Immer mehr Firmen kaufen Bitcoin – warum scheitert BTC dann noch am Allzeithoch?

MicroStrategy, Grayscale, MassMutual – in letzter Zeit waren zahlreiche große Firmen in den Schlagzeilen, weil sie massiv in Kryptowährungen investiert haben. Neue Daten zeigen, dass Grayscale Investments, der größte Krypto-Asset-Manager, gerade Bitcoin und Ethereum für rund 100 Millionen Dollar in sein Investment-Portfolio aufgenommen hat.

Krypto-Analyse-Firma bybt zufolge hat Grayscale gerade binnen weniger als 24 Stunden 131.402 Ethereum im Wert von etwa 74 Millionen Dollar und 1.313 Bitcoins im Wert von etwa 24 Millionen Dollar gekauft.

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Institutionen kaufen hauptsächlich Bitcoin und Ethereum

Grayscale Investments-Geschäftsführer Michael Sonnenshein betont in einem Interview mit Bloomberg, dass eine zunehmende Anzahl institutioneller Investoren ein Engagement in Ethereum sucht – und nur in Ethereum.

„Im Laufe des Jahres 2020 sehen wir eine neue Gruppe von Investoren, die Ethereum-first und in einigen Fällen Ethereum-only sind. Es gibt eine wachsende Überzeugung rund um Ethereum als eine Anlageklasse.“

So seien im 3. Quartal 2020 über 17% der Zuflüsse in den Grayscale Ethereum Trust von neuen institutionellen Investoren gekommen. Hier ist der aktuelle Quartalsbericht.

Sonnenshein habe bei Grayscale beobachtet, dass das institutionelle Interesse an Bitcoin keineswegs nachlässt. Bitcoins Bull-Run könnte folglich noch einige Überraschungen parat haben.

Dazu passt, dass Top-Trader Michaël van de Poppe seinen Followern gerade auf Twitter erklärt hat: Institutionen erzeugen erst FOMO, dann treiben sie die Krypto-Preise wieder nach unten, um günstig Coins zu akkumulieren. Es sei „ein Spiel“ – und Bitcoin das bullishste Asset der nächsten Jahre.

Weitere massive BTC-Investitionen durch Unternehmen

US-Tech-Business-Intelligence-Firma Microstrategy hat gerade ebenfalls bekanntgegeben, 650 Mio. $ für den Kauf von Bitcoin aufgebracht zu haben.

In einer Investoren-Notiz schreibt das Unternehmen, dass man den Verkauf von $650 Millionen in Schuldverschreibungen abgeschlossen habe. Nach eigener Aussage beabsichtigt MicroStrategy, „den Nettoerlös aus dem Verkauf der Schuldverschreibungen in Bitcoin zu investieren“ – insgesamt rund $635 Millionen nach Abzug von Gebühren und sonstigen Kosten.

MicroStrategy-CEO ist seit Bekanntwerden seines ursprünglichen Investments zu einem der lautstärksten Bitcoin-Bullen geworden – er twittert quasi ohne Pause über BTC und pumpt damit seine eigenen Bags.

Trotz massiver Investments: Warum scheitert BTC am Allzeithoch?

Zahlreiche Unternehmen investieren massiv in BTC – doch der BTC-Preis dümpelt immer noch unter seinem Allzeithoch herum. Wie kann das sein? Das fragt z.B. Investor Alistair Milne aktuell auf Twitter:

„Grayscale Kauft >100% der abgebauten Coins, MicroStrategy Kauft, Square Benutzer kaufen, Hedge-Fonds kaufen, PayPal Benutzer kaufen…. und der #Bitcoin-Preis ist nicht auf Allzeithoch?“

Als Erklärung nennt Milne intensive Gewinnmitnahmen zum Jahresende – oder Asien habe die zahlreichen Bitcoin-Käufe durch Unternehmen „verschlafen“. Er sieht jedenfalls großes Gewinnpotenzial bereits Anfang 2021.

Zuletzt aktualisiert am 12. Dezember 2020

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