So geht der Start in den Futures Handel in 2021 – Tipps, Tricks, Definitionen und ein Alltags-Beispiel

Auf einem regulierten Markt mit kleinem Kapitaleinsatz große Renditen erzielen – genau dieses Szenario ist möglich im Future Trading. Dank geringer Sicherheitsleistungen von zum Teil nur 5% können im Future Handel hohe Beträge bewegt werden. Doch was sind Futures überhaupt?

Genau mit dieser Frage beschäftigt sich diese ausführliche Futures Analyse. Die interessante Geschichte des Future Handels wird unter die Lupe genommen, ebenso wie die besten Future Broker und verschiedene Future Arten. Interessant ist dabei auch ein Blick auf Future Optionen, denn hierbei können auch deutsche Kleinanleger mit Beträgen von unter 100 Euro profitieren.

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Ihr Kapital ist im Risiko.

Das Wichtigste In Kürze

  • Hohe Hebel: Durch den geringen Sicherheitseinschuss werden Futures generell mit einem hohen Hebel gehandelt – meist zehnfach, zum Teil sogar mit einem zwanzigfachen Hebel.
  • Lange Geschichte: Ursprünglich wurden Futures vor mehreren hundert Jahren in der Agrarwirtschaft geboren, um sich gegen Ernteausfälle und Preissteigerungen abzusichern. Mittlerweile sind sie ein etabliertes und weit verbreitetes Finanzprodukt.
  • Klare Regulierung: Beim Futures Trading handelt es sich nicht um wilde Spekulationen in dunklen Hinterzimmern. Vielmehr sind Futures streng überwacht und werden überwiegend über die genau regulierten Terminbörsen in Chicago (CME) und Frankfurt (Eurex) abgewickelt.
  • Vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Futures dienen nicht nur zur Spekulation, sondern auch zur Risikoabsicherung, zum Hedging, zum Rohstoffhandel und zur Preisbestimmung von Rohstoffen.

Die besten Futures Broker

Um den besten Futures Broker zu finden ist die wichtigste Eigenschaft – logischerweise – dass der Broker Futures anbietet. Dies ist nur bei relativ wenigen Anbietern der Fall, sodass unser Future Broker Vergleich deutlich kürzer als zum Beispiel unser Online Broker Vergleich ausfällt.

Dennoch konnten wir zwei besonders empfehlenswerte Anbieter ausfindig machen, die wir im folgenden kurz näher vorstellen wollen und im Rahmen eines Future Broker Vergleich gegenüberstellen.

comdirect logo transparent

Comdirect ist ein 1994 gegründeter deutscher Broker, der mittlerweile unter dem Dach der Commerzbank steht. Es ist bei Privatanlegern aller Art beliebt und wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht überwacht. Die comdirect bietet über 3000 Futures und damit eine besonders große Auswahl an. Unter anderem stehen Index Futures, Aktien Futures und Rohstoff Futures zur Auswahl, darunter auch auf die beliebtesten Anlageprodukte wie den Dax, den Dow Jones, Öl, Gold oder den US-Dollar. Ebenso sind bei der comdirect Mini Futures verfügbar. Die Comdirect ist besonders für all jene zum Futures handeln geeignet, die bei den Futures deutsche Betreuung wünschen.

Plus500 ist ein CFD-Broker mit Hauptsitz in Großbritannien, Zypern und den Seychellen, der an der London Stock Exchange börsennotiert ist. Der Anbieter sponsort Fußballteams wie Atletico Madrid oder die Young Boys Bern und ist vor allem aufgrund der sehr niedrigen Gebühren bekannt, die es sogar ermöglicht, Aktien und Futures kostenlos zu handeln. Als in der Europäischen Union regulierter Online-Broker mit Finanzlizenz unterliegt plus500 der europäischen Einlagensicherung. Angeboten werden über 500 Future Optionen als CFD, überwiegend auf die wichtigsten Aktien, Rohstoffe und Währungspaare.

Direktvergleich der beiden Anbieter

Comdirect Plus500
Sitz Deutschland UK / Zypern / Seychellen
Lizenz BaFin / Deutschland UK / Zypern / Seychellen
gegründet 1994 2008
Einlagensicherung Ja Ja
Futures Ja Ja, als Future-Optionen
Future Anzahl über 3000 über 500
Future Arten Aktien, Dividenden, Forex, Indizes, Rohstoffe Aktien, Forex, Indizes, Rohstoffe
Depotgebühren Kostenlos Kostenlos
Futures Gebühren (Kauf) ab 2.50 Euro pro Kontrakt, mindestens jedoch 19 Euro 0%
Futures Gebühren (Verkauf) ab 4.50 Euro pro Kontrakt, mindestens jedoch 19 Euro 0%
Futures Spread keine variabel
Handelssoftware ProTrader und CFD App WebTrader und Trading Software

Was sind Futures?

Zukunft - Future - Smart CityDie Futures Definition bezieht sich im Allgemeinen auf einen in der Zukunft liegenden Terminkontrakt. Hierbei werden also in einem Vertrag zukünftige Preise festgehalten, egal um welchen Future Handel es dabei geht.

Solch ein Terminkontrakt kann dabei auf alle möglichen Anlageklassen, Rohstoffe oder Finanzinstrumente abgeschlossen werden. Aus diesem Grund gibt es unter anderem Rohstoff Futures, Aktien Futures, Devisen Futures, Index Futures oder sogar Bitcoin Futures. Selbst auf Agrarrohstoffe wie Magerschwein, Sojabohnen oder Palmöl gibt es Futures – bei diesen Produkten haben sie sogar ihren Ursprung.

Auch wenn Futures auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen, sind sie doch sehr logisch aufgebaut. Vereinfacht gesagt ist die Futures Erklärung genau der Preis, den man zu einem gewissen Zeitpunkt bereit ist, für ein bestimmtes Produkt zu zahlen.

Da vor allem die wichtigsten Rohstoffe und Finanzinstrumente sehr oft als Futures gehandelt werden, entsteht hierdurch ein großes Volumen aus Angebot und Nachfrage. Genau dies bildet schließlich die Grundlage für die Preise an den Futures Börsen, die hochliquide sind und damit auch für Future Trading in Form von Day Trading bestens geeignet sind.

