ING Diba oder Comdirect? Wer ist besser? Vergleich der beiden Depotanbieter

Derzeit tobt ein heftiger Wettstreit auf dem deutschen Markt für Depotanbieter. Die Konkurrenten versuchen, sich gegenseitig mit immer besseren Angeboten zu übertrumpfen. Der folgende Artikel beschäftigt sich mit der Frage, ob aktuell die ING Diba oder Comdirect im direkten Vergleich die Nase vorn hat.

Nicht jeder achtet bei der Wahl des eigenen Depotanbieters auf die gleichen Kriterien. Aus diesem Grund haben wir bei unserem Vergleich Comdirect vs ING Diba darauf Wert gelegt, möglichst alle relevanten Fragen zu berücksichtigen. Dadurch kannst du dir ein besseres Bild davon machen, welcher Broker sich jeweils in welchem Bereich besonders hervor tut.

Empfohlener Broker
Comdirect
Zum Anbieter

72,2% bis 80,4% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesen Anbietern. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Empfohlener Broker
ING
Zum Anbieter

CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko, durch Leverage schnell Geld zu verlieren. 74% der Konten von Privatanlegern verlieren Geld, wenn sie CFDs von diesem Anbieter handeln.

Bewertung
4.6
3.5
Mobile App Bewertung
9/10
9/10
Min. Trade
N/A0€
Hebel
1:30N/A
Margenhandel
Anzahl Aktien
10.000+10.000+
Anzahl ETFs
600+253
Kosten pro Trade
€3.95€4.90
Kosten pro Monat
€0€0
ETFs
3,90€4,90€
Fonds
9,90€4,90€
CFDs
4,90€N/A
Sparpläne
0€1€
Krypto
N/AN/A
Anleihen
3,90€4,90€
Handelsgebühren
Feste GebührenFeste Gebühren
Auszahlungsgebühren
0€0€
Inaktivitätsgebühren
N/AN/A
Einzahlungsgebühren
0€0€
CFD-Position über Nacht
N/AN/A
Sepa Überweisung

Was ist die ING Diba?

Die ING DiBa ist mit rund 9,5 Millionen Kunden derzeit die mit Abstand größte Direktbank Deutschlands. Ursprünglich wurde sie 1965 unter dem Namen Bank für Sparanlagen und Vermögensbildung AG gegründet.

Im Laufe der Jahre änderte das Institut mehrfach seinen Namen. Nachdem die niederländische ING Groep 1998 49 % der Anteile erworben, änderte man den Namen von Allgemeine Deutsche Direktbank AG zu DiBa. Nach der Übernahme der bis dahin zweitgrößten deutschen Direktbank firmierte man ab 2004 als ING-DiBa.

Seit 2018 beinhaltet das Firmenlogo nur noch die Bezeichnung ING, der Unternehmensname bleibt davon jedoch unbeeinflusst. Das Kerngeschäft der ING DiBa umfasst neben dem Wertpapiergeschäft auch alle anderen Aspekte einer modernen Bank. In Zusammenarbeit mit Scalable Capital bietet man zudem auch eine automatisierte Online-Vermögensverwaltung an.

Was ist Comdirect?

comdirect logo transparentDie Comdirect Bank bedient derzeit rund 2,75 Millionen Privatkunden. Sie ist damit die drittgrößte Direktbank Deutschlands. Ins Leben gerufen wurde sie 1994 als Tochtergesellschaft der Commerzbank.

In ihren Anfangsjahren war die Comdirect als reine Direktbank mit standardisierter Produktpalette ausgelegt. Im Laufe der Jahre erweiterte sie ihr Angebot jedoch um viele spezialisierte Produkte. Heute nimmt sie für sich in Anspruch, eine Universalbank für Privatkunden zu sein.

2017 vereinte Comdirect die Onvista Bank und das separate Medienunternehmen Onvista durch eine Übernahme unter einem Dach. Mit Cominvest startete man im selben Jahr auch einen eigenen Robo-Advisor. Seit November 2020 ist Comdirect mit der Commerzbank verschmolzen. Die Marke Comdirect wird jedoch fortgeführt.

ING DiBa vs Comdirect – Vergleichstabelle Allgemeines

ING Diba Comdirect
Aktiv seit 1965 1994
Anzahl Kunden 9,5 Mio. 2,75 Mio.
Zulassung in der EU Ja Ja
Hauptsitz Frankfurt am Main Quickborn

ING Diba oder Comdirect? Wer hat die Nase vorn? Vergleich der beiden Broker

Comdirect vs ING Diba im Depotvergleich

Sowohl Comdirect wie auch die ING DiBa locken Kunden mit einem umfangreichen Aktien Depotangebot. Beide bieten Anlegern dabei die Möglichkeit, zwischen einem herkömmlichen Direkt-Depot und einer digitalen Vermögensverwaltung zu wählen. Zusätzlich dazu hat Comdirect noch ein JuniorDepot sowie ein spezielles VL-FondsDepot im Sortiment.

HandelsplätzeAktienauswahlETFs und FondsAnleihen, Rohstoffe und ZertifikateForex, CFDs und Kryptowährungen

Handelsplätze bei Comdirect und ING Diba

Bei der ING DiBa haben Anleger Zugriff auf fast alle Handelsplätze in Deutschland, den USA und Kanada. Zudem besteht die Möglichkeit, außerbörslich im Direkthandel zu traden. Wer speziell an Fonds interessiert ist, kann zudem rund 8.000 davon direkt von der jeweiligen Fondsgesellschaft kaufen.

Auch bei Comdirect stehen fast alle deutschen Handelsplätze zur Verfügung. Zusätzlich dazu, können Wertpapiere an 17 ausländischen Börsen gehandelt werden. Dazu gehören u.a. die großen US-Börsen, der London Stock Exchange sowie Börsen in Frankreich, Kanada oder Japan. Über ihre LiveTrading-Funktion bietet Comdirect zudem die Möglichkeit, außerbörslich in Echtzeit zu handeln.

