Libra kaufen – in drei einfachen Schritten zu Facebooks neuer Kryptowährung

[kkstarratings]libra-coin-kaufenAm Dienstag, den 18. Juni war es soweit. Bei einer groß angekündigten Pressekonferenz präsentierte Facebook sein Konzept einer weltweit einsetzbaren Kryptowährung: Facebook Libra. Bei großem medialen Interesse stellte Projektleiter David Marcus die wichtigsten Daten und Fakten des Projektes vor.

Die Eckdaten sind spannend und verwundern zugleich. Libra ist eine auf einem Währungsmix beruhender Stablecoin, soll bald eine öffentliche Blockchain sein, als Austauschmedium eingesetzt und zur  Smart Contract-fähigen Blockchain  werden. 

Für all jene, die in Kryptowährungen investieren, stellt sich vor allem eine Frage:

  • Wie kann man Facebook Libra kaufen?
  • Sollte man das überhaupt?
  • Und wenn ja, worauf ist dabei zu achten?

Fragen um Fragen um Facebook Libra – wir haben dir in diesem Beitrag klare und kompakte Antworten mit allen aktuellen Infos um Facebook Libra zusammengefasst.

Was ist Facebook Libra?

Libra ist eine Kryptowährung, deren Konzept Facebook Mitte Juni 2019 auf einer Pressekonferenz vorgestellt hat. Libra soll als erste digitale Währung eine ernsthafte Konkurrenz für klassische Fiat-Währungen wie den US-Dollar oder den Euro sein. Seine Gründer haben die Vision, dass man schon bald mit Libra Coins für Dinge des täglichen Gebrauchs – ob in Online Stores oder im Einzelhandel – bezahlen kann.

Technisch betrachtet wird Libra ein Stablecoin sein – eine Kryptowährung, deren Wert durch hinterlegte Einlagen eines stabileren Wertes gesichert ist. Im Falle von Libra soll dies ein Korb von mehreren stabilen Fiat-Währungen wie US-Dollar, Euro und Schweizer Franken sein.

Die Kryptowährung Libra soll ein Stablecoin sein, der auf einem Korb von Währungsreserven mehrerer führender Währungen basiert ist. Libra soll eine globale digitale Währung werden, die es mit klassischen Fiat-Währungen aufnehmen kann.

Gründungsmitglieder

Auch wenn Facebook maßgeblich als Initiator des Projekts zu sehen ist – die Libra Association hat bereits 27 Gründungsmitglieder – große internationale Unternehmen unterschiedlicher Branchen – die allesamt in das Projekt investiert haben und mit einem Stiftungsrat bei der Entscheidungsfindung der Libra Association mitwirken. Facebook ist es nämlich wichtig, dass das Ökosystem von Libra weit über das eigene Unternehmen hinauswächst.

Es geht also nicht nur darum, dass Nutzer im Facebook-Ökosystem mit Libra bezahlen können. Die Vision ist es, dass Libra tatsächlich eine globale digitale Währung wird, mit der auch tatsächlich für Produkte und Dienstleistungen gezahlt werden kann. Bei klassischen Kryptowährungen, selbst bei Bitcoin, ist dies aktuell ja praktisch nicht der Fall.

Wie funktioniert die Kryptowährung Libra?

Aus technischer Sicht handelt es sich bei Libra aktuell um eine Permissioned Blockchain. Bei dieser Art von Blockchain müssen alle Teilnehmer (Knoten), die dem Blockchain-Netzwerk beitreten, von einem zentralen Betreiber zugelassen und bestätigt werden. Damit handelt s sich also um eine zentralisierte Blockchain, die durch den Betreiber – die Libra Association – gesteuert wird.

Somit unterscheidet sich Libra natürlich klar von Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum, wo es sich um öffentliche und Permissionless Blockchains handelt. Jeder, der als Knoten beitreten möchte, kann dies tun – keine zentrale Partei steuert, wer als Mitglied beitreten kann.

Der Konsensmechanismus der Libra Blockchain ist aktuell ein sogenannter Byzantine Fault Tolerance (BFT)-Mechanismus, wobei es sich um eine spezielle Form des bereits anderswo ebenfalls verwendeten Mechanismus “HotStuff” handle (dies geht aus dem Whitepaper hervor).