Plus500 GER
Zum Anbieter

72,2% bis 80,4% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesen Anbietern. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Empfohlener Broker
Comdirect
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Bewertung
4.3
4.6
Mobile App Bewertung
9/10
9/10
Min. Trade
0€N/A
Hebel
1:301:30
Margenhandel
Anzahl Aktien
N/A10.000+
Anzahl ETFs
N/A600+
Kosten pro Trade
€0€3.95
Kosten pro Monat
€0€0
ETFs
0,01% - 2%3,90€
Fonds
0,01% - 2%9,90€
CFDs
0,01% - 2%4,90€
Sparpläne
N/A0€
Krypto
0,01% - 2%N/A
Anleihen
0,01% - 2%3,90€
Handelsgebühren
SpreadsFeste Gebühren
Auszahlungsgebühren
0€0€
Inaktivitätsgebühren
N/AN/A
Einzahlungsgebühren
0€0€
CFD-Position über Nacht
N/AN/A
Kreditkarte
Paypal
Sepa Überweisung
Skrill
Sofortüberweisung

Was ist ein Future Kontrakt?

Neben der Frage „was sind Futures“ ist es auch wichtig zu verstehen was ein Future Kontrakt ist.

Ein Future Kontrakt besteht immer aus verschiedenen Bestandteilen. Dabei existieren im Wesentlichen die folgenden Merkmale:

  • die Menge des zu Grunde liegenden Basiswerts
  • der festgesetzte Preis
  • der Zeitpunkt
  • die Qualität
  • der Ort

Werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Eigenschaften und erklären dies zugleich an einem Futures Beispiel. Ein Käsehersteller benötigt naturgemäß für die Produktion sehr viel Milch. Damit sein Käse im Falle von Preissteigerungen nicht zu teuer wird, schließt er einen Terminkontrakt auf Milch. Es handelt sich hierbei also um einen Rohstoff Future.

Quantität des BasiswertPreis des Future KontraktZeitpunkt des Future KontraktQualität des Future BasiswertOrt der Lieferung

Quantität des Basiswert

Wer Futures handeln möchte, muss sich laut Futures Definition immer an den vorgegebenen Basiswert sowie dessen Quantität richten. Dies sind beim Öl Future zum Beispiel immer 1000 Barrel oder beim Gold Future 100 Unzen. Wer lieber einen DAX Future handeln möchte, muss mit einem Standard von 25 Euro pro Punkt am Futures Markt rechnen.

In unserem Futures Beispiel ist der Basiswert von Milch 200000 Pfund (rund 90000 Kilogramm). Für die Käseherstellung ist Milch der Klasse III (Milk Class III) ausreichend.

Preis des Future Kontrakt

Jeder der Basiswerte hat einen derzeitigen Preis, doch der Sinn eines Future Kontrakts ist es, das Produkt oder das Finanzinstrument erst in der Zukunft erwerben zu wollen.

Da zum jeweils aktuellen Rohstoffpreis die Opportunitäts- oder Lagerkosten hinzukommen, liegt der Preis eines Future Kontrakts in der Regel höher als der tagesaktuelle Kassa-Kurs. Gerade beim derzeitigen Niedrigzinsumfeld ist dies jedoch nicht immer gegeben. So steht der DAX stand heute bei rund 15700 Punkten, ein DAX Future für den Dezember wäre jedoch für den Wert von rund 15500 Punkten zu bekommen.

Interessant ist der Future Preis des Öls, denn dieser liegt derzeit deutlich unter dem aktuellen Tageskurs, was auch als Backwardation bezeichnet wird – eine umgekehrte Future Kurve. Dazu aber später mehr.

Im Falle des Käseherstellers stellt der Future Markt allerdings einen marktüblichen Milchpreis bereit. Im Juni 2021 liegt Milk Class III bei rund 17.60 USD pro cwt (eine amerikanische Maßeinheit für 100 Pfund, also rund 45 Kilo), der Milk Class III Dezember Future 2021 liegt bei 18.41 USD. Der Käsehersteller sichert sich damit also den Preis von heute (17.60 USD), muss aber 0.81 USD dafür bezahlen, dass der Milchproduzent bis zum Dezember die Kühe füttert und und/oder die Milch lagert.

Zeitpunkt des Future Kontrakt

Jeder Future Trade hat einen Fälligkeitstermin, der sich meist in der Spezifikation bzw. in der Bezeichnung des Kontrakts wiederfinden lässt. Dies kann jeder beliebiger Monat in der Zukunft sein.

Ist kein Termin angegeben, kann vor allem beim Futures Trading auch der allgemeine Futures Termin gelten. Bei Index Futures auf den Dax oder den Dow Jones ist dies zum Beispiel der dritte Freitag im letzten Monat eines Quartals.

Der Käsehersteller aus unserem Futures Beispiel hat aber den Dezember gewählt. Dieser wird am Anfang des darauffolgenden Monats, den 05. Januar 2022, ausgeführt.

Qualität des Future Basiswert

Die Qualität spielt für das reguläre Future Trading eher eine untergeordnete Rolle, denn diese ist stets von den ausführenden Futures Börsen festgelegt.

So wird die Qualität des Öls zum Beispiel anhand der verschiedenen Ölsorten (WTI, Brent) festgelegt. Gold muss mindestens einen Feingehalt von 0.995 besitzen und an der Rohstoff Börse bzw. Future Börse gehandeltes Orangensaftkonzentrat muss zum Beispiel gefroren sein und darf lediglich aus Orangen aus Florida oder Brasilien bestehen.

Auch für unsere Käsehersteller sieht es beim Rohstoff Future auf Milch der Klasse III ähnlich aus, denn während die Klasse I sich in Form von Flüssigmilch definiert und die Klasse II vor allem in Form von Joghurt oder Frischkäse gehandelt wird, wird die Klasse III vorrangig für die Käseherstellung verwendet, so auch der Milk Class III Dezember 2021 Future.

