So klappt der Depotwechsel 2021: Schnell, Kostenlos & nützliche Tipps

Ein Depotwechsel kann Anlegern 500 EUR oder mehr bringen. Ein Wechsel von derAktien Online Kaufen Tipps teuren Filialbank zum kostenlosen Wertpapierdepot beim Online-Broker mit günstigen Handelskosten für Aktien und ETFs macht sich mehrfach bezahlt. Dabei ist der Depotwechsel gar nicht so kompliziert, wie sich die meisten Anleger dies vorstellen. Dennoch gibt es einige Punkte und Fallstricke zu beachten.

Wie genau funktioniert der Depotwechsel? Auf welche Fallstricke muss man als Anleger achten? Welche Kosten fallen beim Depotwechsel an? Wie gelingt der Depotwechsel zwischen Ausland und Inland? Wann ist der Depotwechsel sinnvoll und wann nicht?

Wir liefern klare Antworten und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung: So geht der Depotwechsel einfach und schnell.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kostenloser Depotwechsel: Gemäß Urteil des BGH (2004) gehört Verwahrung und Freigabe von Wertpapieren zu den Pflichten eines Brokers, weshalb weitgehend der gesamte Depotwechsel kostenlos angeboten und problemfrei abgewickelt werden muss.
  • Satte Geldprämie: Manche Angebote ermöglichen Anlegern beim Depotwechsel neben Kosteneinsparungen auch Geldprämien in 3-4-stelliger Höhe einzustecken.
  • Gute Gründe: Geldprämien dürfen niemals einziger Grund für einen Depotwechsel sein! Kommen langfristige Kosteneinsparungen, besserer Kundenservice oder größeres Handelssortiment hinzu, ist der Depotwechsel sinnvoll.
  • Kleingedrucktes beachten: Der Teufel steckt im Detail. Geldprämien als Lockangebote können zum Bumerang werden, darum stets alle Bedingungen genau lesen und böse Überraschungen vermeiden!
  • Konkurrenz vergleichen: Die Konkurrenz unter Online-Brokern ist groß. Wer einen Depotwechsel plant, sollte in Frage kommende Anbieter mit Preis- und Leistungsverzeichnis auf langfristige Kosten überprüfen und vergleichen.

Depot eröffnen bei den besten Online Brokern 2021

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67,7% der Kleinanleger-Konten machen Verluste beim Handel von CFDs mit diesem Anbieter. CFDs sind komplexe Instrumente, die aufgrund von Hebelwirkung ein hohes Risiko des schnellen Geldverlustes darstellen.

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Warum sollte man einen Depotwechsel vornehmen?

  • Unzufriedenheit: Ein Gespräch mit dem neuen Partner/Partnerin oder Freunden sowie Bekannten am Wochenende kann womöglich offenbaren, dass der eigene Broker einem anderen Anbieter weit unterlegen ist. Wer zahlreiche Gründe hat, mit seinem aktuellen Depotanbieter unzufrieden zu sein, ist womöglich gut beraten, einen Depotwechsel vorzunehmen.
  • Schlechter Kundenservice: Wer schlechten Kundenservice bei seiner Depotbank erlebt, etwa wenig hilfreiche Serviceberater, schlechte Verfügbarkeit und lange Antwortzeiten, möchte wohl zurecht auf einen besseren Anbieter mit erstklassigem Kundenservice umsteigen.
  • Hohe Gebühren: Läppern sich für Anleger beim aktuellen Depotanbieter hohe Gebühren für Depotgebühren und Handelsgebühren zusammen, kann ein Depotwechsel zum Onlinebroker in manchen Fällen über 500 EUR Kostenersparnis bringen.
  • Geringes Handelssortiment: Viele Anleger möchten ihre Vermögensanlage im Laufe der Jahre diversifizieren und in weitere Anlageklassen oder Aktien und ETFs in aller Welt investieren. Fehlendes Produktangebot kann ein Grund für den Depotwechsel sein.
  • Viele Altbestände: Hat man viele Altbestände wie Teilaktien und zahlreiche Fondsanteile im Depot ist es womöglich schwer, den Überblick zu bewahren. Eine Art Neustart durch den Depotwechsel zum Online-Broker bringt mehr Klarheit und Transparenz, oft in Kombination mit vielen weiteren Vorteilen.

