Bitcoin Börsen im Vergleich

Bitcoin Börsen im Vergleich
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Mittlerweile findet sich eine Vielzahl an Bitcoin Börsen auf den deutschen und internationalen Kryptomärkten wieder. Doch welchen dieser Anbieter soll man vertrauen? Und was muss ich beim Handel an diesen Börsen beachten? Der folgende Artikel vergleicht und bewertet die aktuell populärsten und besten Bitcoin Börsen, damit einer erfolgreichen Investition nichts mehr im Wege steht. 

Die von Softwareentwickler Satoshi Nakamoto (der Name ist ein Pseudonym) geschaffene virtuelle Währung „Bitcoin“ (BTC) sorgt seit ihrer Programmierung im Jahr 2008 für große Aufmerksamkeit an den Finanzmärkten. Durch den enormen Kursaufschwung von mehr als 3000 % zum Jahresende 2017 sind auch viele Privatanleger auf die „digitalen Münzen“ aufmerksam geworden, die zuvor lange Zeit nur ein Phänomen unter fachkundigen Programmierern und Investmentprofis waren. Doch auch wenn der Bitcoin im Lauf seiner Geschichte eine beachtliche Wertsteigerung erlebt hat, sollten sich Anleger dennoch umfassend über das Phänomen Bitcoin informieren. So zeigen die zum Teil dramatischen Kursverluste der letzten Monate und die von mehreren Experten angezeigte Gefahr einer Überhitzung, dass die Online-Währung kein Selbstläufer ist.

Anleger sollten sich deshalb umfassend mit der digitalen Währung beschäftigen, aber auch mit den möglichen Plattformen und Börsen, an denen mit dem Bitcoin gehandelt werden kann. Besonders im Fokus sollte dabei die Sicherheit der Bitcoin-Börse, aber auch die Möglichkeiten zur Analyse und Kontrolle des getätigten Investments stehen.

Nachfolgend wird die Funktionsweisen des Bitcoins und der zur Verfügung stehenden Börsen beschrieben, Hinweise zum Handel an Bitcoin-Börsen gegeben und Handelsplattformen empfohlen, die für private Anleger besonders interessante Optionen bieten.

Hinweis: Heute gibt es neben dem Bitcoin eine Vielzahl weiterer Kryptowährungen, wie Litecoin, Etherium oder Monero. Da der Bitcoin jedoch die bedeutendste unter den digitalen Währungen ist, wird in diesem Artikel vor allem auf diesen eingegangen.

Top 5 Bitcoin Börsen

Hier sind die aktuell besten Bitcoin Börsen, die Coincierge.de besonders für Bitcoin-Einsteiger empfielt:

RankingBitcoin BörseBewertungGeeignet fürZum Anbieter
1. Platzplus500 Logo

4,9/5

Anfänger & Fortgeschrittene Zu Plus500
2. PlatzAva Trade Logo

4,8/5

Anfänger & Fortgeschrittene Zu AVAtrade
3. PlatzATFX Logo

4,6/5

Anfänger & Fortgeschrittene Zu ATFX
4. PlatzCoinbase Logo

4,5/5

Anfänger & Fortgeschrittene Zu Coinbase
5. PlatzBitcoin.de Logo

4,3/5

Anfänger & Fortgeschrittene Zu Bitcoin.de

66 bis 81% der Konten von Privatanlegern verlieren Geld, wenn sie CFDs von diesen Anbietern handeln. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Weitere Bitcoin Börsen im Test

Wie kauft man Bitcoins bei einer Kryptobörse?

Lange Zeit galt der Bitcoin als „Spielgeld“ für Internetnerds und Cybergangster. Heute hat sich der Bitcoin jedoch als ernstzunehmenden Währung und als lukratives Investmentvehikel in der Finanzbranche etabliert.

Dabei spielt auch der verhältnismäßig einfache Zugang zum Bitcoin System eine wichtige Rolle. Denn auch wenn Begriffe wie Kryptowährung oder dezentrale Wertschöpfung für Anleger erst einmal verwirrend klingen, so ist der Kauf eigener Bitcoins dennoch verhältnismäßig leicht und unkompliziert möglich. Ähnlich wie beim Aktienkauf, bei dem der Kunde zunächst ein Depot bei einem Broker eröffnen muss, benötigt jedoch auch der Kauf und Handel von Bitcoin und Co. eine entsprechende Plattform.

