Elon Musk: Ist das sein Krypto-Masterplan? Neue Analyse veröffentlicht 

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Seit Wochen rätselt die Krypto-Community: Was hat Tesla-CEO Elon Musk eigentlich mit Bitcoin im Speziellen und Kryptowährungen im Allgemeinen vor? Ein pseudonymer Twitter-User hat sich diesbezüglich auf die Suche begeben – und womöglich Musks Krypto-Masterplan entdeckt.

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Musk, Tesla & Bitcoin: Was war passiert?

Zunächst für Uneingeweihte der Hintergrund: Vor einigen Monaten hatte der amerikanische Autobauer Tesla bekanntgegeben, Bitcoin im Wert von 1,5 Milliarden Dollar gekauft zu haben – als “alternative Reserveaktiva” zu seinen Bargeldbeständen.

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“Wir haben insgesamt 1,50 Milliarden Dollar in Bitcoin investiert”, so Tesla in einer Einreichung bei der US-Börsenaufsicht, die sich auf eine Änderung der Politik bezieht: Die besagt, dass Tesla seine Barmittel weiter diversifizieren sowie die Renditen maximieren wird und nicht verpflichtet ist, “eine angemessene operative Liquidität zu halten”.

Kurze Zeit später verkündete Musk dann, dass man Bitcoin nun sogar als Zahlungsmittel für Tesla-Produkte und Dienstleistungen nutzen könne:

Die Krypto-Community war von entsprechender Befürwortung durch einen der reichsten Männer der Welt natürlich begeistert. Zahlreiche Analysten, Influencer und Bitcoin-Bullen begrüßten den Schritt und hießen Musk quasi „Herzlich Willkommen“. Allen voran MicroStrategy-CEO Michael Saylor. Der schrieb euphorisch:

“Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank an Elon Musk und Tesla für die Aufnahme von Bitcoin in ihre Bilanz. Die ganze Welt wird von dieser Führungsrolle profitieren.”

Überhaupt schien es keinen Zweifel daran zu geben, wie sehr der SpaceX-Chef Bitcoin mag. Immer wieder beschäftigte er sich in seinen Tweets mit der Kryptowährung Nummer 1, in der Regel auf positive und befürwortende Weise. Einmal betonte er, nur ein „Narr“ würde sich nicht nach Alternativen umsehen, wenn Fiat-Geld negative Realzinsen aufweist. Wie sollte es auch anders sein – Tesla hatte zuvor Unmengen an Dollar in das System gepumpt und in bunten Tönen von Krypto-Zukunftsplänen gesprochen.

Neue Allzeithochs für Bitcoin

All die guten Nachrichten verliehen der Kryptowährung Nummer 1 massiven Aufwind und brachten den Bitcoin-Kurs im Laufe der nächsten Wochen auf über $60.000. Doch dann folgte die böse Überraschung: Mitte Mai verkündete Musk völlig überraschend, dass der Elektroautobauer Bitcoin künftig nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptieren werde. Aus Umweltgründen! Ein Schock – nicht nur für die Krypto-Community, auch für die Märkte. Dem Bitcoin-Kurs setzte die kalte Schulter sofort zu, er sackte infolge immer weiter ab und ist bis heute weit vom bisherigen Allzeithoch entfernt.

Musk darüber, warum Tesla künftig keine Bitcoin-Zahlungen mehr akzeptieren wird:

„Tesla hat Fahrzeugkäufe mit Bitcoin ausgesetzt. Wir sind besorgt über die schnell zunehmende Nutzung fossiler Brennstoffe für Bitcoin-Mining und -Transaktionen, insbesondere Kohle, die die schlimmsten Emissionen aller Brennstoffe hat.“

Kryptowährung sei „auf vielen Ebenen eine gute Idee“ mit einer „vielversprechenden Zukunft“. Aber, so der gebürtige Südafrikaner: Das dürfte nicht zu Lasten der Umwelt passieren. Das Fazit des Unternehmens:

„Tesla wird keinen Bitcoin verkaufen und wir beabsichtigen, ihn für Transaktionen zu nutzen, sobald das Mining auf nachhaltigere Energie umgestellt wird. Wir schauen uns auch andere Kryptowährungen an, die <1% der Energie/Transaktion von Bitcoin verbrauchen.“

Bis heute wird gerätselt, was den Unternehmer zu seiner Entscheidung bewogen hat. Nun gibt es offenbar einige Hinweise.

Elon Musk – der Krypto-Masterplan?

Was hat Elon Musk mit Bitcoin, Dogecoin, Tesla und SpaceX vor? Ein Twitter-User namens „@CroissantEth“ hat sich gewissenhaft durch die Tweets des Tesla-Chefs gewühlt und recherchiert, was die Beweggründe des Entrepeneurs sein könnten. Dabei herausgekommen ist die bis dato wohl umfassendste öffentlich verfügbare Analyse zum Thema „Elon Musks Krypto-Masterplan“.