Ort der Lieferung

Auch der Ort der Lieferung ist für das reguläre Future Trading eher unerheblich, denn nur rund 2% aller Futures Kontrakte werden tatsächlich physisch geliefert. Wer also lediglich den Future Handel als Beimischung für das eigene Portfolio betreibt oder ohnehin nur Finanzinstrumente wie DAX oder Nasdaq Futures tradet, muss sich über diese Komponente keine Gedanken machen.

Wenn es jedoch um einen tatsächlichen Terminkontrakt geht, der auch geliefert werden soll wie in unserem Futures Beispiel des Käseherstellers, wird der Ort der Lieferung des Basiswerts ebenfalls festgesetzt. Dies könnte in diesem Fall die Käsemanufaktur am Ort des Herstellers sein.

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Die interessante Historie: wie sind Futures entstanden?

Im Zusammenhang mit dem Futures Beispiel des Käseherstellers wird auch gleich deutlich, wie Futures ursprünglich entstanden sind. Diese haben eine bereits mehr als 400jährige Geschichte und stammen aus der Agrarwirtschaft. Bauern und Produzenten wollten sich so gegen ungewollte Preisschwankungen der Rohstoffe aufgrund von Ernteausfällen, Umweltkatastrophen, geopolitischen Unruhen oder anderen preisverändernden Einflüssen absichern.

Ähnlich verhält es sich für unseren Käsehersteller. Dieser bekommt nun mit seinem Dezember 2021 Future Ende des Jahres 200000 Pfund Milch für 18.61 USD pro 45 Kilo geliefert. Sollte der derzeitige Rohstoffboom weitergehen und Milch bis dahin auf 20 USD steigen, hätte er mit diesem Rohstoff Future sogar Gewinn gemacht. Sollte es wiederum bis zum Jahreswechsel ein Überangebot an Milch geben und der Milchpreis aus diesem Grund auf 15 USD fallen, müsste er dennoch 18.61 USD für seine auf dem Futures Markt gekaufte Milch bezahlen.

Genau aus diesem Grund werden die Futures in den letzten Jahren auch immer mehr zur Spekulation genutzt, denn mit den Preisschwankungen lassen sich hohe Gewinne erzielen – auch dank der hohen Hebelwirkung, denn für einen Future Kontrakt müssen in der Regel nur 5-10% des Vertragswertes als Sicherheitsleistung einbezahlt werden. Dies entspricht einem zehn- bis zwanzigfachen Hebel.

Doch die Spekulation auf Rohstoffe mit Futures ist keine Erfindung dieses Jahrtausends. Schon im 17. Jahrhundert wurde auf Getreide und Tulpen an den damaligen Future Börsen spekuliert.

Weitere wichtige Begriffe für das Future Trading

Um noch besser die Erklärung von „was sind Futures“ zu verstehen, sollen im Folgenden noch einige Begriffe erklärt werden.

Cost of CarryFuture TerminkurveBackwardationMini FuturesLong / Short

Cost of Carry

Bei den so genannten “Cost of Carry” handelt es sich um die Opportunitäts- und Lagerkosten für das gekaufte Produkt bzw. den zu Grunde liegenden Basiswert. Wer sich also zum Beispiel Gold über einen Rohstoff Future sichern möchte, muss bis zum Auslieferungstermin, auch wenn dieser nur theoretisch sein sollte, die Lager- und Transportkosten bezahlen.

Wer eher Finanzinstrumente wie Bitcoin, Bond oder Index Futures traden möchte, für den bestehen die Opportunitätskosten vor allem aus dem entgangenen Zins des Verkäufers. Solange dieser noch das entsprechende Produkt hält, kann dieser sein Geld schließlich nicht anderweitig investieren, da das Kapital gebunden ist.

Future Terminkurve

Bei der Future Terminkurve handelt es sich um den typischen Verlauf der Preise auf dem Future Markt in der Zukunft. Verbindet man diese schließlich mit einer Linie, entsteht eine sehr charakteristische Future Kurve, die oft erst verhältnismäßig stark ansteigt und sich anschließend einer Seitwärtsbewegung annähert. Der Grund hierfür ist, dass die Schwankungen immer kleiner werden, je weiter in der Zukunft der Future Kontrakt liegt.

Kann ein entsprechendes Bild einer typischen Future Kurve zum besseren Verständnis eingebaut werden?

Backwardation

Als Backwardation bezeichnet man eine Situation am Futures Markt, der eine inverse Future Terminkurve bildet. Das heißt, die Nachfrage nach einem Rohstoff oder einem (Anlage-)Produkt ist heute höher als in der Zukunft und damit teurer. Dies ist zum Beispiel heute beim Ölpreis der Fall. Beide bekannten Ölsorten (WTI und Brent) stehen im Juni 2021 bei einem Ölpreis von rund 72 US-Dollar. Wer sich nun aber bereits über einen Rohstoff Future Öl für 2023 kaufen möchte, bekommt dieses bereits für unter 60 US-Dollar. Es wird also gemeinhin angenommen, dass der Ölpreis in nächster Zeit wieder sinken wird, was zum Beispiel mit dem Auslaufen von Fördermengenbegrenzungen zusammenhängen kann.

Die entgegengesetzte Marktsituation, also die nach oben verlaufenden Futures Kurve, wird auch Contango genannt.

Mini Futures

Der Basiswert eines Future Kontrakts besteht immer aus einer festgelegten Größe, zum Beispiel 1000 Barrel Öl oder 200000 Pfund Milch. Dies sind für Privatanleger oft nur schwer handelbare Größen. Aus diesem Grund wurden vor allem bei Index Futures wie dem Dax Future oder dem Dow Future so genannte Mini Futures eingeführt, die auf einem quantitativ kleineren Zahlenwert fußen, in der Regel einem Fünftel.

Long / Short

Long und Short sind Begriffe aus der Finanzwelt allgemein, sind aber auch für die Futures Definition wichtig und unabdingbar, um zu verstehen, was ein Future ist und wie diese funktionieren.

Long bedeutet hierbei schlichtweg, dass man an der Wertsteigerung profitiert. Wer also im Future Trading ein Long Produkt kauft, spekuliert gleichzeitig auch auf die Wertsteigerung des zu Grunde liegenden Basiswerts.

