Ledger, der französische Hersteller und Hardware-Wallets, prüft gerade einen Börsengang in New York. Durch die immer weiter steigende Sicherheitsbedrohung im Kryptobereich hat Leger im Jahr 2025 dreistellige Millionenumsätze erzielt. Wie CEO Pascal Gauthier sagte, konnte das Unternehmen Rekordleistungen erzielen, da immer mehr Institutionen wie auch Privatpersonen die Cold-Storage-Lösungen vorziehen. Verständlich, da das Unternehmen rund 100 Milliarden USD an Bitcoin sichert und im ersten Halbjahr rund 2,2 Milliarden US-Dollar an Krypto gestohlen wurden. Kein Wunder also, dass immer mehr Menschen auf Ledger zurückgreifen und dem Unternehmen ein Rekordjahr bescheren. Mit dem Börsengang gäbe es einen weiteren Meilenstein in der Geschichte von Ledger. Wir haben uns die Hintergründe einmal genauer angeschaut.
Sicher investieren – dank Ledger
Die Nachfrage nach der besten Krypto Wallet ist groß und steigt immer weiter. Kein Wunder, da immer mehr Wallets gehackt werden und die Sicherheit heute wichtiger denn je ist. Da digitale Assets mittlerweile im Mainstream angekommen sind und Menschen aller Altersklassen in Kryptos investieren, wollen sie ihre Investitionen natürlich auch schützen und Hackern kein leichtes Spiel machen. Ledger hat sich dabei mit seinen Hardware-Wallets schon längst etabliert. Dabei speichern die Wallets private Schlüssel offline, was sie somit vor Online-Angriffen nahezu immun macht.
Gerade im Jahr 2025 ist die Zahl der Krypto-Hacks auf ein Rekordniveau gestiegen, weshalb Ledger Rekordumsätze generierte, da Anleger ihre Coins sicher aufbewahren möchten. Allein im ersten Halbjahr 2025 wurden 2,2 Milliarden US-Dollar an Kryptowährungen gestohlen. Im Vorjahr waren es insgesamt “nur” 2,2 Milliarden US-Dollar. Die Anzahl der dokumentierten Angriffe stieg von 282 im Jahr 2024 auf 303 im Jahr 2025, was einen Zuwachs von rund 7 Prozent bedeutet. Besonders große war der Bybit-Hack, der angeblich durch nordkoreanische Hackergruppen verursacht wurden und bei dem rund 1,5 Milliarden US-Dollar entwendet wurden. Dass Profis und Neueinsteiger somit vor allem auf sichere Möglichkeiten der Aufbewahrung setzen, liegt klar auf der Hand.
Warum das Unternehmen gerade jetzt durchstartet
Wie bereits erwähnt, ist das Jahr 2025 das Hackerjahr schlechthin. Und gerade deshalb schreibt Ledger sein bislang erfolgreichstes Kapitel der bisherigen Geschichte. Der Umsatz liegt dabei laut Medienberichten im dreistelligen Millionenbereich. Parallel dazu sichert das Unternehmen für seine Kunden circa 100 Milliarden US-Dollar an Bitcoin, die auf den Ledger Wallets verwahrt werden. Dabei resultiert der Erfolg nicht nur aus dem Retail-Geschäft. Auch Firmen oder institutionelle Investoren, die große Mengen an digitalen Assets halten, wollen sich absichern und setzen somit zunehmend auf die Hardware-Wallets des französischen Unternehmens. Doch auch immer mehr private Anleger, die in Kryptowährungen investieren, nutzen die Ledger Wallets.
Der geplante Börsengang soll aber nicht nur das Kapital erhöhen, sondern auch die US-Präsenz von Ledger signifikant stärken. Gauthier sagte dabei offen, warum gerade New York so wichtig für das Unternehmen ist:
“money is in New York today for crypto; it’s nowhere else in the world, certainly not in Europe.”
Die neue Preisstruktur von Ledger und was die Community dazu sagt
Ledger hat in der letzten Zeit einige zusätzliche Dienste eingeführt, die in der Community für gemischte Gefühle sorgen. Dabei wurde unter anderem eine Multisignatur-Wallet-App (Multisig) mit neuen Gebühren lanciert. Während einige den Fixbetrag von 10 US-Dollar pro Transaktion plus 0,05 Prozent variable Gebühr beim Token-Transfer als notwendigen Schritt in ein nachhaltiges Geschäftsmodell sehen, kritisieren andere diese neuen Dienste.
Sie sind davon überzeugt, dass dies ein Bruch mit den ursprünglichen Cypherpunkt-Werten von Ledger wäre. Dann gibt es noch die Stimmen, die eher verunsichert sind – zum einen wegen der Kosten, zum anderen wegen Sicherheitsfragen. Denn gerade die Phishing-Attacken auf Ledger-Nutzer sind nach wie vor ein Thema, wie man aus Berichten in Online-Foren sehen kann. Sollte Ledger ein börsennotiertes Unternehmen werden und somit stärker unter Beobachtung stehen, sind diese Debatten nicht gerade unwichtig.
Was bedeutet ein IPO für Investoren und Kryptowährungen?
Vor allem für den Kryptobereich könnte dies ein Wendepunkt sein. Das Unternehmen würde dann nämlich zum Sicherheits-Infrastruktur-Unternehmen mit öffentlicher Bewertung werden, das mit Tech-Firmen vergleichbar ist. Für Investoren öffnet sich dabei eine neue Möglichkeit nicht nur in Coins, sondern eben auch in eine Krypto-Firma zu investieren. Vor allem, wer sich für digitale Assets interessiert, hält nicht selten auch Aktien oder Krypto-Aktien. Investoren, die sich für Aktien interessieren, finden in Ledger ganz klar ein Unternehmen, das sich einer boomenden Branche bedient. Dabei können Aktien des Unternehmens dann unter anderem eine Basis für neue Portfolio-Strategien werden.
Das Paradoxe daran ist, dass je höher die Unsicherheit am Markt ist, desto besser könnte Ledger dann an der Börse stehen. Denn je mehr Wallets gehackt werden, desto wichtiger ist den Anlegern eine sichere Verwahrung, weshalb immer mehr Ledger Wallets gekauft werden und das Unterlehen so immer weiter wächst.
Fazit
Dass ein führender Anbieter von Hardware Wallets wie Ledger vielleicht bald an der New Yorker Börse vertreten ist, ist mehr als nur ein finanzieller Schritt für das französische Unternehmen. Es ist ganz einfach ein Signal, wie sehr die Sicherheit in der Krypto-Welt zum zentralen Thema wird. Ledger nutzt die Gunst der Stunde und surft auf der Welle des hohen Risikos durch Hacker. Das Geschäft boomt stärker denn je und ein Börsengang würde das Pariser Unternehmen in eine neue Liga heben.
Zuletzt aktualisiert am 21. November 2025



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