Binance – Die Kryptobörse im Test

Binance – Die Kryptobörse im Test
4.6 (91.43%) 7 vote[s]
Hinter der Plattform Binance befindet sich ein noch ausgesprochen junges Unternehmen – Yi He und Changpeng Zhao haben das Portal nämlich erst im Jahr 2017 ins Leben gerufen. Der Internetauftritt befasst sich mit Kryptowährungen und den damit verbundenem Handel. So kann man digitale Währungen kaufen und in weiterer Folge in die Wallet, den digitalen Geldbeutel, transferieren, Kryptowährungen sodann wieder verkaufen oder auch sein Geld auf den Kursverlauf setzen und somit darauf wetten, ob der Preis einer bestimmten Währung nach oben oder nach unten geht.

Aktuell es sind es zwischen 250 und 500 Personen, die für die Plattform Binance arbeiten. Der Firmenhauptsitz befindet sich übrigens in Malta – somit muss sich das Unternehmen an die Regeln wie Vorgaben der Europäischen Union halten.

Derzeit besitzt die Plattform acht Investoren. Zudem hat Binance am 31. Juli 2018 Trust Wallet akquiriert. Eine neue Lernplattform ist mit 12. Dezember 2018 ins Leben gerufen worden, sodass Investoren wie auch den Nutzern die Kryptowährungen oder auch die Technologie hinter der Blockchain nähergebracht werden können. Zudem investieren die Vorsitzenden auch immer wieder in diverse Kryptowährungen – so etwa in Contentos, TravelbyBitt, Republic, MobileCoin oder auch in Zhidian.

Seriös oder mit Vorsicht zu genießen?

Wer sich für digitale Währungen interessiert, der will natürlich eine Plattform nutzen, die auch sicher ist. Einerseits geht es darum, wie oder auch wo das Geld der Kunden aufbewahrt wird, andererseits auch um die Frage, wie es mit der Verschlüsselung der Daten aussieht. Binance arbeitet hier mit der SSL Verschlüsselung und versucht auch immer am neuesten Stand der Sicherheitstechnik zu sein.

Will man in Erfahrung bringen, ob es sich um einen seriösen Anbieter handelt oder nicht, so sollte man aber nicht nur auf etwaige Sicherheitsvorkehrungen achten, sondern auch immer einen Blick hinter die Kulissen werfen. Das heißt, man sollte einmal auf der Homepage nach einem Impressum suchen – gibt es hier keine Kontaktdaten oder Hinweise, wo sich der Firmensitz befindet, so sollte man besser die Finger von dem Anbieter lassen.

Ein weiterer Aspekt, der nicht außer Acht gelassen werden darf, ist die Frage, wie die Erfahrungsberichte aussehen, die man im World Wide Web findet. Es gibt zahlreiche Foren, in denen über diverse Kryptobörsen diskutiert wird; hier findet man relativ schnell heraus, ob es sich um einen seriösen wie empfehlenswerten Anbieter handelt oder nicht.

Wer nämlich glaubt, dass es in der Kryptowelt nur seriöse Anbieter gibt, der irrt – aus diesem Grund sollte man besonders vorsichtig sein, bevor man sich für eine bestimmte Plattform entscheidet.

Was ist Binance?
Binance ist eine klassische Kryptobörse. Hier kann man mit digitalen Währungen handeln und diese sodann untereinander tauschen. Binance setzt sich aus den Begriffen „binary“ sowie „finance“ zusammen und ist seit Beginn des Jahres 2018 die größte Kryptobörse der Welt – der Marktwert liegt bei rund 1,3 Milliarden US Dollar. Zudem besitzt Binance auch eine eigene Kryptowährung: Binance Coin.

Das Angebot

Ein großer Vorteil bei Biinance ist, dass hier zahlreiche Coins unterstützt werden. Dabei gibt es keine Einschränkungen beim Betriebssystem oder Endgerät – das heißt, Binance kann mit jedem Betriebssystem und auch über jedes Endgerät erreicht werden.

  • Bemerkenswert ist der Umstand, dass auf der Plattform die Möglichkeit besteht, pro Sekunde 1,4 Millionen Transaktionen tätigen zu können.

Aktuell stehen die Dienste auf der Plattform in 17 Sprachen zur Verfügung. Das ist auch der Grund, warum von Binance ein mehrsprachiger Support angeboten wird.

