Aktienhandel: Strategien, Hintergründe und was man wissen sollte

Aktienhandel: Strategien, Hintergründe und was man wissen sollte
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Ob Sparbuch, Lebensversicherungen, Anleihen, Fest- oder Tagesgeld – niedrige Renditen sind heutzutage vorprogrammiert. Die Niedrigzinspolitik, die seit Jahren von der Europäischen Zentralbank verfolgt wird, hat dazu geführt, dass die sicheren Finanzprodukte unattraktiv geworden sind. Parkt man sein Geld auf einem Sparbuch oder Tagesgeldkonto, so kommt es tatsächlich zum realen Geldwertverlust, da die Inflation wesentlich höher als der durchschnittliche Guthabenzinssatz ist.

Ob risikoaffin oder sicherheitsorientiert – heutzutage braucht man eine Alternative, wenn es um die gewinnbringende Veranlagung geht. Eine durchaus interessante Möglichkeit stellt der Aktienhandel dar.

Sind Aktien die Alternative zum Sparbuch geworden?

Für viele Deutsche ist der Aktienhandel „gefährlich“, weil man „einen Freund“ oder „einen Bekannten“ kennt, der „extrem viel Geld“ verloren hat. Um kein Geld zu verlieren, befasst man sich daher lieber mit dem Sparbuch, Tages- oder auch Festgeld. Schlussendlich muss man hier auch keine Angst vor Schwankungen haben. Man verliert in diesem Fall das Geld nämlich nebenbei –  durch die Inflation und den nicht vorhandenen Guthabenzinssatz Akzeptiert der Deutsche also den realen Geldwertverlust? Ja. Weil hier auch nicht hinter die Kulissen geblickt wird.

Der Aktienhandel ist nämlich nicht so gefährlich, wie man das gerne verkaufen möchte – schon gar nicht, wenn man ein paar Tipps und Tricks berücksichtigt.

Verfolgt man als Anleger etwa eine nachhaltige Strategie, so wird man langfristig auf der Gewinnerseite stehen. Das beweist etwa auch ein Blick in die Vergangenheit: Befasst man sich mit den letzten Jahren des dreutschen Aktienindex (DAX) so lagen die Renditen bei durchschnittlich 8,5 Prozent/Jahr. Das Sparbuch oder Tagesgeld sind aktuell mit Guthabenzinsen von weit unter 1,0 Prozent ausgestattet.

Zudem ist es auch gar keine große Herausforderung, eine erfolgversprechende Anlagestrategie zu finden und umzusetzen. Als Anleger sollte man sich zuerst mit den Strategien der Profis auseinandersetzen – so ist es ratsam, sich mit den Werdegängen der Superinvestoren wie

  • Benjamin Graham,
  • George Soros,
  • Peter Lynch oder
  • Warren Buffett auseinanderzusetzen.

Jedoch heißt das nicht, dass man kein Geld verlieren kann. Ganz egal, für welche Strategie man sich am Ende entscheidet:

Verluste gehören einfach dazu. Am Ende gibt es nämlich keine einzige Strategie, mit der man immer auf dem Erfolgsweg bleibt. Aber Verluste können wieder zu Gewinne werden, sofern man die notwendige Zeit mitbringt und Geduld hat.

Das Prinzip des Aktienhandels

Aktien stellen Anteile am Eigenkapital des Unternehmens dar, das an der Börse gelistet ist. Besitzt man Aktien, so ist man auch Miteigentümer der Aktiengesellschaft und darf sich über Dividendenzahlungen und/oder auch ein Stimmrecht freuen.

Das heißt, man kann durchaus seine Meinung kundtun, wenn es um etwaige Unternehmensentscheidungen geht. Damit die Stimme jedoch Gewicht hat, benötigt man natürlich recht viele Aktien – je mehr Aktien man besitzt, umso höher ist der Anteil am Unternehmen. Für den Privatanleger scheint das Stimmrecht aber keine große Bedeutung zu spielen; hier geht es vielmehr um Kursgewinne und Dividendenzahlungen

Für Aktien werden, wie auch bei allen anderen Finanzprodukten auch, Kurse ermittelt, die sodann für den Kauf wie auch Verkauf des Wertpapiers gültig sind. Der Kurs, der ständig aktualisiert wird, entsteht übrigens durch Angebot und Nachfrage. Aber was beeinflusst das Angebot wie die Nachfrage? Unter anderem können das sein:

  • Politische Entwicklungen
  • Wirtschaftliche Entwicklungen
  • Geschäftsberichte von Unternehmen oder
  • Veränderungen in der Unternehmensführung.