Darauf sollten Anleger beim Depotwechsel achten

Der Wunsch nach einem Depotwechsel ist bald da, umgesetzt werden sollte der Depotwechsel jedoch nur nach reichlich und sorgfältiger Vorarbeit und Recherche. Insbesondere gibt es einige wichtige Punkte zu beachten, welche wir in diesem Abschnitt näher erläutern.

BedingungenKonkurrenzKostenvorteilHandlungsfähigkeitÜbertragungBruchstückeSparpläneFormalitätenKosten

Bedingungen und Kleingedrucktes genau lesen

Wer ein Wertpapierdepot eröffnet, der schließt einen oft 10+ seitigen Vertrag ab, welcher eine Fülle von Klauseln und Bedingungen enthält, welche man als Anleger gelesen und verstanden haben muss. Insbesondere ist dabei auch auf versteckte Gebühren und Provisionen zu achten, welche vielleicht in der Bewerbung des Depots nicht transparent genug offengelegt wurden.

Gerade, weil man sich oft von einem Lockvogelangebot zu einem Depotwechsel verleiten lassen möchte, muss man hier umso kritischer lesen und prüfen, ob es nicht vielleicht im Kleingedruckten ein paar Bedingungen oder Bestimmungen gibt, die teuer sein und zu bösen Überraschungen führen könnten. Erst unterschreiben, nachdem alles gelesen wurde!

Konkurrenz vergleichen

In der Praxis wird der Depotwechsel oft durch ein einziges Werbeangebot initiiert oder inspiriert, das ist leider die Realität. Prinzipiell ist das ja nicht weiter schlimm, sofern man als Anleger dennoch seine Analyse auch auf weitere Anbieter hin ausweitet. Niemals bloß einem einzigen Lockvogelangebot glauben und abschließen – vorher immer mehrere führende Anbieter miteinander vergleichen!

Hierfür eignet sich am besten das rechtlich verbindlich zu veröffentlichende Preis- und Leistungsverzeichnis, mit dem man die Kosten und Gebühren des Wertpapierdepots über alle Anlageklassen und Finanzinstrumente hinweg analysieren kann.

Langfristiger Kostenvorteil ist erst ausschlaggebend

Viele Anleger lassen sich leider von der Depotwechsel Prämie und Aktionen mit kurzfristigem Kostenvorteil blenden und in die Irre führen. Die Vermögensanlage ist ein langjähriges, meist über Jahrzehnte andauerndes Vorhaben. Es sollte nicht eine einmalige Prämie Depotwechsel auslösen – sie ist letztendlich weniger wichtig als die jährlich anfallenden Depot- und Handelsgebühren.

Darum sollten Lockangebote immer kritisch überprüft werden und in sorgfältiger Analyse ermittelt werden, wie sich die laufenden Kosten beim potenziellen neuen Depotanbieter im Vergleich zum aktuellen Anbieter langfristig verhalten.

Nicht handlungsfähig für Zeitraum des Depotwechsels

Anleger müssen beachten, dass sie für den Zeitraum des Depotwechsels keinen Zugriff auf ihre Wertpapiere haben. Je nach Depotanbietern kann der Depotübertrag einen Zeitraum von 3-6 Wochen in Anspruch nehmen – während dieses Zeitraums ist dabei kein Verkauf von Wertpapieren bzw. Wertpapieranteilen möglich.

Das heißt für den Anleger auch, dass kein kurzfristiger Verkauf der Wertpapiere etwa im Falle eines drastischen Kursrückgangs oder einer für den Anleger ungewünschten Unternehmensentscheidung durchgeführt werden kann. Ebenfalls wäre es vorteilhaft, wenn man für den Depotwechsel einen Zeitraum wählt, innerhalb dessen keine Dividendenausschüttungen stattfinden.

Prinzipiell sollten diese zwar in das neue Depot weitergeleitet werden, wer auf Nummer Sicherheit gehen möchte, sollte diese Situation jedoch von vornherein gleich vermeiden. Für die meisten Anlieger ist der 3-6 Wochen dauernde Zeitraum aber ohnehin überschaubar und nicht relevant, weil langfristig investiert wird.

Übertragung der Einstandskurse, um steuerliche Probleme zu vermeiden

Wer einen Depotwechsel vornimmt, der sollte sicherstellen, dass beim neuen Broker auch die Anschaffungsdaten der im Depot befindlichen Wertpapiere und Fondsanteile durch den bisherigen Depotanbieter elektronisch übermittelt werden, damit diese vom neuen Broker elektronisch eingebucht werden können.