Zu den bekanntesten der sog. Bitcoin Exchanger zählen Coinbase, Kraken und Binance, aber auch die Social-Trading-Plattform eToro und der Online-Broker markets.com. Die Registrierung und Identifizierung des Kunden ist per App mit wenigen Swipes möglich. Die Menge der benötigten Registrierungsinformationen ist überschaubar, die Anmeldung innerhalb weniger Minuten erledigt.

Der Kauf von Bitcoins funktioniert bei allen Bitcoin Exchangern ähnlich. Wir demonstrieren die folgenden Schritt-für-Schritt Anmeldung am Beispiel des Bitcoin CFD Brokers Plus500:

Schritt 1: Registrierung

Alle Anbieter verlangen vor dem Kauf von Bitcoins oder Bitcoin CFDs eine Registrierung und eine Verifikation des Users. Neben persönlichen Angaben wie Name oder Adresse müssen auch eine Emailadresse und teileweise auch eine Telefonnummer hinterlegt werden.

Bei Plus500 ein Konto erstellen

Die Identifikation des Users erfolgt je nach Anbieter auf unterschiedliche Weise. Bei Plus500 genügt es, wenn der Nutzer eine Kopie eines Ausweisdokumentes und einen Nachweis über den Wohnort im Account-Bereich hochlädt.

Schritt 2: Einzahlung

Um mit dem Handel von Bitcoins oder Bitcoin CFDs zu beginnen, ist anschließend die Einzahlung des Betrages erforderlich, der in Bitcoins umgetauscht werden soll. Dies ist durch mehrere Zahlungsoptionen möglich, wie beispielsweise per Überweisung auf ein Referenzkonto oder per Kreditkarte.

Bitcoin CFD Kreditkarte kaufen

Der Vorteil der Kreditkarte ist die sofortige Verfügbarkeit der Bitcoin-Münzen, da Überweisungen in der Regel 2 bis 3 Bankarbeitstag bis zu deren Einlösung benötigen. Allerdings fallen für die Nutzung der Kreditkarte zum Teil sehr hohe Gebühren an (je nach Anbieter 2 bis 4 Prozent). Zudem haben die meisten Kreditkarten ein Handelslimit, so dass vor allem zu Beginn des Investments die Anlage- und Handelsoptionen noch relativ beschränkt sind.

Schritt 3: Handel

Je nach dem, für welche Börse oder welchen Broker man sich entschieden hat, kann man nun den Handel auf der entsprechenden Plattform starten. In unserem Beispiel von Plus500 geht man dafür im Menü auf “Handel” und anschließend auf “Krypto”. Hier kann man sich nun die gewünschte Währung heraussuchen. Mit einem Klick darauf öffnen sich sämtliche Informationen zum CFD.

Bitcoin CFD einkaufen bei Plus500

In der rechten Spalte kann man anschließend die bevorzugten Einstellungen vornehmen und schließlich die Bitcoin CFDs kaufen odder auch verkaufen.

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Tipp: Anleger, die in den Handel mit Bitcoin einsteigen möchten, sollten diesen zunächst mit sehr kleinen Handelsvolumen starten. So können erste Gehversuche unternommen und Erfahrungen gesammelt werden, ohne dass zugleich die Gefahr des Verlustes einer hohen Geldsumme bei entsprechend negativen Kursentwicklungen zu befürchten ist.

Was ist eine Bitcoin-Börse

Im Gegensatz zu klassischen Währungen, bei denen ein physischer Gegenstand (z. B. Geldschein) den Wert der Währung widerspiegelt, kann der Bitcoin als Währung nicht unmittelbar, also physisch gehandelt werden.

Als dezentrale Währung werden die Bitcoins in einem dezentralen Rechnernetz geschöpft, dessen Herzstück, eine mittlerweile mehrere Gigabyte umfassende Datenbank, als Blockchain bezeichnet wird. Da im Blockchain alle Bitcoin-Transaktionen aufgelistet werden, wächst die Größe der Datenbank beständig weiter.

