkenswert ist laut Binance, dass in dieser Zeit ungefähr 500.000 BTC dauerhaft von Börsen abgezogen wurden. Viele Anleger transferieren ihre Coins offenbar zunehmend in Cold Wallets oder langfristige Verwahrungslösungen. Das reduziert kurzfristig die verfügbare Angebotsseite am Markt erheblich.
Sinkende Exchange-Bestände gelten historisch häufig als bullisches Signal. Denn wenn weniger Coins aktiv auf Handelsplattformen verfügbar sind, sinkt theoretisch auch der direkte Verkaufsdruck. Sollte die Nachfrage in Zukunft wieder anziehen – etwa durch institutionelle Zuflüsse oder ETF-Käufe – könnte eine geringere Liquidität auf der Angebotsseite die Kursdynamik zusätzlich verstärken.
Neue Käufer bleiben zwar unter Druck – doch Verkäufe lassen nach
Die vierte Grafik analysiert den sogenannten STH-MVRV-Indikator. Dieser misst, ob kurzfristige Bitcoin-Halter aktuell im Gewinn oder Verlust liegen. Werte unter 1 signalisieren dabei, dass viele neue Käufer noch im Minus sind.
Genau das war seit Ende 2024 über weite Strecken der Fall. Viele Anleger, die Bitcoin in höheren Preisregionen gekauft hatten, sitzen weiterhin auf Verlusten. Historisch führte genau dieses Umfeld oft dazu, dass schwache Hände nach und nach kapitulieren und ihre Positionen verkaufen.

Laut Binance zeigt die aktuelle Entwicklung nun jedoch eine wichtige Veränderung. Der Indikator hat zuletzt die Marke von 1 wieder überschritten. Das bedeutet, dass kurzfristige Holder langsam wieder beginnen, unrealisierte Gewinne aufzubauen. Gleichzeitig scheint der Verkaufsdruck zunehmend erschöpft zu sein.
Historisch betrachtet gingen solche Phasen häufig längeren Erholungsbewegungen voraus. Binance betont dabei allerdings nicht, dass sofort ein neuer Bullenmarkt startet.
Vielmehr deutet die Analyse darauf hin, dass die stärkste Phase der Panikverkäufe womöglich bereits hinter dem Markt liegt. Sollte sich die Nachfrage in den kommenden Monaten stabilisieren, könnte genau diese Kombination aus geringerem Verkaufsdruck und knapperem Angebot die Grundlage für eine nachhaltigere Erholung schaffen.
Neue Narrative könnten Bitcoin neuen Schwung verleihen
Die aktuellen On-Chain-Daten von Binance zeigen zwar eine mögliche Bodenbildung bei Bitcoin. Dennoch bleibt klar: Für eine nachhaltige Trendwende braucht der Markt neue Impulse und vor allem neue Narrative. Genau hier rückt zunehmend das Thema Bitcoin-Layer-2 in den Fokus. Denn während Ethereum in den vergangenen Jahren massiv von DeFi, Stablecoins, NFTs und Real-World-Assets profitierte, blieb Bitcoin technologisch vergleichsweise eingeschränkt.
Immer mehr Projekte arbeiten nun jedoch daran, Bitcoin deutlich mehr Nutzen zu verleihen. Die Idee dahinter: Wenn Bitcoin nicht nur als Wertspeicher dient, sondern zusätzlich als Basis für schnelle Anwendungen, Smart Contracts oder DeFi-Lösungen genutzt werden kann, könnte langfristig auch die Nachfrage nach nativen BTC steigen. Genau deshalb gelten Bitcoin-L2-Projekte aktuell als eines der spannendsten Themen im Kryptomarkt.
Ein Projekt, das hier zuletzt besonders viel Aufmerksamkeit auf sich zog, ist Bitcoin Hyper. Der Presale zeigt trotz des schwierigen Marktumfelds klare relative Stärke. Bereits rund 32,5 Millionen US-Dollar wurden eingesammelt – ein bemerkenswerter Wert angesichts des weiterhin schwachen Gesamtmarkts.

Das Konzept kombiniert dabei die Vorteile von Bitcoin mit der Geschwindigkeit moderner Blockchains wie Solana. Im Mittelpunkt steht eine Layer-2-Infrastruktur für Bitcoin, die schnellere und günstigere Anwendungen ermöglichen soll. Gleichzeitig setzt das Projekt auf eine zk-Proof-Bridge zwischen Layer-1 und Layer-2. Dadurch sollen BTC effizient transferiert werden können, ohne die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks aufzugeben.
Besonders spannend für Anleger bleibt zudem das Staking-Modell. Aktuell wirbt Bitcoin Hyper mit rund 36 Prozent APY für frühe Teilnehmer. Gerade im aktuellen Marktumfeld sorgt das für zusätzliches Interesse im Presale.
Zuletzt aktualisiert am 18. Mai 2026



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