Worauf Anleger achten sollten

Wer online Geld verdienen möchte und sich dafür den Weg des Aktienhandels ausgesucht hat, der sollte jedoch nachfolgende Grundregeln beherzigen.

Regel Nummer 1: Nur freies Geld investieren

Wer in Eigenregie in Aktien investieren will, der sollte sich – wie zu Beginn erwähnt – mit den Börsenweisheiten der Starinvestoren befassen. Aktieninvestments können gut laufen, jedoch kann sich der Markt auch in die nichtgewünschte Richtung bewegen.

Aus diesem Grund sollte man nur jene Summen in die Börse investieren, auf die man auch verzichten kann.

Nur dann, wenn Geld in Aktiengesellschaften gesteckt wird, das nicht in naher Zukunft benötigt wird, kann man Kursrückgänge, die jederzeit möglich sind, aussitzen. Setzt man hingegen Kapital ein, das mitunter ein paar Wochen später benötigt wird, so müssen die Aktien verkauft werden – ganz egal, wie günstig oder ungünstig die aktuelle Situation ist. Es kann also durchaus sein, dass man einen Verlust erleidet. Ist man aber auf das investierte Geld nicht angewiesen, so kann man auf einen besseren Zeitpunkt warten, bis die Papiere verkauft werden.

Wer also in Aktiengesellschaften investieren will, der sollte einen  langfristigen Anlagehorizont  verfolgen. Das bedeutet, man sollte das Geld für einen längeren Zeitraum in Aktien stecken, sodass sich etwaige Verluste, die durch Kursschwankungen entstanden sind, wieder in Gewinne umwandeln können.

Wichtig ist, dass man auch keinen Kredit aufnimmt, um in eine bestimmte Aktiengesellschaft zu investieren. Wer im Internet nach Strategien Ausschau hält, der wird mit Sicherheit auf die eine oder andere Seite gelangen, auf der sodann von Strategien berichtet wird, durch die man problemlos reich wird – sofern man auch das notwendige Kleingeld hat.

In der Regel führen derartige Strategien aber nie zum gewünschten Erfolg. Zudem ist es empfehlenswert, wenn sich der Privatanleger von Anfang an klar macht, nicht über Nacht reich zu werden, egal, für welche Art der Investition man sich entscheidet. Wichtig ist, dass der langfristige Vermögensaufbau verfolgt wird – und das ist, sofern man ein paar Anfängerfehler vermeidet, durchaus möglich.

Regel Nummer 2: Man investiert nur, wenn man auch das Geschäft versteht

Privatanleger sollten hier unbedingt Warren Buffetts Rat folgen:

Ein erfolgreicher Anleger handelt nur mit Aktien von Unternehmen, deren Geschäft auch verstanden wird – wer nicht weiß, was das Unternehmen macht oder plant, der sollte die Finger davon lassen.

Möchte man also in eine Aktiengesellschaft investieren, so ist es wichtig, dass man sich im Vorfeld informiert und das Geschäft des Unternehmens versteht. Nur so kann man in weiterer Folge auch einschätzen, um eine günstige Geschäftsentwicklung erwartet werden kann oder nicht.

Wer in Unternehmen investiert, der das Geschäftsmodell nicht versteht, der kann auch am Ende nicht verstehen, warum es nicht zum Gewinn gekommen ist, sondern ein Verlust verbucht werden musste.

Regel Nummer 3: Nicht nur in ein Unternehmen investieren

Wer sein gesamtes Erspartes in nur eine einzige  Aktiengesellschaft steckt, der kann sich natürlich, sofern er mit seiner Einschätzung richtig liegt, über einen rasanten Vermögensanstieg freuen. Anders hingegen, wenn es in die „falsche“ Richtung geht – das Ersparte wird immer weniger.