Natürlich geht es auf einer Plattform, über die mit digitalen Währungen gehandelt werden kann, in erster Linie aber auch darum, auf welche Kryptowährungen zugegriffen werden können. Derzeit stehen auf Binance über 170 digitale Währungen zur Verfügung. Zu den größten wie auch bekanntesten Kryptowährungen zählen:

  • Binance Coin
  • Bitcoin Cash ABC
  • Ripple
  • Cardano
  • Dash
  • EOS
  • Ethereum
  • Ethereum Classic
  • Litecoin
  • MIOTA
  • Monero
  • NEM
  • NEO
  • Stellar Lumens
  • Zcash

Die Gebühren

Wer Geld auf sein Binance-Konto auflädt, der muss keinerlei Gebühren bezahlen; auch die Aufbewahrung verursacht keinerlei Kosten. Für den Handel muss zudem nur eine geringe Gebühr bezahlt werden – diese beträgt gerade einmal 0,1 Prozent.

Wird eine Auszahlung an eine externe Adresse beantragt, so ist diese aber kostenpflichtig. Die Höhe der Gebühr hängt von der jeweiligen Währung ab. Auf der Homepage wird einem aber ein sehr guter Überblick geboten, wie hoch die aktuellen Gebühren sind.

GebührenartGebührenbetrag
Einzahlunggebührenfrei
Aufbewahrunggebührenfrei
Handel0,1 Prozent
Auszahlung an externe AdresseGebühr ist währungsabhängig

Die Besonderheit: Nutzt man den Binance Coin BNB, um die Transaktionsentgelte zu bezahlen, so darf man sich über nicht zu unterschätzende Rabatte freuen.

Im ersten Jahr gibt es einen Rabatt in der Höhe von 50 Prozent; nachfolgend halbiert sich der Prozentsatz von Jahr zu Jahr. Das heißt, im vierten Jahr liegt der Rabatt bei 6,75 Prozent – mit dem fünften Jahr wird von Seiten der Plattform gar kein Rabatt mehr gewährt. Wer inaktiv ist, der muss ebenfalls keine Angst vor Gebühren haben – Binance verzichtet nämlich auf eine sogenannte Inaktivitätsgebühr.  Das ist, verglichen mit anderen Wettbewerbern, keine Selbstverständlichkeit. 

JahrRabatthöhe
Rabatt im 1. Jahr50 Prozent
Rabatt im 2. Jahr25 Prozent
Rabatt im 3. Jahr12,5 Prozent
Rabatt im 4. Jahr6,75 Prozent
Rabatt im 5. Jahrkein Rabatt

Welche Ein- und Auszahlungsmöglichkeiten werden akzeptiert?

Zu beachten ist, dass man  Euro oder US Dollar nicht gegen Kryptowährungen eintauschen kann.  Das heißt, bevor man Kryptowährungen kaufen will, muss man im Vorfeld den US Dollar, Schweizer Franken oder auch den Euro gegen Tether, Ethereum oder auch gegen den Bitcoin wie gegen den Binance Coin, der eigenen Kryptowährung von Binance, tauschen. Dabei handelt es sich um eine Notwendigkeit, die bei vielen anderen Börsen auch besteht und auch immer wieder als Nachteil gesehen wird.

Die nachfolgende Anleitung soll eine Hilfe sein, wie man den Handel auf Binance startet:

Schritt 1: Die Anmeldung

Ein Konto bei Binance zu eröffnen ist relativ einfach und innerhalb weniger Minuten erledigt. Dazu muss man lediglich seine Daten wie Name und E-Mail-Adresse in die Anmeldemaske eingeben, die sich auf der Startseite befindet. Sobald die Daten verifiziert sind, kann der Handel beginnen.

Schritt 2: Die Einzahlung

Die wohl einfachste Methode, sodass man auf der Kryptobörse Binance virtuelle Währungen erwerben kann, ist eine Einzahlung mit der Kryptowährung Bitcoin. In diesem Fall muss man im Menü auf den Punkt „Mittel“ klicken und in weiterer Folge auf „Einzahlungen und Abhebungen“.

Nun erscheint eine Liste mit all jenen Kryptowährungen, die sodann zur Auswahl stehen – nun kann man etwa auf Bitcoin klicken und sodann „Einzahlen“ wählen.

In weiterer Folge öffnet sich ein Feld, das dem User eine Bitcoin-Adresse anzeigt – an diese Adresse werden sodann die Coins geschickt. Der Transfer kann, je nach Auslastung des Netzwerks, ein paar Minuten oder auch Stunden dauern. Wurde die Transaktion bestätigt, so findet sich das Guthaben sodann auf dem Binance-Konto.

