Ethereum steht erneut massiv unter Druck. Innerhalb von 24 Stunden verlor die zweitgrößte Kryptowährung rund 5 Prozent an Wert und rutschte zeitweise unter die psychologisch wichtige Marke von 2.000 US-Dollar.
Damit setzt sich die Schwächephase der vergangenen Monate fort. Vom Allzeithoch ist ETH inzwischen mehr als 60 Prozent entfernt, während Gewinnmitnahmen und die angespannte Marktstimmung den Verkaufsdruck weiter erhöhen.
Viele Anleger fürchten, dass der Bärenmarkt noch nicht vorbei ist und sogar noch tiefere Kurse möglich werden. Doch ausgerechnet jetzt senden On-Chain-Daten ein überraschendes Signal: Die größten Ethereum-Investoren scheinen die Schwäche zum Einstieg zu nutzen.
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Santiment: Ethereum-Wale akkumulieren trotz Kursrückgang
Neue Daten des Analysehauses Santiment zeigen eine bemerkenswerte Entwicklung bei den größten Ethereum-Adressen. Wallets mit mindestens 100.000 ETH haben ihre Bestände zuletzt deutlich ausgebaut, obwohl der Ethereum-Kurs weiter gefallen ist. Insgesamt halten diese Großinvestoren inzwischen rund 17,41 Millionen ETH. Das entspricht dem höchsten Bestand seit neun Wochen.
🐳 Wallets with at least 100K Ethereum now collectively hold 17.41M $ETH. This is the most they have held in 9 weeks. This also translates to 22.03% of the entire supply, a 10-week high.
🧐 Check in on how the elite 100k+ Ethereum wallets are behaving on a day-to-day basis here!… pic.twitter.com/FA7nnGBWy3
— Santiment Intelligence (@SantimentData) May 28, 2026
Noch auffälliger ist der Anteil an der gesamten Ethereum-Umlaufmenge. Die sogenannten 100K+-Wallets kontrollieren mittlerweile 22,03 Prozent aller existierenden ETH. Auch dieser Wert markiert ein neues Hoch der vergangenen zehn Wochen. Während viele Privatanleger angesichts der anhaltenden Kursschwäche verunsichert wirken, zeigen die größten Marktteilnehmer damit offenbar ein deutlich höheres Vertrauen in die langfristigen Perspektiven von Ethereum.
Historisch gelten solche Akkumulationsphasen großer Wallets häufig als wichtiger Frühindikator. Wale verfügen oft über einen besseren Überblick über Liquidität, Marktzyklen und institutionelle Kapitalströme. Wenn sie während fallender Kurse ihre Positionen ausbauen, deutet das häufig darauf hin, dass sie die aktuellen Bewertungen als attraktiv ansehen.
Natürlich liefern diese Daten keine Garantie für eine unmittelbare Trendwende. Der Markt befindet sich weiterhin in einer technisch angeschlagenen Situation, und kurzfristig könnten weitere Rücksetzer folgen. Dennoch zeigt die Entwicklung, dass ein Teil des sogenannten Smart Money aktuell nicht verkauft, sondern gezielt einsammelt. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass die Bestände der größten Ethereum-Wallets steigen, obwohl ETH zuletzt immer neue Tiefs markierte. Für langfristig orientierte Anleger könnte genau diese Divergenz eines der spannendsten Signale der aktuellen Marktphase sein.
Ethereum-Abflüsse von Börsen nehmen wieder zu
Eine weitere Kennzahl liefert derzeit vorsichtigen Optimismus für Ethereum-Anleger. Gemeint ist die sogenannte „Exchange Net Position Change“ von Glassnode. Diese Metrik misst, ob insgesamt mehr ETH auf zentralisierte Börsen eingezahlt oder von ihnen abgezogen werden.
Steigen die Einzahlungen auf Handelsplattformen, gilt das häufig als potenziell bärisches Signal. Der Grund: Anleger transferieren ihre Coins oft auf Börsen, um sie dort verkaufen zu können. Werden hingegen ETH von Börsen abgezogen, spricht das meist für Akkumulation oder langfristige Verwahrung in privaten Wallets. Dadurch sinkt gleichzeitig das unmittelbar verfügbare Verkaufsangebot am Markt.

