NEAR trotzt dem Bärenmarkt: Warum Grayscale jetzt bullisch wird

Während viele Altcoins im aktuellen Marktumfeld weiter schwächeln, zeigt NEAR Protocol bemerkenswerte Stärke. Der Token legte im Mai zeitweise um mehr als 100 Prozent zu und gehörte damit zu den stärksten Kryptowährungen am Markt. Auf Monatssicht gibt es hier über 70 Prozent Kursgewinne. Auch der Chart zeigt eine klare relative Stärke gegenüber vielen anderen Layer-1-Projekten.

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NEAR ist eine Blockchain, die seit 2020 an skalierbaren Anwendungen für Web3 arbeitet und zuletzt verstärkt auf künstliche Intelligenz setzt. Genau diese Positionierung rückt nun in den Fokus institutioneller Investoren. In einer aktuellen Analyse nennt Grayscale mehrere Gründe, warum NEAR derzeit zu den spannendsten Projekten im Kryptosektor zählen könnte.

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KI, Datenschutz und bessere Tokenomics: Das steckt hinter der NEAR-Rallye

Grayscale sieht hinter der starken Entwicklung von NEAR keine kurzfristige Spekulation, sondern mehrere fundamentale Treiber. Besonders im Fokus stehen die Themen künstliche Intelligenz und Datenschutz. Beide Bereiche könnten in den kommenden Jahren erheblich an Bedeutung gewinnen und genau hier versucht sich NEAR strategisch zu positionieren.

Ein zentraler Baustein ist das Produkt „NEAR Intents“. Vereinfacht gesagt funktioniert dieses System wie ein KI-Agent für Blockchain-Transaktionen. Nutzer müssen nicht mehr selbst entscheiden, welche Wallet, welche Bridge oder welche dezentrale Börse verwendet werden soll. Stattdessen geben sie lediglich ihr gewünschtes Ergebnis an, während das Netzwerk die optimale Ausführung automatisch übernimmt. Laut Grayscale wurden seit dem Start im ersten Quartal 2025 bereits mehr als 25 Millionen Transaktionen mit einem Volumen von fast 20 Milliarden US-Dollar über dieses System abgewickelt. Das deutet darauf hin, dass NEAR hier tatsächlich ein Produkt mit relevanter Nachfrage entwickelt haben könnte.

Gleichzeitig arbeitet das Netzwerk an Infrastruktur für KI-Anwendungen. Mit „IronClaw“ entwickelt NEAR ein Framework, das KI-Agenten die sichere Ausführung von Aufgaben ermöglicht. Besonders wichtig ist dabei der Datenschutz. Unternehmen möchten KI-Systeme nutzen, ohne sensible Daten, Zugangsdaten oder interne Prozesse offenzulegen. Genau dieses Problem soll die sogenannte Confidential-Inference-Technologie von NEAR lösen.

Neben den technologischen Fortschritten hebt Grayscale auch die verbesserten Tokenomics hervor. Die Community halbierte Ende 2025 die jährliche Inflation des Netzwerks von 5 auf 2,5 Prozent. Dadurch gelangen deutlich weniger neue Token auf den Markt. Zusätzlich führte NEAR Anfang 2026 ein neues Einnahmenmodell ein, das laufende Ausschüttungen innerhalb des Netzwerks ermöglicht.

Aus Sicht von Grayscale entsteht dadurch eine deutlich attraktivere Angebots-Nachfrage-Struktur. Weniger neue Token treffen auf ein wachsendes Ökosystem mit steigender Nutzung. Langfristig verfolgt NEAR das Ziel, die Infrastruktur für eine sogenannte „Agentic Economy“ bereitzustellen – eine digitale Wirtschaft, in der KI-Agenten eigenständig Transaktionen koordinieren und wirtschaftliche Aktivitäten ausführen. Genau diese Kombination aus KI-Fokus, Datenschutz und verbesserten Tokenomics erklärt laut Grayscale die außergewöhnliche Stärke von NEAR im Mai.

