Nach dem jüngsten Rebound liegt eine volatile Handelswoche hinter dem Kryptomarkt. Bitcoin gibt zum Wochenende einen Teil der Gewinne wieder ab und fällt auf rund 65.000 US-Dollar zurück – im Einklang mit einem schwachen Aktienmarkt, nachdem der S&P 500 gestern über 500 Punkte tiefer schloss. Eine heißer als erwartete Inflationsrate belastete die Risikomärkte spürbar und wirkte sich auch auf Bitcoin aus. Aktuell bewegt sich die größte Kryptowährung der Welt weiter in einer neu gebildeten Range zwischen 60.000 und 72.000 US-Dollar. Viele Anleger hoffen, dass hier bereits ein tragfähiger Boden entstanden ist. Doch Vorsicht scheint in der Bitcoin Prognose geboten.
CryptoQuant: Supply in Profit signalisiert weiteres Abwärtspotenzial
Eine aktuelle Analyse des On-Chain-Datenanbieters CryptoQuant zeichnet jedoch ein vorsichtigeres Bild. Der Analyst „Yonsei_dent“ verweist auf den Indikator „Supply in Profit“, der misst, welcher Anteil des zirkulierenden Bitcoin-Angebots aktuell im Gewinn liegt. Historisch betrachtet markierten Phasen, in denen dieser Wert in bestimmte „Bottom-Zonen“ fiel, häufig die späten Stadien eines Bärenmarktes.
Die Projektion basiert auf historischen Zyklus-Drawdowns. In früheren Marktzyklen kam es zu deutlichen Rückgängen vom jeweiligen Hoch: Im ersten Zyklus lag der maximale Drawdown bei rund 93 %, im zweiten bei 86 %, im dritten bei 84 % und im vierten bei etwa 77 %. Für den aktuellen fünften Zyklus wird – unter der Annahme, dass sich historische Muster zumindest teilweise wiederholen – ein Rückgang von etwa 70 bis 75 % vom Hoch als mögliches Szenario skizziert.
Projecting the Bottom: Supply in Profit and Historical Cycle Drawdowns
“If we overlay the exact downward price action from that period onto the current chart, it surprisingly aligns with the -70% to -75% drawdown range projected for the 5th cycle.” – By @Yonsei_dent pic.twitter.com/Rot8njXJZh
— CryptoQuant.com (@cryptoquant_com) February 27, 2026
Ausgehend von einem Zyklus-Hoch um 126.000 US-Dollar würde dies ein mögliches Tief im Bereich von etwa 31.500 bis 38.000 US-Dollar implizieren. Der Analyst verweist zudem darauf, dass die Bodenphase 2022 rund sechs Monate andauerte. Legt man die damalige Preisstruktur über das aktuelle Chartbild, ergibt sich laut Analyse eine überraschend ähnliche Struktur – zumindest was Dauer und prozentualen Rückgang betrifft.
Wichtig ist: Es handelt sich nicht um eine feste Prognose, sondern um eine modellhafte Projektion auf Basis historischer Daten. Dennoch unterstreicht die Analyse, dass aus On-Chain-Perspektive noch kein klarer, bestätigter Zyklus-Boden signalisiert wird – und dass das Risiko weiterer Abwärtsbewegungen im aktuellen Marktumfeld nicht unterschätzt werden sollte.
LTH-SOPR fällt unter 1 – Realisieren Langfristinvestoren Verluste?
Zusätzlichen Druck liefert eine aktuelle On-Chain-Analyse von Darkfost, der den Fokus auf die sogenannten Long-Term Holder (LTH) legt. Konkret geht es um den SOPR-Indikator (Spent Output Profit Ratio), der misst, ob Coins mit Gewinn oder Verlust bewegt werden. Der monatliche Durchschnitt der LTH-SOPR ist jüngst unter die Marke von 1 gefallen und liegt bei rund 0,98. Das bedeutet: Langfristige Investoren realisieren im Schnitt erstmals wieder Verluste.
📊 We are now getting into serious territory with the LTHs.
