$10 Millionen in Bitcoin: Südkoreanische Regierung profitiert vom Bitcoin-Bull-Run

Bitcoins Bull-Run lässt selbst Regierungen nicht kalt. Wie jetzt bekannt wurde, hat offenbar auch die südkoreanische Regierung in Bitcoin investiert – und jetzt einen Teil davon gewinnbringend verkauft.

Erst drängen die Institutionen auf die Bitcoin-Märkte – und danach, so eines der jüngeren Narrative, werden es die Regierungen sein, die sich Bitcoin zuwenden. Oder tun sie das womöglich schon längst?

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Berichten zufolge soll die südkoreanische Regierung gerade Bitcoin aus dem Jahr 2017 verkauft haben. Und man muss keinen Blick auf die Preishistorie werfen, um zu merken: Dabei ist ein ordentlicher Gewinn entstanden.

Die verkauften Bitcoins wurden 2017 von Kriminellen beschlagnahmt – kein ungewöhnlicher Vorgang. Auch die US-Regierung hat etwa im Rahmen der Silk-Road-Auflösung tausende beschlagnahmte Bitcoins versteigert.

Risikokapitalgeber Tim Draper beispielsweise hat damals 30.000 BTC darüber erworben – für schlappe 19 Millionen Dollar. Die wären heute 1.770.000.000 Dollar wert.

Dass man mit BTC astronomische Gewinne einfahren kann, hat nun auch die südkoreanische Regierung an die Krypto-Börsen gebracht. Sie stießen ihre Coins ab und erhielten dafür fast 11 Millionen Dollar.

Der vorherige Besitzer der Token war ein Krimineller, der eine pornografische Website betrieb und seit vier Jahren im Gefängnis sitzt – und von dort aus seinen Bitcoins beim „Wachsen“ zusehen musste.

Bislang gab es kein Gesetz, das regelt, wie mit beschlagnahmten Krypto-Assets umzugehen ist. Das hat sich nun geändert: Jetzt müssen solche Vermögenswerte verkauft und der Erlös an die Regierung überwiesen werden.

Erst letzte Woche wurden neue Krypto-Regulierungsvorschriften in Südkorea erlassen: Demnach müssen Krypto-Börsen und Dienstleister verdächtige Aktivitäten ab sofort melden. Damit soll unter anderem der offenbar grassierenden Steuerhinterziehung begegnet werden, bei der in vielen Fällen anscheinend Bitcoin genutzt wird, um Vermögen zu verstecken.

Während entsprechende Regulierungsmaßnahmen immer noch oft als Bedrohung für das Wachstum der Krypto-Industrie angeführt werden, häufen sich auch die Befürworter eines vernünftigen Regelwerks.

MicroStrategy-CEO Michael Saylor beispielsweise argumentiert, dass viele große Unternehmen erst dann in Bitcoin investieren würden, wenn durch entsprechende Regulierung Rechtsicherheit gegeben ist.

Saylor:

„Die zunehmende Regulierung der Krypto-Industrie wird Bitcoin nur noch stärker machen.“

Denn: Nur so können auch große Banken und Maklerunternehmen, die bereits entsprechende Regulierungsvorschriften (AML und KYC) einhalten, Bitcoin kaufen. Saylor erläutert, dass das AML- und KYC-Bestimmungen unterliegende Kapital, das derzeit in Apple-Aktien, Amazon, Staatsanleihen, Bargeldkonten oder Immobilienindizes sitzt, auch weiterhin diesen Bestimmungen unterliegen wird. Und, so der CEO: Dann werde es in Bitcoin fließen.

Zuletzt aktualisiert am 4. April 2021

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