ING Diba vs Comdirect – Aktienauswahl

Anleger, die in erster Linie am Handel mit Aktien interessiert sind, können zwischen ING DiBa oder Comdirect wählen, ohne bei einem der beiden Anbieter Abstriche in puncto Aktienauswahl machen zu müssen. Beide haben jeweils über 15.000 verschiedene Aktien im Sortiment.

Das Angebot umfasst dabei jeweils alle bekannten Aktienunternehmen. Gleichzeitig haben Anleger aber auch Zugriff auf zahlreiche weniger häufig gehandelte Aktien.

Seit einiger Zeit erfreuen sich Aktiensparpläne einer steigenden Beliebtheit. Auch hier bieten die ING DiBa und Comdirect mittlerweile zahlreiche Sparpläne an. Mit 490 Aktien-Sparplänen hat die ING DiBa ein etwas größeres Angebot als Comdirect mit ihren rund 370 Sparplänen.

ING Diba vs Comdirect – ETFs und Fonds

Auch bei der Auswahl an ETFs und Fonds ist der Vergleich Comdirect vs ING DiBa aktuell ein relativ enges Rennen.

Die ING DiBa hält für ihre Kunden ein Sortiment aus rund 1.650 ETFs bereit. Zur Verfügung stehen dabei sämtliche ETFs aller großen Anbieter wie iShares, Lyxor, State Street, DWS Xtrackers usw. Das Angebot an ETF-Sparplänen umfasst 720 Sparpläne.

Die Comdirect kann ihrerseits mit rund 2.000 unterschiedlichen ETFs aufwarten. Kunden der Comdirect können dabei ebenfalls auf die Produkte aller bekannten Anbieter zugreifen. Bei den ETF-Sparplänen ist die Auswahl mit 674 nur geringfügig kleiner als bei der ING DiBa.

Bei den Fonds hat die Comdirect mit über 10.000 ein größeres Angebot als die ING DiBa. Auch deren Auswahl braucht sich jedoch mit rund 6.900 Fonds keineswegs zu verstecken. Bei der Zahl der Fonds-Sparpläne hat die ING dennoch leicht die Nase vorn.

ING Diba vs Comdirect – Anleihen, Rohstoffe und Zertifikate

Hier zeigen sich nun erstmals teils erhebliche Unterschiede zwischen den beiden Anbietern.

Comdirect hat sowohl bei der Zahl der Anleihen wie auch bei den Rohstoff-Produkten (Zertifikate/ETCs) die Nase vorn. Dort stehen Anlegern mehr als 30.000 Anleihen und über 100.000 Rohstoff-Zertifikate zur Verfügung. Während das Anleihen-Sortiment der ING DiBa immerhin noch über 7.300 Produkte umfasst, stehen Anlegern dort gerade einmal 128 Rohstoff-Wertpapiere zur Verfügung.

Auch bei den Zertifikaten ist die Auswahl bei der Comdirect ungleich größer. Über 900.000 unterschiedliche Produkte stehen dort zur Auswahl. Bei der ING DiBa dürfte das Sortiment mit über 100.000 Zertifikaten aber ebenfalls nur die wenigsten Wünsche offenlassen.

ING Diba vs Comdirect – Forex, CFDs und Kryptowährungen

Weder die ING DiBa noch Comdirect bieten die Möglichkeit zum Forex-Handel. Bei der ING DiBa besteht zudem nicht die Möglichkeit, mit CFDs zu handeln. Die Comdirect bietet hingegen auch ein eigenes CFD-Konto mit mehr als 1.000 Aktien- und Future-CFDs an.

Kryptowährungen lassen sich derzeit bei keinem der beiden Anbieter handeln. Wer dennoch nicht darauf verzichten möchte, kann bei beiden jeweils zwischen verschiedenen Zertifikaten wählen. Damit ist eine Partizipation an der Wertentwicklung einiger bekannter Währungen wie Bitcoin, Ethereum oder Litecoin möglich.

Allerdings sind solche Zertifikate mit zusätzlichen Kosten verbunden. Aus diesem Grund lohnt sich der direkte Kauf von Kryptowährungen trotz der Notwendigkeit eines separaten Wallets eher.

ING DiBa vs Comdirect – Vergleichstabelle Depotangebot

Aktien ING Diba Comdirect
Wertpapierhandel Ja Ja
Depot Ja Ja
Kostenloses Verrechnungskonto Ja Ja
Girokonto Ja Ja
Robo-Advisor im Angebot Ja Ja
Aktien Ja Ja
Aktien Sparpläne Ja Ja
ETFs Ja Ja
ETF Sparpläne Ja Ja
Fonds Ja Ja
Fonds Sparpläne Ja Ja
Anleihen Ja Ja
Rohstoffe Ja Ja
Rohstoff Sparpläne Ja Ja
Zertifikate Ja Ja
Optionen und Futures Nein Ja
CFD Konto Nein Ja
Wertpapierkredit Nein 3,9 % p.a.
Crowdinvesting Nein Nein
Trading Software Nur Browser/App Pro Trader

ING Diba vs Comdirect – Vergleichstabelle Wertpapierauswahl

ING Diba Comdirect
Aktien 17.345 15.500
ETFs 1.653 Ca. 2.000
Indizes Alle gängigen Alle gängigen
Fonds 6.915 Über 10.000
Anleihen 7.362 Über 30.000
Rohstoffe 128 Über 100.000
Zertifikate Über 100.000 Über 900.000
Forex Trading Nein Nein
Währungspaare Keine Keine
CFDs Anzahl Keine Über 1.000
Kryptowährungen Nur Zertifikate Nur Zertifikate

ING Diba vs Comdirect – Kosten und Gebühren Vergleich

Das Direkt-Depot der ING DiBa ist mit keinerlei Depotführungsgebühren verbunden. Zwar ist dies auch beim normalen comdirect Depot der Fall. Allerdings ist dieses nur über die ersten drei Jahre hinweg bedingungslos kostenlos.

Nach Ablauf dieser Frist müssen Kunden entweder mindestens 2 Trades im Quartal tätigen, ein Girokonto besitzen oder regelmäßig einen Wertpapiersparplan ausführen. Andernfalls fallen Gebühren in Höhe von 1,95 Euro im Monat an.