Wichtig ist dies primär aus steuerlicher Betrachtung, denn Gewinne aus dem Wertpapierhandel sind schließlich mit der Abgeltungssteuer (in Österreich mit Kapitalertragssteuer) zu versteuern. Diese Gebühren werden in der Regel von der Depotbank direkt an den Fiskus abgeführt und für Wertpapiere mit Anschaffungsdatum nach dem 1.1.2011 findet dies in der Regel automatisch statt.

Für Wertpapiere mit früherem Anschaffungsdatum müssen Anleger unbedingt und notfalls mit schriftlicher Beantragung beim ehemaligen Broker bewirken, dass die Anschaffungsdaten an den neuen Broker übermittelt und von diesem eingebucht werden. Ansonsten müssen Anleger nämlich die bei Verkauf entstehenden Gewinne über die persönliche Steuererklärung versteuern, was einen unnötig hohen administrativen Aufwand für den Anleger ergäbe.

Nachdem die Banken bzw. Depotanbieter dazu verpflichtet sind, diese Daten weiterzureichen, sollte es in der Regel nicht zu Problemen kommen. Meist reicht aus, einfach im Antragsformular für den Depotwechsel das entsprechende Formularfeld anzukreuzen.

Feststellen, wie mit Bruchstücken von Wertpapieren verfahren wird

Eine Besonderheit ist im Umgang mit Bruchstücken von Wertpapieren zu beachten. Die gesetzliche Pflicht für den Broker, Wertpapiere an den neuen Broker des Altkundens zu übertragen, erstreckt sich nämlich nicht auf solche Wertpapierbruchstücke. Darum steht es den Brokern im Grunde frei, ob sie diese weiterleiten oder aber diese Option nicht bieten.

Wenn Broker eine Weiterleitung nicht möglich machen, dann hat der Anleger nur die Option, diese Bruchstücke an die Fondsgesellschaft zu verkaufen bzw. zurückzugeben und somit deren aktuellen Barwert als Guthaben auf sein Referenzkonto zu erhalten. Um festzustellen, wie der entsprechende Broker solche Bruchstücke handhabt, sollte man als Anleger den FAQ-Bereich überprüfen und sofern erforderlich in den Konditionen und Bedingungen des Anbieters genau nachlesen.

Fondssparpläne müssen erneut eingerichtet werden

Das Fondssparen mit ETF Sparplänen ist heute die gängigste Art der Vermögensanlage unter deutschen Anlegern. Leider ist es nicht möglich, beim Depotwechsel auch eingerichtete Fondssparpläne mit deren Konditionen und Merkmalen zu übertragen, selbst wenn beide Anbieter den gleichen ETF Sparplan auf denselben ETF im Angebot hätten.

Grund hierfür ist nämlich, dass hier ein Vertrag zwischen dem Depotanbieter und dem Fondsverwalter (z.B. iShares, Lyxor, etc.) geschlossen wird, welcher nicht von den gesetzlichen Bestimmungen zum Depotwechsel erfasst wird. Insofern empfiehlt sich also vor dem Depotwechsel bereits, den ETF Sparplan beim bisherigen Depotanbieter zu stornieren, bevor man den Depotwechsel einleitet.

Nachdem die 3-6 Wochen dauernde Phase des Depotwechsel abgeschlossen ist, kann man als Anleger über die Handelsplattform beim neuen Online-Broker dann wieder den gewünschten ETF Sparplan auf denselben ETF einrichten, wobei man hier womöglich nicht den gleichen Sparbetrag bzw. das gleiche Sparintervall wählen kann. Darum ist idealerweise schon vor Depotwechsel auf Unterschiede zwischen den Brokern bei der Flexibilität in puncto ETF Sparpläne zu achten.

Formalitäten: Verlustübertrag beim alten Broker beantragen

Egal, ob inländische oder ausländische Wertpapiere betroffen sind: Wer bei Wertpapierveräußerungen Verluste zu verbuchen hatte, kann diese auch in Zukunft auf entstehende Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren anwenden, um damit die fällige Abgeltungssteuer zu mindern. Eine Anrechenbarkeit ist selbst für die Quellsteuer aus dem Ausland möglich.

Darum sollten Anleger beim Depotwechsel unbedingt einen Verlustübertrag beim bisherigen Broker beantragen. Dies ist in der Regel ganz einfach über das Ankreuzen des entsprechenden Formularfeldes möglich. Allerdings kann der Verlustübertrag nur dann erfolgen, wenn wirklich das gesamte Depot im Zuge des Depotwechsel zum neuen Broker umgezogen wird.