Allerdings soll sich mit der Weiterentwicklung der Blockchain in den kommenden Monaten einiges ändern. Die Libra Blockchain soll eines Tages zu einer öffentlichen, permissionless Blockchain werden, welche von keinem zentralen Betreiber mehr verwaltet wird. Damit einhergehen soll die Umstellung des Konsensmechanismus von BFT auf Proof-of-Stake – einem Mechanismus, bei dem Miner für das Halten und Einsetzen (“Staken”) von Libra-Token belohnt würden.

Wer steckt hinter der Kryptowährung Libra?

Zunächst einmal ist es natürlich Facebook, welches die Idee und das Konzept für die Kryptowährung Libra geboren hat. Allerdings ist die Libra Coin mittlerweile über die Grenzen von Facebook hinaus gewachsen.

Betreiber der Libra Coin und Libra Blockchain ist die Libra Association, welche eigens zu diesem Zweck eingerichtet wurde. Sie hat ihren Sitz in der Schweiz, besteht aus 27 Gründungsmitgliedern und ist für die Verwaltung der Währungsreserve zuständig.

Die Libra Association ist eine Stiftung mit Sitz in der Schweiz und hat bereits heute 27 Gründungsmitglieder. Alle Gründungsmitglieder sind mittlere oder große Unternehmen in den USA oder europäischen Ländern, die ebenfalls beim Aufbau des Libra-Ökosystems mitwirken sollen.

Innerhalb der Libra Association haben alle Mitglieder-Firmen einen Delegierten sitzen, der bei der Entscheidungsfindung mit Stimmrechten mitsprechen kann. Alle Entscheidungen hinsichtlich der weiteren Entwicklung des Libra-Protokolls, der Währungspolitik, der Verwaltung der Währungsreserven, etc., werden also nicht nur von Facebook, sondern von ALLEN TEILNEHMENDEN UNTERNEHMEN getroffen.

Wichtige Aspekte

Zudem ist vorgesehen, dass die Libra Association in naher Zukunft noch um viele weitere Unternehmen wachsen wird. Libra-Chef David Marcus sprach davon, dass es bis zum Start von Libra bereits 100 Unternehmen sein sollen. Und selbst danach soll die Anzahl der Mitglieder weiter wachsen. Umso mehr Unternehmen als Mitglieder an Board kommen, desto rascher könnte das Libra-Ökosystem und damit auch sein Potenzial als globale digitale Währung eingesetzt zu werden, wachsen.

Ebenfalls wichtig zu betonen ist, dass es eine Trennung gibt zwischen der Libra Association, die als Non-for-Profit-Organisation in der Schweiz ihren Sitz hat und welche, die Geldreserven, die der Kryptowährung Libra zugrunde liegen, verwaltet. Diese wird allerdings nicht direkt mit den Konsumenten in Kontakt treten, sondern es sind nämlich sogenannte lizenzierter Reseller, bei denen interessierte Konsumenten gegen das Eintauschen von Fiat-Währung Libra kaufen werden können. Diese Reseller werden sich natürlich auch mit den diversen Krypto-Exchanges integrieren, sodass es Nutzern auch bei Krypto-Exchanges möglich ist, ihre existenten Fiat-Coins oder Kryptowährungen gegen Libra Coins einzutauschen.

Sollte man in Facebook Libra investieren?

Als passionierter Krypto-Einsteiger oder Krypto-Investor hast du dich natürlich schon gefragt, ob du Libra kaufen solltest. Jetzt, zu einem äußerst frühen Zeitpunkt, könnte man ja vermutlich günstig kaufen und auf eine positive Kursentwicklung setzen?

Die Frage, ob man in Facebook Libra investieren sollte, ist sehr differenziert zu betrachten. Zunächst einmal deswegen, weil der Token ja noch gar nicht erhältlich ist. Die Währung wurde vor knapp 2 Wochen erst vorgestellt, es ist noch unbekannt, wann die Libra Coin wirklich lanciert werden wird.