Eine ähnliche Kondition ist im Übrigen auch mit dem JuniorDepot der Comdirect verbunden. Dort endet die kostenlose Phase jedoch bereits nach einem halben Jahr.

Grundsätzlich bieten beide Banken den größten Teil ihrer Standardleistungen im Zusammenhang mit der Depotverwaltung kostenlos an.

ING DiBa vs Comdirect – Vergleichstabelle Kosten

ING DiBa Comdirect
Wertpapierdepot kostenlos kostenlos (nach 3 Jahren mit Bedingung, sonst 1,95 € im Monat
Limitänderung kostenlos kostenlos
Orderänderung kostenlos kostenlos
Wertpapierübertrag kostenlos kostenlos
Dokumentenverwaltung kostenlos kostenlos
Versand kontobezogener Unterlagen per Post Portokosten 0,80 € bzw. 1,90 € für zusätzliche Anforderung Wertpapierabrechnung
Umschreibung und Neueintrag von Namensaktien kostenlos kostenlos
Einlösung fälliger Wertpapiere kostenlos 0,95 €
Dividenden- und Zinszahlung kostenlos kostenlos
Rückforderung ausländischer Quellensteuer 50,00 € 20,00 €
Nutzung Trading-Software kostenlos nicht vorhanden

ING Diba vs Comdirect – Handelsplatzgebühren

Sowohl die Comdirect wie auch die ING DiBa bieten ihren Kunden die Möglichkeit, an zahlreichen Handelsplätzen zu handeln. Die deutschen Handelsplätze sind bei der ING DiBa beinahe komplett vertreten.

Hier hat sich die Comdirect zuletzt einen kleinen Vorsprung erarbeitet und Anlegern auch den Zugriff auf Quotrix und LS Exchange ermöglicht.

Bei den Handelsplatzgebühren ist wiederum die ING DiBa insgesamt die etwas günstigere Alternative. Die Handelsplatzgebühren liegen dort fix bei 1,90 bzw. 2,90 Euro je Order. Für Tradegate fallen überhaupt keine Extragebühren an.

Bei Comdirect werden hingegen je nach Handelsplatz 2,50 oder 5,00 Euro fällig. Die prozentuale Natur der Gebühren sollte zumindest für die meisten Privatanleger kaum eine Rolle spielen.

Auch die Gebühren bei den internationalen Handelsplätzen sind bei der Comdirect höher als beim Konkurrenten ING DiBa. Das Gleiche gilt für den Direkthandel. Dieser wird bei der Comdirect als Live Handel bezeichnet und läuft dort über die Partner Baader Bank, Lang & Schwarz, Société Générale und Tradegate AG ab.

Bei der ING DiBa ist der außerbörsliche Direkthandel hingegen kostenlos möglich

ING DiBa vs Comdirect – Vergleichstabelle Handelsplätze

ING DiBa Comdirect
Direkthandel kostenlos 4,95 € + 0,25 %, mind. 9,90 € / max. 59,90 €
Xetra 1,90 € 0,002 %, mind. 2,50 €
Stuttgart 1,90 € 0,005 %, mind. 5,00 €
Frankfurt 2,90 € 0,005 %, mind. 5,00 €
München 2,90 € 0,005 %, mind. 5,00 €
Berlin 2,90 € 0,005 %, mind. 5,00 €
Düsseldorf 2,90 € 0,005 %, mind. 5,00 €
Hamburg 2,90 € 0,005 %, mind. 5,00 €
Hannover 2,90 € 0,005 %, mind. 5,00 €
gettex 1,90 € 0,002 %, mind. 2,50 €
Euwax 1,90 € 0,002 %, mind. 2,50 &euro
Tradegate keine Gebühr 0,002 %, mind. 2,50 €
LS Exchange 0,002 %, mind. 2,50 €
Quotrix 0,002 %, mind. 2,50 €
Frankfurt Zertifikate 1,90 € 0,002 %, mind. 2,50 €
Ausländische Handelsplätze 14,90 € 7,90 € + 0,25 % (mind. 12,90 € / max. 62,90 €)

ING Diba vs Comdirect – Orderkosten

Die Orderprovision beläuft sich bei der ING DiBa standardmäßig auf 4,90 Euro Grundgebühr + 0,25 Prozent des Ordervolumens. Allerdings ist die Provision grundsätzlich auf maximal 69,90 Euro (inkl. Grundgebühr) gedeckelt. Hinzu kommen noch diverse zeitlich begrenzte Aktionsangebote mit 0 Euro Ordergebühren.

Zusätzlich bietet die ING DiBa auch die Möglichkeit, eine Order über einen Kundenbetreuer zu platzieren, anstatt sie online selbst vorzunehmen. In diesem Fall wird eine zusätzliche Gebühr in Höhe von 14,90 Euro erhoben.

Die Comdirect erhebt für die ersten 12 Monate eine Ordergebühr von 3,90 Euro. Nach Ablauf dieser Zeit erhöht sich die Orderprovision auf 4,90 Euro + 0,25 Prozent des Ordervolumens.
Bis zu einem Ordervolumen von 2.000 Euro belaufen sich die Mindestkosten auf 9,90 Euro. Darüber wird es teurer. Allerdings hat auch Comdirect eine Obergrenze festgelegt, welche bei 59,90 Euro liegt.

Ab 125 Trades im Vorjahr gesteht Comdirect Kunden einen Viel-Trader-Rabatt von -15 Prozent auf das Orderentgelt zu.