Um Teil dieses Systems zu werden und Bitcoins stehen Anlegern zwei Möglichkeiten offen:

1. Der Zugang via Bitcoin-Wallet.
2. Der Handel über eine Bitcoin-Börse.

Das Bitcoin-Wallet, das auch als digitale Brieftasche oder Geldbörse bezeichnet wird, ermöglicht es dem Anleger, die Bitcoins persönlich zu besitzen. Der Kunde verwaltet die Bitcoin-Keys, mit denen jeder Bitcoin zweifelsfrei zugeordnet werden kann, selbstständig. Allerdings erscheint vielen Kunden die Selbstverwaltung der Bitcoins mit den dazugehörigen Wallets und Bitcoin-Keys zu aufwendig oder unsicher, da sie sich mit den technischen Eigenheiten der Wallets (im Fall von Papier- oder Hardware-Wallets) nicht befassen möchten und bei der Übertragung der Keys an Mobile- oder Online-Wallets Sicherheitsrisiken fürchten.

Bitcoin-Börsen
Dagegen bieten Bitcoin-Börsen eine einfache und unkomplizierte Alternative. Beim Bitcoin-Handel über eine Bitcoin-Börse werden die digitalen Münzen ähnlich wie bei Aktien und Fonds an einem Börsenplatz gehandelt. Der Anleger besitzt die Bitcoins also nicht selbst, sondern lässt diese in Form von Anteilsoptionen von der jeweiligen Börsenplattform verwalten. Das Model der Bitcoin-Börsen ist also vergleichbar mit dem Handel von Währungs- oder Rohstoffzertifikaten, bei denen der Investor das Geld oder den Rohstoff (z. B. Öl) nicht direkt besitzt, sondern das durch die Anteilsscheine erworbene Vermögen von einem Broker verwalten lässt.

Besondere Merkmale der Bitcoin-Börsen – Worauf sollten Sie achten?

Der Handel mit Bitcoins kann für Anleger komplex und verwirrend wirken. Der ständig wachsende Markt an Bitcoin-Plattformen erschwert den Überblick zusätzlich. Auch wenn der Handel mit Bitcoins in vielen Punkten dem Handel am klassischen Aktien- oder Devisenmarkt gleicht, sollten Anleger zudem einige wichtige Besonderheiten beachten, um unnötige Risiken zu vermeiden:

Börse oder Broker?

Auch wenn sich der Begriff der Bitcoin-Börse im Finanzsprachgebrauch fest etabliert hat, ist eine Unterscheidung zwischen tatsächlichen Bitcoin-Börsen und Bitcoin-Brokern dennoch hilfreich:

Bei echten Bitcoin-Börsen (auch Bitcoin-Markplatz genannt) wie Bitcoin.de oder Kraken werden Verkäufer und Käufer direkt zusammengebracht. Der Kurs der Bitcoin-Währungen wird permanent neu aus dem bestehenden Angebot und der herrschenden Nachfrage ermittelt und in Echtzeit abgebildet. Verkäufer wissen so genau, zu welchem Preis sie Bitcoins im aktuellen Moment kaufen oder verkaufen können. Die gekauften oder verkauften Coints werden sofort in das Handelswallet des Kunden übertragen und können von dort aus in das persönliche Wallet weitertransferiert werden.

Bei einem Bitcoin-Broker wird die Methode des sogenannten CFD-Tradings (Contracts for Difference) verwendet. Die Bitcoins werden dabei nicht unmittelbar gekauft oder verkauft. Stattdessen spekulieren die Anleger auf steigende oder fallende Kurse der jeweiligen Bitcoin-Währung. Zu den bekanntesten Krypto-Brokern zählen eToro und Markets.com.

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Börse mit oder ohne Wallet?

Bei einigen Anbietern wird für den Handel mit Bitcoin und Co. ein eigenes Handelswallet benötigt, von dem aus die gehandelten Coins abgebucht bzw. realisierte Gewinne eingezahlt werden können. Alle Transaktionen werden also zunächst über das beim jeweiligen Anbieter angelegten Wallet abgewickelt, bevor diese ins persönliche Wallet transferiert werden können.

Dieser kleine Umweg im Bitcoin-Handel stellt in den meisten Fällen zwar kein Problem dar, unter Umständen können erworbene Bitcoins durch die Notwendigkeit der Weiterleitung ans private Wallet jedoch nur mit einer kleineren Verzögerung gehandelt werden. Anleger sollten zudem beachten, ob für die Weiterleitung der Bitcoins aus dem Handels-Wallet separate Transaktionsgebühren fällig werden.

Tipp: Die Einrichtung eines Trading-Wallets ist jedoch nicht bei allen Anbietern notwendig. So verzichten eToro und Markets.com beispielsweise auf ein derartiges Wallet. Stattdessen kann direkt mit dem eingezahlten Barvermögen gehandelt werden.

