Bitcoin unter 77.000 Dollar: Die Risiken steigen

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Der Kryptomarkt zeigt sich zuletzt wieder deutlich schwächer. Bitcoin ist erneut unter die Marke von 77.000 US-Dollar gefallen und hat damit einen Großteil der vorherigen Erholung wieder abgegeben. Noch vor wenigen Wochen wirkte der Ausbruch über 80.000 US-Dollar wie der Beginn einer nachhaltigen Trendwende.

Doch aktuell fehlt erneut die Dynamik auf der Oberseite. Stattdessen bewegt sich Bitcoin wieder in der alten Seitwärtsrange, die den Markt bereits seit Monaten prägt. Damit steigt auch das Risiko eines erneuten Rücksetzers. Die bisherigen Tiefs im laufenden Bärenmarkt lagen rund um 60.000 US-Dollar. Ob dort bereits der finale Boden gefunden wurde, dürfte sich erst in den kommenden Monaten entscheiden.

Risiken am Kryptomarkt nehmen wieder deutlich zu

Neue Daten von Swissblock zeigen aktuell eine zunehmend kritische Entwicklung am Kryptomarkt. Besonders auffällig ist dabei die Kombination aus steigender Risikoindikatorik und gleichzeitig schwächer werdenden ETF-Zuflüssen. Genau diese Konstellation galt in den vergangenen Monaten mehrfach als Warnsignal für stärkeren Verkaufsdruck.

Der sogenannte „Risk Index“ bewegt sich inzwischen wieder klar in Richtung Hochrisiko-Zone. Laut Swissblock deutet dies darauf hin, dass der Verkaufsdruck strukturell zunimmt und institutionelle Marktteilnehmer zunehmend eher verteilen als akkumulieren. Besonders problematisch: Während Bitcoin-ETFs im März und April noch massive Zuflüsse verzeichneten und damit den Markt stabilisierten, hat sich dieses Bild im Mai deutlich verschlechtert.

Die Nettozuflüsse der US-Spot-Bitcoin-ETFs liegen im Gesamtjahr 2026 laut Swissblock zwar noch leicht positiv bei rund 4.500 BTC, doch der Trend kippt zunehmend. Zuletzt dominierten wieder Abflüsse und schwächere Nachfrage. Genau dadurch fehlt dem Markt aktuell ein wichtiger Stabilisierungsfaktor. Denn die ETF-Nachfrage hatte in den vergangenen Monaten immer wieder größere Verkaufswellen absorbiert.

Besonders kritisch wird die Situation, wenn gleichzeitig der Risk Index steigt und ETF-Flows schwächer werden. Historisch ging diese Kombination häufig mit erhöhter Volatilität und weiteren Rücksetzern einher. Sollte sich die institutionelle Nachfrage nicht bald stabilisieren, könnte Bitcoin daher erneut Druck auf die Unterstützungszonen im Bereich zwischen 70.000 und 60.000 US-Dollar bekommen.

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Börsenzuflüsse zeigen steigenden Verkaufsdruck

Auch Daten von Glassnode sprechen aktuell eher für eine vorsichtigere Einschätzung am Kryptomarkt. Besonders die sogenannte „Exchange Net Position Change“ zeigt zuletzt wieder verstärkte Zuflüsse von Bitcoin auf zentrale Börsen. Genau das gilt kurzfristig häufig als Belastungsfaktor für den Markt.

Denn wenn größere Mengen BTC auf Exchanges transferiert werden, steigt typischerweise die Wahrscheinlichkeit, dass Anleger verkaufen oder zumindest Liquidität für mögliche Verkäufe bereitstellen wollen. In den vergangenen Monaten waren dagegen immer wieder starke Abflüsse von den Börsen zu beobachten. Das galt eher als bullisches Signal, da Investoren ihre Coins langfristig in Cold Wallets verschoben und damit Verkaufsdruck vom Markt nahmen.

glassnode

Nun dreht sich dieses Bild erneut. Nach der starken Erholung im März und April steigen die Zuflüsse laut Glassnode wieder an. Parallel dazu verliert Bitcoin charttechnisch an Momentum und fällt erneut unter wichtige Unterstützungszonen zurück. Besonders problematisch ist dabei die Kombination aus schwächeren ETF-Flows, steigendem Risikoindex und höheren Börsenzuflüssen.

Zwar muss dies nicht automatisch einen massiven Abverkauf auslösen, kurzfristig deutet die Datenlage jedoch klar darauf hin, dass Marktteilnehmer aktuell defensiver agieren. Solange die Nachfrage nicht wieder deutlich anzieht, bleibt das Risiko weiterer Rücksetzer am Kryptomarkt erhöht.

US-Nachfrage nach Bitcoin schwächt sich deutlich ab

Ein weiterer belastender Faktor zeigt sich aktuell bei der Nachfrage aus den USA. Ein wichtiger Marktindikator ist inzwischen auf das schwächste Niveau seit Februar gefallen. Genau damals markierte Bitcoin rund um 60.000 bis 65.000 US-Dollar sein bisheriges Verlaufstief im laufenden Bärenmarkt.

Gemeint ist dabei die nachlassende institutionelle Nachfrage, die sich zuletzt bereits bei den ETF-Flows und verschiedenen Onchain-Daten angedeutet hatte. Besonders die US-Investoren galten in den vergangenen Monaten immer wieder als zentraler Kurstreiber für Bitcoin. Vor allem die starken Zuflüsse in Spot-Bitcoin-ETFs sorgten zeitweise dafür, dass größere Verkaufswellen absorbiert werden konnten.

coinglass

Jetzt dreht sich dieses Bild zunehmend. Die Nachfrage verliert an Dynamik, während gleichzeitig das Angebot auf den Börsen wieder steigt. Genau diese Kombination belastet den Markt kurzfristig erheblich. Historisch betrachtet waren Phasen schwacher US-Nachfrage häufig mit längeren Konsolidierungen oder erneuten Abwärtsbewegungen verbunden.

Besonders kritisch: Der aktuelle Rückgang erinnert stark an die Situation im Februar, als Bitcoin ebenfalls massiv unter Druck geriet. Noch deutet dies nicht zwangsläufig auf einen Crash hin.

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Zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2026

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Martin SchwarzExperte für Kryptowährungen

Martin, mit einem MSc. in Wirtschaftsinformatik und Fokus auf asymmetrischer Kryptographie und M2M-Kommunikation, ist seit 2015 in der Welt von Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs. Schon mit 17 begann er mit dem Handel von Kryptowährungen und erwarb seinen ersten Bitcoin. Neben seinem Interesse an Kryptowährungen widmet er sich in seiner Freizeit Online-Casinos und Sportwetten, wo er mit 18 Blackjack-Strategien entwickelte und sogenannte Sure-Bets durchführte. Seine Expertise dokumentierte er frühzeitig als Autor zu Themen wie Kryptowährungen, Trading, Aktien, Casinos und Sportwetten, wodurch er heute als gefragter Experte und Autor mit über 10 Jahren Erfahrung gilt.

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