XRP, ADA & Co.: Diese Altcoins sollten Anleger meiden

Krypto News

Der Kryptomarkt bleibt auch im Frühjahr 2026 klar von Unsicherheit geprägt. Bitcoin notiert weiterhin rund 30 Prozent unter seinem Allzeithoch, während viele Altcoins noch deutlich schwächer aussehen. Zahlreiche Projekte haben in den vergangenen Monaten 80 bis 90 Prozent ihres Werts verloren.

Gerade kleinere Coins kämpfen mit massiver Verwässerung durch neue Token-Emissionen, fehlender Nachfrage und immer härterer Konkurrenz. Viele Analysten zweifeln deshalb inzwischen offen daran, dass ein Großteil der Altcoins jemals wieder alte Höchststände erreichen kann.

Der Markt sei überfüllt, Narrative würden schneller wechseln und echte Nutzung bleibe bei vielen Projekten aus. Genau in diesem Umfeld sorgt nun eine provokante Einschätzung des bekannten Krypto-Traders „Tulip King“ für Diskussionen.

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Analyst: Dieser Bullenmarkt ist „denkbar einfach“

Der Krypto-Analyst „Tulip King“ vertritt auf der Plattform X eine besonders klare These: Der aktuelle Marktzyklus sei einer der einfachsten überhaupt – allerdings nur für Anleger, die konsequent selektieren. Seiner Ansicht nach existieren aktuell nur noch „fünf bis zehn wirklich gute Coins“. Wer die falschen Projekte meide, könne dennoch stark profitieren.

Besonders kritisch sieht der Analyst große Teile des klassischen Altcoin-Marktes.

In seinem Beitrag bezeichnet er unter anderem Cardano und XRP als mögliche „Fallen“. Selbst Ethereum, Solana oder Aave seien laut seiner Einschätzung nicht automatisch sichere Gewinner. Der Markt habe sich strukturell verändert: Kapital konzentriere sich immer stärker auf wenige dominante Projekte mit echtem Wachstum, realen Einnahmen oder klarer Nutzerbasis.

Hintergrund dieser Einschätzung ist die enorme Fragmentierung des Marktes. Tausende neue Coins konkurrieren inzwischen um Aufmerksamkeit und Liquidität. Gleichzeitig fließt deutlich weniger Kapital breit in Altcoins als noch in früheren Zyklen. Während vergangene Bullruns oft fast den gesamten Markt anhoben, fokussieren sich Anleger heute viel selektiver auf einzelne Narrative wie KI, Stablecoins, Real World Assets oder Bitcoin-Infrastruktur.

Der Analyst argumentiert deshalb, dass Anleger nicht mehr einfach „den Markt kaufen“ könnten. Entscheidend sei vielmehr, schlechte Projekte konsequent auszusortieren. Wer zu viele schwache Altcoins halte, verliere langfristig gegen die wenigen starken Netzwerke, die tatsächlich Adoption und Kapital anziehen.

Messari-Analyst sieht „gesündesten Markt seit Jahren“

Ergänzend führt der gleiche Analyst aus, warum er trotz des schwierigen Marktumfelds aktuell optimistischer auf bestimmte Kryptoprojekte blickt als noch in den vergangenen Jahren. Seiner Ansicht nach hat der harte Bärenmarkt zwischen 2022 und 2025 eine Art „Bereinigung“ ausgelöst. Viele kurzfristige Spekulanten und schwache Projekte seien verschwunden. Dadurch hätten sich bei einigen wenigen Coins deutlich stabilere Communities gebildet.

Besonders hebt er dabei Zcash hervor. Die jahrelange Underperformance und die lange Phase ohne großes öffentliches Interesse hätten laut ihm eine der „gesündesten Holder-Basen“ im gesamten Kryptomarkt geschaffen. Gerade im Bereich Privacy sieht der Analyst strukturell steigende Nachfrage. Wohlhabende Anleger, Tech-Unternehmer und große Bitcoin-Investoren würden Datenschutz zunehmend wichtiger nehmen. Deshalb glaubt er, dass Privacy-Coins langfristig wieder stärker in den Fokus rücken könnten.

Darüber hinaus argumentiert der Analyst, dass heute deutlich stärker auf reale Geschäftsmodelle geachtet werde. Als Beispiele nennt er Hyperliquid mit hohen Protokoll-Einnahmen oder TON mit seiner engen Verbindung zu Telegram. Entscheidend sei laut ihm, dass Projekte echten Nutzen, aktive Nutzer und funktionierende Ökonomien liefern. Genau deshalb glaubt der Analyst, dass sich der aktuelle Zyklus fundamental von früheren Altcoin-Hypes unterscheidet.

Altcoin-Season-Index zeigt weiter schwachen Gesamtmarkt

Auch ein Blick auf den sogenannten Altcoin-Season-Index unterstreicht die aktuelle Marktstruktur. Der Indikator misst vereinfacht gesagt, ob Altcoins den Bitcoin-Markt über einen bestimmten Zeitraum outperformen. Werte über 75 gelten typischerweise als klassische „Altcoin-Season“, während niedrige Werte eher für eine Dominanz von Bitcoin sprechen.

Aktuell liegt der Index auf Sicht der vergangenen 90 Tage jedoch nur im neutralen Bereich um 50 Punkte. Damit zeigt sich: Trotz einzelner starker Coins bleibt eine breite Altcoin-Rallye bislang aus. Viele kleinere Projekte konnten zuletzt keine nachhaltigen Impulse entwickeln. Zahlreiche Altcoins bewegen sich seit Monaten in schwachen Seitwärtsbewegungen oder markieren sogar neue Tiefs gegenüber Bitcoin.

altcoin season

Genau das passt zur Einschätzung vieler Analysten, dass der Markt zunehmend selektiver wird. Während frühere Bullenmärkte oft nahezu alle Coins nach oben gezogen haben, konzentriert sich Kapital heute deutlich stärker auf wenige Narrative und ausgewählte Projekte. Anleger achten stärker auf reale Nutzung, Einnahmen, aktive Nutzer oder funktionierende Token-Modelle.

Der Altcoin-Season-Index signalisiert damit aktuell keinen breiten Risikoappetit im Markt. Statt einer flächendeckenden Altcoin-Saison sehen wir bislang eher vereinzelte Gewinner – während ein großer Teil des Marktes weiter deutlich unter Druck bleibt.

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Zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2026

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Martin SchwarzExperte für Kryptowährungen

Martin, mit einem MSc. in Wirtschaftsinformatik und Fokus auf asymmetrischer Kryptographie und M2M-Kommunikation, ist seit 2015 in der Welt von Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs. Schon mit 17 begann er mit dem Handel von Kryptowährungen und erwarb seinen ersten Bitcoin. Neben seinem Interesse an Kryptowährungen widmet er sich in seiner Freizeit Online-Casinos und Sportwetten, wo er mit 18 Blackjack-Strategien entwickelte und sogenannte Sure-Bets durchführte. Seine Expertise dokumentierte er frühzeitig als Autor zu Themen wie Kryptowährungen, Trading, Aktien, Casinos und Sportwetten, wodurch er heute als gefragter Experte und Autor mit über 10 Jahren Erfahrung gilt.

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