Comdirect vs ING Diba im direkten Kostenvergleich – Beispiel

Kauf von Wertpapieren im Wert von 1.000 Euro an der Xetra:

ING DiBaComdirect

4,90 € + 2,50 € (Ordergebühren) + 1,90 (Handelsplatzkosten) = 9,30 €

Erste 12 Monate:
3,90 € (Ordergebühren) + 2,50 € (Handelsplatzkosten) = 6,40 €

Nach 12 Monaten:
4,90 € + 2,50 € (Ordergebühren min. 9,90 €) + 2,50 € (Handelsplatzkosten) = 12,40 €

ING DiBa vs Comdirect – Vergleichstabelle Ordergebühren

ING DiBa Comdirect
Wertpapierorder 4,90 € + 0,25 % 4,90 € + 0,25 % (min. 9,90 €)
Aktien-, ETF- und Zertifikate-Sparpläne 1,75 % Provision / alle ETF-Sparpläne ab 01.04.21 kostenlos 1,50 % Provision / 0 € bei Top-Preis-ETFs
Fonds / Fonds-Sparpläne ING Ausgabeaufschlag Bis zu 100 % Discount auf den regulären Ausgabeaufschlag
Optionen 2,50 / 4,50 € (min. 19,00 € je Ausführung)

CFD-Handel bei der Comdirect

Die Comdirect bietet zusätzlich die Möglichkeit, mit CFDs zu handeln. Hierfür können Kunden ein CFD-Trader-Konto oder ein CFD-Basis-Konto eröffnen.

Pro Kontoverbindung können dabei bis zu drei CFD-Konten eingerichtet werden. Bei jedem einzelnen davon kann man sich aussuchen, ob es sich um ein Trader- oder ein Basis-Konto handeln soll. Es ist also bequem möglich, beide Varianten zu nutzen.

Beim CFD-Basis-Konto beläuft sich die für alle Instrumente hinterlegte Margin auf 20 Prozent. Der einheitliche Hebel liegt bei 5. Beim CFD-Trader-Konto handelt man hingegen Intraday mit einer Margin von 3 Prozent (Hebel 30).

Vergleichstabelle CFD-Konten bei ComdirectComdirect CFD-Handel - Kosten und Gebühren

Vergleichstabelle CFD-Konten bei Comdirect

CFD-Basis-Konto CFD-Trader-Konto
Kontoführung kostenlos kostenlos
Mindesteinzahlung zur Nutzung des CFD Traders (CFD-Handelsplattform) keine keine
Mindestkapitalisierung zum Handeln keine keine
Abwicklung der CFD-Käufe und Verkäufe kostenlos kostenlos
Nutzung des CFD-Traders kostenlos kostenlos
Erteilung limitierter Aufträge kostenlos kostenlos
Nutzung des Verrechnungskontos kostenlos kostenlos

Comdirect CFD-Handel – Kosten und Gebühren

CFD auf Provision Overnight Gebühren Long Overnight Gebühren Short
Indizes kostenlos 3,5 % + Währungszins 3,5 % + Währungszins
Währungen kostenlos 3,5 % + Währungszins 1 + Währungszins 2 3,5 % + Währungszins 1 + Währungszins 2
Edelmetalle kostenlos 3,5 % + Währungszins 3,5 % + Währungszins
Rohstoffe kostenlos 3,5 % 3,5 %
Zins-Futures kostenlos 3,5 % 3,5 %
Aktien 0,10 % (min. 4,90 € / max. 59,90 €) 3,5 % + Währungszins 3,5 % + Währungszins
Index-Futures 0,02 % (min. 4,90 € / max. 59,90 €) 3,5 % 3,5 %
Dax-Futures 0,01 % (min. 4,90 € / max. 59,90 €) 3,5 % 3,5 %
Volatilitätsindizes 0,02 % (min. 4,90 € / max. 59,90 €) 3,5 % 3,5 %
4,90 € Ausgabeaufschlag bei telefonischer Auftragserteilung

Die obigen Angaben beziehen sich auf das CFD-Trader-Konto. Beim CFD-Basis-Konto beläuft sich die Berechnungsbasis hingegen auf 3 anstatt 3,5 Prozent zu- bzw. abzüglich der angegebenen Währungszinsen.

ING Diba vs Comdirect Sparplan-Vergleich

ING DiBa oder Comdirect: Beim Sparplan-Angebot nehmen sich beide Anbieter nicht viel. Wer speziell an Wertpapier-Sparplänen interessiert ist, kann jeweils aus einem umfassenden Sortiment auswählen.

Bei den ETF-, Fonds- und Aktien-Sparplänen verfügt die ING DiBa über das geringfügig größere Angebot. Lediglich bei den Rohstoff-Zertifikaten stellt die Comdirect ihren Kunden eine größere Auswahl zur Verfügung.

Ursprünglich hatten die ING DiBa und Comdirect beide ca. die gleiche Zahl an kostenfrei besparbaren Aktions-ETFs. Hier geht die ING DiBa nun jedoch noch einen Schritt weiter und stellt ab dem 01.04.21 alle ETF-Sparpläne kostenfrei zur Verfügung.

Bei Comdirect können Anleger hingegen ca. 140 sogenannte Top-Preis-ETFs kostenlos besparen. Dazu gehören viele der beliebtesten ETFs von iShares, Amundi, Franklin Templeton, Lyxor, Xtrackers und VanEck.

Comdirect vs ING DiBa – Vergleichstabelle Sparpläne

ING DiBa Comdirect
ETF-Sparpläne 720 674
Davon kostenfrei besparbar alle 140
Aktien-Sparpläne 490 369
Fonds-Sparpläne 640 523
Zertifikate-Sparpläne 5 75

Sparplanausführung

Sowohl Comdirect als auch die ING DiBa zeigen sich bei der Sparplanausführung überaus flexibel. Bei den Ausführungstagen- und Intervallen gibt es jeweils diverse Wahlmöglichkeiten. Eine kostenlose Änderung der Sparraten ist jederzeit möglich.

Beide Anbieter erlauben zudem einen Lastschrifteinzug von Drittkonten sowie eine Dynamisierung der Sparrate, was keineswegs überall selbstverständlich ist. Die ING DiBa ermöglicht zudem ab einem Betrag von 75 Euro eine automatische Wiederanlage von Ausschüttungen. Dies gilt allerdings nur für ETF- und Fonds-Sparpläne.

Bei Comdirect können Anleger zudem pro Sparplan gleich bis zu 10 ETFs gleichzeitig besparen. Kunden der ING DiBa müssen für jedes Produkt einen separaten Sparplan einrichten.

