Auslandsüberweisung

Auslandsüberweisung: Geld einfach & sicher ins Ausland überweisen – Die besten Anbieter im Vergleich

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Während Auslandsüberweisungen noch vor wenigen Jahren als beinahe schon abenteuerliches und vor allem kostenintensives Unterfangen galten, ist der Geldverkehr über Ländergrenzen hinweg auch aufgrund der auch für Privatanleger immer leichter zugänglichen global vernetzten Geld- und Investmentmärkte heute zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Schon längst müssen Auslandsüberweisungen nicht mehr aufwendig mit separaten Formularen über den Bankschalter abgewickelt werden, sondern können bei vielen Anbietern  bequem, unkompliziert und kostengünstig  online veranlasst werden.

  • Welche Anbieter sind wirklich empfehlenswert?
  • Worauf sollten Kunden bei der Anbieterwahl achten?
  • Wie steht es um den Service bei auftretenden Problemen?

Fragen, denen wir mit dem nachfolgenden Anbietervergleich nachgegangen sind.

Wie funktionieren Auslandsüberweisungen?

Da mit der Einführung der SEPA-Überweisungen (Single Euro Payments Area) am 01. August 2014 der innereuropäische Zahlungsverkehr vereinheitlicht wurde, werden im Bankwesen unter Auslandsüberweisungen im eigentlichen Sinn nur noch Transferaufträge in das europäische Ausland bzw. in Länder verstanden, die nicht dem SEPA-Zahlungsraum angehören. Dies sind neben den  28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union  auch die weiteren Mitglieder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) Island, Liechtenstein und Norwegen sowie die Schweiz, Monaco und San Marino, zudem die Kanalinseln Jersey, Guernsey und die Isle of Man sowie das britische Überseegebiet Gibraltar. Seit dem 1. März 2019 ist auch der Vatikanstaat Teil des SEPA-Raums. Nutzer von Auslandsüberweisungen sollten diese Teilnehmerländer des SEPA-Systems kennen, um nicht unter Umständen Gebühren für eine vermeintliche Auslandsüberweisung zu zahlen, die mit einer SEPA-Überweisung kostengünstiger oder sogar kostenlos hätte durchgeführt werden können.

Als Auslandsüberweisung im eigentlichen Sinn versteht man daher die Transaktion von Bargeld in Länder außerhalb des SEPA-Raums. Der Geldtransfer kann dabei entweder über die Hausbank in Auftrag gegeben werden, alternativ ist jedoch auch die Beauftragung eines Transferdienstleisters möglich. Diese bieten oftmals kostengünstigere Entgeltordnungen als die Hausbank an.

Die Transaktion wird dabei nach einem für nahezu alle bedeutenden Dienstleister vergleichbaren Schema abwickelt:

SchrittVorgang
#1Nachdem der Kunde das Angebot des Transferdienstleisters angenommen hat, in dem dieser über die Konditionen (Gebühren, Dauer, Transferwährung) der Auslandsüberweisung informiert, überweist der Kunde den entsprechenden Geldbetrag vom eigenen Bankkonto auf das deutsche bzw. SEPA-interne Konto des Transferdienstleisters.
#2Nachdem der Transferdienstleister den Zahlungseingang verzeichnet hat, überweist dieser den entsprechenden Geldbetrag auf ein Konto des Dienstleisters (oder eines Partnerdienstleisters) im Zielland.
#3Der Geldbetrag wird vom entsprechenden Auslandskonto des Dienstleisters auf das Zielkonto des Empfängers überweisen.


Meldepflicht für Auslandsüberweisungen

Die Auslandsüberweisungen müssen  ab einem Wert von 12.500 Euro  bei der Deutschen Bundesbank gemeldet werden (Gemäß den Paragraphen 67 ff. der Außenwirtschaftsverordnung). Die Meldung muss dabei bis zum siebten Kalendertag des Folgemonats nach Tätigung der Überweisung (oder einer vergleichbaren Leistung) erfolgen.
Dies betrifft sowohl eingehende als auch ausgehende Zahlungen vom eigenen Konto.