Umrechnungskurse

Der Handel mit dem eigenen Barvermögen besitzt für Anleger einen großen Vorteil: Sie können jederzeit direkt ablesen, welcher Geldwert in ihrem Depot zur Verfügung steht. Eine Umrechnung des Bitcoin-Vermögens in besser überschaubares Devisenvermögen, wie diese bei der Verwendung von Trading-Wallets unter Umständen notwendig ist, entfällt. Allerdings sollten Anleger die jeweiligen Umrechnungskurse der gewählten Handelswährungen beachten.

Investoren müssen also bei Trades nicht nur den tagesaktuellen Wert der Kryptowährung im Blick behalten, sondern auch den jeweiligen Handelskurs der Auszahlungswährung (z. B. Eurokurs, Dollarkurs).

Währungspaare

Der Handel mit unterschiedlichen Währungspaaren (z. B. Bitcoin als Handelswährung, Dollar als Auszahlungswährung) kann für kluge Anleger durchaus große Chancen bieten. Verkauft ein Investor seine Bitcoin-Münzen z. B. zu einem hohen Bitcoin- und einem verhältnismäßig geringen Dollarkurs, so kann er seinen Gewinn im Gegensatz zu einem Trading mit hohem Bitcoin- und Dollarkurs noch einmal erheblich steigern. Umgekehrt können bei einer Fehlspekulation jedoch auch deutliche Verluste entstehen.

Tipp: Für neue Anleger ist der Bitcoin-Handel mit stabilen und schwankungsarmen Auszahlungswährungen empfehlenswert, da sie sich so zunächst auf die Wertentwicklung ihrer Bitcoins konzentrieren können, ohne dass sie dabei eine zweite Währung im Blick behalten müssen. Noch einfacher ist in dieser Hinsicht die Kombination zwischen Bitcoin-Börse und Bitcoin-Wallet, die viele Plattformen anbieten, da Anleger so den Aspekt der Wertumrechnung zumindest anfänglich fast vollständig vernachlässigen können.

Handel mit mehreren Kryptowährungen

Buterin BTC Funktionalität zu eingeschränkt - CoinciergeErfahrene Anleger nutzen im Handel mit Kryptowährungen nicht nur die Möglichkeit, auf den steigenden Kurs der ausgewählten digitalen Währung zu spekulieren. Stattdessen führen sie Trades zwischen unterschiedlichen Kryptowährungen aus, so dass sie auch von fallenden Kursen profitieren können.

So bekommen Anleger beispielsweise für den Umtausch von Bitcoin in Ethereum eine überdurchschnittlich hohe Summe an Ethereum, wenn der Kurs dieser Währung gerade verhältnismäßig niedrig ist. Eine entsprechende abschließende Wertschöpfung setzt jedoch voraus, dass der Kurs des Ethereums später wieder steigt.

Hohe Liquidation

Kryptowährungen zählen zu den hochspekulativen Investmentvehikeln am Aktienmarkt. Hohe Kursschwankungen innerhalb kurzer Zeiträume sind keine Seltenheit. Anleger sollten deshalb einen Handelsplatz mit hoher Liquidation wählen. Dies bedeutet, dass am entsprechenden Markt Kryptowährungen zu jeder Zeit in einem hohen Umfang gehandelt gekauft und verkauft werden, so dass Transaktionen innerhalb kurzer Zeit ausgeführt werden.

Besitzt der Handelsplatz dagegen nur ein verhältnismäßig geringes Handelsvolumen, so werden Kursveränderungen nur schleppend abgebildet. Getätigte Order können folglich nicht immer zeitnah abgeschlossen werden, wodurch Kursverluste möglich sind.

Tipp: Es empfiehlt sich daher, auf große Börsen- und Tradingplattformen, wie die am Ende dieses Artikels dargestellten zu setzen, auf denen ein konstant hohes Tradingvolumen herrscht.

Hebel

Hebel ermöglichen es Anlegern, die Wirkung der eigenen Investition in eine Kryptowährung deutlich zu steigern bzw. überproportional von Kursschwankungen in die prognostizierte Richtung zu profitieren. Auf den Finanzplattformen sind Hebel mit einer Wirkung von bis zu 500 verfügbar. Das bedeutet, dass mit einem Betrag von 100 Euro die Summe 500.000 Euro abgebildet werden kann.

