Bitcoin zeigt sich zum Wochenausklang erneut deutlich schwächer. Nachdem die größte Kryptowährung in den vergangenen Tagen noch kurzzeitig über 70.000 US-Dollar gestiegen war, ist der Kurs inzwischen wieder klar darunter zurückgefallen; aktuell notiert BTC nur noch bei rund 68.155 US-Dollar. Auch XRP steht weiter unter Druck und handelt derzeit bei etwa 1,36 US-Dollar.
Aus charttechnischer Sicht bleibt das Bild damit angeschlagen. Operativ sendet Ripple jedoch weiter Expansionssignale: Das Unternehmen baut seine institutionelle Infrastruktur aus und erweitert den Zugang seiner Prime-Kunden zu regulierten Krypto-Derivaten in den USA. Wer Ripple kaufen möchte, bezieht das 2026 in seine Überlegung ein.
Ripple Prime öffnet den Zugang zu Coinbase-Derivaten
Konkret haben Ripple und Nodal Clear am 5. März bekanntgegeben, dass Kunden von Ripple Prime ab sofort Zugang zur gesamten Palette der von Nodal Clear geclearten Coinbase-Derivatives-Kontrakte erhalten. Dazu zählen laut Mitteilung unter anderem nano-Bitcoin- und nano-Ethereum-Futures sowie Solana- und XRP-Futures in unterschiedlichen Kontraktgrößen. Die Produkte sind laut den beteiligten Unternehmen rund um die Uhr handelbar und laufen in einem von der US-Aufsicht CFTC regulierten Umfeld.
NEW: @Ripple Prime clients now have access to @Coinbase Derivatives' full contract suite: nano $BTC and $ETH futures, plus $SOL and $XRP contracts, 24/7 in a CFTC-regulated environment. pic.twitter.com/xdsfg5prW6
— CoinDesk (@CoinDesk) March 5, 2026
Für Ripple ist das mehr als nur eine Produktergänzung. Die neue Anbindung läuft über Hidden Road Partners CIV US LLC, den Futures Commission Merchant, den Ripple im vergangenen Jahr übernommen hat und der inzwischen unter dem Namen Ripple Prime firmiert. Dadurch stärkt Ripple seine Rolle als institutioneller Infrastrukturanbieter im Krypto-Sektor und verschafft professionellen Marktteilnehmern einen zusätzlichen Zugang zu regulierten Futures-Märkten.
Ripple Prime-Präsident Noel Kimmel sprach in der Mitteilung davon, dass man die Exchange-Abdeckung weiter ausbaue und neue Futures-Chancen für Kunden schaffen wolle. Auch Coinbase betonte, die Zusammenarbeit solle die Nachfrage nach regulierten Krypto-Futures mit tieferer Liquidität, innovativem Kontraktdesign und 24/7-Handel bedienen.
Besonders relevant ist dabei die Einbindung von Nodal Clear. Die Clearingstelle ist als Derivatives Clearing Organization nach dem Commodity Exchange Act registriert und von der CFTC reguliert. Laut offizieller Beschreibung übernimmt Nodal Clear als zentrale Gegenpartei das Clearing und reduziert damit das Kreditrisiko für Marktteilnehmer. Für institutionelle Anleger ist genau das ein zentraler Punkt: Nicht nur der Zugang zu Krypto-Derivaten zählt, sondern auch die Einbettung in ein reguliertes Clearing- und Risikomanagement-Framework. Ripple Prime verbindet damit zunehmend klassische Prime-Brokerage-Standards mit dem Kryptomarkt.
Was ist Ripple Prime überhaupt?
Ripple Prime ist die institutionelle Prime-Brokerage-Plattform von Ripple. Entstanden ist sie aus der Übernahme von Hidden Road, die Ripple im Oktober 2025 abgeschlossen hat. Ripple beschreibt Ripple Prime offiziell als ersten globalen Multi-Asset-Prime-Broker, der einem Krypto-Unternehmen gehört. Die Plattform richtet sich an institutionelle Kunden und bündelt Clearing, Prime Brokerage und Finanzierung über mehrere Anlageklassen hinweg. Dazu gehören laut Ripple digitale Assets, Devisen, Edelmetalle, börsengehandelte Derivate, OTC-Swaps und Fixed-Income-Repo-Geschäfte.
🚨 JUST IN: RIPPLE INTEGRATES COINBASE CRYPTO FUTURES INTO RIPPLE PRIME
Institutional clients on Ripple Prime can now trade crypto futures listed on Coinbase Derivatives, including Bitcoin, Ethereum, Solana, and XRP, as Ripple expands its institutional brokerage. pic.twitter.com/YJy3zxDins
— Coin Bureau (@coinbureau) March 6, 2026
Nach Angaben auf der offiziellen Produktseite wickelt Ripple Prime jährlich mehr als 3 Billionen US-Dollar Clearing-Volumen ab und betreut über 300 institutionelle Kunden. Im Mittelpunkt stehen dabei kapitaleffiziente Handelsstrukturen, risikobasierte Margin-Modelle und eine technologiegetriebene Plattform. Ripple hebt zudem hervor, dass OTC-Zugang, Direct Market Access, Echtzeit-Risikomanagement und Cross-Margining zu den Kernfunktionen gehören. Für den US-Markt hatte Ripple im November 2025 zusätzlich den Start einer Spot-Prime-Brokerage-Lösung angekündigt, bei der Kunden OTC-Spot-Transaktionen und Bestände mit anderen Positionen wie OTC-Swaps sowie CME-Futures und -Optionen zusammenführen können.
Ripple Prime clients now have access to the full suite of @Coinbase Derivatives contracts cleared by Nodal Clear
This expanded access is facilitated through Hidden Road (acquired by Ripple last year), bringing CFTC-regulated 24/7 trading to institutions globally.
Full Press… pic.twitter.com/oVdvtDzaW9
— 𝗕𝗮𝗻𝗸XRP (@BankXRP) March 5, 2026
Unterm Strich ist Ripple Prime damit kein Retail-Produkt rund um XRP, sondern ein institutionelles Infrastrukturangebot. Die jetzt verkündete Coinbase-Derivatives-Anbindung passt genau in diese Strategie: Ripple will sich nicht nur als Zahlungs- oder Blockchain-Anbieter positionieren, sondern als umfassender Knotenpunkt für institutionellen Handel, Finanzierung und Risikomanagement im digitalen Asset-Sektor. Das könnte langfristig auch die Ripple Prognose beeinflussen.
Zuletzt aktualisiert am 7. März 2026




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