Im Gegensatz dazu steht der Shortseller. Während dieser an den Aktienmärkten eher als Spekulant auf fallende Kurs bekannt ist, geht derjenige im Future Handel short, der sein Produkt bzw. seinen Rohstoff verkauft. Er würde bei fallenden Kursen nämlich davon profitieren, seinen Basiswert vorher über den Future zu einem höheren Preis verkauft zu haben.

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Welche Arten von Futures gibt es?

Future Trading ist auf alle möglichen Rohstoffarten oder Finanzprodukte möglich, sodass hier eine enorme Auswahl besteht und man verschiedenste Futures handeln kann. Selbst Futures auf Kryptowährungen wurden in den letzten Jahren gestartet. Die folgenden Kategorien gehören zu den beliebtesten und wichtigsten Futures 2021, wobei man in der Regel zwischen Financial Futures (Futures auf Finanzprodukte) und Commodity Futures (Futures auf Rohstoffe) unterscheidet.

Geldmarkt FuturesIndex FuturesÖl Futures(Agrar-) Rohstoff FuturesWährungs- und Forex FuturesBond Futures (Staatsanleihen)Aktien FuturesDividenden FuturesKrypto Futures

Geldmarkt Futures

Geldmarkt Futures gehören zu den wichtigsten, meist gehandelten und liquidesten Futures am Futures Markt. Sie beziehen sich auf den verfügbaren Zins am Geldmarkt, überwiegend in US-Dollar. Basis ist der LIBOR, die London Interbank Offered Rate, eine Art Zinsindikation. Zum bekanntesten Geldmarkt-Future gehört der Euro-Dollar-Future.

Index Futures

Index Futures gehören ebenfalls zu den am häufigsten genutzten Instrumenten im Futures Trading. Wichtig sind hierbei vor allem der Dax Future, der Dow Jones Future und der Nasdaq Future. Der Index Future mit dem höchsten Handelsvolumen an der Chicagoer Futures Börse, der Chicago Mercantile Exchange (CME), ist jedoch ein Mini S&P 500 Future.

Öl Futures

Im Bereich der Rohstoff Futures ist Rohöl mit Abstand das wichtigste Anlageprodukt. Mehr als 1 Million Future Kontrakte werden hier täglich gehandelt. Bei einem Basiswert von 1000 Barrel (ein Barrel entspricht 159 Liter) werden allein an der wichtigsten Futures Börse in Chicago also täglich mehr als 159 Milliarden Liter Rohöl gehandelt.

(Agrar-) Rohstoff Futures

Auch wenn Öl ein Rohstoff ist, so findet auch die Urform des Future Trading weiterhin statt, nämlich der Handel mit Agrarrohstoffen. Mit mehr als 350.000 Future Kontrakten täglich liegt hier Mais an erster Stelle. Dieser wird im Übrigen in Einheiten von 5000 Bushels gehandelt, was rund 175000 Litern bzw. 125000 Kilo entspricht. Auf den nachfolgenden Plätzen am Futures Markt bei den Rohstoff Futures liegen Sojabohnen, Sojaöl, Sojamehl und Lebendrind.

Währungs- und Forex Futures

Wer sich sowohl die Futures Broker als auch die Futures Börsen genauer anschaut, findet neben vielen Rohstoff und Index Futures auch eine Reihe an Forex Futures. Auch diese können sowohl zum Futures Trading genutzt werden als auch zur Absicherung des Währungsrisikos. Besonders letzteres spielt bei international agierenden Unternehmen eine große Rolle. Wenig überraschend steht in den USA ein Euro-Future an erster Stelle, in Europa wiederum ein US-Dollar Future.

Bond Futures (Staatsanleihen)

Bond Futures sind ein weiteres Instrument zur Portfolioabsicherung und werden vor allem von institutionellen Anlegern genutzt. Sie haben den Zinssatz der Staatsanleihen eines bestimmten Landes als Basiswert und sind daher nur sehr wenig volatil, allerdings hochliquide.

Aktien Futures

Aktien Futures können auf alle beliebigen Aktien gehandelt werden, solange entsprechend Nachfrage besteht. Allerdings werden Aktien Futures ohnehin eher als Future Optionen gehandelt, sodass hier flexiblere Bedingungen in Bezug auf die Basisgröße und den Termin möglich sind. Weitere Details zum Unterschied zwischen Futures und Optionen finden sich auch weiter unten im Artikel. Plus500 bietet zum Beispiel eine sehr große Auswahl an Aktien Futures an.

Dividenden Futures

Dividenden Futures sind eine Besonderheit der Aktien Futures und haben ausschließlich die Dividendenzahlung eines Basiswerts als Grundlage. Mit dieser Art des Future Trading kann man also auf die Höhe der Dividende eines Unternehmens spekulieren und an eventuellen Steigerungen oder Kürzungen partizipieren. Ein Anrecht auf die Dividende an sich besteht bei den Dividenden Futures nicht.

Krypto Futures

Auch Krypto Futures sind mittlerweile an den gängigen Weltmarktbörsen handelbar. Diese wurden in den letzten Jahren eingeführt und bestärken den Bitcoin und andere Kryptowährungen damit auf ihrem Weg in die Finanzwelt. Dank der Bitcoin Futures können auch institutionelle Investoren auf den Bitcoin Preis spekulieren. Auf der anderen Seite können sich so Anleger mit großen Mengen an Bitcoin gegen größere Kursschwankungen absichern. Wer mit Bitcoin Futures handeln möchte, kann sich die Binance Futures der gleichnamigen Krypto Börse näher anschauen.

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An welchen Börsen können Futures gehandelt werden?

Für den Future Handel spielen vor allem 2 Börsen eine wichtige Rolle:

Chicago Mercantile ExchangeEuropean Exchange

Chicago Mercantile Exchange

Die Chicago Mercantile Exchange (CME) ist die wichtigste Terminbörse weltweit. Ihre Geschichte geht bis auf das 19. Jahrhundert zurück. Heute werden hier vor allem Öl, Kupfer, Holz und andere Agrarrohstoffe gehandelt. Auch Index Futures, Bond Features und Forex Futures werden an der Chicago Mercantile Exchange angeboten.