Hebel sind also eine große Chance am Kapitalmarkt. Gleichzeitig erhöhen sie jedoch auch das Risiko eines Kapitalverlustes erheblich, so dass dieses Werkzeug nur mit entsprechenden Kenntnissen eingesetzt werden sollte.

Zahlungsmethoden

Bei der Auswahl der Bitcoin-Börse sollten Anleger gut im Blick behalten, welche Zahlungsmethoden für den Erwerb der Bitcoins zur Verfügung stehen. Für Neulinge am Bitcoin-Markt ist der Einsatz von „echten“ Währungen (auch FIAT-Währungen genannt), die per Überweisung oder Kreditkarte auf das Kundenkonto eingezahlt werden, besonders überschaubar.

Unter diesen werden in erster Linie der US-Dollar, aber auch Euro, britische Pfund oder japanische Yen als Zahlungsmittel akzeptiert. Bei einigen Plattformen ist jedoch nur das Investment mit selbst erworbenen Kryptowährungen möglich. Anleger müssen dann also erst über ein gefülltes Bitcoin-Wallet verfügen, um in den Handel mit der digitalen Währung starten zu können.

Übrigens: Der Bitcoin-Kauf via PayPal ist nur bei wenigen Anbietern möglich (z. B. eToro oder Markets.com). Grund dafür ist, dass der grundsätzlich anonyme Werthandel im Bitcoinsystem den Käuferschutzprinzipien von PayPal entgegensteht, da Geldflüsse im Bitcoinhandel nur schwer zugeordnet werden können.

Gebühren

Wer Bitcoins und Co. nicht nur verwahren, sondern aktiv handeln möchte, der sollte sich gut mit den unterschiedlichen Gebühren der jeweiligen Anbieter befassen, da je nach Höhe der fälligen Gebühren die Rendite zum Teil erheblich gemindert werden kann.

1. Trading Fees
Als Trading Fee bezeichnet man die Gebühren, die vom Anbieter pro Transaktion erhoben werden. In der Regel sind diese gestaffelt und abhängig vom jeweiligen Transaktionsvolumen. Grundsätzlich sind die Kosten dabei um so geringer, je höher das Volumen der Transaktion ist. Sie bewegen sich in den meisten Fällen im Bereich zwischen 0,1 und 0,25 Prozent der Transaktionssumme.

2. Ein- und Auszahlungsgebühren
Während bei den sog. Krypto-Transaktionen (also dem Handel mit verschiedenen digitalen Währungen) eine Netzwerkgebühr erhoben wird, fallen beim Handel mit Kryptowährungen auf der Basis von Devisen Gebühren für die Ein- und Auszahlung der jeweiligen Geldbeträge an. Bei Überweisungen sind die Kosten geringer als bei der Einzahlung mittels Kreditkarte, der der Gebühren bis zu 3,9% (Coinbase) anfallen können. Es gibt jedoch auch Anbieter, die Trades und Auszahlungen vollkommen gebührenfrei anbieten. Anleger sollten deshalb die Konditionen der jeweiligen Plattformen genau studieren.

3. Inaktivitäts-Gebühren
Weniger aktive Händler sollten sich vor allem mit möglichen Verwaltungsgebühren bei Inaktivität, sogenannten Inaktivitäts-Fees beschäftigen. Sie fallen immer dann an, wenn über einen längeren Zeitraum keine Trades auf der Plattform getätigt werden.

Bitcoin BörseMindesteinzahlungGebührenEinzahlungsmethode
Plus500ab 100 EuroHandelsspreadKreditkarte, Überweisung, PayPal, Giropay, Sofortüberweisung
Markets.com100 EuroHandelsspreadKreditkarte, Überweisung, PayPal, Skrill, Neteller
ATFXkeine HandelsspreadKreditkarte, Überweisung, PayPal
Coinbasekeine1,49% (0-0,3% bei Coinbase Pro)Kreditkarte, Überweisung
Bitcoin.dekeine1%Überweisung

Bitcoin-Börsen im Vergleich – Welche Anbieter sind empfehlenswert?