Weiters ist es ratsam, dass man Freistellungsaufträge beim alten Broker widerruft und diese dem neuen Broker nach vollzogenem Depotübertrag per E-Mail oder postalisch zukommen lässt.

Kosten

Es ist die Annahme hoher Depotwechsel Kosten, welche viele Anleger zum Verharren bei ihrem alten Broker bewegt. Stimmt diese Annahme auch? Was kostet der Depotwechsel? Nun, gemäß eines BGH Urteils aus 2004 ist es Brokern prinzipiell verboten, ihren Anlegern für den Übertrag von Wertpapieren zu einem anderen Broker Kosten zu verrechnen. Dies gilt dabei unabhängig davon, ob Teile oder das gesamte Depot übertragen werden.

Grund hierfür ist die rechtliche Einstufung, dass der Depotwechsel lediglich dem Nachkommen der gesetzlichen Pflicht zur Herausgabe von Wertpapieren entspricht, welche im Auftrag des Kunden verwahrt werden.

Allerdings können in manchen Fällen dennoch Kosten fällig werden, wenn der Kunde einen Depotwechsel beantragt. Depotanbieter dürfen nämlich nach gültiger Rechtssprung Fremdkosten weiterreichen, etwa jene der Lagerstelle.

Natürlich ist nicht nur erfreulich, dass in der Regel keine Depotwechsel Kosten entstehen, sondern die von neuen Brokern vergebene Depotwechsel Prämie ist dem gegenüberzustellen. Es scheint also, als wäre ein Depotwechsel mit keinem finanziellen Nachteil verbunden und würde den Anleger auch noch reichlich belohnen – doch es gibt einige Nachteile, welche wir etwas später in diesem Artikel noch im Detail betrachten werden.

Welche Vorteile gehen mit einem Depotwechsel einher?

Ein Depotwechsel lässt sich relativ leicht und unbürokratisch umsetzen, er kann jedoch 3-6 Wochen in Anspruch nehmen und erzwingt die Umgewöhnung des Anlegers auf einen neuen Broker mit unterschiedlicher Handelsplattform. Lohnt sich die Umstellung also?

JA, sofern man es als Anleger richtig anlegt und den korrekten Online Broker wählt. Im Idealfalle kann ein Anleger mit Depotwechsel alle der folgenden Vorteile auf einmal realisieren:

KosteneinsparungenAnlagesortimentPrämienBenutzerfreundlichkeit

Enorme Kosteneinsparungen erzielen

Der Kostenpunkt ist natürlich zumeist das wahre Motiv, weshalb Anleger einen Depotwechsel anstreben. Dies zurecht, denn die Kosten und Gebühren eines Depotanbieters können einen maßgeblichen Einfluss auf die tatsächlich erzielte Rendite haben. Wer etwa sein Depot bei der Haus- oder Filialbank aus Gewohnheit führt, der zahlt womöglich seit Jahren unnötig hohe Depotgebühren, Ausgabeaufschläge und mehr, sodass Mehrkosten im 3-4-stelligen Bereich angefallen sind.

Dabei müssen Anleger vier wichtige Kostenpunkte zwischen ihrer aktuellen Depotbank und in der engeren Auswahl stehenden Online Brokern vergleichen, um das Ausmaß der Kosteneinsparungen zu erkennen und den für sie bestgeeigneten Anbieter auswählen zu können.

  • Depotgebühren: Kosten für das Führen des Wertpapierdepots, zumeist jährlich fälliger Pauschalbetrag
  • Handelsgebühren: Zumeist eine Orderprovision, welche pauschal und unabhängig vom Transaktionsvolumen pro platzierter Kauf- oder Verkaufsorder fällig wird.
  • Kosten für Verrechnungskonto: Bei der Depotbank wird ein Verrechnungskonto geführt, von dem Käufe getätigt bzw. Verkäufe einlangen werden. Viele Depotbanken verrechnen eine jährliche Pauschalgebühr für das Führen des Verrechnungskontos.

Mit einem Broker wie Flatex können sich Anleger mit einem Schlag von Depotgebühren und Kosten fürs Verrechnungskonto befreien und minimalen Orderprovisionen profitieren.