European Exchange

Die European Exchange (EUREX) ist die größte Terminbörse in Europa und wurde kurz vor der Jahrtausendwende gegründet. Der Fokus liegt vor allem auf europäischen Finanzderivaten aller Art, darunter Euro Stoxx Futures, Währungs Futures und internationale Aktien Futures. Über 2 Milliarden Kontrakte werden an der European Exchange jedes Jahr gehandelt.

Wichtig ist, dass sowohl die CME als auch die EUREX, genauso wie andere Terminbörsen weltweit, streng reguliert und überwacht sind. Auch aus diesem Grund können Futures als hochseriöses Produkt angesehen werden, wenngleich das Risiko ungleich höher ist als beim Kauf von Aktien oder ETFs.

Wie funktioniert Future Trading?

Die Hintergründe und Funktionsweise des Future Trading wurde nun ausreichend analysiert, doch wie kann man in der Praxis Futures handeln? Während wir am Future Beispiel unseres Käseherstellers bereits gesehen haben, wie ein Rohstoff Future ausgestaltet werden kann, ist die Lieferung von 200000 Pfund Milch in der Realität für einen Privatanleger doch äußerst schwierig.

Barausgleich und RolleffekteMargin und SicherheitsleistungLong und Short Positionen

Barausgleich und Rolleffekte

Genau aus diesem Grund gibt es die Futures Broker wie comdirect oder Plus500. Diese verhindern zum Beispiel mit einem automatischen Barausgleich (oder alternativ dem Rollen) der Position, im Fachjargon oft auch als „glattstellen“ bezeichnet, dass ein Kontrakt tatsächlich ausgeführt wird. Idealerweise sollte man den Barausgleich allerdings manuell vor dem Auslaufen des Terminkontrakts vornehmen, um einen für sich günstigeren Zeitpunkt abzupassen.

Das Glattstellen im Futures Trading funktioniert dabei einfach durch einen Kauf des Gegenprodukts. Wer also zum Beispiel „long“ in einem Goldkontrakt ist, kauft einfach zum tagesaktuellen Preis einen „short“ Future und gleich damit seine Position aus – entweder mit Gewinn oder Verlust.

Als Alternative zum Glattstellen bietet sich im Futures Trading auch das Rollen an. Hierbei wird zur Fälligkeit eines Future Kontrakts dieselbe Menge einfach auf einen neuen, zeitlich längeren Terminkontrakt geschrieben – es wird gerollt. Dabei können allerdings Rollverluste oder -gewinne auftreten. Dies geschieht, wenn der längerfristige Terminkontrakt zu einem höheren Preis notiert als der vorhergehende Future – in diesem Fall spricht man von Rollverlusten. Rollgewinne lassen sich demnach erzielen, wenn im Laufe der Dauer des Future Kontrakts der Preis des Basiswerts am Futures Markt sich schlechter entwickelt hat als angenommen. Der neue, längerfristige Future Kontrakt wird dann zu einem günstigeren Kurs an der Future Börse verfügbar sein.

Margin und Sicherheitsleistung

Ein großer Vorteil beim Futures Trading besteht darin, dass große Kapitalerträge mit verhältnismäßig geringem Kapitaleinsatz bewegt werden können – zumindest wenn man die anfangs angesprochenen Mengen bedenkt, schließlich besteht ein Futures Kontrakt zum Beispiel aus 1000 Barrel Öl (im Wert von derzeit rund 70.000 US-Dollar) oder 100 Unzen Gold (im Wert von derzeit 190.000 US-Dollar). Ein Dax Future mit 15000 Punkten und dem Standard Future Wert von 25 Euro pro Punkt ist sogar 375.000 Euro wert.

Doch dieses Geld muss zunächst einmal nicht vorhanden sein, denn die meisten Broker verlangen nur zwischen 5 und 10% des Wertes eines Future Kontrakts als Sicherheitsleistung. Mit anderen Worten: am Futures Markt kann mit einem zehn- bis zwanzigfachen Hebel agiert werden.

Wer also einen Öl Future Kontrakt im Wert von 70.000 US-Dollar kaufen möchte, muss dafür lediglich je nach Future Broker 3.500 bis 7.000 US-Dollar bezahlen. Für ein Dax Future im Miniformat, also zu einem Fünftel des regulären Future Werts, müssten bei einer zehnprozentigen Sicherheitsleistung nur 7500 Euro hinterlegt werden.

Neben dem Vorteil der verhältnismäßig geringen Sicherheitsleistung hat solch ein Hebel allerdings auch einen großen Nachteil bzw. Risikofaktor: bemessen auf die eingezahlte Summe können die Kursschwankungen enorm sein. Wer beispielsweise nur 5% des Future Wertes als Sicherheitsleistung hinterlegt hat, würde bei einem fünfprozentigen Verlust des Basiswerts bereits einen Totalverlust erleiden

Sinkt der Wert weiter, würde es zu einem Margin Call kommen. Dies bedeutet, dass die Margin, also die Sicherheitsleistung, aufgebraucht ist und entweder eine Nachschusspflicht besteht, was in Deutschland allerdings mittlerweile nicht mehr verbreitet ist, oder alternativ der Broker die Future Position sofort auflöst – inkl. Totalverlust des eingesetzten Geldes. Ein gut durchdachtes Risiko-Management ist beim Futures Trading also unabdingbar. Zudem sollte man ein Futures Depot nicht mit zu enger Liquidität fahren, um Margin Calls zu vermeiden. Ebenso sind intelligent gewählte Stop-Loss-Kurse unabdingbar.

Auf der anderen Seite – und genau deswegen ist der Future Handel gerade bei professionellen Anlegern so beliebt – können natürlich umgekehrt auch genauso schnell Gewinne erzielt werden. Ein Kursanstieg von 5% würde bereits eine Verdopplung des eingesetzten Kapitals nach sich ziehen, wenn mit zwanzigfachem Hebel gehandelt wird.

Long und Short Positionen

Futures sind jedoch nicht nur auf das reine Handeln mit Rohstoffen beschränkt. Gerade im Futures Trading gibt es die oben schon erwähnten zahlreichen Anlagemöglichkeiten wie Index Futures, Aktien Futures oder Forex Futures – und bei nahezu all diesen Terminkontrakten kann man sowohl short als auch long gehen. Das heißt, man kann sowohl auf fallende als auch auf steigende Kurse setzen.