Setzt man sein ganzes Geld auf eine Karte, so spricht man von einem typischen Anfängerfehler. Jeder, der sich schon einmal mit dem Thema Aktienhandel befasst hat, wird nämlich wissen, dass es um die Diversifikation – die Streuung – geht. Das heißt, man entscheidet sich für mehrere Aktiengesellschaften und setzt nicht sein gesamtes Geld auf ein bestimmtes Pferd. Natürlich kann so ein hoher Gewinn verbucht werden, jedoch ist das Risiko derart hoch, sodass man sich lieber für die sichere Variante der Streuung entscheiden sollte.

Investiert man in mehrere Unternehmen, so wird das Risiko eines Verlusts erheblich gemindert. Wobei erfahrene Anleger hier nicht nur in unterschiedliche Aktiengesellschaften investieren, sondern auch darauf achten, dass sich die Unternehmen in unterschiedlichen:

  • Ländern,
  • Anlageklassen (Rohstoffe, Aktien, Anleihen und dergleichen) und
  • Industrien befinden.

Investiert man etwa nur in Aktiengesellschaften eines bestimmten Landes, so könnte eine Wirtschaftskrise zu erheblichen Kursrückgängen führen – auch hier würde es zu einem gravierenden Verlust kommen. So auch, wenn nur Geld in eine bestimmte Branche gesteckt wird. In der Regel entwickeln sich Aktien einer Branche immer parallel, da dieselben Rahmenbedingungen vorliegen. Kommt es zur Branchenkrise, so trifft das natürlich die branchenspezifischen Unternehmen, in die investiert wurde. So auch, wenn man ausschließlich in Aktien investiert. Kommt es zu einem Börsencrash, so ist ein Verlust ebenfalls vorprogrammiert. Hat man hingegen sein Geld auf Rohstoffe, etwa Gold, wie Anleihen aufgeteilt, so wird der Absturz gemindert – mitunter können durch den Crash auch die sodann möglichen Kursanstiege bei den Anleihen wie Gold auch dafür sorgen, dass gar kein Verlust verbucht werden muss.

Fazit: Es geht also darum, dass in verschiedene Branchen, Anlageklassen wie Unternehmen investiert wird, um sodann in weiterer Folge das Risiko zu reduzieren. Mit der richtigen Streuung ist ein hoher Verlust (fast) ausgeschlossen.

All jene, die sich darüber beschweren, mit Aktien extrem viel Geld verloren zu haben, investierten wohl in nur eine Aktiengesellschaft, Branche oder Anlageklasse.

Regel Nummer 4: Auf günstige Gebühren achten

Wer ständig Aktien kauft oder verkauft, der leert seine Taschen – aber nicht deshalb, weil er gewinnbringend investiert und wartet, bis die Gewinne wieder die Taschen auffüllen, sondern weil Gebühren bezahlt werden müssen. Verfolgt man eine langfristige Strategie, so sollte man die Ruhe bewahren und nicht ständig irgendwelche Umschichtungen   vornehmen.

Wird das Depot in regelmäßigen Abständen umgebaut, so sollte man sich mit der Höhe der Transaktionsgebühren befassen. Vor allem dann, wenn man sein Depot bei einer Filialbank hat, können derartige Gebühren ausgesprochen hoch sein – am Ende nagen die Gebühren natürlich am Gewinn, der durch das ständige Umschichten sodann immer weniger wird.

Befasst man sich mit den Gebühren, so wird man relativ schnell zu dem Ergebnis kommen, dass ein Online-Broker wohl wesentlich interessanter als die klassische Filialbank ist.

Heutzutage gibt es schon Broker, die eine Orderprovision von gerade einmal 5 Euro verlangen, sofern an deutschen Handelsplätzen agiert wird. Aufgrund der Tatsache, dass es unterschiedliche Gebührenmodelle gibt, sollte man daher im Vorfeld einen Vergleich durchführen und sich am Ende für jenen Anbieter entscheiden, der besonders niedrige Gebühren vorschreibt.