Größeres Anlagesortiment erschließen

Zu Beginn seiner Vermögensanlage beschränken sich viele Anleger zunächst nur auf die besonders nutzerfreundlichen und zum automatischen Vermögensaufbau bestgeeigneten ETF Sparpläne oder punktuell auch Investments in Einzelaktien, von denen man besonders überzeugt ist oder an deren Zukunft man glaubt.

Umso länger Anleger an den internationalen Finanzmärkten investieren, sich an die Chancen und Risiken gewöhnen sowie mehr Erfahrung sammeln, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass man auch in weitere Anlageklassen und Anlageinstrumente investieren möchte. Häufig stehen Anleger dann vor dem Problem, bei ihrem bestehenden Depotbroker nicht die gewünschten Anlagen kaufen zu können.

Manche Depotbanken haben ein viel umfangreicheres Handelssortiment, welches Tausende Wertpapiere und ETFs aus Dutzenden Ländern weltweit umfasst. Einige Broker bieten zudem auch Zugang zu Anlageklassen wie Devisen, Zertifikaten, Futures, Rohstoffe oder Kryptowährungen.

Der Depotwechsel kann dem Anleger bei korrekter Anbieterwahl plötzlich Tausende neuer Anlagemöglichkeiten verschaffen.

Hohe Geldprämien einheimsen

Der Wettbewerb unter Brokern ist hart, aber rentiert sich. Ein immer größeres Feld von Depotbanken und Brokern rittert um die Gunst der deutschen Anleger, welche von Jahr zu Jahr um einige Millionen mehr werden. Weil Online Broker wissen, dass sie mit einem Neukunden im Laufe der Jahre oft 3-4-stellige Beträge verdienen können, sind sie bereit durch Zahlung einer Depotwechsel Prämie auf Kundenakquisition zu gehen.

Die betriebswirtschaftliche Rechnung dahinter sei kurz angemerkt: Broker ermitteln zunächst statistisch den „Customer Lifetime Value“ – also den Gewinn, welchen sie mit einem Anleger im Durchschnitt innerhalb dessen gesamten Zeitraums seiner Kundschaft verdienen. Ausgehend von diesem Preis ermitteln die Broker dann, welchen Betrag sie aus Kombination von Werbekosten und Depotwechsel Prämie ausgeben können, um mit jedem gewonnen Kunden im Laufe der Jahre einen maximalen Gewinn zu erwirtschaften.

Ein Depotwechsel für den Anleger, welcher auch aus Gesichtspunkten wie Kosten und Gebühren sowie Vergrößerung des Anlagesortiments etc. vorteilhaft ist, kann zudem sogar eine 3-stellige Depotwechsel Prämie einbringen. Dieser Betrag ist ein überzeugender Grund für den Depotwechsel, sollte allerdings niemals das einzige ausschlaggebende Kriterium sein – und ist den für den Anleger anfallenden Kosten bei Langzeitbetrachtung gegenüberzustellen.

Benutzerfreundlichere Handelsplattform nutzen

Selten ausschlaggebend, aber immer praktisch ist mit dem Depotwechsel auch eine Verbesserung des Handelserlebnis zu erzielen. Die Handelsplattform des Brokers ist die zentrale Schaltstelle zur Vermögensanlage und kann bei manchen Brokern äußerst komplex und unübersichtlich sein.

Umso besser, wenn neben Vorteilen wie Kostenersparnis oder größerem Handelssortiment auch eine benutzerfreundlichere Handelsplattform zugänglich wird. Konkret empfehlen wir Anlegern vor dem Depotwechsel einen Blick auf die Plattform des Brokers zu werfen. Möglich wird dies etwa mit dem Demokonto oder Vorschau im FAQ Bereich des Brokers.

Welche Prämien kann ich bei einem Depotwechsel abstauben

Oft wird der Depotwechsel mit einem Willkommensangebot schmackhaft gemacht, AnlegerGebühren erhalten eine direkte Barprämie für die Durchführung des Depotwechsel. Der Betrag wird dann direkt als Einlage am Referenzkonto gutgeschrieben und könnte für die Anlage verwendet werden.

Was zu gut klingt, um wahr zu sein, ist zwar wahr, allerdings oft mit bestimmten Konditionen verbunden oder wird als trügerisches Lockangebot verwendet, um Anleger in einen eher teuren Depotvertrag zu bringen. Darum sind Depotwechsel Prämie kein alleiniges Entscheidungskriterium, Anleger müssen immer die Konditionen des Wertpapierdepots genau überprüfen.