Eine Investition in die Libra Coin wird sich vor allem für Investoren empfehlen, die an Libras Zukunft als globale, digitale Währung glauben. Da es sich um einen Stablecoin handelt, ist kein enormer Wertzuwachs bzw. Kurssteigerungen zu erwarten. Man kann Libra allerdings nutzen, um Geld aus volatileren Kryptowährungen zu parken.

Libra-Chef David Marcus macht das nicht unbedingt klarer, wenn er in einem Interview mit Bloomberg davon spricht, dass es aktuell 27 Gründungsmitglieder gibt, diese Zahl bis zum Start von Libra allerdings auf 100 Unternehmen ansteigen soll. Er konnte kein konkretes Datum nennen, wann dieser Start tatsächlich passieren soll.

Facebook Libra – ein Stablecoin?


facebook-libraEine weitere Überlegung, für alle, die in Libra investieren wollen, ist natürlich die Art des Tokens. Libra ist ein Stablecoin, also eine stabile Kryptowährung, was es als Investitions- und Spekulationsobjekt vielleicht weniger interessant macht. Sinn eines Stablecoins ist ja genau, die Volatilität klassischer Kryptowährungen zu eliminieren. Insofern ist es unwahrscheinlich, dass man mit einer Investition in Libra eine große Rendite machen wird.

Hingegen kann es sehr sinnvoll sein, Gelder aus klassischen und volatileren Kryptowährungen temporär abzuziehen, um sie in Libra zu “parken” bzw. auch länger dort zu halten. Bevor dies allerdings möglich ist, muss Libra erst von Krypto-Exchanges in ihr Angebot aufgenommen werden.

Es ist zwar davon auszugehen, dass Libra durch seine prominente und breitflächige Unterstützung sehr bald bei den meisten großen Exchanges gelistet wird. Allerdings haben viele dieser Exchanges eigene Stablecoins im Angebot und es ist nicht fix, dass auch wirklich alle Exchanges auf Libra setzen werden. Selbst wenn, ist noch abzuwarten, wie früh Libra bei Krypto-Exchanges auch wirklich starten kann.

Eine Investition in Libra kann also sehr sinnvoll sein. Allerdings wirst du dich noch ein wenig gedulden müssen, bevor du Libra kaufen kannst.

Welches Ziel verfolgt Facebook Libra?

Als bekannt wurde, dass Facebook mit Libra eine Kryptowährung vorstellen würde, begann es in der Gerüchteküche zu brodeln. Kein Analyst oder vermeintlicher Experte, der keine eigene Theorie hatte, welche Ziele Mark Zuckerberg und Facebook mit Libra wirklich verfolgen würden.

Natürlich war da erst einmal die Vermutung, dass Facebook damit seine Macht noch weiter ausbauen und auch in den Markt für Zahlungsdienstleistungen einsteigen möchte, wie z.b. Apple mit Apple Pay. Andere Analysten waren der Ansicht, dass es Facebook in erster Linie darum ginge, dass Facebook Ökosystem mit Hilfe eines eigenen Krypto-Token zu stärken. Demnach würde das Ziel sein, dass mit Libra Facebook niedrigere Transaktionskosten und Effizienzsteigerungen für Zahlungen (etwa für Facebook Werbung) entstehen könnten.

Kritik und Verschwörungstheorien

Äußerst kritische und wenig glaubwürdige Analysten gingen hingegen von verschwörungsähnlichen Theorien aus und sahen in Facebook Libra Anzeichen, dass Kryptowährungen von zentralen Playern eingenommen und dominiert werden. Sie warnten davor, dass eine Art zentralisierte Bitcoin durch finanzstarke Corporates vorangetrieben schon bald den dezentralen Charakter von Kryptowährungen gefährden könnte.

Letztendlich sind all dies allerdings reine Spekulationen und bestenfalls vielleicht Hinweise auf das Ziel, bzw. die Ziele, die Facebook mit Libra tatsächlich verfolgt. Was sagt Facebook eigentlich dazu, welche Ziele es mit Libra erreichen möchte? Die klarsten Antworten dazu erhalten wir im Libra Whitepaper.

Dass Whitepaper von Facebook Libra verrät, dass es ganz klar das Ziel von Facebook ist, mit Libra eine globale digitale Währung einzuführen, die als eine Alternative zu klassischen Währungen verstanden werden kann. Es geht hier also nicht bloß um die Einführung eines Tokens, mit dem im Facebook-Ökosystem (z.B. für das Schalten von Werbung) bezahlt werden kann. Es geht auch nicht darum, mit Blockchain-Plattformen zweiter Generation wie Ethereum oder EOS in Konkurrenz zu treten.

Libra Coin – eine digitale Währung

Vielmehr hat es Facebook Libra darauf abgesehen, dass es ähnlich eine wirkliche digitale Währung gibt, mit denen Menschen in aller Welt für ihre Services und Produkte in Sekundenschnelle und praktisch ohne Transaktionskosten bezahlen können.

Facebook hat schon jede Menge Vorarbeit geleistet, bevor es an die Öffentlichkeit getreten ist. Das Netzwerk startet als permissioned Blockchain, wird also von einer Gruppe an Unternehmen zentral verwaltet und jeder Knoten, der dem Netzwerk beitritt, muss eine eigene Genehmigung dafür von den Betreibern der Blockchain erhalten. Damit unterscheidet sich Facebook wiederum ganz klar von einer Kryptowährung wie Bitcoin, wo es sich um eine öffentliche Blockchain handelt, wo jeder, der möchte, als Knoten im Netzwerk beitreten kann.

Dabei startet Facebook Libra mit 27 Gründungsmitgliedern, bei denen es sich um ausgewählte Unternehmen handelt, die eine bestimmte Liste an Kriterien zu erfüllen haben. Bei diesen Kriterien handelt es sich um ein ökonomisches Interesse am Wachstum des Ökosystems von Libra, als auch eine gewisse geografische und branchenmäßige Streuung der Unternehmen, weil Libra nicht als zu fokussiertes Projekt starten soll.

Wie der Geschäftsführer von Facebook Libra David Marcus allerdings in einem Interview mit Bloomberg betont, wird es nicht bei den 27 Gründungsmitgliedern bleiben. Man werde  ins Auge fassen, dass man beim tatsächlichen Start von Facebook bereits 100 Organisationen hat, die mit an Bord sind und auch als Knoten im Netzwerk vertreten sind, damit eine gewisse Dezentralisierung gegeben ist.

Ab wann ist Facebook Libra erhältlich?

Leider ist dies noch nicht genau bekannt! Auf der Webseite der Libra Association heißt es hierzu, dass Libra aktuell leider nocht nicht erhältlich sei und man in den kommenden Monaten auf Hochtouren arbeiten werde, um das Netzwerk an teilnehmenden Unternehmen rasch auszubauen.

Wir gehen davon aus, dass Libra allerdings schon bald starten wird. Facebook hat dem Projekt einen großen Auftritt verpasst, mehr als 25 namhafte Unternehmen sind bereits an Board. Mit den ersten Krypto-Exchanges werden bereits Verhandlungen über ein Listing geführt. Ein Start von Libra kann womöglich also bereits im 3. Quartal 2019 erfolgen.

Wo kann ich Facebook Libra kaufen?

Aktuell ist Facebook Libra kaufen noch nicht möglich. Es ist noch unbekannt, wann die Währung starten wird. Was wir allerdings wissen, ist wie Facebook Libra in Umlauf gebracht werden soll. NICHT über die Libra Association, welche in der Schweiz sitzt, und exklusiv auf die weitere Entwicklung der Kryptowährung und die Verwaltung der zugrundeliegenden Währungsreserven spezialisiert ist.

Mittels autorisierten Resellern soll es Interessenten möglich sein, ihre Fiat-Währungen gegen Libra-Coins einzutauschen. Gehalten werden die Libra-Coins dann (wie bei Kryptowährungen üblich) in einer eigenen Libra Wallet. Auch zu diesen wissen wir bereits, dass Libra zwar eine eigene Wallet entwickelt und vorstellen will, aber auch Dritten und Externen die Entwicklung von Libra Wallets erlauben wird. Wallet-Hersteller werden auch als wichtige Kooperationspartner für den Einstieg in neue Marktgebiete gesehen.

Aktuell ist Libra nocht nicht am Markt erhältlich (Stand: Juli 2019). Allerdings wird die Coin höchstwahrscheinlich bald starten und bei namhaften Krypto-Exchanges und -Brokern im Angebot sein.

Die Reseller und Krypto-Exchanges

Diese Reseller werden sich auch mit Krypto-Exchanges integrieren, wodurch es möglich werden wird, bei den großen Exchanges seine bestehenden Gelder aus Kryptowährungen in Libra-Coins umzutauschen. Allerdings wurde noch kein einziger Exchange genannt, der Libra auf jeden Fall aufnehmen wird. Aufgrund der Marktmacht und dem Standing der Unternehmen hinter Libra, steht allerdings außer Zweifel, dass die meisten Exchanges die Libra Stablecoin listen werden.

Eine weitere Möglichkeit zum Kauf von Libra werden geeignete Automaten sein. Darüber spricht Libra-Chef David Marcus im Interview mit Bloomberg, angesprochen auf die Frage, wie Menschen in Entwicklungsländern denn von der als globaler digitaler Währung konzipierten Libra Coin profitieren können sollen. Gut möglich, dass wir also neben den bekannten Krypto-Automaten also auch in einigen Jahren in unseren Breiten Bargeld gegen Libra eintauschen können.

Libra Optionen kaufen mit Libra Method – so geht’s

Auch wenn Libra offiziell noch nicht erhältlich ist, gibt es bereits erst Möglichkeiten, auf den Einstiegskurs zu spekulieren. Eine Option ist Libra Method.

In diesem Abschnitt zeigen wir, wie die Anmeldung und der Kauf funktioniert.

Schritt 1: Die Anmeldung

Anmeldung Libra Method Schritt 1Im ersten Schritt muss man einen Account auf der Webseite der Tradingsoftware erstellen. Dazu trägt man auf der rechten Seite der Startseite Namen, E-Mail Adresse und Telefonnummer ein und wählt ein passendes Passwort.

Mit einem Klick auf den Button Instant Access wird der Account erstellt.

Schritt 2: Einzahlung

Wenn der Account erstellt ist, wird man zu einem Anbieter für die Einzahlung weitergeleitet, in unserem Fall GMO. Bei diesem Anbieter muss man seine Daten bestätigen und gegebenenfalls ergänzen, um eine Einzahlung tätigen zu können. Dann wählt man eine der Einzahlungsmethoden aus, die Software führt dann durch den Prozess.

Anmeldung Schritt 2

Schritt 3: Trading

Wenn Anmeldung und Einzahlung komplett sind, bekommt man Zugang auf das Trading Backend. Hier kann man neben anderen Assets zum Beispiel Facebook (s. Screenshot) handeln, sowie in den Tickersymbolen auch bald die Währung Libra finden. Mit einem Klick auf den Button “Buy by Market” führt man seine Order aus und partizipert ab sofort am Facebook Libra Kurs.

Libra kaufen

Wo kann ich Facebook Libra verwenden?

Es ist aktuell noch nicht klar, wie groß und umfangreich das Händlernetzwerk von Libra wird. Wenn es nach der Vision von Libra-Chef David Marcus geht, dann soll man schon bald bei allen Online-Händlern und Einzelhändlern mit der digitalen Währung bezahlen können. Libra soll ja US-Dollar und Euro Konkurrenz machen. Das ist aber natürlich kaum realistisch.

Eines ist sicher: Libra wird als Austauschmedium im gesamten Ökosystem von Facebook verwendet werden können. Man wird also schon bald mit Libra-Token für das Schalten von Werbung auf Facebook oder Instagram bezahlen können.

Libra Association

Darüber hinaus wird Libra wohl auch bald bei den Gründungsmitgliedern der Libra Association als Zahlungsmittel etabliert werden. Wo, wann und wie genau dies erfolgt ist allerdings noch abzuwarten. Allerdings haben sich diese Unternehmen der Libra Association natürlich nur deswegen angeschlossen, damit sie einen geeigneten Token für ihr eigenes Ökosystem mitentwickeln und einführen können.

Umso größer die Anzahl an Unternehmen, die der Libra Association beitreten und den Libra-Token als Zahlungsmittel akzeptieren, desto größer der Nutzen deiner Libra-Token. In derFolge werden mehr Menschen Libra kaufen und den Kurs nach oben treiben.

Unterstützt Libra auch Smart Contracts und dezentrale Apps (dApps)?

Ja. Im Libra Whitepaper heißt es ganz klar, dass die Libra Blockchain Smart Contracts unterstützen wird. Bereits der jetzige Prototyp der Libra Blockchain ist Smart Contract-fähig. Allerdings ist dies mit einigen Einschränkungen versehen.

Im aktuellen Stadium ist der Funktionsumfang von Smart Contracts auf der Libra Blockchain alleinig auf die Durchführung von Transaktionen beschränkt. Zudem werden beim Start der Libra Blockchain zunächst nur interne Entwickler bzw. die Mitglieder der Libra Association die Berechtigung haben, Smart Contracts für die Libra Blockchain zu implementieren.

Die Libra Blockchain unterstützt auch Smart Contracts und dApps. Hierzu wird die Programmiersprache Move eingeführt. Aktuell ist der Funktionsumfang von Smart Contracts und dApps auf Transaktionen beschränkt. In naher Zukunft wird sich das allerdings ändern.

Einsatz der Libra Blockchain

Diese zwei Maßnahmen dienen dazu – so wird im Whitepaper angegeben – dass der Einsatz der Libra Blockchain und die Ausführung von Smart Contracts zunächst erprobt werden können. Allfällige Verbesserungen und Optimierungen sollen basierend auf diesem Erfahrungsschatz vorgenommen werden, bevor eine weitflächige Öffnung der Blockchain auch für externe Entwickler erfolgt.

Zu späterem Zeitpunkt wird man die Libra Blockchain auch für externe Entwickler zugänglich machen und den Funktionsumfang der Smart Contracts erhöhen. Möglich wird dies durch die eigene Programmiersprache für die Libra Blockchain – Move.

Die Programmiersprache Move ist aktuell erst auf einer sehr allgemeinen Ebene verfasst bzw. definiert worden, eine nähere Konzeption und Ausformulierung wird erst erfolgen. Man betont im Whitepaper allerdings, dass sich diese Programmiersprache an gängigen Standards und Praktiken orientieren wird, sodass es Programmierern leicht fallen sollte, mit der Programmierung von Smart Contracts mit Move zu beginnen.

Das Thema der dezentralen Anwendungen (dApps) wird im Whitepaper nicht explizit behandelt. Da dApps allerdings nichts anderes als ein kombiniertes Set von Smart Contracts sind, steht außer Frage, dass Libra auch dApps unterstützen wird. Die wahrscheinlich wichtigsten werden hierbei jene Libra Wallets von Drittanbietern sein, mit welchen man Finanzleistungen und Geldwechselleistungen in Entwicklungsländern anbieten möchte (“Banking the unbanked”).

Okay, Facebook Libra ist also eine Stablecoin. Was ist eine Stablecoin?

Libra ist ein Stablecoin – eine spezielle Art von Kryptowährung. Ein Stablecoin ist eine Kryptowährung, deren Wert nicht von Angebot und Nachfrage nach dem Token selbst, sondern in erster Linie durch den Wert seines Basiswerts – eines anderen Assets bzw. einem Mix anderer Assets – abhängig ist.

Die bekannteste Stablecoin ist bisher USDTether, welche von Tether Inc. betrieben wird und auf dem US-Dollar basiert. Es hieß, dass jeder USDT-Token, der ausgegeben wird, durch 1 USD-Dollar an tatsächlichen Währungsreserven gedeckt sei. Bei USDTether hat sich dies zwar als falsch herausgestellt – es sollen aktuell nur knapp 74% sein – am Konzept der Stablecoin ändert dies allerdings nichts.

Stablecoins wurden erfunden, um “das beste beider Welten” zu bieten: die Effizienz und niedrigen Transaktionskosten der Blockchain-Technologie mit der Stabilität und Verlässlichkeit von großen Fiat-Währungen. Das ist vor allem für eine Kryptowährung wichtig, die als tatsächliche Währung und Austauschmittel dienen soll. Hier möchte man nämlich einfach einen stabilen Wert haben, um Dinge des täglichen Bedarfs kaufen zu können. Der Wert der Währung soll wenig schwanken – man hat keine Investitions- oder Spekulationsabsicht.

Bei Libra soll der Wert durch einen Korb von unterschiedlichen Währungsreserven wie US-Dollar, Euro, Yen, Schweizer Franken etc. 1:1 gedeckt sein. Die Verwaltung und mögliche laufende Anpassung der Währungsreserven soll durch die in der Schweiz ansässige Libra Association gesteuert werden. Das Währungsportfolio muss in Abhängigkeit der natürlichen Kursschwankungen der relevanten Fiat-Währungen angepasst werden, damit der Libra-Token möglichst schwankungsfrei und wertstabil bleibt.

Ist Facebook Libra eine Konkurrenz für Bitcoin oder Ethereum?

Die Antwort ist: it depends. In erster Linie ist es das Ziel von Libra, eine globale digitale Währung zu werden, die tatsächlich als Austauschmedium im Einsatz ist. Mit anderen Worten: eine wirkliche Währung. Eben nicht das, was Kryptowährungen bisher in erster Linie sind: Investitions- und Spekulationsobjekte.

Es ist also nicht davon auszugehen, dass Libra mit Bitcoin und Ethereum wirklich in direkte Konkurrenz treten wird. Vielmehr ist davon auszugehen, dass Libra ein Geschenk für Kryptowährungen wie Bitcoin ist, weil es viele neue Nutzer in den Kryptomarkt bringt, die bisher mit Krypto nichts am Hut hatten.

Ja, es könnte sogar sein, dass die Kryptowährung Libra dazu führt, dass es bald 70 Mal so viele Bitcoin-Nutzer geben wird wie heute.

Dennoch gibt es Bereiche der Überschneidung, wo Libra womöglich eine Aufgabe besser erfüllen kann, als eine der etablierten großen Kryptos.

Libra soll eine digitale globale Währung werden und ist ein Stablecoin. Es sollte keine Konkurrenz für Bitcoin oder Ethereum sein – und könnte die Benutzerzahlen von Bitcoin sogar bis zum 70-fachen steigern. Es gibt allerdings  Überschneidungspunkte mit BTC und ETH – aber alle 3 Coins verfolgen unterschiedliche Anwendungsgebiete.

Volatilität

Oft heißt es ja, dass Bitcoin auch als Wertspeicher und “digitales Gold” diene. Dagegen spricht allerdings die Tatsache, dass Bitcoin häufig hoher Volatilität ausgesetzt ist (wie z.B. erst in der letzten Juni-Woche beobachtet werden konnte). Man kann zwar Geld in Bitcoin parken, um es aus dem Fiat-System oder womöglich dem Steuer-System fernzuhalten – sicher ist es dort aber nicht unbedingt.

Es kann stark im Wert steigen, aber innerhalb weniger Tage auch dramatisch absacken. Hier könnte Libra als Stablecoin tatsächlich eine Konkurrenz für Bitcoin werden. Allerdings gibt es ja schon Stablecoins wie USDTether, die bei allem Erfolg Bitcoin nicht wirklich gefährlich werden konnten.

Eine Überschneidung mit Ethereum (und anderen Blockchains der zweiten bzw. dritten Generation) findet man im Bereich Smart Contract- bzw. dApp-Fähigkeit. Hierfür fehlen uns allerdings noch wichtige Details, die eine bessere Einschätzung ermöglichen würden. Welche Art von Smart Contracts und dApps sollen auf Libra ausgeführt werden? Der Fokus scheint hierbei bei finanziellen Transaktionen zu liegen, womit der Funktionsumfang um einiges enger wäre als bei Ethereum. Insofern sollte Libra keine große Konkurrenz für Ethereum darstellen.

Letztes Update:

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Christian Brandstötter

MMSc. Christian ist Anfang 2015 auf das Thema Kryptowährungen gestoßen und beschäftigt sich als Autor und Enthusiast seither intensiv mit den Themen Kryptowährungen, Blockchain und STOs.