Vor dem Jahr 2018 war es übrigens noch gar nicht so einfach, wenn man wissen wollte, wie hoch die Gebühren am Ende tatsächlich sind, sofern man Aktien oder auch Fonds gekauft wie verkauft hat. Die Depotanbieter haben mit unterschiedlichen Gebührenmodellen gearbeitet, wobei es zum Teil Festpreise wie auch Kosten gab, die von der investierten Summe abhängig waren. Zudem gab es auch immer wieder spezielle Börsengebühren oder auch Depotanbietergebühren. Man hat als Anleger also relativ schnell den Überblick verloren – am Ende gab es dann die böse Überraschung.

Mit Februar 2018 kam es jedoch zu anlegerfreundlichen Veränderungen. Mit der EU-Richtlinie „Mifid II“ wurde wesentlich mehr Transparenz für die Endkunden beschlossen. So sind Depotanbieter nun verpflichtet, dass sie vor dem Kauf all jene Kosten aufschlüsseln, die für den Kauf, eine fünfjährige Haltedauer sowie den anschließenden Verkauf anfallen. So weiß der Anleger relativ schnell, wie hoch die Gebühren sind.

Tipp:Im Zuge eines Brokervergleichs ist es auch ratsam, wenn ein Blick auf das zur Verfügung gestellte Angebot geworfen wird. Auch wenn es darum geht, einen Broker mit einem attraktiven Gebührenmodell zu finden, so ist es auch wichtig, dass das Angebot – so etwa im Bereich der Anlageklassen – für den Anleger passt.

Regel Nummer 5: Gewinne laufen lassen, Verluste hingegen begrenzen

Einerseits geht es um Geduld, andererseits um das Risikomanagement. Immer wieder stellen Anleger fest, dass es ihnen extrem schwer fällt, die in das Depot eingebuchte Aktien zu verkaufen. So halten sie ihren Papieren sogar dann noch die Treue, obwohl sie sich diese ständig in die falsche Richtung bewegen. Der erfahrene Aktionär lässt sich aber  keinesfalls von seinen Gefühlen leiten . Er holt Informationen ein, sieht sich Prognosen an und beantwortet dann für sich die Frage, ob jene Bedingungen, die beim Kauf definiert wurden, überhaupt noch gegeben sind. Stellt er fest, dass das nicht so ist, so werden die Aktien dann verkauft.

Was bei dieser Strategie unbedingt berücksichtigt werden muss? Der Anleger muss schon vor dem Kauf der Aktien wissen, wie seine Erwartungen aussehen. Das heißt, der erfahrene Anleger hält schon beim Kauf fest, was er sich von dem Investment erwartet und wie lange er die Papiere halten muss, um das Ziel sodann auch zu erreichen – und er weiß auch, welche Punkte eintreten müssen, damit er seine Aktien wieder verkauft.

Hier arbeiten viele Anleger mit sogenannten Stopp-Kursen. Wird dieser Stopp-Kurs bei 25 Prozent unterhalb des Kaufniveaus bestimmt, so kommt es zur Veräußerung der Position, wenn das Wertpapier sodann den Stopp-Kurs erreicht. So kann man auch zu hohe Verluste verhindern.
 Gewinne lässt man hingegen laufen Das heißt, solange es nach oben geht, sollte man nicht verkaufen, sondern die Ruhe bewahren. Aber auch hier ist es ratsam, wenn man für sich selbst eine Grenze festlegt, wann die Aktien (oder Teile davon) verkauft werden sollen.

Wo kann man Aktien kaufen?

Wer ein Depot hat, der kann sich

  • Aktien,
  • Fondsanteile oder
  • ETFs kaufen.

Findet ein Online-Kauf statt, so kann man aus mehreren Handelsplätzen wählen; zur Verfügung stehen hier etwa Direkthändler oder auch Börsen.

Entscheidet man sich für den Börsenhandel, so werden die Kauf- wie Verkaufsgesuchte der Anleger durch Menschen oder ein Onlinesystem koordiniert. Der Preis ergibt sich in weiterer Folge aus Angebot wie Nachfrage. Zudem kontrolliert die Börse, ob im Zuge des Handels auch alles geordnet über die Bühne geht.

Beim Direkthandel haben Wertpapierhandelshäuser oder auch Banken bestimmte Fondsanteile wie auch Aktien im Bestand. Als Anleger kauft man der jeweiligen Einrichtung sodann die Wertpapiere dann ab. Der Preis wird von den Verkäufern festgelegt; es gibt hier auch keine von außen stattfindende Regulierung.

Sucht man einen leichten Zugang zum Aktienhandel, so ist mitunter der  Direkthandel empfehlenswert Der Direkthandel eignet sich vor allem auch dann, wenn  man als Anleger keine außergewöhnlichen Handelsstrategien verfolgt und zudem keine exotischen ETFs oder Aktien kaufen oder verkaufen will. Entscheidet man sich für den Direkthandel, so darf man sich zudem auch über ein paar Vorteile freuen:

  • Der Anleger kauft oft wesentlich günstiger als direkt an der Börse. Zahlreiche Depotanbieter haben nämlich Sonderkonditionen mit den Direkthändlern vereinbart, sodass der Anleger keine extra Börsengebühr bezahlen muss.
  • Zudem erhält der Anleger aktuelle und keine zeitverzögerten Kurse, die direkt für den Kauf wie auch Verkauf übernommen werden können.
  • Des Weiteren werden die Kauf- wie auch Verkaufsanfragen auf einmal ausgeführt – beim Direkthandel wird also, nicht wie das etwa beim Börsenhandel der Fall ist, nicht mehrfach für dieselbe Order bezahlt.

Der Direkthandel

Auch wenn die Benutzeroberflächen für den Direkthandel nicht immer gleich sind, so haben sie dennoch eine gewisse Ähnlichkeit, sodass die nachfolgende Anleitung sehr wohl als allgemeine Hilfe verstanden werden kann.

Mit der Kennnummer das richtige Wertpapier finden

Ohne Umwege gelangt man zu der gewünschten Aktie oder auch zum Fonds, wenn die Identifikationsnummer (kurz: ISIN) oder Wertpapierkennnummer (kurz: WKN) in das jeweilige Suchfeld des Depots eingetragen wird.

Aufrufen der Ordermaske

In weiterer Folge erscheint eine Übersichtsseite zu dem Wertpapier und ein Link oder Button, der sodann zum Verkaufen wie auch Kaufen auffordert. Klickt man darauf, so gelangt man zu der Ordermaske. Hier wählt man sodann den Handelsplatz aus und gibt ein, wie viele Fondsanteile oder Aktien gekauft werden sollen.

Die Wahl des Direkthändlers

Als Handelsplatz wird nun der Direkthändler ausgewählt, der den niedrigsten Kaufpreis hat. Bei diversen Brokern sieht man die unterschiedlichen Direkthändler samt den Kauf- wie auch Verkaufskursen untereinander aufgelistet.

Beim Kauf ist der Briefkurs relevant, beim Verkauf muss hingegen auf den Geldkurs geachtet werden.

Wie man in Erfahrung bringt, dass es sich um einen Direkthändler handelt? Entweder findet man den Hinweis „Direkthändler“ oder stößt auf die Bezeichnung „OTC Handel“ – dabei steht OTC für „over the counter“.

Der Vergleich mit dem Börsenkurs

Der Preis, der vom Direkthändler in Aussicht gestellt wird, ist natürlich nicht reguliert. Jedoch sollte sich der Preis, vor allem während der regulären Börsenöffnungszeiten, am Börsenkurs orientieren.

Fehlt beim Broker die Übersicht, da die Kurse der diversen Handelsplätze nur einzeln ausgewiesen werden, so ist es besser, die Internetseite der Frankfurter Börse aufzurufen und sodann die Kurse zu vergleichen. Wichtig ist, dass der Kaufkurs des Direkthändlers nie über dem Börsenkurs liegt.

Auf Aktionen achten

Immer wieder werden von Direktbanken spezielle Konditionen angeboten, sofern ETFs oder auch Fonds an einem bestimmten Handelsplatz gekauft werden. Das heißt, man sollte sich auch mit etwaigen Aktionen befassen, damit am Ende Kosten gespart werden können.

Sollte man ein Limit hinzufügen?

Der Direkthändler führt den Kauf- oder auch Verkaufsantrag sofort zum angeführten Kurs aus. Das heißt, entweder hatte der Händler zum Zeitpunkt des Kaufantrages die Fondsanteile oder Aktien vorrätig, sodass diese verkauft werden können oder es kommt zum Abbruch der Transaktion.

Wer sicher sein will, kann ein Limit setzen. Das heißt, hier wird ein Kurs definiert, zu dem gekauft oder verkauft wird.

Handelt man beispielsweise über Xetra, so ist ein Limit durchaus empfehlenswert. Das Limit sollte nur ein paar Cent über den angezeigten Kurs liegen. Wird der Auftrag also nicht auf einmal ausgeführt, so kann der Anleger sicher sein, dass die weiteren Anteile, die zu einem späteren Zeitpunkt erworben werden, nicht teurer sind.

Die Kontoeröffnung

etoro LogoEine der beliebtesten Möglichkeiten, um Aktien ganz einfach online zu kaufen, ist via  eToro. Dies ist die wohl bekannteste Börse im deutschsprachigen Raum, die neben dem Aktienhandel noch eine Vielzahl an weiteren Produkten anbietet, wie beispielsweise CFDs, Rohstoffe, Kryptowährungen oder Devisen. Der Anbieter ist staatlich reguliert, leicht verständlich und arbeitet durchweg seriös und transparent. Zudem gibt es ein praktisches Demokonto, mit welchem diverse Handelsstrategien ohne Risiko getestet werden könnnen.

Die Registrierung dauert hier nur wenige Minuten und ist absolut kostenfrei. Hier die einzelnen Schritte:

Schritt 1: Die Anmeldung

Um sich bei eToro ein Konto zu erstellen, füllt man einfach nur die Anmeldemaske auf der Webseite mit Vorname, Nachname, Telefonnummer und E-Mail-Adresse aus und legt ein Passwort fest. Dadurch wird eine E-Mail verschickt, die einen Link zum Bestätigen enhält.

Nun hat man schon Zugriff auf das umfangreiche Aktienportfolio von eToro.

Konto bei eToro eröffnen

Schritt 2: Die Einzahlung

Um Handeln zu können, muss man natürlich erst einmal Geld auf das Handelskonto einzahlen. Je nach gewählter Einzahlungsmethode kann der Mindestbetrag variieren, liegt aber bei ca. 200 Euro. Dies ist ein guter Startbetrag, um erste Erfahrungen mit dem Handel von Aktien zu sammeln. Folgende Einzahlungsmöglichkeiten können unter anderem genutzt werden:

  • Banküberweisung
  • Kreditkarte
  • Neteller
  • Skrill
  • PayPal
  • Webmoney

Wer mehr als 2.000 Euro investieren möchte, der muss sein Konto zudem mit weiteren Dokumenten, wie z.B. einem Personalausweis, verifizieren.

Bei eToro Geld einzahlen

Schritt 3: Das Trading

Ist das Handelskonto aufgeladen, kann mit dem Aktienhandel begonnen werden. Hierzu geht man einfach auf den Menüpunkt “Märkte” und wählt dort “Aktien” aus. Hier hat man alle zur Verfügung stehenden Aktien zur Auswahl. Falls man schon genau weiß, welche man kaufen möchte, kann man diese auch einfach über das Suchfeld am oberen Bildschirmrand finden.

Wer sich noch unsicher ist, kann auch einfach in den “Virtuellen Modus” wechseln. Dabei handelt es sich um das Demokonto, in dem man in Ruhe erst einmal alles ohne Echtgeld testen kann.

76% der Konten von Privatanlegern verlieren Geld, wenn sie CFDs von diesem Anbieter handeln. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Zwischen Growth- und Dividenden-Strategie

Wer sich für den Aktienhandel entscheidet, sollte sich vorab auf eine Strategie festlegen. Hier kommen die bekanntesten im Überblick:

StrategieBeschreibung
Growth-AnsatzAnleger, die das Portfolio nach dem sogenannten Growth-Ansatz gestalten, investieren in Unternehmen mit einem  überdurchschnittlichen Wachstum.  Dabei geht es nicht um aktuelle Gewinne, sondern um zukünftige Entwicklungen. Das heißt, man investiert in Unternehmen, die ein recht hohes Kurs-Gewinn-Verhältnis aufweisen.
Value-AnsatzJedoch gibt es auch die wertorientierten Anleger, die somit nach dem sogenannten Value-Ansatz agieren. Hier sucht man nach bereits  etablierten Unternehmen die schon eine langjährige stabile Gewinnentwicklung vorweisen können. Hier ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis entsprechend niedriger, da man hier nicht mit außergewöhnlichen Kurserwartungen rechnet, sondern solide Werte heranzieht.
Prozyklischer AnsatzInteressant ist auch die prozyklische Anlagestrategie. Hier investiert man in Unternehmen, die schon einen  signifikanten Kursanstieg hinter sich  haben. Das heißt, man geht als Anleger davon aus, dass eine Neubewertung für einen neuerlichen Antrieb sorgen könnte. Das Problem? Man kann nicht sagen, wie lange es nach oben geht.
Antizyklischer AnsatzDer Antizykliker investiert hingegen in Unternehmen, die einen  Kursverlust  verbuchen mussten. Das Ziel? Zu einem günstigen Preis viele Anteile erwerben und damit spekulieren, dass der Kurs wieder nach oben geht.
Dividenden-AnsatzAuch die Dividenden-Strategie ist durchaus interessant - und auch recht einfach umzusetzen. Hier investiert man nur in Titel, die sodann eine  hohe Dividendenrendite  einbringen.

Kein Glücksspiel

Befasst man sich also mit dem Aktienhandel, so wird man relativ schnell zu dem Ergebnis kommen, dass eine langfristige Veranlagung (fast) immer gewinnbringend ist. Vor allem auch dann, wenn man sich an ein paar Tipps und Tricks hält. Jedoch heißt das jetzt nicht, dass man nie von der Gewinnerseite abkommen kann. Es gibt sehr wohl ein paar Gefahren, mit denen man sich im Vorfeld auseinandersetzen sollte – zu glauben, man wird schon kein Geld verlieren, könnte durchaus fatal sein.

Fakt ist: Wer mit Aktien handelt, der hat keinen garantierten Gewinn.

Bei einem Festgeldkonto ist von Anfang an klar, dass nach einer bestimmten Zeit ein im Vorfeld vereinbarter Betrag ausbezahlt wird – wer etwa eine fünfjährige Laufzeit vereinbart, der darf sich am Ende über einen Gewinn von beispielsweise 500 Euro freuen. Ganz egal, wie sich die Wirtschaft in dieser Zeit entwickelt hat. Investiert man hingegen in Aktien, so kann der Gewinn in fünf Jahren bei 500 Euro liegen – aber auch bei 2.000 Euro. Mitunter ist auch ein Verlust möglich.

An dieser Stelle darf man jedoch nicht glauben, dass es sich beim Aktienhandel um ein Glücksspiel handelt.

Mit dem entsprechenden Hintergrundwissen ist es durchaus möglich, dass man hohe Gewinne erzielt. Vor allem auch dann, wenn man sich mit den diversen Daten wie Analysen befasst und auch einen Blick auf etwaige Prognosen wirft.

Ist man unsicher, ob man schon sein Erspartes in Aktien investieren sollte, so ist es ratsam, wenn man einen Broker auswählt, der ein kostenloses Demokonto zur Verfügung stellt, wie beispielsweise eToro. So kann man sich selbst auf die Probe stellen – und mitunter auch in Erfahrung bringen, ob die gewählte Strategie am Ende zum Erfolg führen kann. Demokonten sind übrigens nicht nur für Anfänger interessant – auch Profis können so neue Strategien ausprobieren.

76% der Konten von Privatanlegern verlieren Geld, wenn sie CFDs von diesem Anbieter handeln. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

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About the Author:

Martin Schwarz

MSc. in Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt auf asymetrische Kryptographie und M2M-Kommunikation. Ich bin seit 2015 im Bereich Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs.