
Bitcoin zeigt sich zum Wochenschluss wieder deutlich fester. In den vergangenen 24 Stunden legte die größte Kryptowährung der Welt rund 3 Prozent zu und kletterte erneut über die Marke von 81.000 US-Dollar. Damit wurde der kurze Rücksetzer unter 80.000 US-Dollar offenbar konsequent gekauft.
Das spricht weiterhin für eine robuste Nachfrage im Markt. Besonders bemerkenswert: Der aktuelle Kurs liegt damit nur noch unweit der höchsten Stände seit Januar. Viele Anleger beobachten nun genau, ob Bitcoin die laufende Erholung fortsetzen kann. Unterstützung kommt dabei nicht nur vom Kursbild selbst, sondern auch von neuen Onchain-Daten. Vor allem die jüngsten Zahlen von Santiment liefern spannende Hinweise auf die aktuelle Marktstruktur.
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Santiment-Daten: Bitcoin-Angebot auf Börsen bleibt extrem niedrig
Die aktuellen Daten von Santiment zeigen eine Entwicklung, die viele Analysten weiterhin als strukturell bullisch für Bitcoin einordnen. Laut der Analyse befinden sich aktuell nur noch rund 5,6 Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots auf zentralen Börsenwallets. Besonders auffällig: Dieser Wert liegt damit auf dem niedrigsten Stand seit 2018. Gleichzeitig blieb das Niveau in den vergangenen Wochen weitgehend stabil. Das deutet darauf hin, dass trotz der jüngsten Erholung keine größere Verkaufsbereitschaft am Markt sichtbar wird.
📊 Bitcoin’s supply on exchanges sits at approximately 5.6%, based on the known exchange wallets Santiment has recently updated. It has stayed consistent around this level for the past month, and it is the lowest ratio of $BTC supply on exchanges since 2018.
📊 Meanwhile,… pic.twitter.com/L0iMhdLv9b
— Santiment Intelligence (@SantimentData) May 14, 2026
Grundsätzlich gilt: Liegen weniger Bitcoins auf Börsen, sinkt kurzfristig das verfügbare Angebot für potenzielle Verkäufe. Viele Investoren transferieren ihre Coins offenbar weiterhin in Self-Custody-Wallets oder halten diese langfristig außerhalb der Handelsplattformen. Genau dieses Verhalten wird häufig mit einer stärkeren Überzeugung der Anleger verbunden.
Interessant ist zudem der direkte Vergleich mit Ethereum. Während Bitcoins Börsenangebot auf extrem niedrigen Niveaus stagniert, stieg der ETH-Anteil auf Börsen zuletzt von 4,2 auf 4,6 Prozent innerhalb von nur zehn Tagen an. Zwar bewegt sich auch Ethereum historisch weiterhin nahe seiner Tiefstände, dennoch zeigt sich hier kurzfristig eine andere Dynamik. Mehr ETH auf Börsen kann darauf hindeuten, dass Marktteilnehmer kurzfristig aktiver handeln oder Gewinne realisieren wollen.
Für Bitcoin dagegen signalisiert die Entwicklung vor allem eines: Der Verkaufsdruck bleibt bislang begrenzt. Kombiniert mit der laufenden Kurserholung liefert das aktuell ein konstruktives Gesamtbild für den Markt.
Institutionelle Nachfrage stützt die Bitcoin-Erholung
Neben den positiven Exchange-Daten von Santiment gibt es aktuell weitere Entwicklungen, die viele Marktbeobachter ebenfalls als bullisch für Bitcoin interpretieren. Besonders im Fokus steht dabei die institutionelle Nachfrage rund um die Spot-Bitcoin-ETFs in den USA. Laut aktuellen Angaben hat JPMorgan seine Position im BlackRock-ETF IBIT massiv ausgebaut. Die Bank hält inzwischen rund 8,3 Millionen Anteile im Wert von knapp 390 Millionen US-Dollar. Bemerkenswert daran: Die Position wurde ausgerechnet in einem Quartal deutlich erhöht, in dem Bitcoin zeitweise rund 22 Prozent korrigierte.
🚨BULLISH: JPMorgan Boosts Bitcoin ETF Bet Despite Market Pullback
JPMorgan disclosed 8.3 million shares of BlackRock’s IBIT, worth roughly $390 million at current prices. That marks a 174% increase, added during a quarter when Bitcoin fell 22%.
The move shows large… pic.twitter.com/bKChF1i4Ix
— Coin Bureau (@coinbureau) May 14, 2026
Genau das wird von vielen Analysten als starkes Signal gewertet. Große Finanzakteure scheinen Rücksetzer weiterhin aktiv zum Aufbau von Exposure zu nutzen. Gleichzeitig steigen die Onchain-Bestände des BlackRock-ETFs laut The Block kontinuierlich weiter an und nähern sich inzwischen der Marke von 1 Million BTC. Das zeigt, dass institutionelles Kapital trotz der hohen Volatilität weiterhin in den Markt fließt.
Auch die jüngsten Glassnode-Daten liefern derzeit eher konstruktive Signale. Laut der Analyse befindet sich Bitcoin aktuell nicht unter akutem Verkaufsdruck. Die zuletzt aufgetretene Abgabewelle konnte bislang absorbiert werden. Besonders wichtig ist dabei der sogenannte „Risk Index“. Dieser misst vereinfacht gesprochen, ob sich der Markt eher in einer riskanten Überhitzungsphase oder in einer ruhigeren Akkumulationsphase befindet.
Bitcoin is not under selling-pressure stress.
So far, selling pressure has been absorbed.
But history gives us a warning:
When Supply in Profit and Supply in Loss begin to compress together, while the Risk Index moves out of low-risk territory, it precede a distribution… pic.twitter.com/JZOCSqYd2m
— Bitcoin Vector (@bitcoinvector) May 14, 2026
Aktuell liegt der Risk Index laut Glassnode noch im niedrigeren Bereich. Historisch problematisch wurde es häufig erst dann, wenn der Index wieder klar in Hochrisiko-Zonen anstieg und sich gleichzeitig Gewinne und Verluste der Marktteilnehmer stark annäherten. Genau dieses Warnsignal ist bislang jedoch nicht sichtbar. Damit bleibt das aktuelle Setup für Bitcoin kurzfristig vergleichsweise stabil.
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Zuletzt aktualisiert am 15. Mai 2026




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