Wie man nicht in Kryptowährungen investieren sollte

Wie man nicht in Kryptowährungen investieren sollte

Gestern zeigte ein User, wie er in Kryptowährungen investierte und warnte vor seinem Fehler. Er machte genau das, wovor jeder in der Krypto-Sphäre warnt.

Kredit für Krypto-Investment

Am 18. Dezember nahm der Reddit-User Crypthomie einen Kredit in Höhe von 393.296,8 VAE (Vereinigte Arabische Emirate) Dirham auf, was umgerechnet knapp 95.000 Euro sind. Sein Krypto-Investment verlor 85 Prozent an Wert und er muss den Kredit für weitere 3,5 Jahre abzahlen.

Er kaufte zu einem mehr als ungünstigen Zeitpunkt ein, alle Kryptowährungen verloren deutlich an Wert. Seine Investitionen waren z.B. NEO, Stellar, Litecoin, Ether und Shitcoins – wie er sie nennt – die sogar mehr als 95 Prozent ihres Wertes verloren. Derzeit hält er die digitalen Währungen NEO, ONT, ELA, XLM und HPB.

Mit seiner Geschichte will er andere warnen und davor bewahren, nicht denselben Fehler zu begehen. Er hätte monatlich nur noch wenig Geld übrig, um sein Leben zu gestalten. Es war außerdem sein erstes Investment mit 32 Jahren. Er sei zu euphorisch gewesen und habe sich mitreißen lassen.

Diese Geschichte zeigt, wie schnell die Euphorie einen zu einer Investition hinreißen kann und dass die Gier leider oftmals das Hirn frisst, wie es so schön heißt. Für ihn ist es eine sehr schmerzliche Lektion, die ihn die nächsten Jahre begleitet.

Wer Bitcoin 2013 kaufte, musste über drei Jahre warten

Aufgrund des letzten Bullenmarktes und der Zugewinne von Kryptowährungen gehen wohl einige davon aus, dass man mit Kryptowährungen schnell reich werden kann. Sieht man sich jedoch Daten aus der Vergangenheit an, erkennt man, dass das nicht der Fall ist. Kryptowährungen sind ein Risiko-Investment und ein falscher Zeitpunkt kann teuer werden.

Wer zum Beispiel 2013 während des ersten größeren Bitcoin-Booms zum Höchststand von 1152 USD am 05. Dezember 2013 einkaufte, musste bis zum 24. Februar 2017 warten, bis er oder sie einen Profit erzielte. Während dieser Zeit fiel der Bitcoin Kurs auf unter 230 USD und manche schrieben die digitale Währung ab.

Der Durchschnittskosteneffekt

Krypto-Märkte sind irrational, risikoreich und schwer einzuschätzen. Aus diesem Grund eignet sich der Durchschnittskosteneffekt (dollar cost averaging) besser für eine Investition als ein einmaliges Investment zu einem womöglich falschen Zeitpunkt. Dadurch erhält man einen durchschnittlichen Wert und muss nicht auf ein neues Allzeithoch warten, um Profite zu erzielen.

Aber natürlich ist auch diese Strategie nicht perfekt, vor allem nicht bei steigenden Märkten. Solange man keine Kredite aufnimmt und nicht mehr investiert, als man verlieren kann, schützt man sein Vermögen vor einem Totalverlust und zudem die eigenen Nerven.


Photo by Fabian Blank on Unsplash, CC0

Zuletzt aktualisiert am 14. August 2018

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Kryptowährungen sind ein sehr volatiles, unreguliertes Investmentprodukt. Ihr Kapital ist im Risiko.
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Martin SchwarzExperte für Kryptowährungen

Martin, mit einem MSc. in Wirtschaftsinformatik und Fokus auf asymmetrischer Kryptographie und M2M-Kommunikation, ist seit 2015 in der Welt von Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs. Schon mit 17 begann er mit dem Handel von Kryptowährungen und erwarb seinen ersten Bitcoin. Neben seinem Interesse an Kryptowährungen widmet er sich in seiner Freizeit Online-Casinos und Sportwetten, wo er mit 18 Blackjack-Strategien entwickelte und sogenannte Sure-Bets durchführte. Seine Expertise dokumentierte er frühzeitig als Autor zu Themen wie Kryptowährungen, Trading, Aktien, Casinos und Sportwetten, wodurch er heute als gefragter Experte und Autor mit über 10 Jahren Erfahrung gilt.

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