Eine Ausnahme bilden Aus- und Rückzahlungen von Krediten und Einlagen mit einer vereinbarten Vertragslaufzeit von bis zu 12 Monaten. Viele Banken weisen bei Auslandsüberweisungen (auch unter 12.500 Euro) standardisiert auf die Meldepflicht hin, in dem sie den Hinweis „AWV Meldepflicht beachten“ auf dem Kontoauszug vermerken.

Das Formular zur Meldung einer Auslandsüberweisung kann auf dem Internetportal der Deutschen Bundesbank erfolgen:
Hier klicken für mehr Information

Worauf sollten Kunden bei der Anbieterwahl achten?

Auslandsüberweisungen sind nicht nur für Investoren und Finanzexperten von Bedeutung, sondern auch für Privatanleger, Reisende und Menschen, die ihren Verwandten oder Bekannten im außereuropäischen Ausland einen Geldbetrag zukommen lassen möchten. Diese sollten bei der Auswahl des Überweisungsanbieters die folgenden Kriterien beachten:

KriterienBeschreibung
Zielland
Auslandsüberweisungen sind heute in nahezu alle Länder der Welt möglich. Selbst Überweisungen in kritische Destinationen wie den Iran, Myanmar oder Jemen stellen kein Problem dar. Bei der Auswahl des Anbieters sollten Kunden dennoch zunächst prüfen, ob und zu welchen Konditionen Überweisungen in ihr Zielland möglich sind. Lohnenswert ist zudem immer auch ein Vergleich mit den anfallenden Gebühren bei Tätigung der Überweisung über die Hausbank, sofern diese für das gewünschte Zielland angeboten wird.
Transferwährung
Auslandsüberweisungen bieten nicht nur die Möglichkeit, Geldbeträge in nahezu jedes Land der Welt zu transferieren. Ebenso ist es möglich, den Transfer in einer Vielfalt an unterschiedlichen Währungen abzuwickeln. Dabei können je nach der ausgewählten Transferwährungen unterschiedliche Gebühren fällig Zu den gängigsten Währungen zählen der US-Dollar (USD), der Euro (EUR), das Britische Pfund (GBP) oder der Australische Dollar (AUD).
Gebühren
Die Gebühren für Auslandsüberweisungen werden in der Regel als feststehende Gebühren Einige Anbieter erheben zudem prozentuale Transaktionsgebühren sowie Gebühren für den Währungsumtausch, die z. T. in Form von Abschlägen berechnet werden und daher nicht immer leicht nachzuvollziehen sind. Grundlage ist dabei i. d. R. der Devisenmittelkurs, der den Mittelwert zwischen dem Kauf- und Verkaufswerten der Kurse an den Finanzmärkten bildet. Weitere Gebühren können zudem fällig werden für die Abwicklung durch zwischengeschaltete Banken (Korrespondenzbanken). Bei einigen Anbietern können zudem Kosten für den Empfänger im Zielland entstehen.
Dauer
Während einige Anbieter die Ausführung der Auslandsüberweisung in Echtzeitoder innerhalb weniger Werktage ausführen, benötigen andere Dienstleister bis zu einer Woche zur Abwicklung des Transfers. Sind korrespondierende Banken beteiligt, kann dies die Abwicklung der Überweisung zusätzlich verzögern.
Abwicklung
Die meisten Dienstleister ermöglichen die Anweisung des gewünschten Transferbetrages via Banküberweisung. Einige akzeptieren jedoch auch den Einzug per Kreditkarteoder eine Abwicklung über die Sofort-Banking-Portale KLARNA oder iDeal.
Sicherheit
Bei der Wahl des passenden Anbieters spielen auch Sicherheitsaspekte eine wichtige Rolle. Sie betreffen sowohl die Abwicklung der Überweisung, z. B. durch die jeweils zuständige Kontrollbehörde, aber auch die Plattform des Anbieters, z. B. durch hohe Sicherheitsstandards beim Login (Zwei-Faktor-Authentifizierung) und die notwendigen Anforderungen zur Registrierung
Service
Wer zum Teil hohe Geldsummen ins Ausland überweist, der wünscht sich nicht nur gute Informationen zum Status des Transfers, sondern auch einen Ansprechpartner, der bei Problemen schnell und unkompliziert erreichbar ist. Deshalb sollten Kunden auch prüfen, wann und auf welchen Wegen der Supportdes jeweiligen Anbieters kontaktiert werden kann.