Die Zahl der Krypto-Börsen und Bitcoin-Broker wächst stetig weiter. Gerade für neue Anleger am Markt ist es deshalb eine herausfordernde Aufgabe, sich einen Überblick über die Vielzahl der Plattformen und Anbieter zu verschaffen. Besonders empfehlenswert sind für Einsteigern deshalb die großen Plattformen am Markt, die über folgende Merkmale verfügen:

  • Ein breites Angebot,
  • Verständliche Apps,
  • Vielfältige Einzahlungsmöglichkeiten,
  • Transparente Gebühren und
  • Hohe Sicherheitsstandards

Weniger empfehlenswert sind dagegen sehr kleine und unbekannte Plattformen, über deren Geschäftsgebaren oftmals nur wenige Informationen bekannt sind.

Die folgenden Bitcoin-Börsen wurden von unserer Redaktion ausgiebig getestet und bewertet. Aufgrund der umfangreichen Leistungen und der einfachen Bedienung hat es der Anbieter Plus500 auf den ersten Platz geschafft:

Platz 1: Plus500 ★★★★★

Plus500 ist ein typischer Bitcoin-Broker, der den Handel mit Kryptowährungen CFDs ermöglicht. Insgesamt verfügt die 2008 gegründete Plattform über ein äußert breites Produktportfolio, bei dem folgende Tradings möglich sind:

  • EFTs,
  • Optionen,
  • Indizes,
  • Devisen,
  • Aktien,
  • Rohstoffen und
  • Kryptowährungen

Was für das Angebot spricht, ist die große Auswahl an Handelsgütern. Zudem steht den Nutzern ein kostenloses Demo Konto zur Verfügung – wie es mittlerweile zum Standard gehört. Überdurchschnittlich ist allerdings, dass die Webseite von Plus500 in über 30 Sprachen verfügbar ist. Die geringe Mindesteinlage von nur 100 Euro dürfte es auch Einsteigern möglich machen die Plattform zu erkunden und in das Trading einzusteigen.

Plus500 nutzt nicht den sonst so häufig eingesetzten MetaTrade4, sondern eine eigens kreierte Plattform. Diese Plattform ist überaus übersichtlich und benutzerfreundlich gestaltet, sodass das Trading leicht von der Hand geht. Die Software ist auch als Download und App verfügbar.

Auf dem Papier scheint Plus500 wie eine überaus seriöse Krypto Börse. Das Angebot stimmt, die Kontoeröffnung ist einfach, im Internet sind positive Testberichte zu finden und Plus500 sponsort eine bekannte spanische Mannschaft.

  • Kein extra Wallet notwendig
  • Breites Produktportfolio
  • Plattform übersichtlich gestaltet
  • Mindesteinzahlung schon ab 100 Euro
  • Durch verschiedene Finanzaufsichtsbehörden reguliert
  • Kein telefonischer Support

80,6% der Konten von Privatanlegern verlieren Geld, wenn sie CFDs von diesem Anbieter handeln. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Platz 2: AVAtrade ★★★★

AvaTrade LogoDer Forex und CFD Broker Markets.com wurde 2010 gegründet und ist mit mehr als 5 Millionen registrierten Konten einer der beliebtesten Handelsplattformen in Europa. Markets.com ist seit 2014 der offizielle Partner des Fussballvereins von Manchester City und erlangte dadurch erhöhte mediale Aufmerksamkeit.

Der Broker unterliegt der Regulierung der CySEC (Cyprus Securities and Exchange Commission), sowie des FSB (Financial Stability Board). Aufgrunddessen ist eine gesetzliche Einlagesicherung in Höhe von 20.000 Euro gewährleistet.

AVAtrade InterfaceBei über 2.200 handelbaren Märkten umfasst das Produktpotfolio den Handel mit folgenden CFDs:

  • Aktien
  • Indizes
  • ETFs
  • Devisen
  • Rohstoffe und
  • Kryptowährungen

Anleger freuen sich bei AVAtrade vor allem über die niedrigen Provisionen sowie die Vielzahl an Zahlungsmethoden, wie Kreditkarte, Überweisung, Skrill oder Neteller.

Des Weiteren begeistert die professionelle Handelsplattform. Diese überzeugt vorallem durch ein modernes und intuitives Design, als auch drch leistungsstarke quantitative Analysetools.

Tipp: AVAtrade bietet für Kunden die Möglichkeit, ein Testportfolio einzurichten. Dieses bildet die tatsächlichen Kurse der Investmentvehikel in Echtzeit ab. Anleger können so Erfahrungen sammeln ohne von Anfang eigenes Vermögen einsetzen und riskieren zu müssen.

