NEAR Prognose: Warum KI und Datenschutz den Kurs antreiben könnten

OpenAI

Der NEAR-Token gehörte im Mai zu den auffälligsten Gewinnern am Kryptomarkt. Laut einem aktuellen Bericht von Grayscale Research stieg der Coin im Monatsverlauf um rund 115 Prozent und lieferte damit die stärkste Performance innerhalb des hauseigenen Crypto-Sectors-Modells.

Für Grayscale ist der Kursanstieg kein Zufall. Vielmehr verweist der Vermögensverwalter auf eine Kombination aus KI-Narrativ, Datenschutz-Technologie und verbesserten Tokenomics, die dem Projekt aktuell neuen Rückenwind verschaffen könnte.

NEAR setzt auf „Intents“ statt komplizierter Blockchain-Bedienung

Ein zentraler Bestandteil der aktuellen NEAR-Strategie ist das Produkt Near Intents.

Die Idee dahinter: Blockchain-Transaktionen sollen deutlich einfacher werden – insbesondere für Nutzer, die sich nicht mit technischen Details beschäftigen wollen.

Statt komplexe Prozesse manuell auszuführen, formulieren Nutzer lediglich ihre gewünschte Aktion beziehungsweise ihre „Absicht“ (Intent). Das Netzwerk übernimmt anschließend automatisch die technische Umsetzung im Hintergrund.

Grayscale beschreibt das Konzept praktisch als eine Art KI-Agent für Blockchain-Transaktionen.

Die Nachfrage scheint hoch zu sein. Seit dem Launch im ersten Quartal 2025 wurden laut Bericht bereits über 25 Millionen Swaps über Near Intents abgewickelt. Das Handelsvolumen nähert sich inzwischen 20 Milliarden Dollar.

Für Grayscale deutet das auf eine wichtige Entwicklung hin: Das Produkt scheint nicht nur ein theoretisches Konzept zu sein, sondern könnte bereits echten Nutzen und konkrete Nachfrage erzeugen.

Gerade im Blockchain-Sektor gilt funktionierender Product-Market-Fit weiterhin als seltene und besonders relevante Kennzahl.

KI-Agenten brauchen Datenschutz – genau hier will NEAR ansetzen

Neben vereinfachten Blockchain-Interaktionen spielt auch das Thema Privacy für künstliche Intelligenz eine zentrale Rolle.

Mit seiner Infrastruktur IronClaw entwickelt NEAR laut Grayscale ein Framework für KI-Agenten, das speziell auf vertrauliche Datenverarbeitung ausgelegt ist.

Das Problem dahinter ist klar: Je stärker KI-Systeme in Unternehmensprozesse eingebunden werden, desto wichtiger werden Datenschutz, Zugriffskontrolle und sichere Ausführung sensibler Aufgaben. Genau an dieser Schnittstelle positioniert sich NEAR.

Durch die Kombination aus KI-Agenten und sogenannter confidential inference infrastructure sollen automatisierte Prozesse möglich werden, ohne dass Nutzerdaten, Zugangsinformationen oder interne Aktivitäten öffentlich sichtbar werden.

Grayscale sieht darin einen potenziell wichtigen Baustein für die Zukunft des sogenannten Agentic Commerce – einer digitalen Wirtschaft, in der KI-Agenten zunehmend eigenständig wirtschaftliche Entscheidungen und Transaktionen koordinieren.

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Niedrigere Inflation verbessert die Fundamentaldaten des Tokens

Neben Technologie und KI-Fokus hebt der Bericht auch Veränderungen an der wirtschaftlichen Struktur des Tokens hervor.

Bereits Ende 2025 beschloss die Near-Community, die jährliche Netzwerk-Inflation deutlich zu reduzieren. Die Inflationsrate wurde von 5 Prozent auf 2,5 Prozent halbiert.

Im Februar 2026 folgte zudem eine Überarbeitung des Revenue-Modells. Seitdem erfolgen laufende Ausschüttungen direkt in NEAR-Token.

Für Investoren könnte diese Kombination wichtig sein. Weniger neue Token-Emissionen bei gleichzeitig angepassten Verteilungsmechanismen verändern das Verhältnis von Angebot und Nachfrage – ein Faktor, der bei Kryptowährungen oft erheblichen Einfluss auf die langfristige Bewertung hat.

Aus Sicht von Grayscale entsteht damit ein interessantes Gesamtbild: eine etablierte Blockchain, die sich strategisch auf zwei besonders starke Trends konzentriert – künstliche Intelligenz und Datenschutz – während gleichzeitig die ökonomischen Grundlagen des Tokens gestärkt werden.

Ob die jüngste Kursrally langfristig Bestand hat, bleibt offen. Klar ist jedoch: NEAR wird von Teilen des Marktes zunehmend als möglicher Infrastrukturspieler für die nächste Entwicklungsphase von KI und Blockchain wahrgenommen.

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Zuletzt aktualisiert am 30. Mai 2026

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Martin SchwarzExperte für Kryptowährungen

Martin, mit einem MSc. in Wirtschaftsinformatik und Fokus auf asymmetrischer Kryptographie und M2M-Kommunikation, ist seit 2015 in der Welt von Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs. Schon mit 17 begann er mit dem Handel von Kryptowährungen und erwarb seinen ersten Bitcoin. Neben seinem Interesse an Kryptowährungen widmet er sich in seiner Freizeit Online-Casinos und Sportwetten, wo er mit 18 Blackjack-Strategien entwickelte und sogenannte Sure-Bets durchführte. Seine Expertise dokumentierte er frühzeitig als Autor zu Themen wie Kryptowährungen, Trading, Aktien, Casinos und Sportwetten, wodurch er heute als gefragter Experte und Autor mit über 10 Jahren Erfahrung gilt.

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