Frankreich und Österreich bündeln ihre Kräfte zur Bekämpfung der Krypto-Kriminalität

Die Blockchainanalyse bietet einen Einblick in potenziell illegales Verhalten. Nun schließen sich französische und österreichische Technologieexperten zusammen, um gemeinsam gegen kryptobasierte Geldwäsche vorzugehen.

Das französische Blockchain-Unternehmen NIGMA Conseil und das Austrian Institute of Technology (AIT) haben ein Kooperationsabkommen zur Verfolgung von Krypto-Kriminalität unterzeichnet. Die beiden Organisationen arbeiten an der e-NIGMA-Plattform, die mit der AIT GraphSense-Technologie aufgebaut wurde.

Die Organisationen werden die Nische von Start-ups wie CipherTrace abdecken, die bereits Dienstleistungen für mehrere Vermögenswerte für Börsen anbieten. Die Möglichkeit, Blockchainverbindungen und Transaktionen zu verfolgen und zu kartieren, ist Teil der strengeren KYC-Regeln, die auch die Nachverfolgung der Coin-Herkunft erfordern. Fabien Tabarly, CEO von NIGMA Conseil, erklärte dazu, dass das Tool für jedes Unternehmen, das mit digitalen Vermögenswerten in Berührung kommt, geeignet ist.

Die Synergie zwischen einem führenden europäischen akademischen Forschungsinstitut und unserem Entwicklerteam hat maßgeblich dazu beigetragen, die innovativsten Instrumente zur Bekämpfung der Finanzkriminalität in virtuellen Währungen zu implementieren.

Das Aufspüren von Wallet-Clustern ist unerlässlich geworden, um dunkle Verwendungszwecke und Gelder mit zweifelhafter Herkunft aufzudecken. Das e-Nigma-Ökosystem wird in der Lage sein, die Entitäten hinter den Krypto-Wallet zu entdecken und auch verdächtige Transaktionen zu verfolgen.

Mit der Aufnahme der Blockchain-Sicherheit erweitert AIT sein allgemeines Portfolio an Daten- und Sicherheitsdiensten. Die österreichische Organisation berät bereits in den Bereichen allgemeine Cybersicherheit, Systemtechnik, Kamera- und Videoanalyse sowie Physical Layer Security.

EU versucht gegen illegale Krypto-Nutzung vorzugehen

Das AIT ist auch ein Teil des Titanium-Cybersicherheitsprojekts, das zusammen mit Interpol und anderen Partnern aus Regierung und Wissenschaft die „Dunklen“ Aktivitäten untersucht.

Kryptobörsen haben auch gezeigt, dass sie bereit sind, die Verwendung von Coin-Mixern zu verfolgen und sogar Konten zu sperren. Blockchainverbindungen, von denen bereits bekannt ist, dass sie zu Mixern gehören, werden von Binance und anderen verfolgt.

Europäische Unternehmen werden somit Zugang zu einer Plattform haben, die mehrere Aktionen durchführt, um möglicherweise die Anfang 2020 in Kraft getretenen strengeren AMLD5-Anforderungen zu erfüllen.

Textnachweis: bitcoinist

Zuletzt aktualisiert am 13. April 2020

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