  • Kein extra Wallet notwendig
  • Breites Produktportfolio
  • Niedrige Provisionen
  • Umfassendes Demokonto zum Testen
  • Vergleichsweise hohe Spreads

71% der Konten von Privatanlegern verlieren Geld, wenn sie CFDs von diesem Anbieter handeln. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Platz 3: ATFX ★★★★

ATFX LogoBei ATFX handelt es sich nicht um eine klassische Bitcoinbörse sondern um einen Bitcoin CFD-Broker. Man handelt hier Bitcoins nicht direkt – sondern diese dienen als zugrundeliegendes Asset für CFDs. Der Vorteil ist, dass man sich um die komplizierte Lagerung im Wallet keine Gedanken machen muss, sondern ein reguliertes Finanzprodukt handelt.

Die Handelsgebühren bei ATFX sind aus unserer Sicht ausgesprochen fair, Spreads beginnen ab 0,6 Pips. Eine Mindesteinzahlung gibt es nicht – auch das ist für CFD Broker eine Besonderheit. Neben Bitcoin bietet ATFX außerdem den Handel mit Ripple, Ethereum und Litecoin CFDs an.

ATFX PlattformDie Plattform ist von der englischen Aufsichtsbehörde FCA lizenziert – die Einlagen sind also staatlich abgesichert.

Der Support bei ATFX ist herrausragend und antwortet in der Regel innerhalb weniger Stunden. Und auch sonst tut sich auf der Plattform einiges für Trader: Es werden täglich mehrere Webinare, unter anderem auch zum Kryptohandel angeboten, in denen sich interessierte Zuschauer weiterbilden können.

  • Niedrige Gebühren und Spreads
  • Reguliert durch die FCA
  • Gehebelter Handel möglich – mit geringem Kapitaleinsatz kann also viel Geld bewegt werden
  • Große Auswahl an Webinaren und Weiterbildungsmöglichkeiten für Trader
  • Neben Bitcoin nur 3 weitere Kryptowährungen verfügbar
  • CFD Handel birgt Risiken.

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Platz 4: Coinbase ★★★

coinbaseSeit der Gründung im Jahr 2012 in den USA konnte die Bitcoin-Börse Coinbase bis heute über 12 Millionen Kunden in 34 Ländern von ihrem Angeboten überzeugen. So scheint es wenig verwunderlich, dass das Unternehmen aktuell mit einem Wert von mehr als 10 Milliarden USD gehandelt wird.

Dank der schnellen Registrierung und der einfachen Steuerung ist Coinbase vor allem für Krypto-Einsteiger bestens geeignet. Die Handelsgebühren sind mit 1,49 Prozent des Transaktionswertes allerdings verhältnismäßig hoch. (Transaktionen zwischen registrierten Nutzern sind kostenlos.) Auffällig sind zudem auch die hohen Gebühren von 3,99 Prozent des Einzahlungswertes bei der Verwendung von Kreditkarten.

Die Zahl der verfügbaren Kryptowährungen ist im Vergleich mit anderen Anbietern eher gering:

  • Bitcoin (BTC),
  • Litecoin (LTC),
  • Ethereum (ETH),
  • Ethereum Classic (ETC) und
  • Bitcoin Cash (BCH)

Nutzer der Börse sollten zudem über gute Englischkenntnisse verfügen, da Coinbase nur wenige Informationen in deutscher Sprache bereithält. Einige davon sind nur nach Abschluss der Registrierung verfügbar.

  • Renommierter Anbieter
  • Einfache Registrierung
  • Wallet direkt auf der Plattform nutzbar
  • Intuitive Handhabung
  • Relativ hohe Gebühren
  • Aufgrund von Problemen mit den deutschen Finanzbehörden wird Deutschland als Handelsort von Coinbase nicht offiziell unterstützt. Anmeldung und Verifikation gelingen zwar ohne Probleme, dennoch ist es aufgrund der fehlenden Unterstützung nicht auszuschließen, dass es im Einzelfall zu Problemen bei Überweisungen und Einzahlungen kommen kann.

Platz 5: Bitcoin.de ★★★

Die 2011 in Deutschland gegründete Handelsplattform Bitcoin.de gilt als deutscher Pionier auf dem Kryptomarkt. Heute zählt die Plattform zu den größten Krypto-Börsen in Europa. Seit 2014 ist sie als vertraglich gebundener Finanzvermittler tätig.