Wer also ein passendes Anlageprodukt gefunden hat, kann sich entsprechend auf der Käufer- oder Verkäuferseite positionieren.

Depoteröffnung bei Plus500 – Schritt für Schritt

Aus unserem Future Broker Vergleich sticht vor allem Plus500 als möglicher Futures Broker hervor, vor allem dank der sehr niedrigen Gebühren und der einfachen Depoteröffnung.

Wer sich daher nach der Futures Erklärung hier im Artikel ein Depot eröffnen möchte, kann einen schnellen und vor allem einfachen Weg mit Plus500 gehen – zumal es hier auch ein Demokonto gibt, mit dem man zunächst in aller Ruhe üben kann. Somit fällt es leichter, die Marktmechanismen des Future Handel zu verstehen.

Schritt 1: Anmeldung bei Plus500

Die Anmeldung beim Future Broker Plus500 ist über diesen Link denkbar einfach. Einfach E-Mail-Adresse und Passwort wählen und schon hat man Zugang zum Demokonto von Plus500. Dies ist besonders wichtig, als dass man sich so im hochriskanten Future Trading erst einmal ausprobieren kann und sowohl die Future Kontrakte als auch die Benutzerumgebung der Trading Plattform anschauen kann. Das Future Broker Demokonto von Plus500 bietet dabei den gleichen vollen Funktionsumfang wie das Echtgeld-Konto.

Bei Plus500 ein Konto erstellen

Schritt 2: Ausfüllen der Kontoinformationen

Wer schließlich auf dem Echtgeld-Konto Futures traden möchte, muss zunächst die Kontoinformationen bei Plus500 ausfüllen. Hierbei sind unter anderem der vollständige Name, Anschrift sowie die finanziellen Kenntnisse notwendig. Ebenso muss ein Ausweisdokument verifiziert werden, was zur Sicherheit des Future Konto dient.

Plus500 Anmeldung

Schritt 3: Geld einzahlen bei Plus500

Sobald das Konto verifiziert ist, kann bei Plus500 Geld eingezahlt werden. Hierbei stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, u.a. Kreditkarte, PayPal, Giropay oder eine normale Banküberweisung.

Plus500 Einzahlung

Schritt 4: Futures Handel beginnen

Sobald das Geld auf dem Konto gutgeschrieben wurde, was gerade bei Aufladung per Kreditkarte oder PayPal eine Sache von Minuten ist, kann mit dem Futures Trading begonnen werden. Hierzu wählt man sich im Bereich der Futures Optionen die gewünschte Anlageklasse aus und kann mit dem Futures Handel starten. Allerdings ist es vorher unbedingt empfehlenswert, im Demokonto von Plus500, welches auch nach Eröffnung des Echtgeld-Kontos vollumfänglich weiter genutzt werden kann, vorher das Future Trading ausführlich zu üben.

Plus500

76,4% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

So funktioniert der Future Handel beim Future Broker Plus500

Plus500 bietet eine Auswahl aus mehr als 500 Futures Optionen. Im Unterschied zu den echten Futures von der CME oder der EUREX werden hier bei Plus500 Futures auf CFD-Basis gehandelt. Dies hat vor allem für Anfänger den großen Vorteil, dass nicht die großen Futures Kontrakte im fünf- oder sechsstelligen Dollarbereich gehandelt werden müssen, sondern man schon ab 20 USD in den Futures Handel einsteigen kann. Mehr zu den Unterschieden zwischen Futures und Future Optionen findet sich auch weiter unten im Rahmen dieser Future Analyse.

Wer bei Plus500 in den Future Handel einsteigen möchte, kann dies am besten im Demokonto tun. Wer sich hier unter den zur Verfügung stehenden Handelsinstrumenten die Öl Optionen heraussucht, kann dort auch wunderbar die oben beschriebene Future Kurve an Zahlen festmachen. Der Ölpreis steht derzeit bei 70 US-Dollar, weshalb vor allem die kurzfristigen Öl Futures im Short-Bereich (Puts) in den Preisregionen unter 65 US nahezu wertlos sind – es wird am Markt einfach nicht angenommen, dass der Ölpreis innerhalb von 30 Tagen um mehr als 10% fallen wird.

Auf der anderen Seite kann man mit Call-Optionen am weiteren Preisanstieg von Öl profitieren. Es stehen hierbei verschiedene Ausführungspreise zur Verfügung, sodass man den gewünschten Kurs je nach gewünschter Volatilität und Risikointensität wählen kann.

Wer sich Puts und Calls bei Plus500 anschaut, egal ob auf Aktien, Indizes oder Rohstoffe, sieht auch immer die Margin-Anforderung. Meist liegt diese bei 20%, der Mindesteinschuss jedoch nur bei 10%. Ebenso werden unter Reiter „Info“ auch die wichtigen Informationen wie Ausübungspreis, Optionstyp und Ablaufdatum angezeigt.

Mit einem Klick auf Kaufen kann schließlich die Future Option einfach ins persönliche Depot hinzugefügt werden.

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Futures Optionen: Future vs. CFD Trading

Futures und Optionen werden manchmal in einem Zuge genannt. Kein Wunder, ähneln sie sich im Sinne der Anlage (ein Preis in der Zukunft bezogen auf einen Basiswert bildet die Grundlage) doch stark, auch wenn sie sich im Detail unterscheiden.

Gemeinsamkeiten von Futures und CFDs

Long und ShortHebelwirkungGeringe GebührenFälligkeiten

Long und Short

Beide Futures traden sich sowohl long als auch short, man kann also sowohl bei den echten Futures als auch bei den Future Optionen als CFD auf steigende oder fallende Kurse setzen

Hebelwirkung

Futures und Optionen sind beide den gehebelten Finanzprodukten zuzuordnen. Es kann also mit kleinem Kapitalersatz eine höhere Rendite (oder Verlust) bei gleichzeitig überproportionalem Risiko erzielt werden. Entsprechend sollte das Konto stets gedeckt sein, um einen Margin Call zu vermeiden.