Anbieter im Überblick

plus500 Logoplus500 Logoplus500 Logoplus500 Logoplus500 Logo
Firmensitz Irland UK UK UK UK
AufsichtsbehördeCentral Bank of Ireland,ASICFCAFCAFCAFCA
RegistrierungAusweisdokument, AdressnachweisAusweisdokument, AdressnachweisAusweisdokument, AdressnachweisAusweisdokument, AdressnachweisAusweisdokument, Adressnachweis
Verfügbare Länder157 68 86 203 46
Verfügbare Währungspaare1840519723
Fixgebühr3,00 Euro k. A. 0,00 Euro
(Pay What You Want)
1,99 GBP 0,00 GBP
0,99 GBP (Express)
1,99 GBP (Blitz)
Zusätzliche GebührenDevisenaufschlag
0,25 % - 0,30 %
gemäß Preisrechnerkeinegemäß Preisrechner0,00 % bis 2,20 % Transaktionsgebühren je nach Zielland und Devise
Dauer der Überweisung1 - 4 Werktage 1 - 4 Werktage 1 - 4 Werktage 2 - 4 Werktage 1 – 3 Werktage
Mindestbetrag5,00 Euro1,00 GBP1,00 Euro10,000 GBP1,15 Euro
Maximalbetrag10.000.000 Eurok. A.100.000 Euro290.000 GBP1.000.000 Euro
TransfermöglichkeitÜberweisungÜberweisung, Kreditkarte, KLARNA, iDealÜberweisung, Kreditkarte, KLARNAÜberweisung, KreditkarteÜberweisung, Kreditkarte
SupportKontaktformular
Email
Telefon, Email, ChatKontaktformular, Telefon,
Email
Telefon,
Email
Telefon,
Email

CurrencyFair

Der 2009 in Irland gegründete Finanzdienstleister CurrencyFair verfolgte laut eigenen Angaben die Idee, eine günstige Überweisungsalternative für sog. Expatriate (Expats) zu schaffen, also für ins Ausland entsendete Fach- und Führungskräfte international tätiger Unternehmen und Organisationen, die regelmäßig Geld in ihre Heimat überweisen möchten. Insgesamt stehen 18 verschiedene Währungspaare für Überweisungen in 157 Länder zur Verfügung. Pro Überweisung wird eine Gebühr von 3 Euro fällig. Zusätzlich wird eine Gebühr in Höhe von 0,25 % bis 0,30 %  des Überweisungsbetrages je nach gewähltem Währungspaar fällig. Für eine Auslandsüberweisung liegt der Mindestbetrag bei 5 Euro, der Maximalbetrag in Höhe von 10. Mio. Euro spielt dagegen faktisch keine Rolle.

Legitimierung und Sicherheit

Die zum Abschluss der Registrierung erforderlichen Legitimierung ist mit einem Ausweisdokument (Reisepass oder Personalausweis) und einem Adressnachweis möglich. Für zusätzliche Sicherheit sorgt zudem auch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung bei der Erteilung von Aufträgen. Neben der Online-Plattform steht auch eine App für iOS und Android zur Verfügung.

Die Einsendung des erforderlichen Geldbetrages ist kostenfrei via Überweisung möglich. Zusätzlich besteht die Möglichkeit zur Express-Einzahlung mit Debitkarte, für die jedoch eine zusätzliche Gebühr in Höhe von 0,25 % (Ausnahme: CHF – 0,50 %) fällig wird.

Als besonderes Angebot bietet Currencyfair einen Wechselkurs-Alarm, mit dessen Hilfe sich Kunden benachrichtigen lassen können, wenn der Wechselkurs der gewünschten Überweisung einen günstigen Kurs erreicht hat.
Der Support ist nur via Kontaktformular oder Email erreichbar. Eine Telefonnummer ist nur für die australische Niederlassung hinterlegt, über die neben der Aufsicht durch die Central Bank oft Irland auch die Kontrolle durch die australische ASIC (Australian Securities And Investment Commission) erfolgt.