In vielen Fällen steht der heutigen Depotwechsel Prämie schon bald und laufend höhere Depotgebühren und Transaktionskosten mit jedem einzelnen Kauf oder Verkauf einer Position gegenüber.

Der Depotübertrag: So läuft er ab

Der Depotübertrag bezeichnet den Prozess des Übertrags von Wertpapieren von einem Wertpapierdepot auf ein anderes Wertpapierdepot, initiiert durch den Besitzer des ursprünglichen Wertpapierdepots. Zumeist geht mit dem Depotübertrag der Wechsel der Depotbank einher, bei welcher das Wertpapierdepot geführt wird.

Die Wertpapiere selbst werden nicht physisch übertragen, nachdem diese heutzutage in der Regel von Zentralverwahrern aufbewahrt werden, kommt es in der Regel beim Depotwechsel rein zu einem elektronischen Buchungsvorgang. Die Wertpapiere werden bei der alten Depotbank ausgebucht und im Wertpapierdepot bei der neuen Bank eingebucht.

Wie genau läuft ein Depotübertrag ab? Der Vorgang ist durch gesetzliche Vorgaben einfach und effizient gestaltet, wobei er in der Regel 5 Schritte umfasst – egal, ob ein Teilübertrag einzelner Wertpapiere oder ein Totalübertrag des gesamten Wertpapierdepots erfolgt.

Wir werden den Prozess anhand der Übertragung eines Wertpapierdepots zur Consorsbank näher erklären.

Schritt 1Schritt 2Schritt 3Schritt 4Schritt 5

Schritt 1: Wertpapierdepot beim gewünschten neuen Broker registrieren

Zunächst muss man beim neuen Broker einmal ein Wertpapierdepot eröffnen. Nur dann kann ein Depotübertrag vom alten ins neue Wertpapierdepot überhaupt erfolgen. Hierfür auf der Seite des Brokers einfach das Anmeldeformular mit den erforderlichen persönlichen Daten ergänzen.

Wichtiger Schritt ist dabei auch, dass man seine Identität verifiziert. Hierfür ist das KYC-Verfahren mittels PostIdent oder VideoIdent-Verfahren abzuschließen. PostIdent-Verfahren kann bei jeder Filiale der Deutschen Post durchgeführt werden, hierfür ist ein Personalausweis bzw. Reisepass und eine aktuelle Stromrechnung (Adressnachweis) vorzulegen.

Schritt 2: Depotübertrag über Antragsformular bei neuem Broker beantragen

Wurde das Wertpapierdepot beim neuen Broker offiziell eingerichtet, kann der Depotübertrag vom Altbroker beantragt werden. Hierfür findet man ein Antragsformular auf der Webseite des Brokers, in welches alle erforderlichen Daten, wie auch die Daten und Nummer des alten Wertpapierdepots beim bisherigen Broker eingetragen werden.

Mit Unterschrift ermächtigt der Anleger die Depotbank, den Depotübertrag in seinem Namen mit dem bisherigen Broker einzuleiten und abzuschließen.

Schritt 3: Depotübertrag wird zwischen Depotbanken abgewickelt

Eigentlich kann sich jetzt als Anleger etwas zurücklehnen. Die neue Depotbank wird nämlich die alte Depotbank kontaktieren und um die Übertragung der Wertpapiere ins neue Wertpapierdepot des Anlegers bitten. In diesem Prozess ist keine weitere Handlung des Anlegers selbst erforderlich.

Allerdings sollte man sich als Anleger überlegen, ob man das alte Depot vollständig kündigen oder doch weiterführen möchte. Zudem ist spätestens hier (idealerweise aber schon früher) zu notieren, welche (sofern) ETF-Sparpläne eingerichtet waren, damit die beim neuen Depot in Schritt 5 neu eingerichtet werden können.

Schritt 4: Wertpapierdepot bei altem Anbieter in Schriftform kündigen (sofern Totalübertrag)

Sofern man einen Totalübertrag des gesamten Depots mit dem Depotwechsel vollzieht, wird es sinnvoll sein das Wertpapierdepot beim Altbroker überhaupt vollständig aufzulösen. Hierfür ist eine schriftliche Kündigung beim Broker einzureichen. Dies kann sowohl auf dem Postweg oder per E-Mail erfolgen.

Schritt 5: Einrichtung des Depots nach Wertpapierdepot überprüfen und abschließen

Nach wenigen Wochen wird man von der neuen Depotbank informiert, wenn der Depotübertrag erfolgreich abgeschlossen wurde. Der Depotwechsel ist nun fast abgeschlossen, aber als Anleger sollte man zunächst einmal im Detail überprüfen, ob wirklich alle Einzelheiten stimmen. Insbesondere ist zu überprüfen, ob die Anschaffungsdaten der Wertpapiere allesamt übertragen wurden.

Um die Einrichtung des Wertpapierdepots abzuschließen ist, sofern man einen oder mehrere Fonds- bzw. ETF-Sparpläne hatte, eine Neueinrichtung der Sparpläne erforderlich. Diese können nämlich leider nicht automatisch übertragen werden.

Welche Probleme können beim Depotwechsel auftreten?

In vielen Fällen ist ein Depotwechsel eine richtige und sinnvolle Entscheidung, allerdings muss das nicht immer sein. Zudem sollten Anleger auch die Probleme und Herausforderungen kennen, welche während und bei der Durchführung eines Depotwechsel entstehen können.

Handelssperre: Vorübergehend handelsunfähig

Während der Durchführung des Depotwechsel kann man im Extremfall für einen Zeitraum von mehreren Wochen eine „Handelssperre“ erleben – während der Depotwechsel zwischen den Depotbanken abgewickelt wird, hat der Anleger kein Zugriff auf die Wertpapiere in seinem Depot. Man spricht davon, dass er vorübergehend handelsunfähig ist.

Für langfristig orientierte Anleger ist dies in der Regel kein wirkliches Problem, weil man innerhalb dieser Tage bis Wochen wohl keine Veränderungen am Portfolio vornehmen würde. Problematisch ist dieser Zeitraum jedoch vor allem dann, wenn man risikoreiche Anlageprodukte im Portfolio hat oder just dann ein starker Preisrückgang oder gar Börsencrash erfolgen sollte. Vermutlich wäre dann ohnehin nicht der beste Verkaufszeitpunkt…

Anleger sollten mit einer Handelsunfähigkeit für 2-3 Wochen rechnen, im Idealfalle fällt sie jedoch viel kürzer aus. Wichtigste Maßnahme kann sein, risikoreiche Anlageprodukte noch vor dem Depotwechsel abzustoßen, um das Risiko einer nachteiligen oder verlustreichen Kursentwicklung während des Zeitraums des Depotwechsels ausschließen zu können.

Anschaffungsdaten von alten Wertpapieren werden nicht übertragen

Selten aber doch vorkommen kann es, dass beim Depotübertrag die Anschaffungsdaten einzelner Wertpapiere nicht zwischen den Brokern übertragen werden. Sollte dies tatsächlich passieren, muss man raschestmöglich beim alten Broker urgieren und die Datenübertragung zwischen den elektronischen Systemen der Broker veranlassen.

Problematisch ist daran nämlich, dass der neue Broker im Falle eines Verkaufs die Abführung der Abgeltungssteuer nicht für den Anleger übernehmen kann. Als Anleger müsste man dann selbst im Rahmen seiner persönlichen Steuererklärung die anfallende Abgeltungssteuer deklarieren und abführen – aber wer will sich schon mit diesem bürokratischen Aufwand herumplagen?

Depotwechsel vom In-ins Ausland und andersrum

Wer nicht innerhalb Deutschland Broker wechselt, sondern von einem deutschen zu einem ausländischen Broker wechselt oder umgekehrt, der muss mit etwas höherem Aufwand und Kosten rechnen.

Anzumerken ist vor allem, dass das Verbot zum Verrechnen von Depotwechsel Gebühren natürlich nicht für ausländische Broker gilt. Horrorgeschichten gibt es z.B. von Schweizer Depotbanken, die teilweise bis zu 50 CHF pro zu übertragender Position verrechnen. Ebenso sind diese nicht verpflichtet, Anschaffungskurse zu übertragen – was oft erst nach mehrfachem Urgieren durch den Anleger beim alten Broker im Ausland gemacht wird.

Ausland ins InlandInland ins Ausland

Depotwechsel vom Ausland ins Inland

Wichtig ist, das Ursprungsland des Wertpapierdepots zu beachten, denn die meisten Broker schließen den Depotübertrag aus diversen Ländern aus. Beispiel ist etwa die ING, welche einen Depotübertrag aus der Türkei, USA, Großbritannien oder Australien in ihren AGB dezidiert ausschließt. Leider funktioniert hier der Übertrag von Verlustverrechnungstöpfen nicht, weshalb Anleger die steuerrechtlichen Aspekte selbst über die Steuererklärung handhaben müssen.