ING DiBa Comdirect
Sparrate min/max 1 € / 5.000 € 25 € / 10.000 €
Ausführungsintervall monatlich, zweimonatlich, vierteljährlich monatlich, zweimonatlich, vierteljährlich
Ausführungstage 1. oder 15. des Monats 1., 7., 15. oder 23. des Monats
Änderungsmöglichkeit Ja (kostenlos) Ja (kostenlos)
Dynamisierung Ja Ja
Lastschrifteinzug Ja Ja
Automatische Wiederanlage ab 75 € Nein
Mögliche Anzahl ETFs pro Sparplan 1 10

ING Diba vs Comdirect – Zahlungsmethoden

Um ein Wertpapierdepot bei der ING DiBa oder Comdirect nutzen zu können, muss vorher das entsprechende Verrechnungskonto aufgeladen werden, welches gemeinsam mit dem Depot eröffnet worden ist.

Möglich ist dies per Überweisung oder SEPA-Lastschriftverfahren. Die Nutzung von Online-Zahlungsdienstleistern ist hingegen nicht möglich.

ING DiBa vs Comdirect – Vergleichstabelle Zahlungsmethoden

ING Diba Comdirect
Paypal Nein Nein
Skrill Nein Nein
Neteller Nein Nein
Kreditkarten Nein Nein
UnionPay Nein Nein
Webmoney Nein Nein
Yandex Nein Nein
Banküberweisung Ja Ja
Giropay Nein Nein
SOFORT Nein Nein

Mindesteinzahlung

Weder Comdirect noch die ING DiBa erfordern eine Mindesteinlage

ING Diba vs Comdirect – Benutzeroberfläche und Trading-Software

Die Palantir Aktie - Software am LaptopBei der ING DiBa erfolgt der Handel per Desktop-PC direkt aus dem Browser heraus. Kunden wird keine zusätzliche Trading-Software angeboten. Wer gerne mit dem Smartphone von unterwegs traden möchte, kann dies über eine eigens angebotene Trading-App tun.

Comdirect hat in diesem Bereich einiges mehr zu bieten. Neben dem klassischen Handel über die Website per Browser steht Kunden mit dem ProTrader auch eine dezidierte Trading-Plattform zur Verfügung. Diese verfügt über zahlreiche Funktionen wie Chartanalyse, technische Analyse, Real Time Charts und vieles mehr.

Die Basisversion ist kostenlos nutzbar. Darüber hinaus können je nach Bedarf zusätzliche Kurspakete hinzugebucht werden.

Ab 150 Trades pro Monat entfallen die jeweiligen Kosten für diesen Monat.

Realtime Kurspaket Preis pro Monat
Deutsche Aktienindizes, Rentenindizes, STOXX-Indizes und VDAX 5,00 €
Xetra Level 1 und 2 (Markttiefe 10) 20,00 €
Xetra US- und European Stars Level 1 und 2 10,00 €
Eurex (Optionen und Futures) Level 1 und 2 15,00 €

Der CFD-Handel funktioniert über den CFD-Trader. Dieser verfügt über ein vergleichbares Funktionsspektrum wie die klassischen MetaTrader 4 und 5. Sowohl für den normalen Handel wie auch für CFDs existiert zudem eine Mobile-App.

Die Wahl zwischen der ING DiBa oder Comdirect macht im Hinblick auf die Nutzerfreundlichkeit weder bei der Webversion noch bei der App einen großen Unterschied. Bei beiden Anbietern können Kunden ihre Depots leicht nutzen. Auch weniger erfahrene Nutzer dürften sich hier schnell zurechtfinden.

Wer jedoch höhere Ansprüche an die eigene Handelsplattform stellt und auch fortgeschrittenere Funktionen nutzen möchte, ist mit Comdirect besser bedient.

ING DiBa vs Comdirect – Vergleichstabelle Tradingplattform/Nutzeroberfläche

ING Diba Comdirect
MT4 Nein Nein
MT5 Nein Nein
ProTrader Nein Ja
CFD-Trader Nein Ja
Web Trader Nein Nein
CTrader Nein Nein
DupliTrade Nein Nein
ZuluTrade Nein Nein
Social Trading/Copy Trading Nein Nein

Demokonto

Comdirect bietet seinen Nutzern ein ausführliches CFD-Demokonto an. Es erlaubt die Nutzung sämtlicher Funktionen des normalen CFD-Kontos. Hiervon ausgenommen sind lediglich einige Funktionen im Bereich Kapitaltransfer und Steuerberechnung.

Wird ein CFD-Demokonto eröffnet, erhält man automatisch Zugriff auf zwei unterschiedliche Demokonten: das CFD-Basis-Konto und das CFD-Trader-Konto. Dies ermöglicht einen effektiven Vergleich der beiden Varianten.

Auf beiden Demokonten beläuft sich das Startkapital auf 50.000 Euro. Ihre Nutzung ist zeitlich unbegrenzt möglich. Sobald man sich ein reales CFD-Konto eröffnet, wird das Demokonto deaktiviert. Dies lässt sich jedoch per Hand rückgängig machen.

Im Gegensatz dazu verfügt die ING DiBa nicht über ein Demokonto im eigentlichen Sinne. Allerdings kann die Watchlist genutzt werden, um ein echtes Depot abzubilden und sich damit praktisch eine Art Musterdepot zu erstellen. Es handelt sich dabei um eine kostenlose Zusatzfunktion, die automatisch Teil des Direkt-Depots ist.

Comdirect vs ING DiBa – Vergleichstabelle Demokonto

ING DiBa Comdirect
Demokonto Nein (nur Musterdepot via Watchlist) Ja (für CFD-Trading)
Umfang rudimentär alle Funktionen

ING Diba vs Comdirect – Seriosität und Trainingsmöglichkeiten

Grundsätzlich handelt es sich bei beiden Anbietern um hochgradig seriöse Finanzinstitute. Näheres zu Sicherheit, Schutz und Kundenservice wird weiter unten behandelt.

Comdirect nimmt seine Kunden beim Thema Trading an die Hand. Die Grundlagen sowie alle relevanten Begriffe des CFD-Tradings werden auf der Webseite von Comdirect ausführlich erklärt. Im Anschluss können Nutzer ihr Wissen anhand konkreter Fragestellungen selbst prüfen.