Die Stärken von CurrencyFair

  • Sehr sichere Zwei-Faktor-Authentifizierung
  • Möglichkeit zur Expresseinzahlung
  • Wechselkurs-Alarm

Die Schwächen von CurrencyFair

  • Support nur durch Kontaktformular erreichbar
  • Zusätzliche Gebühr für Währungswechsel

TransferWise

Der mit dem Finanzpartner The Currencycloud Ltd. kooperierende Dienstleister TransferWise bietet seit 2011 die Möglichkeit, Auslandsüberweisungen  in 40 verschiedenen Währungspaaren  in 68 Länder zu tätigen. Die Länderauswahl ist somit verhältnismäßig gering, die Anzahl der verfügbaren Währungspaare jedoch vergleichsweise hoch. Die Idee zur Gründung der Plattform entstand auf Initiative der Freunde Taavet Hinrikus und Kristo Käärmann, die aufgrund ihrer eigenen Anstellung bei ausländischen Arbeitgebern das Ziel verfolgten, dass Geld „wie Wasser ohne Hindernisse über Ländergrenzen hinweg fließen können sollte.
Beaufsichtigt wird der innovative Dienstleister von der britischen Finanzaufsichtsbehörde FCA.

Zur Einzahlung des Überweisungsbetrages stehen vielfältige Möglichkeiten, wie Überweisungen, Kreditkarten aber auch Bezahldienste wie KLARNA oder iDeal zur Verfügung.

Gebühren

Eine einheitliche Gebührenordnung ist auf den Informationsseiten des Anbieters nicht zu finden. Stattdessen kann mit Hilfe eines kompakten Gebührenrechners der fällige Betrag für die jeweilige Gebühr errechnet werden. Die Gebühr für eine „Preiswert-Überweisung“ in Höhe von 100 Euro beträgt 0,63 Euro, die „Schnell-Überweisung“ (Expressüberweisung, möglich bis 2500 Euro) kostet 0,98 Euro. Diese Kosten für die Standardüberweisung bleiben auch bei höheren Transferbeträgen in Euro gleich. Bei Überweisungen in Fremdwährungen ist die Höhe der Gebühren dagegen abhängig von der Höhe der gesamten Überweisung. So kostet eine Überweisung von 100 Euro in Britische Pfund beispielsweise 0,91 Euro (0,91 %) Gebühr, 1000 Euro kosten dagegen 4,58 Euro (0,46 %).

Bei allen Überweisungen garantiert TransferWise einen verlässlichen Wechselkurs, dessen Dauer ebenfalls im Gebührenrechner mit angegeben wird.

Mobile App und Sicherheit

Um den Service des Anbieters nutzen zu können, ist eine Registrierung notwendig sowie die Legitimation mit Ausweisdokument und Adressnachweis möglich. Die Autorisierung von Aufträgen wird durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung zusätzlich abgesichert.

Die Nutzung der Dienste ist durch eine App für iOS und Android auch auf dem Smartphone oder Tablet möglich. Auffällig ist die klare und  übersichtliche Gestaltung  der Plattform sowie die einfache und kompakte Sprache, mit der auch Fachbegriffe verständlich für Einsteiger erklärt werden. Ein Währungsrechner, ein praktischer Kursalarm, der Kunden über günstige Wechselkurse und somit rentable Überweisungszeiten informiert, und ein umfassender FAQ-Bereich erleichtern auch Einsteigern den Umgang mit den Angeboten des Dienstleisters.
Bei Anfragen ist TransferWise via Chat, Email und Telefon erreichbar.

 

Die Stärken von Transferwise

  • Praktischer Kostenrechner
  • Übersichtliche Plattform mit verständlicher Sprache
  • Support gut erreichbar

Die Schwächen von Transferwise

  • Geringe Länderauswahl
  • Unübersichtliche Gebührenordnung

Xendpay

Mit einem ungewöhnlichen Angebot macht der seit 2005 in Großbritannien ansässige Dienstleister Xendpay auf sich aufmerksam. Das Finanzportal, das mit dem Dienstleister Rational FX kooperiert, bietet kostenlose Auslandsüberweisungen nach dem  „Pay-What-You-Want“-Prinzip  an. Dabei wird dem Kunden zwar eine Gebühr vorgeschlagen, dieser kann jedoch selbst frei entscheiden, ob er die Gebühr zahlen möchte oder nicht.

