Nach diesem 13 Milliarden Dollar-Deal könnte Disney bald die älteste Bitcoin-Börse gehören

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Eine Aktienschlacht mit einem südkoreanischen Gaming-Giganten könnte dazu führen, dass Walt Disney Co. bald zwei große Kryptowährungsbörsen besitzt.

Happy Ending für Disney und Krypto?

Wie die lokale Nachrichtenagentur JoongAng Ilbo dem Korea Herald zufolge berichtete, ist Disney derzeit einer der Hauptanbieter für eine 98,6-prozentige Beteiligung an Nexon, Südkoreas größtem Spieleentwickler und zweitgrößtem Online-Spielepublisher der Welt.

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Nexon ist zu 47 Prozent im Besitz von NXC – und dessen Vorsitzender, Jung-ju Kim, steht hinter dem Aktienverkauf. Laut JoongAng Ilbo waren verschiedene große Unternehmen an der Beteiligung interessiert. Dazu gehören Tencent und Kakao, die beide derzeit eigene Kryptowährungsprojekte am Start haben. Disney steht jedoch angeblich an erster Stelle, wobei Kim sich persönlich an das US-Unternehmen gewendet hat.

Sollte der 13,2 Milliarden Dollar schwere Deal zustande kommen, wird Disney über NXCs Investmentstruktur „NXMH“ Zugang zur europäischen Börse Bitstamp haben, die sie Ende 2018 für rund 400 Millionen Dollar gekauft haben. Ebenfalls unter Kontrolle wäre die südkoreanische Mainstream-Plattform Korbit, an der Nexon mit 65 Prozent beteiligt ist.

Gerüchte über einen abgeschlossenen Deal

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Laut Herald hat der NXC-Mogul schon seit einiger Zeit eine Schwäche für Disney, was den Glauben an ein bestimmtes Ergebnis des Deals beflügelte.

Was ich am meisten an Disney beneide, ist, dass sie kein Geld aus Kindern herauspressen… (Verbraucher) bezahlen Disney gerne. Nexon hat noch einen langen Weg vor sich. Einige Leute hassen Nexon zu Tode, so Jung-ju Kim 2015.

Disney selbst hat kaum Erfahrung in der Kryptowährungsbranche – mit Ausnahme eines glanzlosen ICO-Projekts namens „DragonChain“ aus dem Jahr 2017. Dennoch könnte sich die Erfolgsbilanz beider Plattformen angesichts der jüngsten Renaissance des Krypto-Währungsmarktes als attraktiv erweisen. Letzte Woche avancierte Bitstamp zu einem der wenigen Unternehmen, die den Prozess der BitLicense-Zertifizierung für Benutzer in New York abgeschlossen haben.

Wir freuen uns darauf, die Lektionen, die wir in Europa gelernt haben, über den Ozean weiterzugeben und dazu beizutragen, ein besseres Umfeld für alle Kryptounternehmen zu schaffen, sowohl in den USA als auch weltweit, schrieb das Unternehmen in einem begleitenden Blogbeitrag.

Korbit macht ebenfalls weiter, trotz der erschwerten Finanzlage. In den letzten zwölf Monaten lagen die Nettoverluste bei insgesamt rund 45 Milliarden Won (40 Millionen Dollar) – immer noch weniger als beim Marktschwergewicht Bithumb, das um die 180 Millionen Dollar lassen musste.

Bildnachweis: pixabay, CC0 Textnachweis: bitcoinist, Esther Kim

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Mein Bruder hatte mich 2014 auf einen Artikel über Bitcoin aufmerksam gemacht. Wochenlange Überforderung und Recherche standen an der Tagesordnung. Nach einiger Zeit verstand ich den Umgang mit der Technologie und versuche seit dem Abschluss meines Studiums der Rechtswissenschaften, die Thematik leicht verständlich wiederzugeben.