Der Nutzer:

„Diese Geschichte beginnt kurz nach Elons inzwischen berüchtigtem Tweet, dass Tesla $BTC akzeptieren wird.“

BTC stieg enorm aufgrund der Nachricht – doch schon kurze Zeit später verkündete Tesla, man werde Bitcoin nicht mehr akzeptieren. CroissantEth kommentiert, was viele heute noch denken: Warum äußert sich Musk plötzlich unverhohlen negativ über Bitcoin – nur wenige Wochen, nachdem sein Unternehmen über $1 Milliarde in $BTC investiert? Und:

„Sicherlich hat er einen Grund, das zu tun, richtig? Nun, nachdem ich einen Blick auf einige Hinweise geworfen habe, die in seinen Tweets hinterlassen wurden, scheint das der Fall zu sein.“

Tesla betreibt eigene Bitcoin-Nodes

Im Anschluss zitiert der Analyst einen Tweet von @elonmusk, in dem er zugibt, dass Tesla seine eigenen Bitcoin-Nodes besitzt und betreibt:

Dabei fällt auf: Seine eigenen Bitcoin-Nodes betreiben – das steht irgendwie in direktem Widerspruch zu den Behauptungen, dass das Mining von $BTC umweltschädlich ist. Es sei denn… Tesla betreibt die Knoten mit Solarenergie.

Und hier, so @CroissantEth, wird alles nur „noch interessanter“:

„Erlauben Sie mir, Ihnen die nächste Figur in dieser Geschichte vorzustellen, sie heißt Ark Invest.

Ark Invest ist ein Top-Aktionär von Tesla, & ihre jüngste Arbeit gibt uns einige gute Einblicke in das, was als nächstes kommt.“

Tesla & Bitcoin-Solar-Mining

Der User erläutert, dass Ark einen bedeutenden Artikel veröffentlicht hat – dessen Inhalt: Analysen zum Thema BTC-Mining mit Solarkraft! Die Forschung scheint auf einen BTC-Anwendungsfall für Tesla hinzuweisen. Doch dazu später mehr. CroissantEth in einer Anspielung auf Elon Musk:

„Die Ergebnisse sind sehr vielversprechend.“

Ark argumentiert in der Studie: BTC-Mining kann mehr Strom aus erneuerbaren kohlenstofffreien Quellen erzeugen. Zitat:

“Eine Welt mit BTC ist eine Welt, die im Gleichgewicht mehr Strom aus erneuerbaren, kohlenstofffreien Quellen erzeugt.”

Okay – und welche Rolle spielt Tesla in diesem Zusammenhang? Der Analyst erklärt:

„Viele sind sich dieser Tatsache nicht bewusst, aber mehr als 13 US-Bundesstaaten verlangen von den Autoherstellern, dass sie eine Mindestmenge an emissionsfreien Fahrzeugen verkaufen, um in ihrem Staat überhaupt Fahrzeuge verkaufen zu dürfen.“

Die Sache mit den Umwelt-Credits

Unternehmen, die emissionsfreie Fahrzeuge verkaufen… klingt das nach Tesla? Entsprechende Firmen erhalten nämlich “Umwelt-Credits”, die dann an andere Autohersteller verkauft werden können, die noch keine emissionsfreien Fahrzeuge zum Verkauf haben. Wie der pseudonyme Twitter-User erklärt, hat beispielsweise Chrysler zugestimmt, diese Credits zu kaufen – und zwar für Milliarden von Dollar. 2020 entsprach das 7% von Teslas Gesamtumsatzes (428 Mio. $).

„Während das in der Praxis großartig ist, wird erwartet, dass die Rentabilität in Zukunft sinkt, da Unternehmen ihre eigenen kohlenstofffreien Alternativen schaffen, um dies zu umgehen.“

Tesla-Finanzvorstand Zach Kirkhorn hat genau das in Gesprächen über Teslas Ergebnis bereits bestätigt, wie hier nachzulesen ist.

Der Analyst stellt nun folgende Frage: In Anbetracht der Tatsache, dass dem E-Autobauer derart großer Teil an Einnahmen wegbricht – könnte es sein, dass Tesla sich BTC als Lösung sucht, um erneuerbare Energien zu fördern und zu monetarisieren? CroissantEth:

„Es ist sehr wichtig, daran zu erinnern, dass Tesla mehr ist als nur ein Elektroauto-Unternehmen…“

Und damit kommen wir zum letzten Teil der Analyse.