Die Vorgehensweise zum Depotübertrag ist dabei die gleiche wie im Inland – wichtig ist, dass das Depot aus einem Land übertragen wird, welches der deutsche Broker unterstützt. Dies ist in der Regel für alle EU-Länder und EWR-Länder (EU27 + Island, Liechtenstein, Norwegen) der Fall.

Mit Ausfüllen des Antrags zum Depotübertrag beim neuen Broker kann der Depotwechsel vom Anleger also eingeleitet werden.

Depotwechsel vom Inland ins Ausland

Dieser Schritt kann in manchen Fällen nützlich sein, ein Umgehen der Steuerpflicht in Deutschland ist so jedoch nicht möglich! Durch diverse internationale Abkommen zum automatischen Datenaustausch ist dem deutschen Finanzamt alles bekannt!

Die konkrete Vorgehensweise ist hier von den Regeln des Landes, in dem sich der neue Broker befindet, abhängig. Zunächst ist zu überprüfen, ob der Broker überhaupt Depotwechsel vornimmt, manche Broker bieten dieses Service gar nicht an – und das ist rechtlich zulässig. Zumeist wird bei Brokern in anderen EU-Ländern ebenfalls mit Antragsformular ein Depotübertrag beantragt, sodass die Vorgehensweise d’accord ist mit jenen im Inland.

Fazit: Wann der Depotwechsel sinnvoll ist

Einen Depotwechsel können Anleger einfach und unbürokratisch zwischen in Deutschland ansässigen Depotbanken und Brokern durchführen. Nicht nur ist der Depotwechsel kostenlos, er kann durch eine 3-stellige Depotwechsel Prämie zusätzlich versüßt werden.

Jedoch kann der Depotwechsel zwischen 3-6 Wochen in Anspruch nehmen. Nicht immer ist ein Depotwechsel sinnvoll und mit Kosteneinsparungen verbunden. Die Handelssperre mit Unfähigkeit zum Verkauf während Depotwechsel ist zu beachten.

Der Gesetzgeber in Deutschland sorgt dafür, dass der Depotwechsel recht einfach und sorgenfrei vollzogen werden kann. Oberste Priorität hat für Anleger ein langfristiger Kostenvergleich zwischen Anbietern, um einen Depotwechsel zum besten Online Broker vorzunehmen.

Häufig gestellte Fragen zum Depotwechsel

Wie übertrage ich mein Depot?

Als Anleger muss man nach der Depoteröffnung beim neuen Broker einen Depotübertrag vom alten Broker beantragen. Die Broker korrespondieren dann, um den Depotwechsel durchzuführen. Eigenständig muss der Anleger jedoch beim alten Broker noch in Schriftform die Kündigung des Wertpapierdepots durchführen.

Was muss ich bei einem Depotübertrag beachten?

Beim Depotwechsel zwischen Anbietern muss man als Anleger auf Kostenunterschiede, die Handelssperre und Dauer von 3-6 Wochen und die Übertragung von Anschaffungsdaten achten. Durch eine Depotwechsel Prämie alleine sollte man sich nicht zum Depotübertrag verleiten lassen, weitere Kriterien sind wichtig.

Wie funktioniert ein Depotwechsel?

Als Anleger beantragt man beim neuen Broker nach Depoteröffnung einen Depotübertrag von seiner alten Depotbank, welche dann miteinander korrespondieren. Als Anleger muss man in manchen Fällen noch eigenständig sein Wertpapierdepot beim alten Broker kündigen (aber nicht immer!). Die Kündigungserklärung muss in Schriftform per Post oder E-Mail übermittelt werden.

Wie viel kostet ein Depotübertrag?

Gemäß einem Urteil des BGH aus 2004 muss für den Anleger ein Depotwechsel kostenlos sein. Der Broker erfüllt beim Depotwechsel nämlich nur seine gesetzliche Pflicht, die von ihm im Auftrag des Kunden verwahrten Wertpapiere zu übertragen.

Zuletzt aktualisiert am 15. Juli 2021

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Christoph Peterson

Christoph ist vor ein paar Jahren auf das Thema Kryptowährungen gestoßen und beschäftigt sich als Autor und Enthusiast seither intensiv mit den Themen Kryptowährungen, Blockchain und STOs.