Da auch keine zusätzlichen prozentualen Transaktionsgebühren anfallen, ist Xendpay tatsächlich der einzige vollkommen kostenlose Anbieter für Auslandsüberweisungen im Vergleich. Das dahinterstehende Ziel: Auslandsüberweisungen sollen auch den Menschen zugänglich sein, die dringend Geld versenden möchten, die jedoch keine Möglichkeit haben, die dafür fälligen Gebühren aufzubringen.

Überweisungen können bei Xendpay über den Browser oder per iOS-App beauftragt und verwaltet werden. Wie bei allen Anbietern im Test erfolgt die Legitimierung am Abschluss der Registrierung mit einem Ausweisdokument (Reisepass oder Personalausweis) und einem Adressnachweis. Die bei vielen Anbietern übliche Zwei-Faktor-Authentifizierung wird allerdings nicht angeboten. Auffällig ist das extrem schlechte Sprachniveau der deutschsprachigen Seite, die eher an ein mittelmäßiges Übersetzungsprogramm denken lässt, als an einen von Experten formulierten Fachtext. Zudem erscheint das Angebot an deutschsprachigen Informationen beschränkt. Eine Ausnahme bilden dabei jedoch die FAQ-Texte, die im Vergleich zur restlichen Seite ausführlich und auf einem guten Sprachniveau formuliert sind. So können auch deutschsprachige Kunden bei Fragen und Problemen die notwendigen Informationen erhalten.

Genügen die im FAQ-Bereich angebotenen Informationen nicht, ist die Kontaktaufnahme via Kontaktformular und Email auch in deutscher Sprache möglich. Der angebotene deutschsprachige Telefonsupport stand im Test nicht zur Verfügung. Die englischsprachige Hotline ist von Montag bis Freitag zwischen 08:30 Uhr und 17:30 Uhr erreichbar. Erweiterte Servicefunktionen wie ein Kursalarm oder ein Währungsrechner stehen nicht zur Verfügung.

Die Stärken von Xendpay

  • Kostenfreie Überweisungen durch
    „Pay-What-You-Want“-Prinzip

Die Schwächen von Xendpay

  • Keine Zwei-Faktor-Authentifizierung
  • Deutschsprachige Texte teilweise auf schlechtem Sprachniveau
  • Keine erweiterten Servicefunktionen

Azimo

Wie bei vielen anderen Finanzdienstleistern auch, so liegt auch der Firmensitz der Azimo Limited Company in London und dort in der Upper Street, der Haupteinkaufsmeile des Districts Islington. Das mit seiner Gründung im Jahr 2011vergleichsweise junge Unternehmen ermöglicht heute Überweisungen in mehr als 195 Länder weltweit. Insgesamt stehen dabei 97 Währungspaare zur Verfügung. Somit verfügt Azimo über das  größte Angebot an Zielländern und Währungen  im Vergleich. Dies erscheint wenig verwunderlich, wenn man beachtet, dass sich Azimo mit seinem Angebot die Verbesserung des Lebens von Millionen Menschen auf der ganzen Welt durch vereinfachte Geldüberweisungen zum Ziel gesetzt hat.

  • Die Navigation ist auf der übersichtlichen Webseite unkompliziert möglich. Auch die für iOS und Google Play verfügbare App ist schnell und intuitiv zu bedienen.
  • Ebenso unkompliziert funktioniert auch der Gebührenrechner, mit dessen Hilfe der Kunde im Vorfeld Informationen zu den anfallenden Transaktionskosten erhält.
  • Eine klare und überschaubare Preistabelle fehlt jedoch, so dass ein Vergleich mit anderen Anbietern nur durch die Eingabe der entsprechenden Parameter im Gebührenrechner möglich ist.
  • Azimo selbst nennt eine ungefähre Fixgebühr von 1,99 GBP pro Überweisung, zusätzlich fallen Umrechnungskostenan, die jedoch nicht genauer ausgeführt werden.

