Terra LUNA: Mitarbeiter des Projekts stehen unter Beobachtung – Behörden starten umfassende Ermittlungen

Wie lokale Nachrichtenmedien berichten, haben die südkoreanischen Behörden eine umfassende Untersuchung gegen die Entwickler von Terra (LUNA) eingeleitet. Einst eine der beliebtesten Kryptowährungen, verloren LUNA und sein nativer Stablecoin UST über 90% ihres Wertes und hinterließen bei den Anlegern massive Verluste.

Die Initiative wird von der gemeinsamen Ermittlungsgruppe für Finanz- und Wertpapierkriminalität der Staatsanwaltschaft des südlichen Bezirks von Seoul geleitet, wie die lokalen Medien berichten.

LUNC-Monatschart. Bild: Coinmarketcap.com

Terraform Labs, das Unternehmen hinter der Entwicklung von Terra LUNA, wird untersucht. Mitarbeiter werden beispielsweise aufgefordert, relevante Dokumente und Materialien herauszugeben.

Medienberichten zufolge sind die südkoreanischen Ermittler bereits im Besitz wichtiger Beweise. Unter Berufung auf eine angebliche Erklärung, die in der Anfangsphase von Terra LUNA veröffentlicht wurde, haben einige Mitarbeiter von Terraform Labs offenbar Bedenken über einen möglichen Absturz von LUNA-UST geäußert.

Offenbar ist die Kryptowährung bereits in ihrem Pilotmodell gescheitert. Aber der CEO und Mitbegründer des Unternehmens Do Kwon hat angeblich auf die Einführung von LUNA und UST „gedrängt“. Die Hauptsorge galt der Nachhaltigkeit des Projekts.

Darüber hinaus behaupten die lokalen Medien, dass die südkoreanischen Behörden mögliche Kursmanipulationen untersuchen und auch Börsenplattformen und deren Börsenzulassungsverfahren überprüfen könnten. Die Untersuchung wurde eingeleitet, weil angeblich die Zahl der Beschwerden bei der südkoreanischen Aufsichtsbehörde gestiegen ist.

Nach Angaben lokaler Medien beläuft sich diese Zahl auf etwa 76. In den Beschwerden wird von Verlusten in Höhe von mehreren Millionen Dollar berichtet.

Die wahre Ursache für den Absturz von Terra (LUNA)

Seit dem Absturz hat die Terra-Gemeinschaft für die Einführung einer neuen Blockchain gestimmt. Unter dem Namen „New LUNA“ und „LUNA 2.0“ ist dies der native Token, der den alten Token ersetzt. Der heißt jetzt „LUNA Classic“.

Der Token wurde letzten Freitag, den 27. Mai, mit einem Airdrop eingeführt. Der zielt darauf ab, Investoren für ihre Verluste zu entschädigen. Mehrere Krypto-Börsen unterstützen die Initiative.

Viele äußern allerdings ihre Zweifel an „New LUNA“ und dem Projekt insgesamt. Kritiker glauben beispielsweise, dass der Absturz einen Schatten auf die Kryptowährung, Terraform Labs und Do Kwon selbst geworfen hat.

Ein Bericht des Forschungsunternehmens Nansen versucht, den wahren Grund für den Absturz von LUNA und UST herauszufinden. Es gibt eine Menge Spekulationen und Theorien – über Hedgefonds und Investmentfirmen, die zum Crash beigetragen haben sollen.

Nansen berichtet von 7 Wallets, die von Arbitragemöglichkeiten mit LUNA-UST profitiert haben. Diese wurden auf Curve und bestimmten zentralisierten Börsen gefunden. Das Bild unten zeigt eine Liste der Adressen. Das Forschungsunternehmen hierzu:

„Während viele dieser Wallets wahrscheinlich unabhängig voneinander handelten, beeinflussten die Arbitrageure gemeinsam ein Liquiditätsungleichgewicht, das letztendlich zu der Todesspirale $UST/$LUNA führte.“

Quelle: Nansen via Twitter

Aktuell (zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels) tradet das „neue LUNA“ mit einem Gewinn von 10% in den letzten 24 Stunden bei 6 Dollar.

Textnachweis: Bitcoinist

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Jannis GrunewaldExperte für Kryptowährungen

Jannis Grunewald schreibt seit mehr als acht Jahren über Kryptowährungen und Technologie-Trends. Erstmals mit Bitcoin in Kontakt gekommen ist er 2015 als Inhaber einer Digitalagentur; mittlerweile gibt's für ihn kaum einen Tag ohne BTC, ETH und Co. Ob technische Analyse, Krypto-Trading, NFTs oder Web 3.0 – Jannis besitzt ein breites Fachwissen über moderne Finanz- und Wirtschaftsthemen, setzt dies auch entsprechend ein: Er führt Interviews mit bekannten Persönlichkeiten der Krypto-Branche, kommentiert Entwicklungen, schreibt Prognosen, News und Analysen. Der gefragte Autor ist hervorragend in der Szene vernetzt, zudem regelmäßiger Gast auf Krypto- und Blockchain-Konferenzen weltweit. Sie finden Jannis' Publikationen in führenden Fachmagazinen – beispielsweise auf Finanzen.net, Cryptonews.com, Kryptoszene oder Business2Community.

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