Schritt 3: Der Handel

Wurde das Konto aufgeladen, so kann man auf „Börse“ klicken und sodann „Basic“ wählen.

Jetzt öffnet sich die Basic Trading-Seite. Auf der oberen rechten Seite ist eine Box, in der jene digitale Währung angeklickt werden kann, mit der sodann auch gehandelt werden soll. Man wählt hier auch sodann jene Währung aus, die als Gegenspieler agiert – so kann man auf den Bitcoin und in weiterer Folge auf Ethereum klicken.

Nun wird der Kursverlauf von Ethereum gegen den Bitcoin angezeigt. Unterhalb des Charts kann man auf Ethereum „Kaufen“ wie auch auf „Verkaufen“ klicken.

Beim Verkauf wie auch Kauf gibt es verschiedene Kaufoptionen. Hier kann man entweder auf „Limit Kauf“ oder „Market Kauf“ anklicken.

Binance Kaufoptionen

Für den Handel mit den Kryptowährungen hat der Nutzer bei Binance folgende Möglichkeiten:

Der Market Kauf

Bei dieser Variante wird automatisch der Kauf der favorisierten Kryptowährung zum bestmöglichen Preis angeboten.  Der Kauf wird sofort ausgeführt  – das unterscheidet die Variante Market Kauf auch vom Limit Kauf. Nach dem erfolgreichen Kauf kann man auf „Mittel“ klicken, sodass die digitale Währung dann auch gutgeschrieben wird. Der Verkauf der digitalen Währung erfolgt genauso einfach. Einfach auf „Verkaufen“ klicken und in weiterer Folge die Felder ausfüllen.

Wer sich das Guthaben ausbezahlen lassen möchte, der muss keine Angst haben, dass Binance hier mitunter Steine in den Weg legt. Über Binance wird nämlich die Möglichkeit geboten, die digitalen Währungen, so etwa den Bitcoin, gegen eine beliebte Fiat-Währung, so etwa den Euro, umzutauschen. Der Betrag wird sodann in weiterer Folge auf das angegebene Bankkonto transferiert.

Der Limit Kauf

Hier wird angegeben, zu welchem Preis man eine bestimmte Kryptowährung kaufen will. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich der Preis immer nur auf eine einzige Einheit bezieht.

Wer also 10 Coins von der Kryptowährung Bitcoin kaufen will, der gibt an, wie viel er überhaupt dafür bezahlen möchte. Erst dann, wenn der Kurs der Preisvorstellung entspricht, wird der Kauf auch durchgeführt.

Die Plattform

Binance kooperiert im Zuge der Anmeldung wie Authentifizierung mit dem größten Unternehmen der Welt: Google.

Mit der Zwei-Faktoren-Authentifizierung wird das Konto des Kunden nämlich zusätzlich, also auf einer weiteren Sicherheitsebene, geschützt. In diesem Fall braucht der Kunde nur ein Smartphone, das mit einem Google-Konto verbunden ist. So muss man dann auf der Binance-Seite nicht nur die regulären Anmeldedaten eingeben, sondern auch einen speziellen Code, der sodann an das Smartphone (oder das mobile Endgerät) übermittelt wird. Somit muss man seinen Benutzernamen, das Passwort und auch einen eigenen Code eingeben, der an das Smartphone geschickt wurde.

Dabei handelt es sich um einen sehr einfachen Schritt, der zwar einen kleineren Mehraufwand bedeutet, aber dafür sorgt, dass die Vermögenswerte zu 100 Prozent geschützt werden. Damit diese zusätzliche Sicherung aktiviert wird, muss auf das genannte Feld im Bereich der Anmeldung geklickt werden. Das heißt, im ersten Schritt wird der Google Authenticator auf dem jeweiligen Endgerät installiert – das Programm kann auf einem Android Smartphone oder auch auf einem iOS Geräte installiert werden, aber natürlich auch auf iOS- wie Android-Tablets.

Nun muss der QR-Code gescannt werden; mitunter kann man auch – als Alternative – den 16-stelligen Schlüssel eingeben. Am Ende kommt es auf die Vorlieben des Nutzers an.

Hat man also als Nutzer alle Sicherheitsvorkehrungen berücksichtigt, so also einen Benutzernamen wie ein sicheres Passwort gewählt und sich zudem auch für die 2-Faktoren-Authentifizierung entschieden, so geht es in weiterer Folge darum, mit welcher Zahlungsmethode das Binance-Konto aufgeladen werden sollen.