Geringe Gebühren

Beide Anlageprodukte sind in der Regel günstiger als der gewöhnliche Aktienkauf. Bei Plus500 werden lediglich die Spreads berechnet, bei Comdirect sind zumindest im Verhältnis zum Volumen des Kapitalgeschäfts die Futures Gebühren günstiger als beim Aktien kaufen, wenngleich dennoch höher als bei Plus500.

Fälligkeiten

Sowohl echte Futures als auch CFD Futures haben einen Fälligkeitstermin, wenngleich sich diese unterscheiden können. Terminmarkt Futures haben einen von der Future Börse festgelegten Termin, während bei der CFD Future Option der Broker den Fälligkeitstermin bestimmt.

Unterschiede zwischen Futures und CFDs

HandelsplatzFeste GrößenordnungLiquiditätBesitzerwechsel

Handelsplatz und Regulierung

Futures werden im Wesentlichen an den Terminbörsen dieser Welt gehandelt, allen voran der CME und der EUREX. Dort unterliegen sie strenger Aufsicht und Regulierung. CFDs auf Futures werden vom Broker gestellt und werden nicht in jenem Maße überwacht wie die Futures.

Feste Größenordnung

Das Volumen eines Future Kontrakts ist immer festgelegt, zum Beispiel bei 1000 Barrel Öl oder 100 Unzen Gold. Dies erfordert einen deutlich höheren Kapitaleinsatz als bei CFDs, die sich auch in wesentlich kleineren Einheiten traden lassen.

Liquidität und Preistransparenz

Futures sind vor allem so beliebt, weil sie eine hohe Liquidität bieten, ohne Slippage und Spreads. Auch CFDs beim Broker können liquide sein – müssen es aber nicht, vor allem in angespannten Marktsituationen. Zudem kann der Broker bei Future CFDs kleine Spreads aufschlagen. Futures verfügen im Gegensatz zu CFDs also über eine volle Preistransparenz.

Möglichkeit des Besitzerwechsels

Auch wenn 98% der Future Trades vor allem zur Portfolio-Absicherung oder Spekulation dienen, besteht die Möglichkeit, die Ware tatsächlich physisch geliefert zu bekommen. Einige wenige Future Kontrakte werden mit genau diesem Ziel abgeschlossen, worin auch die Ursprünge des Future Handels liegen. Bei CFDs hingegen ist die physische Lieferung nicht möglich.

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Vor- und Nachteile von Futures gegenüber dem CFD Trading

Vorteile

  • volle Preistransparenz
  • Börsenaufsicht und Regulierung
  • hohe Liquidität
  • kein Slippage, keine Spreads
  • Kosteneffizienz dank großer Handelsmengen
  • Physischer Wechsel des Anlageguts theoretisch möglich

Nachteile

  • festgelegte Kontraktgröße
  • unflexiblere Vertragsgestaltung
  • hoher Kapitaleinsatz notwendig
  • feste Fälligkeiten

Welche Strategien gibt es beim Future Handel?

Wer mit Futures 2021 handeln möchte, kann verschiedene Strategien anwenden bzw. den Futures Handel aus unterschiedlichen Absichten heraus begehen:

Day TradingRohstoff-SpekulationHedgingPortfolio-Absicherung

Day Trading

Geht es um reines Futures Trading, ist Day Trading sicher eine der Hauptstrategien. Dank der hohen Hebelwirkung reichen auch kleine Kursschwankungen, um Trades mit hohen Gewinnen zu schließen.

Rohstoff-Spekulation

Futures eignen sich perfekt, um auf den Preis von Rohstoffen zu spekulieren. Denn ein direkter unmittelbarer Kauf ist nur sehr schwer möglich – oder wer kann sich mehrere Ölfässer zu Hause in ein Lager stellen? Rohstoff Futures sind daher eine attraktive Möglichkeit, an den Rohstoffpreisen zu partizipieren.

Hedging

Eine weitere Strategie ist es, seinen Bedarf eines bestimmten Gutes dank Futures abzusichern, was auch Hedging genannt wird. Besonders bei Währungen ist Hedging verbreitet, um nicht zu sehr vom Währungsrisiko und den Wechselkursschwankungen abhängig zu sein.

Portfolio-Absicherung

Ein weiterer Grund zum Future Trading kann die Gesamtabsicherung des eigenen Portfolios sein. Wer zum Beispiel die Schwankungen eines offensiven Aktiendepot etwas abfedern möchte, kann dies mit Bond Futures auf amerikanische Staatsanleihen realisieren.

Welche Future Gebühren und Kosten können beim Kauf eines Futures anfallen?

Welche Kosten entstehen bei der Nutzung eines Robo-AdvisorsFutures sind auch aufgrund ihrer günstigen Kostenstruktur bei Anlegern beliebt. Doch mit welchen Futures Gebühren muss man genau rechnen?

Zunächst einmal benötigt man für den Futures Handel ein Depot. Dieses ist bei vielen Anbietern mittlerweile kostenlos. Ein Future Broker mit Depotführungsgebühren sollte gemieden werden.

Im Bereich der direkten Future Gebühren müssen vier Positionen beachten werden:

  1. Future Gebühren beim Kauf
  2. Spread
  3. Übernachtgebühren
  4. Future Gebühren beim Verkauf
Comdirect Plus500
Future Gebühren beim Kauf minimum 19 Euro 0
Spread minimal je nach Produkt zwischen 0.1% und 0.5%
Übernachtgebühren Bei CFDs: 3% + Euro Short-Term Rate je nach Produkt zwischen 0.5% und 4%
Future Gebühren beim Verkauf minimum 19 Euro 0

Wie in der Tabelle zu sehen ist, richten sich die letztendlichen Future Gebühren vor allem nach der Art und der Größe des Future Trades.

Wer lediglich einen Kontrakt kauft, dieser jedoch ein hohes Volumen besitzt, kann bei der comdirect günstiger kommen, da dann nur der Betrag von 19 Euro pro Order fällig wird.