Die Registrierung ist mit dem Anlegen eines eigenen Kundenkontos möglich, alternativ kann auch eine Verknüpfung zum Facebook- oder Google-Play-Account hergestellt werden.

Einzahlung

Einzahlung können neben der klassischen Überweisung auch mit allen gängigen Bank- und Kreditkarten ab einer Höhe von 10 GBP erfolgen. Das maximale Überweisungslimit pro Transaktion liegt bei 250.000 GBP. Eine Besonderheit bietet Azimo mit der Möglichkeit, Überweisungen nicht nur auf einem ausländischen Konto zu empfangen, sondern diese auch an 200.000 sicheren Abholstandorten weltweit persönlich entgegenzunehmen. Über den Verlauf der Überweisung informiert der Anbieter auf Wunsch mit Push-Benachrichtigung per Email oder direkt auf das Smartphone.
Die Authentifizierung erfolgt – wie üblich – durch die Vorlage eines Ausweisdokumentes und eines Adressnachweises. Zusätzliche Sicherheit bietet Azimo neben der Kontrolle durch die FCA auch durch ein TÜV-Zertifikat.

Bei Fragen helfen die umfangreichen FAQ-Seiten sowie ein Telefonsupport, der von Montag bis Freitag zwischen 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr deutscher Zeit verfügbar ist. Ein eigener Blog versorgt die Kunden zudem mit weiteren Informationen.

Die Stärken von Azimo

  • Größte Auswahl an Währungen und Zielländern
  • TÜV-Prüfung
  • 200.000 Abholorte weltweit
  • Statusberichte zum Stand der Überweisung
  • Eigener Blog

Die Schwächen von Azimo

  • Gebührenordnung wenig transparent

TransferGo

Mit Überweisung in 46 Länder verfügt das britische Unternehmen TransferGo mit Niederlassungen in den Niederlanden und in Litauen über die geringste Auswahl an Zielländern. Da dabei jedoch viele gängige Länder vertreten sind, dürfte dies für die Großzahl der Überweisungen kaum eine Rolle spielen. Das Unternehmen, das sich vor allem einen kostengünstigen Geldtransfer für Gastarbeiter zum Ziel gesetzt hat, bietet Überweisungen für  0,00 GBP Gebühren für die Standardüberweisung  (Dauer ca. 3 Tage) an. Überweisungen für den nächsten Tag kosten 0,99 GBP. Werden Überweisungen zwischen 02:00 Uhr und 14:30 Uhr in Auftrag gegeben, verspricht der Dienstleister sogar eine Ausführung innerhalb von 30 Minuten. Dafür werden 1,99 GBP fällig. Allerdings wird bei Express- und Blitzüberweisungen je nach Zielland und Währungspaar eine prozentuale Transaktionsgebühr in Höhe von 0,00 bis 2,20 % fällig.

Die Einzahlung per Überweisung ist kostenlos. Bei Einzahlung mittels Kredit- und Debitkarte können Gebühren in Höhe von 0,5 % des Umsatzes fällig werden.

Sicherheit

Nach der Registrierung, die den üblichen Regularien folgt (Legitimation mit Ausweispapier und Adressnachweis) kann der Service des Anbieters via App (iOS, Google Play) oder Browser genutzt werden. Das Interface ist unkompliziert und übersichtlich gestaltet. Ein deutschsprachiger Hilfebereich bietet Antwort auf viele Fragen. Werden darüber hinaus Informationen benötigt, steht ein Email- und Telefonsupport (Montag bis Freitag, von 7.00 bis 16.00 Uhr BST) zur Verfügung.

Die Stärken von TransferGo

  • Kostenlose Überweisungen
  • TÜV-Prüfung
  • 200.000 Abholorte weltweit
  • Statusberichte zum Stand der Überweisung
  • Eigener Blog

Die Schwächen von TransferGo

  • Gebührenordnung wenig transparent

Außerdem gibt es noch Erfahrungsberichte von weiteren Anbietern wie ForexFix, WorldRemit und Western Union.

Letztes Update:

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Sebastian Bauer

Sebastian Bauer schreibt für diverse Finanzpublikationen - unter anderem coincierge. Sein Spezialgebiet ist neben Kryptowährungen das Thema Online Marketing sowie persönliche Finanzen.