Die richtige Lagerung der Coins

Wer über die Börse Binance Coins einer bestimmten Kryptowährung kauft, so werden diese in weiterer Folge in die Wallet der Plattform übertragen. Von hier aus kann man dann die Coins in die eigene Wallet transferieren.

An dieser Stelle kann gesagt werden, dass die Coins aber auch in der Binance-Wallet verbleiben können – das Guthaben, das hier gespeichert wird, befindet sich nämlich in einem sogenannten Cold Storage. Dabei handelt es sich um eine Offline-Aufbewahrung, sodass man keine Angst haben muss, dass die Coins durch einen Hackerangriff verloren werden.

Seit Mitte 2018 besteht die Möglichkeit, dass der Binance-Nutzer das Guthaben auf einer mobilen Wallet speichern und sodann mit einem privaten Schlüssel verwalten kann. Dies deshalb, weil Binance Trust Wallet übernommen hat. Hier lassen sich alle ERC223 sowie ERC20 Kryptowährungen speichern. Die App steht für Android wie auch für iOS zur Verfügung.

Der Kundensupport

Die Binance-Mitarbeiter stehen 24 Stunden, sieben Tage die Woche – zur Verfügung; die Kontaktaufnahme kann in diversen Sprachen erfolgen. Klickt man über die Webseite auf „Kontakt“, so wird der Nutzer auf eine Hilfe-Seite weitergeleitet. Hier findet man den Hinweis, vor der Kontaktaufnahme den FAQ-Bereich aufzusuchen und nach etwaigen Antworten zu suchen.

Im FAQ-Bereich werden zahlreiche Themen behandelt – so etwa zu der Plattform, zu den diversen Einzahlungsmethoden oder auch zum Handel. Findet man im FAQ-Bereich keine Antwort auf sein Anliegen, so kann man mit einem Mitarbeiter von Binance Kontakt aufnehmen. An dieser Stelle ist jedoch zu beachten, dass eine Kontaktaufnahme nur über ein vorgegebenes Formular möglich ist – es gibt keine telefonische Auskunft und auch keinen Live-Chat.

Wie sehen die Erfahrungsberichte aus?

Wer auf der Suche nach Erfahrungsberichten ist, der wird relativ schnell feststellen, dass die Mehrheit der Berichte positiv ausfällt – es gibt kaum Kritik am Angebot.

  • Zudem gibt es auch keinerlei Berichte, die darauf schließen lassen würden, dass man Angst vor etwaigen betrügerischen Machenschaften haben müsste.

Die Vor- und Nachteile im Überblick

  • Auf Binance stehen mehr als 170 Kryptowährungen zur Verfügung.
  • Von Vorteil ist der umfangreiche FAQ-Bereich.
  • Zudem können User Gebühren sparen, sofern sie sich für die hauseigene Kryptowährung Binance Coin entscheiden.
  • Auch im Bereich Sicherheit kann Binance überzeugen – so etwa mit der 2-Faktoren-Authentifizierung.

  • Zu bemerken ist, dass man hier keine Realwährungen einsetzen kann.
  • Zudem steht Ripple nicht zur Verfügung.

 

Sichere Kryptobörse für Jedermann

Abschließend kann gesagt werden, dass es wohl keinen Broker oder auch keine Exchange gibt, auf der mehr digitale Währungen zur Verfügung stehen – aktuell sind um die 170 Kryptowährungen vorhanden, die gekauft, verkauft oder getauscht werden können.

Sicherheit wird hier zudem auch großgeschrieben. Man braucht zudem auch keine Angst haben, dass hier betrügerische Machenschaften verfolgt werden. Binance ist lizenziert; der Sitz des Unternehmens befindet sich auf Malta. Das heißt, hier darf man sicher sein, dass es sich um ein seriöses Angebot handelt – aufgrund der Tatsache, dass Malta ein Teil der Europäischen Union ist, müssen auch die Richtlinien der EU eingehalten werden.

Zudem wurde die Plattform von zahlreichen Programmierern überarbeitet und mit der Zeit immer wieder verändert – das heißt, das Angebot wurde an die Bedürfnisse der User angepasst.

Der einzige Aspekt, der hier tatsächlich bemängelt werden kann, ist der fehlende Kundensupport. Auch wenn die Mitarbeiter – in der Theorie – 24 Stunden zur Verfügung stehen, so gibt es nur ein Kontaktformular.

Letztes Update:

About the Author:

Julia Koch

Seit meinem Studium der BWL interssiere ich mich für die Themen Digitalisierung und Investments und schreibe als freie Autorin unter anderem auf coincierge.de darüber.