Darüber hinaus hat Comdirect auf YouTube eine Reihe von Videos zum Thema Trading online gestellt. In diesen werden die grundlegende Nutzung der eigenen Plattform sowie komplexere Aspekte des Tradings erklärt.

Wer sich in die Materie vertiefen möchte, hat zudem die Möglichkeit, an diversen Online-Seminaren teilzunehmen.

Die ING DiBa bietet hingegen keine großartigen Weiterbildungsmöglichkeiten. Grundbegriffe der Wertpapieranlage werden zwar auf der Webseite erklärt. Zudem existieren einige kurze Videos. Allerdings gibt es keine mit dem Angebot der Comdirect vergleichbaren Lernmaterialien.

Comdirect vs ING DiBa – Vergleichstabelle Lernmöglichkeiten

ING Diba Comdirect
Anfänger Trading Videos Nein Ja
Fortgeschrittenen Trading Videos Nein Ja
Webinars Nein Ja
Forex Lernmaterial Nein Nein
CFD Lernmaterial Nein Ja
Glossar der wichtigsten Begriffe Ja Ja

ING Diba vs Comdirect – Sicherheit, Schutz und Lizenz

Ledger-Monero-Wallet-SicherheitAls Direktbanken verfügen sowohl die ING DiBa wie auch Comdirect über eine Banklizenz. Reguliert werden sie hierzulande von der BaFin. Als deutsche Banken unterliegen beide zudem dem deutschen Sicherungsverfahren. Beide bieten ihren Kunden jeweils die EU-weit vorgeschriebene Schutzhöhe von 100.000 Euro.

Zusätzlich dazu sind beide Direktbanken auch Teil des freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). Bei der Comdirect erfolgt dadurch eine zusätzliche Absicherung pro Kunde in Höhe von rund 100 Millionen Euro. Die ING DiBa sichert ihre Kunden dadurch sogar mit jeweils 1,3 Milliarden Euro ab.

Der Einlagenschutz gilt bei den beiden Banken für die jeweils folgenden Konten:

ING DiBa

  • Festgeld
  • Extra-Konto
  • Girokonto
  • Sparbrief
  • VL-Sparen
  • Zinswachstum
  • Scalable-Konto

Comdirect

  • Festgeld- und Laufzeitkonten
  • CFD-Konten
  • Girokonten
  • O&F-Konten
  • Tagesgeld PLUS-Konten inklusive Geldsparplan
  • Verrechnungskonten
  • Währungsanlagekonten
  • Wertpapierkreditkonten

ING DiBa vs Comdirect – Vergleichstabelle Lizenz und EInlagensicherung

ING Diba Comdirect
Lizenz Ja Ja
Land Deutschland Deutschland
SSL Ja Ja
Einlagensicherung 100.000 100.000

ING Diba vs Comdirect – Kundenservice

Comdirect und die ING DiBa bieten ihren Kunden jeweils einen umfassenden Kundenservice. Dabei ist das Service-Angebot der Comdirect jedoch noch umfangreicher.

Beide ermöglichen jeweils den Kontakt per E-Mail und Telefon. Allgemeine Fragen können zudem auch oft direkt über die Webseite per FAQ beantwortet werden.

Die ING DiBa bietet zudem eine Art von Chat-Funktion an. Allerdings werden die Fragen dabei von einem Chat-Roboter beantwortet. Vor allem komplexe oder besonders spezifische Fragen überfordern das Programm jedoch schnell. Hier bietet Comdirect mit einer Live-Chat-Funktion mehr.

Darüber hinaus verfügt Comdirect auch über ein eigenes Community-Forum. Dort können Kunden allgemeine oder spezifische Fragen stellen. Diese werden meist zeitnah von anderen Mitgliedern oder Community-Managern beantwortet.

ING DiBa vs Comdirect – Vergleichstabelle Kundenservice

ING Diba Comdirect
Email Ja Ja
Telefon Ja Ja
Live Chat Nein Ja
Website Ja Ja
Community-Forum Nein Ja

ING Diba vs Comdirect – Mobile und Trading App Vergleich

Heutzutage wird die Nutzung einer App zum Mobile-Banking/Trading immer mehr zur Selbstverständlichkeit. Anbieter wie Comdirect oder ING DiBa gehen mit der Zeit und bieten ihren Kunden daher auch die Möglichkeit, ihre Wertpapiergeschäfte bequem per App über das Smartphone durchzuführen.

Beide Trading-Apps können jeweils über iOS oder Android genutzt werden. Sie ermöglichen dabei einen ähnlichen Funktionsumfang wie der browserbasierte Handel. Die “Banking to go” App der ING DiBa kann hier noch zusätzlich punkten, da sie auch den mobilen Zugriff auf das Girokonto ermöglicht.

Comdirect vs ING DiBa – Vergleichstabelle Apps

ING Diba Comdirect
iOS Ja Ja
Android Ja Ja
Windows Nein Nein

ING Diba vs Comdirect – Depoteröffnung für Anfänger

Die Anlegung eines Wertpapierdepots geht, unabhängig davon, ob man sich für die ING DiBa oder Comdirect entscheidet, relativ leicht von der Hand. Nachfolgend zeigen wir, wie die Anmeldung und Depoteröffnung jeweils Schritt für Schritt vonstattengehen.

ING DiBa

  • Antragsformular ausfüllen: Hier müssen alle wichtigen personenbezogenen Daten wie Name, Geburtsdatum etc. angegeben werden. Nach Abschicken des Antrags erhält man innerhalb kurzer Zeit diverse Unterlagen zur Depoteröffnung.
  • Legitimation: Ehe das Depot genutzt werden kann, ist eine Legitimation notwendig. Die kann sowohl per Post-Ident als auch per Video-Ident geschehen.Beim Post-Ident-Verfahren müssen Antragsteller mit den ihnen zugesandten Unterlagen und einem Personalausweise zur nächsten Postfiliale gehen, damit ein Postbeamter Angaben und Personalien überprüfen kann.Beim Video-Ident-Verfahren erfolgt die Legitimation per Video-Call. Dabei muss man den Ausweis in eine Webcam halten.
  • Unterlagen ausfüllen: Ist der Antrag abgeschickt, erhält man nach kurzer Zeit alle notwendigen Unterlagen für die eigentliche Depoteröffnung sowie die notwendigen Zugangsdaten. Sind die Papiere wieder bei der ING DiBa eingetroffen, wird das Depot freigeschaltet.