So ziehen die Experten das folgende Fazit:

„Der NEAR-Token zeigte im Mai eine starke Leistung, als die Kryptomärkte begannen, die verbesserten Fundamentaldaten des Projekts zu erkennen. Wir gehen davon aus, dass Near eine Schlüsselrolle im Handel mit KI-Agenten spielen wird, was den Wert seines nativen Tokens steigern könnte.“

Wird NEAR zur Infrastruktur der KI-Wirtschaft?

Der vielleicht spannendste Bullcase für NEAR geht mittlerweile weit über klassische Blockchain-Anwendungen hinaus. Das Projekt positioniert sich zunehmend als Infrastruktur-Layer für die entstehende KI-Ökonomie. Die Grundidee: Wenn KI-Agenten künftig eigenständig handeln, bezahlen, tauschen und wirtschaftliche Entscheidungen treffen, benötigen sie eine Blockchain, die schnell, günstig, interoperabel und gleichzeitig datenschutzfreundlich ist. Genau diese Rolle möchte NEAR einnehmen.

Die Zahlen zeigen bereits eine beachtliche Entwicklung. Das Volumen über NEAR Intents liegt mittlerweile bei über 19 Milliarden US-Dollar. Das System verbindet inzwischen mehr als 35 Blockchains und über 135 digitale Vermögenswerte miteinander. Nutzer müssen dabei nicht mehr selbst entscheiden, welche Bridge, Wallet oder Börse verwendet wird. Stattdessen formulieren sie lediglich ihr gewünschtes Ergebnis, während das Netzwerk die Ausführung übernimmt. Für viele Beobachter ist dies ein wichtiger Schritt hin zu einer nutzerfreundlicheren Blockchain-Infrastruktur.

Hinzu kommt die zunehmende Verknüpfung mit künstlicher Intelligenz. Laut NEAR wird die eigene KI-Infrastruktur bereits von Projekten wie Venice, Brave oder Abound genutzt. Gleichzeitig setzt das Netzwerk stark auf vertrauliche Datenverarbeitung. Gerade Unternehmen benötigen Datenschutzlösungen, wenn KI-Agenten künftig sensible Daten, Zugangsdaten oder Finanztransaktionen verwalten sollen.

Auch die Tokenomics liefern einen klaren Bullcase. Das gesamte Token-Angebot ist inzwischen freigeschaltet, wodurch zukünftige Unlocks kaum noch eine Rolle spielen. Gleichzeitig wurde die maximale jährliche Inflation um 50 Prozent reduziert. Noch wichtiger: Das Netzwerk generiert mittlerweile reale Einnahmen. Seit der Einführung des sogenannten Fee-Switches wurden bereits mehr als 8 Millionen US-Dollar an Gebühren generiert, die für Rückkäufe von NEAR verwendet werden. Dadurch entsteht ein Mechanismus, bei dem steigende Nutzung direkt die Nachfrage nach dem Token erhöhen kann.

Genau hier sieht NEAR langfristig das größte Potenzial. Sollte sich die Vision einer KI-getriebenen Agentenwirtschaft durchsetzen, könnten Infrastruktur-Protokolle einen erheblichen Teil der Wertschöpfung abschöpfen. NEAR versucht, Skalierung, Cross-Chain-Liquidität, Datenschutz und KI-Funktionalität in einem einzigen Netzwerk zu vereinen. Gelingt diese Strategie, könnte das Projekt zu den größten Profiteuren des Trends rund um KI-Agenten und automatisierte digitale Wirtschaftssysteme gehören.

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Zuletzt aktualisiert am 30. Mai 2026

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Martin SchwarzExperte für Kryptowährungen

Martin, mit einem MSc. in Wirtschaftsinformatik und Fokus auf asymmetrischer Kryptographie und M2M-Kommunikation, ist seit 2015 in der Welt von Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs. Schon mit 17 begann er mit dem Handel von Kryptowährungen und erwarb seinen ersten Bitcoin. Neben seinem Interesse an Kryptowährungen widmet er sich in seiner Freizeit Online-Casinos und Sportwetten, wo er mit 18 Blackjack-Strategien entwickelte und sogenannte Sure-Bets durchführte. Seine Expertise dokumentierte er frühzeitig als Autor zu Themen wie Kryptowährungen, Trading, Aktien, Casinos und Sportwetten, wodurch er heute als gefragter Experte und Autor mit über 10 Jahren Erfahrung gilt.

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