Teslas Kerngeschäft – und darüber hinaus

Das Kerngeschäft von Tesla ist die Herstellung von Solarzellen, Solardächern und Batterien. Oft sammelt sich berschüssige Energie bei den Tesla Powerwalls, und die könnte hypothetisch zu Bitcoin-GPU-Mining umgeleitet werden. Das ist von Bedeutung, denn:

„Auf diese Weise könnte Tesla überschüssige Energie in ein digitales Asset verwandeln, das sofort bankfähig ist.“

Doch damit nicht genug. Der Analyst liefert weitere Indizen, um seine These zu untermauern – unter anderem Interviews mit Tesla-Mitarbeitern. Es ergibt durchaus Sinn, wie er erläutert:

„Für mich sieht es sehr gut möglich aus, dass Tesla bald einen erneuerbaren Weg ankündigt, BTC durch überschüssige Energie zu minen, die von den Powerwalls erzeugt wird, was von jedem genutzt werden kann, der Tesla-Dächer, Panels, Autos & mehr hat!“

Allerdings handelt es sich dabei nicht um Musks Krypto-Masterplan – der geht noch weiter, glaubt CroissantEth: Musks will die Menschheit bekannterweise zu einer multiplanetaren Spezies machen. Das ist sein erklärtes Ziel, dem ordnet sich alles unter.

Starlink als Grundlage fürs Bitcoin-Mining

Für SpaceX ist seine konkrete Mission, eine selbstversorgende Gesellschaft auf dem Mars zu schaffen – und Bitcoin sei die beste Option für ein Zahlungsmittel, so CroissantEth. Seiner Einschätzung nach könnte auch ein weiteres, weniger bekanntes Projekt von Musk mit seinem Krypto-Masterplan zusammenhängen: Starlink, das von Musk und SpaceX unterstützte Mega-Projekt. Sage und schreibe 47.000 Satelliten werden ins Weltall geschossen und sollen so weltweiten Internetzugang ermöglichen – an jedem noch so entlegenen Fleck der Erde. Der Analyst:

„Damit wird das Internet für immer verändert werden.“

Plötzlich ist der gesamte Planet online – und genau das sei eine Voraussetzung, damit Teslas Powerwalls flächendeckend mit überschüssiger Energie Bitcoin-Mining betreiben können. Denn:

„Man bräuchte einen Weg, um sicherzustellen, dass die Nodes keine Ausfallzeiten haben, und was ist ein besserer Weg, das zu tun, als einen universellen Satelliten-Internetzugang für Powerwalls zu haben?“

Hinzu kommt, dass SpaceX mit einer Firma namens Spacechain zusammenarbeitet, um Blockchain-Nodes ins Weltall zu senden.

Musk & Krypto: Zusammenfassung der Ereignisse

Dir schwirrt nun ein wenig der Kopf? Es klingt nach Verschwörungstheorie? Hier eine Zusammenfassung des pseudonymen Analysten, die es womöglich etwas weniger abenteuerlich klingen lässt:

  • Tesla investiert $1.5 Mrd. in BTC
  • Elon sagt, dass TESLA BTC akzeptieren wird
  • Elon gibt zu, dass $TESLA seine eigenen $BTC-Nodes betreibt
  • Tesla stoppt die Akzeptanz von BTC mit Hinweis auf Umweltbedenken beim Mining
  • Ark Invest, ein Fonds, der große Mengen an TESLA hält, veröffentlicht ein Bitcoin-Solar-Mining-Papier
  • In dieser Forschung enthalten: spezifische Anwendungsfälle für Tesla
  • Ark Invest erwirbt BTC für $20M
  • Teslas Gewinne aus Umwelt-Credits trocknen bald aus, was sie dazu zwingt, nach anderen Möglichkeiten zu suchen, um überschüssige Energie zu monetarisieren
  • Teslas Powerwalls erhalten regelmäßig überschüssige Energie
  • Powerwalls könnten mit einer einfachen GPU, die BTC mint, Energie monetarisieren & Transaktionen viel schneller abwickeln als bislang möglich
  • Elons Ziel ist es, selbstversorgendes Leben auf dem Mars zu schaffen
  • Starlink könnte es jedem Tesla-Kunden ermöglichen, seinen eigenen BTC-Node zu betreiben – ohne Internet-Ausfallzeiten

CroissantEth schlussfolgert: Elon würde Bitcoin nicht nach einem derart massiven Investment kritisieren, ohne einen Master-Plan zu haben. Doch handelt es sich dabei wirklich um Bitcoin-Solar-Mining über Tesla-Produkte? Eine entsprechende Ankündigung könnte einen enormen Stimmungswechsel bezüglich Bitcoins Umweltsorgen erzeugen und dafür sorgen, dass eine breite Masse erneuerbare Energien für BTC verwendet. Es bleibt also spannend, welchen Pfad Elon Musk und Tesla beim Thema Bitcoin einschlagen werden.

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2015 bin ich erstmals mit Bitcoin in Kontakt gekommen – und seitdem lässt mich das Thema Kryptowährungen nicht mehr los. Aus diesem Grund habe ich BTC & Co. auch zum Teil meines Berufs gemacht und schreibe als freier Autor für Krypto-Publikationen.

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