Neuer ukrainischer Präsident setzt auf Blockchain statt Bestechung

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Kryptowährungen könnten ganz oben auf der To-Do-Liste des neuen ukrainischen Präsidenten stehen: Ein Berater enthüllte diese Woche umfangreiche Blockchain-Pläne.

Neue ukrainische Regierung plant „Smartphone-Staat“

Mit überwältigender Mehrheit die Ukrainer den Komiker Vladimir Zelenskiy gewählt, um ihr umkämpftes Land zu führen. Michail Fjodorow, der die Digitalkampagne leitete, sagte nun, dass die neue Regierung versuchen würde, eine Blockchain in allen staatlichen Strukturen und darüber hinaus zu verwenden. Das Ziel sei, einen “Staat auf Ihrem Smartphone” zu schaffen, sagte er dem lokalen Fernsehsender Gromadskiy. „In dieser Zeit haben wir mit Experten ein Wachstumskonzept für den digitalen Staat entwickelt“, sagte er.

Konkret werden wir mit der Digitalisierung eines einzelnen Testprojekts beginnen, dann eine Blockchain für Abstimmungsverfahren einsetzen. Von kleinen bis hin zu großen Projekten.

Fjodorow gelang es, im Rahmen der digitalen Kampagne von Zelenskiy über 600.000 Online-Freiwillige zu gewinnen. Der junge Führer spricht die Bewohner eines Landes an, in dem digitale Phänomene wie Kryptowährungen bereits ein wichtiges Thema sind. Erst in diesem Monat entschieden sich die Behörden in der Hauptstadt Kiew wieder dafür, direkte Bitcoin-Zahlungen zu akzeptieren – diesmal im öffentlichen Verkehr.

Blockchain statt Bestechungsgeldern

Obwohl er Bitcoin nicht ausdrücklich erwähnt hat, erinnert Fjodorows Perspektive für disruptive Technologien stark an die Zusagen des US-Präsidenten Andrew Yang. Yang, eine ähnlich energische Figur, hat bereits eine spezielle Grundsatzerklärung zur Kryptowährung veröffentlicht, welche verspricht, die „Patchwork“-Regulierungslandschaft der USA zu überarbeiten und den Besitz und die Nutzung weniger belastend für Einzelpersonen und Unternehmen zu gestalten.

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Eine aufgeschlossene Politik bezüglich der Technologie würde der Ukraine klare Vorteile verschaffen. Während der halb gefrorene Konflikt mit Russland weiter schwelt, ist Bitcoin zu einem Symbol des Widerstandes geworden – über die Grenze hinweg, verstärkt durch die mangelnde Fähigkeit des Kremls, eine angemessene Regulierung zu installieren.

Ein Bitcoin-Wallet, der zur Kampagne des großen Putin-Rivalen Alexey Navalny gehört, hat seit 2016 fast 600 BTC (3,25 Millionen Dollar) gesammelt. Für Fjodorow steht der Einsatz von Technologien wie Blockchain zur Beseitigung mangelnder Transparenz von Staatsorganen ebenfalls im Gegensatz zur trüben Welt in Moskau.

So steht beispielsweise sein ursprünglich privates Projekt, Bürgern als Teil des digitalen Staates die Eröffnung und Schließung von Unternehmen „in zwei Klicks“ zu ermöglichen, in direktem Gegensatz zu Skandalen wie der staatlich geförderten Bitcoin-Korruption von 1 Million Dollar der vergangenen Woche.

„…Menschen, die in der Wirtschaft arbeiten, wurden Zeuge der Veränderungen und glaubten an sie“, sagte er.

In der Ukraine finden bereits verschiedene Adoptionspläne für die Kryptoindustrie statt, unter anderem von der früheren Regierung, die sich im Oktober verpflichtet hatte, bis 2021 vollständige Legalisierungsrahmen für die Kryptowährung zu entwickeln.

Bildnachweis: pixabay, CC0 Textnachweis: bitcoinist, Esther Kim

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