Comdirect

  • Antragsformular ausfüllen: Hier gilt das Gleiche wie bei der ING DiBa. Antragsteller müssen ihre Anlageerfahrung bei den verschiedenen Assetklassen angeben.
  • Legitimation: Auch dieser Schritt ist identisch.Wer bereits über einen Personalausweis mit EID-Funktion verfügt, kann auch das E-Ident-Verfahren nutzen. Hierfür benötigt man zudem ein Smartphone mit freigegebener NFC-Schnittstelle (Apple hat dies z. B. nicht) sowie eine geeignete Lese-App (z. B. Comdirect App).Zudem ist eine zum Personalausweis gehörige 6-stellige PIN erforderlich (bei Einwohnermeldeamt oder Bürgeramt nachfragen).
  • Unterlagen ausfüllen: Auch dieser Schritt ist wieder identisch.

ING Diba vs Comdirect – Weitere Kontoarten

Direktbanken wie die ING DiBa oder Comdirect bieten ihren Kunden gegenüber Online-Brokern den Vorteil, dass sie neben Wertpapierdepots auch zahlreiche der klassischen Bankdienstleistungen unter einem Dach anbieten. Beide Institute haben daher auch Girokonten und weitere Angebote im Sortiment.

ING DiBa vs Comdirect – Girokonto

In ihren Grundkonditionen weisen die Girokonten der Comdirect und der ING DiBa große Ähnlichkeiten zueinander auf. Beide sind bis zu einem Alter von 28 Jahren kostenlos nutzbar. Ältere Semester benötigen mindestens einen Geldeingang von 700 Euro im Monat, da ansonsten Kontoführungsgebühren anfallen.

Im Gegensatz zu Comdirect enthält das Girokonto der ING DiBa bereits eine kostenlose Visa-Karte, die auch als Kreditkarte genutzt werden kann.

Die ING DiBa bietet ihr Girokonto zudem in der Variante Studenten-Girokonto an. Die Konditionen sind gleich, jedoch wird Kunden unter 28 Jahren ohne Beantragung oder Nachweis weiterer Unterlagen ein Dispokredit in Höhe von 500 € eingeräumt.

Comdirect vs ING Diba – Vergleichstabelle Girokonto

ING Diba Comdirect
Kontoführung (bis 699 € mtl. Geldeingang) 58,80 € 58,80 €
Kontoführung (ab 700 € mtl. Geldeingang) 0,00 € 0,00 €
Kostenlos falls noch unter 28 Ja Ja
Überweisung online 0,00 €, per Beleg/Tel. 2,50 € online 0,00 €, per Beleg/Tel.. 1,90 €
Dauerauftrag online 0,00 €, per Beleg/Tel. 2,50 € online 0,00 €, per Beleg/Tel. 4,90 €
Lastschrift/Gutschrift 0,00 € 0,00 €
Zins:
Guthaben/Überziehung/Dispo
0,00 % / 6,99 % / 6,99 % 0,00 % / 11,00 % / 6,50 %
Girocard Maestro – kostenlos V-PAY – kostenlos
Kreditkarte Visa – kostenlos Visa – 1,90 € monatlich
Kartenzahlung:
mit Girocard
0,00 € in Euro
1,99 %, min. 1,00 € in Fremd.
0,00 € in Euro
1,75 % in Fremdwährung
Kartenzahlung:
mit Kreditkarte
0,00 € in Euro
1,99 % in Fremdwährung
0,00 € in Euro
1,75 % in Fremdwährung
Bargeld am Automaten mit Girocard 0,00 € an ING-ATM (Mindestabhebung 50 €), sonst 5,00 €
5,00 € außerhalb EWU
0,00 € bei Cash Group
0,00 € bei fremdem Institut
9,90 € außerhalb EWU
Bargeld am Automaten mit Kreditkarte 0,00 € an VISA-ATM (Mindestabhebung 50 €)
1,75 % außerhalb EWU
9,90 € bei fremdem Institut
0,00 € außerhalb EWU

Comdirect – Girokonto Plus

Comdirect bietet neben dem herkömmlichen Girokonto auch das Girokonto Plus an. Dieses bietet neben den Standardleistungen und Konditionen des Girokontos von Comdirect noch eine Reihe von Zusatzleistungen an:

  • Visa-Kreditkarte
  • Bargeld Plus – uneingeschränkt oft Bargeld abheben
  • Reise-Sorglos-Paket – Versicherungsschutz bei Auslandsreisen

Dafür belaufen sich die monatlichen Kosten des Girokonto Plus auf 14,90 Euro. Sämtliche Zusatzleistungen können auch separat zum normalen Girokonto hinzugebucht werden. Zusammengenommen lägen die Kosten bei allen Zusatzleistungen in dem Fall jedoch bei 16,70 Euro.

ING DiBa vs Comdirect – Tagesgeldkonto

Die ING DiBa bietet ihren Kunden trotz anhaltender Niedrigzinsen weiterhin ein Tagesgeldkonto an. Allerdings steht diese Option unter der Bezeichnung “Extra-Konto” nur bereits bestehenden Kunden zur Verfügung.

Für neue und bestehende Konten beläuft sich der variable Zinssatz dabei auf 0,001 Prozent p.a. Für alle ab dem 04.11.2020 eröffneten Konten erhebt die ING DiBa ab einem Kontoguthaben von 100.000 Euro ein Verwahrentgelt in Höhe von 0,5 Prozent p.a.

Comdirect bietet Neukunden bereits seit 2020 nicht länger die Möglichkeit, ein Tagesgeldkonto zu eröffnen. Bestandskunden mit einem Kontoguthaben von unter 250.000 Euro erhalten zudem keine Zinsen mehr. Bei einem Guthaben von über 250.000 Euro fallen allerdings Strafzinsen in Höhe von 0,5 % p.a. an.