Their average monthly SOPR has just dropped below the 1 level and currently stands at approximately 0.98.
🔴 This means that LTHs have started to realize losses, pushing the monthly average into negative territory.… pic.twitter.com/7T5TlWYjqT
— Darkfost (@Darkfost_Coc) February 27, 2026
Historisch ist das ein sensibles Signal. In vergangenen Zyklen bildeten sich nachhaltige Bärenmarkt-Tiefs häufig erst dann, wenn der LTH-SOPR deutlich tiefer fiel – teils unter 0,6, was durchschnittlich realisierte Verluste von rund 40 % implizierte. Aktuell befindet sich der annualisierte LTH-SOPR zwar noch klar im Gewinnbereich, doch der Trend zeigt nach unten. Die Profitabilität der langfristigen Halter schmilzt also schrittweise.
Gleichzeitig nimmt mit sinkenden Gewinnen auch der Verkaufsdruck tendenziell ab, da weniger „Restprofite“ verteidigt werden müssen. Die aktuelle Konsolidierung um 65.000 US-Dollar passt damit in ein Bild fortschreitender Bereinigung – jedoch ohne dass aus historischer Sicht bereits eine klassische Kapitulationsphase erreicht wäre.
Fehlende Nachfrage – Können Bitcoin Layer 2 und neue Narrative Impulse liefern?
Ein zentrales Problem der vergangenen Wochen war weniger Panik als vielmehr Zurückhaltung. Es mangelte schlicht an frischer Nachfrage. Während makroökonomische Unsicherheit, höhere Zinsen und schwächere Aktienmärkte Risikokapital binden, fehlt dem Bitcoin-Markt aktuell der klare Katalysator. Für nachhaltige Kursanstiege braucht es neue Kapitalzuflüsse – institutionell wie auch retailseitig.
Ein möglicher Impuls könnte aus dem Bereich der Bitcoin-Layer-2-Technologie kommen. Während Bitcoin bislang primär als „Store of Value“ wahrgenommen wird, eröffnet die Weiterentwicklung von Layer-2-Lösungen die Perspektive auf ein funktionaleres Ökosystem: schnellere Transaktionen, geringere Gebühren, Smart-Contract-Funktionalität. Steigt die Akzeptanz solcher Lösungen, würde das nicht nur die Nutzbarkeit erhöhen, sondern potenziell auch strukturell mehr Nachfrage nach nativen Bitcoins erzeugen – da diese als Basis-Asset im Zentrum stehen.
In diesem Kontext rückt ein Projekt besonders in den Fokus: Bitcoin Hyper. Der Presale hat bereits 31,6 Millionen US-Dollar eingesammelt – bemerkenswert in einer Phase, in der der Gesamtmarkt eher schwächelt. Diese relative Stärke signalisiert eine hohe initiale Nachfrage.

Konzeptionell verbindet Bitcoin Hyper die Robustheit und Markenstärke von Bitcoin mit der technologischen Dynamik des Solana-Ökosystems. Durch die Integration der Solana Virtual Machine soll Entwicklern eine vertraute Umgebung geboten werden, um schnell Anwendungen aufzubauen. Gleichzeitig setzt das Projekt auf eine Brücke zwischen Layer 1 und Layer 2 sowie moderne kryptografische Verfahren, um Sicherheit und Skalierbarkeit zu kombinieren.
Für Investoren ergibt sich zusätzlich ein ökonomischer Anreiz: Im Presale ist der Einstieg noch zu fixierten, sukzessiv steigenden Preisen möglich, wodurch frühe Teilnehmer bereits Buchgewinne aufbauen können. Hinzu kommt eine Staking-Rendite von aktuell 38 % APY. Bei gleichbleibender Rendite würde allein das Staking rechnerisch in weniger als zwei Jahren eine Verdopplung des eingesetzten Kapitals ermöglichen – ein potenzieller Risikopuffer in einem volatilen Marktumfeld.
Zuletzt aktualisiert am 28. Februar 2026



Fragen und Antworten
Sie haben eine Frage? Unser Experten-Panel beantwortet gerne Ihre Fragen.