Genau diese Entwicklung war in den vergangenen zwei Wochen verstärkt zu beobachten. Nachdem Ethereum über mehrere Monate hinweg teils erhebliche Zuflüsse auf Handelsplattformen verzeichnet hatte, zeigt die Glassnode-Grafik zuletzt wieder negative Nettoveränderungen. Das bedeutet, dass mehr ETH von Börsen abgezogen als eingezahlt wurden.
Besonders interessant ist dabei der Zeitpunkt. Die Abflüsse erfolgen ausgerechnet während einer Phase erheblicher Kursschwäche und wachsender Unsicherheit am Markt. Normalerweise würden Anleger in einem panikartigen Umfeld eher Coins auf Börsen transferieren, um Verkäufe vorzubereiten. Die aktuellen Daten deuten dagegen darauf hin, dass ein Teil der Investoren die niedrigeren Kurse nutzt, um Ethereum langfristig zu halten.
Zusammen mit den zuletzt steigenden Beständen der größten Ethereum-Wale ergibt sich damit ein durchaus konstruktives Bild auf der On-Chain-Seite. Zwar bleibt der übergeordnete Abwärtstrend zunächst intakt und weitere Rücksetzer können nicht ausgeschlossen werden. Die sinkenden Börsenbestände zeigen jedoch, dass der Verkaufsdruck aktuell nicht unbegrenzt zunimmt. Genau deshalb wächst bei einigen Analysten die Hoffnung, dass sich die laufende Korrektur zwar fortsetzen könnte, ein unkontrollierter Crash jedoch zunehmend unwahrscheinlicher wird.
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Bitcoin-L2 als Geheimtipp? Bitcoin Hyper zeigt relative Stärke
Während Ethereum aktuell unter starkem Verkaufsdruck steht und selbst positive On-Chain-Signale der Wale den Abwärtstrend bislang nicht stoppen können, richten sich die Blicke vieler Anleger zunehmend auf neue Narrative im Kryptomarkt. Besonders Projekte mit relativer Stärke stehen im Fokus. Genau hier gewinnt ein Bereich zunehmend an Bedeutung: Bitcoin-Layer-2-Lösungen.
Die Grundidee dahinter ist einfach. Bitcoin gilt zwar als die sicherste und dezentralste Blockchain der Welt, bietet im Vergleich zu modernen Netzwerken wie Solana oder Ethereum jedoch nur begrenzte Möglichkeiten für DeFi-Anwendungen, Smart Contracts oder schnelle Transaktionen. Layer-2-Netzwerke sollen diese Einschränkungen überwinden und gleichzeitig die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks nutzen.
Für den Markt wäre dies besonders spannend, da eine stärkere Nutzung von Bitcoin-Anwendungen langfristig auch die Nachfrage nach nativen BTC erhöhen könnte. Mehr Aktivität auf Bitcoin-basierten Anwendungen würde schließlich bedeuten, dass mehr Kapital in das gesamte Ökosystem fließt. Genau deshalb beobachten Investoren diesen Sektor aktuell sehr genau.
Eines der Projekte, das in diesem Bereich zuletzt besonders viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte, ist Bitcoin Hyper. Das Projekt verfolgt das Ziel, die Geschwindigkeit und Skalierbarkeit moderner Netzwerke mit der Sicherheit von Bitcoin zu verbinden. Dabei setzt Bitcoin Hyper auf eine Layer-2-Infrastruktur mit einer zk-Proof-Bridge zwischen Layer 1 und Layer 2. Gleichzeitig soll die Solana Virtual Machine integriert werden, wodurch schnelle und kostengünstige Smart-Contract-Anwendungen möglich werden.

Bemerkenswert ist vor allem die Entwicklung des laufenden Presales. Trotz des schwachen Gesamtmarktes und des anhaltenden Bärenmarkts konnten bereits rund 33 Millionen US-Dollar eingesammelt werden. Das deutet auf ein weiterhin hohes Interesse der Anleger hin. Zusätzlich lockt das Projekt aktuell mit Staking-Renditen von bis zu 36 Prozent APY.
Zuletzt aktualisiert am 29. Mai 2026



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