Seit 2013 kooperiert Bitcoin.de eng mit der Münchner Fidor-Bank. Seit 2015 sind die Konten von Kunden beider Unternehmen direkt verbunden, so dass ein schnellerer Handel möglich wird. Um diesen Komfort nutzen zu können, ist allerdings die Einrichtung eines Fidor-Kontos mit Post- oder VideoIdent-Verfahren und eine 2-Faktor Authentifizierung notwendig.

Lange Zeit konnte auf Bitcoin.de nur Bitcoin gegen Euro gehandelt werden, seit 2017 ist auch der Handel mit weiteren Kryptowährungen wie Ethereum, Bitcoin Cash und Bitcoin Gold möglich.

Laut Angaben verwaltet das Unternehmen für 665.000 Nutzer ein jährliches Handelsvolumen von über 1,2 Milliarden Euro. Anleger schätzen bei Bitcoin.de vor allem die hohen Sicherheitsstandards des Unternehmens. So gleichen die Regularien, denen Bitcoin.de unterliegt vergleichbar mit denen einer gewöhnlichen deutschen Bank. Dies hat zur Folge, dass die Vermögen der Kunden dank der deutschen Einlagensicherungsgesetze auch bei einem Hackerangriff sicher sind.

Ein weiteres Sicherheitsmerkmal: Jeder User erhält bei Bitcoin.de ein individuelles Trust-Level, das die Menge möglicher Käufe und Verkäufe sowie Auszahlungen reglementiert. Zur Ermittlung des Trust-Levels werden die positiven und negativen Bewertungen, die sich User gegenseitig vergeben können, miteinander in Beziehung gesetzt. Erreichbar sind die Trust-Level:

  • Bronze“ (bis zu 5 Bewertungen, davon 80 Prozent positiv),
  • Silber“ (mind. 5 Bewertungen, davon 80 Prozent positiv),
  • Gold“ (ab 25 Bewertungen, davon 90 Prozent positiv) und
  • Platin“ (ab 100 Bewertungen, davon 95 Prozent positiv).

Dafür nehmen Anleger auch eine verhältnismäßig komplexe Gebührenordnung in Kauf (Die Markplatzgebühr beim Handel unter Anlegern beträgt 0,8 – 1,0 Prozent der Transaktionssumme, die Gebühr für Auszahlungen bemisst sich an der aktuellen Gebührenordnung des Bitcoinsnetzwerkes, Stand 02.03.19: ca. 2,2 Cent pro Transaktion, je nach Höhe des Transaktionsvolumens; ggf. werden weitere Gebühren von der Fidor Bank erhoben).

Insgesamt ist die Auswahl an Handelstools überschaubar. Einzahlungen sind nur mittels Überweisung möglich. Das Interface von App und Webseite könnte moderner gestaltet sein. Das Unternehmen baut seine Onlinepräsenz jedoch beständig aus. Außerdem punktet Bitcoin.de mit einem deutschen Kundensupport, der telefonisch und über ein Kontaktformular erreichbar ist.

  • Sitz in Deutschland
  • Hohe Sicherheitsstandards
  • Kein eigenes Wallet notwendig
  • Deutschsprachiger Kundensupport
  • Schlechtere Kurse als bei internationalen Plattformen
  • Komplexe Gebührenstruktur

Bitcoin Börsen im Überblick

Abschließend noch einmal alle Bitcoin Börsen im Überblick:

plus500LogoAva Trade LogoATFX LogoCoinbase LogoBitcoin.de Logo

4,9/5

Webseite

4,8/5

Webseite

4,6/5

Webseite

4,5/5

Webseite

4,3/5

Webseite

Standort
Israel

Standort
Irland

Standort
UK

Standort
USA

Standort
Deutschland

Geschwindigkeit
Hoch

Geschwindigkeit
Hoch

Geschwindigkeit
Durchschnitt

Geschwindigkeit
Durchschnitt

Geschwindigkeit
Durchschnitt

Privatsphäre
Hoch

Privatsphäre
Hoch

Privatsphäre
Hoch

Privatsphäre
Mittel

Privatsphäre
Mittel

66 bis 81% der Konten von Privatanlegern verlieren Geld, wenn sie CFDs von diesen Anbietern handeln. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Letztes Update:

About the Author:

Martin Schwarz

MSc. in Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt auf asymetrische Kryptographie und M2M-Kommunikation. Ich bin seit 2015 im Bereich Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs.

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