Comdirect – JuniorGiro

Online Broker - IconComdirect hat überdies mit dem JuniorGiro ein Konto speziell für Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 18 Jahren im Angebot. Es handelt sich dabei um ein kostenloses Girokonto auf reiner Guthabenbasis. Für erlaubte Überweisungen lassen sich zudem Limits festlegen.

Junge Kunden erhalten zum Konto eine kostenlose Girokarte sowie auf Wunsch eine ebenfalls kostenlose VISA-Prepaid-Kreditkarte. Mit der dazugehörigen Mobile-App ist auch unterwegs ein Zugriff mit dem Smartphone möglich. Über ApplePay und GooglePay können die Kleinen zudem mit dem Smartphone zahlen.

ING Diba vs Comdirect – Sparen und Anlegen

Sowohl Comdirect als auch die ING DiBa eignen sich nicht wirklich für das klassische Sparen. Bei der ING DiBa besteht zwar im Gegensatz zu Comdirect immer noch die Möglichkeit, einen Sparplan für das Tagesgeldkonto anzulegen. Aufgrund der extrem niedrigen Zinsen lohnt sich dies jedoch kaum.

Große Gemeinsamkeiten weisen beide Banken jedoch bei ihrem recht umfassenden Angebot an Wertpapier-Sparplänen auf.

ING Diba vs Comdirect – Vor- und Nachteile der beiden Depotanbieter

ING DiBa Vorteile:

  • Kostenlose Depotführung
  • Wertpapierdepot und günstiges Girokonto unter einem Dach
  • Kostenloses Verrechnungskonto
  • Große Auswahl an Aktien, ETFs, Fonds und Zertifikaten
  • Transparentes Gebührenmodell mit niedrigen Ordergebühren
  • Alle ETF-Sparpläne kostenlos
  • Referenzkonto kann frei gewechselt werden
ING DiBa Nachteile:

  • Nur Auslandsbörsen aus den USA und Kanada verfügbar
  • Keine CFDs, Optionen oder Futures
  • Nicht für das Daytrading geeignet
  • Nur Standard-Tradingplattform
  • Kein Lernmaterial

Comdirect Vorteile:

  • Wertpapierdepot und günstiges Girokonto unter einem Dach
  • Kostenloses Verrechnungskonto
  • Große Auswahl an Aktien, ETFs, Fonds und Zertifikaten
  • Alle deutschen Handelsplätze plus zahlreiche ausländische Börsen nutzbar
  • Handel mit CFDs, Optionen und Futures möglich
  • Vielseitige und professionelle Handelsplattform
  • Spezielle Vergünstigungen für Vieltrader

Comdirect Nachteile:

  • Kostenlose Depotführung an Bedingungen geknüpft
  • In den meisten Kategorien jeweils teurer als ING DiBa

Für wen eignet sich ING Diba? Für wen eignet sich Comdirect?

Beide Anbieter verfügen jeweils über ihre Vorzüge. Dabei gibt es auch durchaus Überschneidungen. Sowohl die ING DiBa als auch Comdirect ermöglichen den Handel mit zahlreichen Aktien, ETFs, Fonds und Zertifikaten.

Die ING DiBa verfügt aktuell über ein etwas umfassenderes Angebot an Sparplänen (ausgenommen Zertifikate). Zudem sind sämtliche ETF-Sparpläne ab dem 01.04.2021 kostenlos besparbar. ETF-Sparer fahren daher mit der ING-DiBa etwas besser.

Die Handelsplattform der ING DiBa ist grundsolide und übersichtlich. Die zusätzliche Funktionalität einer professionellen Trading-Software fehlt allerdings. Für Anfänger und Anleger, die ohnehin kein Interesse an Daytrading und kurzfristiger Spekulation haben, ist dies jedoch nicht weiter tragisch.

Die ING DiBa ist insgesamt ein wirklich guter Depotanbieter für Einsteiger und klassische Anleger. Aktivere Anleger und anspruchsvollere Trader stehen hier jedoch nicht unbedingt im Fokus.
Comdirect bietet im Gegenzug umfassende Möglichkeiten für fortgeschrittene Trader. Die Produktpalette sowie die funktionale Handelsplattform ermöglichen effektives Daytrading. Mit seinen Rabatten für Vieltrader bietet Comdirect zudem auch attraktive Vergünstigungen für Trader und aktive Anleger.

ING Diba vs Comdirect: Fazit – Wer hat die Nase vorn?

In vielen Bereichen liegen die ING DiBa und Comdirect gleichauf. Dennoch gelingt es den beiden Anbietern, den Konkurrenten auf gewissen Feldern zu übertrumpfen.

Bei der Übersichtlichkeit der Kostenstruktur und der durchschnittlichen Höhe der Gebühren schneidet die ING DiBa leicht besser ab. Gerade bei den beliebten ETF-Sparplänen liegt die ING DiBa diesbezüglich seit April klar vorne.

Comdirect bietet hingegen das rundum bessere Paket für aktive Trader. Nicht nur ist die Produktauswahl größer. Die Funktionalität ist dank ProTrader auch deutlich höher.

Comdirect stellt seinen Nutzern deutlich mehr Lernmaterialien zur Verfügung. Allerdings richtet sich dies in erster Linie an Kunden, die bessere Trader werden wollen. In puncto Einsteigerfreundlichkeit liegen beide Anbieter daher durchaus gleichauf.

Als Direktbanken bieten die ING DiBa und Comdirect ihren Kunden jeweils auch zusätzliche Giro- und Tagesgeldkonten an. Bei den Girokonten sind die Angebote ebenfalls vergleichbar. Die ING DiBa bietet hier zusätzlich noch eine kostenlose Kreditkarte an, während diese bei Comdirect noch extra kostet.

Insgesamt betrachtet ist die ING DiBa für normale Kleinanleger aktuell die etwas bessere Option. Liegt der Fokus der Betrachtung jedoch auf dem Trading, hat Comdirect die Nase vorn.

Zuletzt aktualisiert am 12. April 2021