Bei kleineren Beträgen, die vor allem bei Future Optionen auf CFD in Frage kommen, kann Plus500 deutlich punkten, da der geringe Spread bei einem niedrigen Volumen kaum ins Gewicht fällt. Gerade für Privatanleger ist Plus500 aufgrund der deutlich günstigeren Futures Gebühren daher der beste Futures Broker.

Wer übrigens statt Aktien Futures lieber Aktien ganz ohne Gebühren kaufen möchte, kann auch einen Blick auf unseren Online Broker Vergleich Testsieger eToro werfen, wo überhaupt keine Ordergebühren anfallen.

Zu Plus500 Zu Comdirect

Ihr Kapital ist im Risiko.

Auf was sollten Anleger achten? Unsere Tipps für den Future Handel

Gerade für den Rohstoff-Handel, zur Portfolio-Absicherung oder auch als Spekulation kann Future Trading sehr attraktiv sind. Dennoch sollten Anleger auf eine Reihe von Dingen achten, um keine teuren Fehler beim Future Handel zu begehen.

Tipp 1Tipp 2Tipp 3Tipp 4Tipp 5Tipp 6Tipp 7

Nur für erfahrene Anleger

Zweifelsohne ist Future Trading nichts für Einsteiger. Lediglich erfahrene Anleger sollten sich ob der hohen Hebelwirkung sowie der Risiken eines Margin Calls an den Future Handel wagen.

Risikomanagement erforderlich

Für den Future Handel ist ein intelligentes Risikomanagement notwendig. So sollte man nicht blind Futures kaufen, nur weil man irgendwo davon gehört hat. Auf der anderen Seite kann der Future Handel auch das eigene Portfolio absichern und so zu einem gelungenen Risikomanagement des gesamten Depots beitragen.

Musterdepot sehr empfehlenswert

Wer in den Futures Handel einsteigen möchte, sollte zunächst erst einmal in einem Demokonto bzw. Musterdepot üben. Somit kann man risikolos verschiedene Futures Strategien testen und die Ergebnisse analysieren. Plus500 aus unserem Future Broker Vergleich bietet ebenfalls ein voll umfängliches Demokonto mit allen Funktionen.

Training und Weiterbildung wichtig

Neben einem Future Demokonto sind auch die theoretischen Kenntnisse wichtig. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, vor dem Einstieg in das Future Trading verschiedene Literatur zu lesen und sich mit Futures Experten auszutauschen, um weitere Standpunkte und Strategien kennenzulernen.

Marginanforderungen beachten

Bei jedem Future Trade sollte man die Margin Anforderungen genau beachten – denn nichts wäre schlimmer als ein ungewollter Margin Call. Aus diesem Grund gilt es den Sicherheitseinschuss zu beachten, die zusätzlich benötigte Margin vorzuhalten und für den Notfall weitere Liquidität bereitzustellen, um einen Future Trade nicht unnötig schließen zu müssen.

Klares Anlageszenario

Vor einem Investment in den Future Handel ist es wichtig, sich ein klares Anlageszenario zurechtzulegen. Zu welchem Kurs möchte man einsteigen, wo wird der Stop-Loss gesetzt und bei welchem Preis möchte man Gewinn mitnehmen. Ebenso sollte man sich die eigene Reaktion auf andere Szenarien überlegen, um so für jeden Fall vorbereitet zu sein.

Ohne Emotionen traden

Während man bei normalen Aktien oder Kryptowährungen mit einem minimalen Einsatz auch mal einen spontanen Zock begehen kann, sollte man dies bei Futures tunlichst vermeiden, da die Verluste fatal sein können. Aus diesem Grund sollte man stets beim erwähnten Anlageszenario bleiben und seine Emotionen im Handel aus dem Spiel lassen.

Fazit

Futures sind eine interessante Anlageform, die oft auch als Königsdisziplin des Tradings bezeichnet wird. Kein Wunder, sind die Hebel doch verhältnismäßig hoch, einhergehend mit beträchtlichen Risiken bis zum Totalverlust. Dafür können aber auch schnell sehr hohe Gewinne erwirtschaftet werden.

Ursprünglich hatten die Futures vor vielen Jahrhunderten ihren Beginn in der Agrarwirtschaft. Noch heute werden viele Rohstoffe vor allem über Future Kontrakte abgewickelt. Hinzugekommen sind in der Zwischenzeit jedoch eine Reihe von Finanzprodukten, darunter Forex Futures, Index Futures, Aktien Futures oder Bitcoin Futures.

Zweifelsohne sollte man nicht als Einsteiger in Futures investieren, dafür sind die Risiken viel zu hoch. Vielmehr sollte man sich zunächst ein Demokonto anlegen, zum Beispiel beim Future Broker Plus500, und dort ausgiebig testen und Erfahrungen sammeln. Erst dann sollte man mit einer klaren Strategie, einem durchdachten Anlageszenario sowie ohne Emotionen an den Future Handel herantreten.

Doch nicht nur zur Spekulation eignen sich Futures, auch als Portfolio-Absicherung, Ertragssicherung oder zum Hedging kann das Future Trading genutzt werden, sodass sich vor allem auch für erfahrene Kleinanleger ein Blick in die Futures-Welt lohnen kann.

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FAQs

Wie kann ich Futures handeln?

Futures können über einen Futures Broker gehandelt werden. Hierbei bieten sich vor allem comdirect als auch Plus500 an.

Was ist Futures handeln?

Beim Futures Handel geht es um Terminkontrakte in der Zukunft. Hierbei werden zukünftige Preise auf Rohstoffe, Aktien, Indizes oder Währungen ausgehandelt.

Wie funktioniert Binance Future?

Bei Binance Futures können Kryptowährungen mit Hebel gehandelt werden. Ein zehnfacher Hebel ist problemlos möglich, höhere Hebel hängen von der Kryptowährung und vom Volumen ab.

Was kostet ein Future?

Der Preis für einen Future variiert täglich und je nach Produkt. Er wird an den Terminbörsen bestimmt, u.a. die Chicago Mercantile Exchange (CME) oder die European Exchange (EUREX).

Zuletzt aktualisiert am 21. Juni 2021

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Martin Schwarz
Martin Schwarz

MSc. in Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt auf asymetrische Kryptographie und M2M-Kommunikation. Ich bin seit 2015 im Bereich Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs.